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Weiterbildung planen – Wirksamkeit im Betrieb sichern

BGW mitteilungen, Ausgabe 4/2018

Wenn Führungskräfte und Beschäftigte eine Weiterbildung besuchen, hat das Unternehmen ein großes Interesse daran, dass das Gelernte nicht einfach "verpufft". Das Ziel von Qualifizierung ist es schließlich, im Arbeitsalltag neue Handlungsspielräume zu eröffnen und Herausforderungen zu bewältigen. Damit dies gelingt, ist gute Vor- und Nachbereitung auf betrieblicher Ebene entscheidend.

CHECKLISTE

Was vorher wichtig ist

Ziel klären

  • Was genau soll im Unternehmen erreicht werden?
  • Welches betriebliche Problem soll gelöst werden?
  • Was soll nach der Qualifizierung im Alltag anders sein?

Die richtige Person auswählen

  • Wer soll qualifiziert werden?
  • Ist festgelegt, welchen Auftrag der/die Lernende hat, das Gelernte im Betrieb umzusetzen und Veränderungen auf den Weg zu bringen?

Lernen mit der BGW

Soll es ein reines Vor-Ort-Seminar sein oder ist E-Learning auch geeignet?
(Foto: Fotolia/Farknot Architect)

Das passende Qualifizierungsangebot auswählen

  • Welches Angebot hat die größte Übereinstimmung mit dem angestrebten Ziel im Unternehmen?
  • Welcher Zeitpunkt ist sinnvoll?
  • Welches Format passt zum/zur Lernenden (Seminar, E-Learning...)?
  • Passt die Zielgruppe des Angebots?
  • Können eventuelle Teilnahmevoraussetzungen erfüllt werden, zum Beispiel Vorkenntnisse?
  • Soll begleitend ein betriebliches Projekt, Vorhaben oder Ähnliches durchgeführt werden?

Voraussetzungen schaffen

  • Stehen Ressourcen zur Verfügung, um nach der Qualifizierung das Thema im Unternehmen anzugehen?
  • Ist sichergestellt, dass der/die Lernende ausreichend Zeit hat, die Qualifizierung vorzubereiten, daran ohne Einschränkungen
    teilzunehmen und sie nachzubereiten?

Gute Vorbereitung ermöglichen

  • Hat der/die Lernende alle Informationen zum aktuellen Stand des Themas im Unternehmen?
  • Ist sonstige Vorbereitung nötig? Soll zum Beispiel eine Aufgabenstellung aus der Praxis oder eine Projektidee mitgebracht werden?

Was während einer Qualifizierung wichtig ist

Lernen mit der BGW

Wichtiges Auswahlkriterium: Wie relevant ist das Thema für den betrieblichen Alltag?
(Foto: Fotolia/Drobot Dean)

Betriebliche Praxis immer im Auge behalten

  • Welche Aspekte spielen im Unternehmen eine besondere Rolle? Wo könnten Hindernisse auftreten?
  • Welche Erfahrungen von anderen Teilnehmenden können hilfreich sein? Lässt sich der Austausch untereinander gegebenenfalls noch vertiefen?
  • Was sind die ersten Umsetzungsschritte nach der Qualifizierung?
  • Wie können Lösungen in den Alltag integriert werden?

Was nachher wichtig ist

Umsetzung zeitnah starten

  • Welche Voraussetzungen müssen für eine Umsetzung des Gelernten im Betrieb erst noch geschaffen werden?
  • Ist die Unterstützung der Führung gesichert?
  • Wer muss noch einbezogen werden und wer kann bei der Umsetzung des Vorhabens unterstützen?
  • Wie sieht die weitere Umsetzungsplanung aus (Schritte, Termine, Beteiligte)?

Gelerntes im Unternehmen weitergeben

  • In welchen Bereichen kann das Gelernte hilfreich sein?
  • Was sollte wer im Unternehmen erfahren?
  • Wie können die neuen Kenntnisse und Kompetenzen auch anderen zur Verfügung gestellt werden? Bieten sich bestimmte Gremien, Projekte, Sitzungen oder Teambesprechungen an?
  • Wo werden Informationen gespeichert?

Gelerntes lebendig halten

  • Wie kann das Gelernte dauerhaft präsent und aktuell bleiben?
  • Ist eine zusätzliche Vernetzung mit anderen Personen oder Betrieben zum Thema hilfreich?
  • Ist später eine vertiefende Qualifizierung oder Auffrischung sinnvoll?

Autor(en): Barbara Brauchle

Artikel aus dem Kundenmagazin BGW mitteilungen

01.11.2018

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