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BGW mitteilungen, Ausgabe 1/2018

Wer im Dunkeln oder bei Dämmerung unterwegs ist, muss sich 
auf das erhöhte Risiko im Straßenverkehr einstellen.

  • 74.888 Unfälle mit Personenschaden
  • 1.069 Menschen getötet
  • 98.197 verletzt, davon 18.212 schwer

Landstraße im Nebel

Schlechte Sichtverhältnisse erhöhen das Risiko.
(Foto: Fotolia/ghazii)

Diese Zahlen zu Unfällen bei Dämmerung 
und Dunkelheit verzeichnete das Statistische 
Bundesamt für das Jahr 2016. (Quelle: DVR)

Auch interessant:

  • Bis etwa 25 Meter 
können Autofahrerinnen und 
Autofahrer dunkel gekleidete 
Personen zu Fuß erkennen.
  • 28 Meter 
umfasst der Anhalteweg eines 
Autos bei Tempo 50, nach 
gängiger Faustregel für eine 
Gefahrbremsung.

  • Bis zu 140 Meter 
ist jemand in Kleidung mit 
reflektierenden Materialien 
sichtbar.
    (Quelle: DVR)

Tipps für dunkle Zeiten

  • Kleidung oder Taschen mit reflektierenden Materialien erhöhen die Sichtbarkeit.
  • Sicherheitszubehör und Kleidung aus retroreflektierendem Material sind an der Bezeichnung DIN EN 13356 zu erkennen. Retroreflektierend heißt, dass das Licht direkt in Richtung der Strahlungsquelle zurückreflektiert wird.
  • Wie zu Fuß gilt: Auf helle Kleidung und reflektierende Materialien achten.
  • Nach Möglichkeit eine Sicherheitsweste gemäß DIN EN ISO 20471 über der Kleidung tragen.
  • Beleuchtung überprüfen: Sind alle vorgeschriebenen Reflektoren vorhanden und ist die Lichtanlage funktionsbereit?
  • Licht rechtzeitig anschalten, wenn es dämmert.
  • Batteriebetriebene Standleuchten vorn und hinten erhöhen die Sichtbarkeit zum Beispiel beim Warten an Kreuzungen.
  • Zusätzliche Sichtbehinderungen, wie eine zu tief heruntergezogene Kapuze oder Mütze, vermeiden.
  • Beleuchtung regelmäßig überprüfen und auch tagsüber mit Licht fahren. Bei schlechter Sicht reicht Tagfahrlicht nicht – das Abblendlicht muss eingeschaltet werden.
  • Sicherstellen, dass genügend Flüssigkeit in der Scheibenwaschanlage ist – je nach Saison mit Frostschutzmittel – und die Wischer keine Schlieren hinterlassen.
  • Im Winter und in der Übergangszeit besonders auf eine gute Rundumsicht achten und vor Fahrtbeginn beschlagene oder vereiste Fensterscheiben vollständig freimachen.
  • Scheiben auch von innen sauber halten, sonst kann es zu Blendungen kommen.
  • Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen – verlängerte Bremswege durch Regen, Eis und Schnee oder Laubreste beachten. Vor allem unter Brücken oder Bäumen ist es oft besonders glatt.
  • Generell gilt: Größeren Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen wahren und Geschwindigkeit reduzieren.
  • Risikobewusstsein: Helle, reflektierende Flächen wie Leitplanken sind in der Dunkelheit oft weithin sichtbar – dunkle Flächen oder Personen aber nicht. Der Kontrast ist entscheidend!
  • Nicht direkt ins Licht schauen, sondern zum Beispiel auf seitliche Fahrbahnmarkierungen.
  • Brille überprüfen: Wer schlecht sieht, schätzt auch Distanzen falsch ein. Mehrfach entspiegelte Qualitätsgläser können zudem die Sicht bei schwierigen Bedingungen verbessern.

Autor(en): DVR/ Polizei Bayern/ Han

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01.02.2018

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