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BGW studio78: 
Lernen im authentischen Friseursalon

BGW mitteilungen, Ausgabe 1/2018

Frisurentrends und Schnitttechniken, kreatives Kolorieren und Stylen: Das gewisse Extra für die Aus- und Weiterbildung finden Friseurinnen und Friseure seit über zehn Jahren im studio78 der BGW in Bochum. Dazu gibt es Tipps für schöne, gesunde Hände sowie zu 
anderen Gesundheitsthemen im Salon.

Friseurin mit zwei Scheren

Trends und Gesundheit: Im BGW studio78 gibt's beides aus einer Hand.
(Foto: Fotolia/anetlanda)

Begonnen hatte alles mit einem Pilotprojekt der Berufsgenossenschaft mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern rund um das Friseurhandwerk. Im Sommer 2007 wurde das BGW studio78 an der Universitätsstraße 78 in Bochum eröffnet: eingerichtet wie ein echter Friseursalon, damit dort praxisnah gelernt und geübt werden kann. Dabei arbeitet die BGW nichtkommerziell und produktneutral. Kooperationspartner ist bis heute unter anderem der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks.

Gesund arbeiten leicht gemacht

Jedes Seminar im BGW studio78 verbindet Trendthemen mit dem gesunden Arbeiten. Denn berufsbedingte Gesundheitsprobleme wie etwa Hauterkrankungen oder Allergien lassen sich im Salon oft mit einfachen Mitteln verhindern. Man muss nur wissen, wie. "Auch das erfährt man bei uns", berichtet Studioleiterin Sabine Schoening.

Gesundheitsbewusstsein wächst

"Friseurinnen und Friseure betonen nach einem Seminar häufig, dass ihr Bewusstsein für den Gesundheitsschutz deutlich gewachsen ist", so Schoening weiter. "Sie bewerten die Maßnahmen oft als erstaunlich einfach und leicht umzusetzen. Und die vermittelten Techniken bringen – konsequent angewendet – wirklich viel für die Prävention."

Von Anfang an sehr gefragt

Im Gründungsjahr 2007 nahmen bereits über 300 Friseurinnen und Friseure an 
insgesamt 15 Seminaren teil. Aufgrund der großen Nachfrage erweiterte die BGW das Angebot in den folgenden Jahren. 2017 fanden 56 Seminare mit zusammen mehr als 900 Teilnehmenden statt.

"Meist sind die Veranstaltungen in unserem Salon schon sehr frühzeitig ausgebucht", berichtet Schoening. "Viele buchen auch Folgeveranstaltungen."

Jetzt informieren und buchen: Das aktuelle Programm im studio78 bietet attraktive Seminare - für Azubis und Friseurinnen und Friseure.

Fünf Tipps für gesundes Arbeiten

Sabine Schoening, Leiterin des BGW studio78, weiß, worauf es für das gesunde und sichere Arbeiten im Salon ankommt. Sie rät:

  1. Beim Haarewaschen und Kolorieren geeignete Einmalhandschuhe tragen. Das ist ganz wichtig für schöne und gesunde Hände. Die entsprechenden Handschuhe sollten im Salon immer in verschiedenen Größen griffbereit sein. Sanft reinigen lassen sich die Hände im Arbeitsalltag, indem man eine pH-hautneutrale Waschlotion sowie weiche Papierhandtücher zum Abtrocknen verwendet. Ergänzend schonen geeignete Hautschutzcremes die Hände bei der Arbeit und unterstützen Pflegecremes am Feierabend die Regeneration.
  2. Um den Muskel-Skelett-Apparat zu entlasten, sollte man beim Arbeiten häufig die Körperhaltung ändern. Das erreicht man im Salon durch einen Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen. Hilfreich sind auch ergonomisch geformte Hocker.
  3. Zu einer gesundheitsförderlichen Salonausstattung gehören entsprechende Arbeitsgeräte. Zum Beispiel gibt es Föhne, die weniger Lärm machen und dazu auch leichter sind als herkömmliche Geräte. Das bewirkt in einem Friseursalon schon richtig viel – gerade wenn mehrere Geräte gleichzeitig laufen. Lärm ist nachweislich ein Stressfaktor. Eine Rolle spielt auch das Licht: Optimal ist eine Tageslichtqualität mit 500 Lux an den Arbeitsplätzen.
  4. Zu kurz kommen im Salonalltag oft die Pausen. "Zufallspausen" bei Terminabsagen reichen nicht aus. Wichtig sind ausreichende festgelegte Auszeiten. Die Pausenqualität lässt sich unter anderem steigern, indem der abgetrennte Pausenbereich schön gestaltet wird.
  5. Ein ebenfalls oft unterschätztes Thema ist tatsächlich die Ordnung im Salon. Herumliegende oder -hängende Kabel werden schnell zu Stolperfallen, ebenso im Weg stehende Handwagen oder Trockenhauben. Deutlich reduzieren lässt sich das Stolperrisiko, indem alles einen fest zugewiesenen Abstell- oder Ablageplatz erhält und nur bei Bedarf hervorgeholt wird.

Gesundheitsschutz im Salon

Autor(en): Sandra Bieler, Dr. Ulrike Schupp

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01.02.2018

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