Navigation und Service

Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit (mit Erläuterung)  |  K4050

Die unverzügliche Anzeige eines ärztlich begründeten Verdachts auf das Vorliegen einer Berufskrankheit (BK) liegt vor allem im Interesse der Versicherten. Je früher der Unfallversicherungsträger von einem solchen Verdacht Kenntnis erhält, desto eher kann er das Feststellungsverfahren zur Prüfung von Leistungsansprüchen (Individualprävention, Rehabilitation, Leistungen in Geld etc.) beginnen und gegebenenfalls im Sinne der Generalprävention tätig werden. Ein sorgfältiges und vollständiges Ausfüllen erspart den Versicherten Verzögerungen im Feststellungsverfahren.

Ärztliches Personal (zum Beispiel Zahnärztinnen und Zahnärzte, Hausärztinnen und Hausärzte) ist nach § 202 SGB VII gesetzlich verpflichtet, die BK-Anzeige zu erstatten, und zwar auch dann, wenn Versicherte widersprechen. Das ärztliche Personal kann nur davon absehen, wenn es definitiv weiß, dass diese BK bereits ärztlich gemeldet ist.

Die Anzeige ist unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern, von der Ärztin oder vom Arzt zu erstatten.

30.06.2017

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te