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Versicherung >> Vollzeit- und Bereitschaftspflegepersonen >>

Sind Bereitschaftspflege- und Vollzeitpflegeeltern, die durch das Jugendamt nach §§ 27, 33 SGB VII gefördert werden, verpflichtet, eine Unfallversicherung bei der BGW abzuschließen?

Nein, grundsätzlich besteht für diesen Personenkreis keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung. Ausgenommen hiervon sind:

  • Pflegeeltern (Vollzeitpflege), die mehr als sechs Pflegekinder im Haushalt aufgenommen haben sowie
  • Pflegeeltern (Bereitschaftspflege), unabhängig von der Anzahl der aufgenommenen Kinder, wenn sie die Bereitschaftspflege nach § 42 SGB VIII ausüben. Pflegeeltern, die nach § 33 SGB VIII die Bereitschaftspflege ausüben, unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung.
Müssen sich Vollzeitpflege- bzw. Bereitschaftspflegeeltern auch dann bei der BGW anmelden, wenn sie bereits eine private Unfallversicherung abgeschlossen haben?

Ja. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung befreit Vollzeitpflege- bzw. Bereitschaftspflegeeltern nicht von der Pflicht, sich bei der BGW anzumelden.

Müssen Vollzeitpflege- bzw. Bereitschaftspflegeeltern auch rückwirkend Beiträge an die BGW bezahlen, wenn die Tätigkeit vor 2014 aufgenommen wurde?

Ja, sofern sie Personal im Haushalt oder für die Kinderbetreuung beschäftigt haben.

Wie melde ich mich bei der BGW an?

Die Anmeldung kann formlos erfolgen. Die BGW benötigt Ihren Namen, Anschrift, Art und Gegenstands des Betriebes sowie das Beginndatum. Ein Formular zur Anmeldung sendet die BGW auf Anforderung gern zu. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Anmeldeformular online auszufüllen und auszudrucken.

Was ist im Rahmen meiner Tätigkeit als Vollzeitpflege- beziehungsweise Bereitschaftspflegeperson versichert?

Der Versicherungsschutz für Vollzeitpflege- bzw. Bereitschaftspflegepersonen erstreckt sich auf Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten. Der Versicherungsschutz umfasst alle Tätigkeiten, die im ursächlichen Zusammenhang mit der Kinderbetreuung steht. Wird eine Vollzeitpflege- bzw. Bereitschaftspflegeperson bei ihrer Tätigkeit durch einen Unfall verletzt, erhält sie Entschädigungsleistungen von der BGW. Das Leistungsspektrum umfasst im Wesentlichen Heilbehandlung (zum Beispiel Kosten für ärztliche Behandlung, Physiotherapie), Teilhabeleistungen (zum Beispiel Berufshilfe, soziale Rehabilitation) und Geldleistungen (zum Beispiel Verletztengeld, Rente). Berechnungsgrundlage für die Geldleistungen im Versicherungsfall und für die Beiträge ist die Versicherungssumme. Diese ist einkommensunabhängig und beträgt bei der BGW zurzeit für pflichtversicherte selbständig Tätige bundesweit 20.000,00 Euro. Eine Höherversicherung bis zum Betrag von 84.000 Euro ist möglich.

Was kostet mich die Versicherung als Vollzeitpflege- beziehungsweise Bereitschaftspflegeperson bei der BGW?

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden jährlich im Umlageverfahren der nachträglichen Bedarfsdeckung erhoben. Für das Jahr 2014 erhebt die BGW die Beiträge erst Ende April 2015. Die Beiträge für 2014 stehen zurzeit noch nicht fest. Als Anhaltspunkt kann der Vorjahresbeitrag dienen. Für 2013 errechnete sich ein Jahresbeitrag für Vollzeitpflege- beziehungsweise Bereitschaftspflegeperson ohne Personal bei einer Versicherungssumme von 20.000 Euro in Höhe von 155,40 Euro.

Können die Beiträge im Rahmen einer Sammelrechnung für Vollzeitpflege- beziehungsweise Bereitschaftspflegepersonen direkt vom Jugendamt übernommen werden?

Nein. Da die Vollzeitpflege- beziehungsweise Bereitschaftspflegepersonen für ihren eigenen Unfallversicherungsschutz selbst beitragspflichtig sind, ist eine Sammelrechnung an das Jugendamt nicht möglich.

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