Navigation und Service

Versicherung >> Versicherte >>

Sie haben folgende Möglichkeiten, den Versicherungsfall bei einer Bezirksverwaltung vor Ort zu melden:

  • telefonisch
  • schriftlich formlos (bitte geben Sie dabei Ihren Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Arbeitgeber, Krankenkasse und den Zeitpunkt des Unfalls an)
  • mit einer Unfall- beziehungsweise Berufskrankheitenanzeige, die Ihnen mit einem Klick zur Verfügung steht.

Suchen Sie bitte den "Durchgangsarzt", D-Arzt, auf. Der D-Arzt ist zumeist Chirurg. (Namen und Adressen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, einer Berufsgenossenschaft oder über die D-Arzt-Datenbank. Darüber hinaus gibt es in fast jedem Krankenhaus einen D-Arzt.) Sollte Ihnen in Ihrer Nähe kein D-Arzt zur Verfügung stehen, können Sie bei leichteren Fällen auch den "am Heilverfahren beteiligten Arzt" – den H-Arzt – aufsuchen. Dieser ist in der Regel ein Orthopäde.

Bei Arbeitnehmern beträgt das Verletztengeld maximal 80 Prozent des Bruttogehaltes, das im letzten Abrechnungszeitraum (in der Regel der letzte Monat) vor dem Unfall bezogen wurde. Das Verletztengeld darf das Nettoentgelt nicht übersteigen. Anteilig sind davon noch Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten.

Versicherte Selbstständige erhalten als Verletztengeld den 450. Teil der Versicherungssumme.
Das Verletztengeld wird kalendertäglich gezahlt, wobei für einen vollen Monat 30 Tage abgerechnet werden. Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, wird das Verletztengeld im Auftrag der Berufsgenossenschaften von der Krankenkasse ausgezahlt, bei der der Verletzte versichert ist.Über Ausnahmen und besondere Berechnungsmodalitäten informiert Sie jede Bezirksverwaltung.

Nein. Die Versicherung über die BGW ist eine Pflichtversicherung. Die Zuständigkeit der BGW für Unternehmen des Gesundheitsdienstes und der Wohlfahrtspflege besteht mit Aufnahme der vorbereitenden Tätigkeiten für das Unternehmen und endet mit der Einstellung des Unternehmens. Kündigungsfristen gibt es insofern nicht.
Bitte beachten Sie aber, dass Änderungen im Unternehmen (Unternehmerwechsel, Einstellung des Unternehmens usw.) der BGW innerhalb von 4 Wochen mitzuteilen sind.

Alle Arbeitnehmer in einem Betrieb sind automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Die Branchenzugehörigkeit des Betriebes, in dem Sie beschäftigt sind, ist entscheidend dafür, bei welcher Berufsgenossenschaft Sie versichert sind. Als Arbeitsunfälle gelten dabei Unfälle, die Arbeitnehmer bei ihrer Arbeit oder auf den täglichen Arbeits- und Dienstwegen erleiden und die in einem direkten Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen.

Ja. Wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen, sind Sie automatisch gesetzlich unfallversichert. Sie gelten dann als nicht mehr arbeitsunfähig. Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie sich selbst im Betrieb gefährden können, wenn Sie sich vorzeitig und gegen ärztlichen Rat für eine Tätigkeitsaufnahme entscheiden.

Ja, versichert sind die direkten Wege von und zum Ort der Tätigkeit. Bei Abweichungen und Umwegen von diesem Weg verlieren Sie den Versicherungsschutz. Ausnahmen bestehen jedoch, wenn Sie Ihr Kind in den Kindergarten oder die Schule bringen. Eine weitere Ausnahme ist eine kurzfristige Unterbrechung von bis zu zwei Stunden. Falls Sie Ihren Weg länger unterbrechen, verlieren Sie den Versicherungsschutz.

Private Tätigkeiten in der Mittagspause - beispielsweise das Einkaufen im Supermarkt oder das Kaufen von Zigaretten am Kiosk - sind nicht versichert. Auch das Einnehmen von Mahlzeiten gehört zum unversicherten Lebensbereich.

Auf dem Weg zum Essen allerdings besteht Versicherungsschutz. Dies wird damit begründet, dass die Anwesenheit am Arbeitsplatz betriebsbedingt ist und damit auch die Wege, die damit notwendig verbunden sind. Der versicherte Weg endet an der Außentür der Kantine oder der Gastronomie.

Ja. Die Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft sind auf dem Weg zur und von der Arbeit versichert. Eine Fahrgemeinschaft entsteht, wenn mehrere Berufstätige gemeinsam ein Fahrzeug auf dem Weg zur oder von der Arbeit benutzen. Fahrer und Mitfahrer müssen dabei nicht im gleichen Betrieb arbeiten und auch nicht regelmäßig zusammen fahren.

Nein. Tätigkeiten und Wege im Rahmen der selbstständigen Arbeitssuche gehören zum privaten und damit nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung erfassten Lebensbereich. Anders sieht es bei Arbeitslosen aus, die sich auf Grund einer Aufforderung der Bundesagentur für Arbeit bei möglichen Arbeitgebern vorstellen. Diese stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te