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Verzweifelte Frau im Gespräch

Psychische Beeinträchtigungen

Es kann jederzeit etwas passieren, das uns "aus der Bahn wirft": ein schwerer Verkehrsunfall, eine Gewalttat, eine als lebensbedrohlich empfundene Situation oder ein anderes Erlebnis. Die BGW hilft, das Erlebte zu verkraften.

Während und nach einem Extremereignis sind Betroffene mit einer emotional hoch belastenden Situation konfrontiert. So erleben sie das Ereignis manchmal "wie in Zeitlupe" immer wieder. Oder sie grübeln fast ununterbrochen über das Erlebte und vernachlässigen unbewusst andere Lebensbereiche. Extremereignisse können sogar unsere bisherige Lebensplanung zerstören.


Die BGW hilft: unverbindliche und kostenlose Beratung

Betroffene erhalten von der BGW Hilfe, um Extremereignisse so gut und schnell es geht zu bewältigen und so zu einem normalen Leben zurückzufinden. Hierzu erhalten sie unverbindliche und kostenlose Beratung. Erfahrene Beschäftigte besprechen mit Betroffenen, wie sie in ihrer konkreten Situation am besten unterstützt werden können und informieren über Hilfsangebote (zum Beispiel Vermittlung an erfahrene Psychotherapeutinnen und -therapeuten, dabei ist auch eine kostenlose telefonisch-psychologische Beratung möglich). Alle Gespräche sind selbstverständlich absolut vertraulich.


Helfen können wir jedoch nur dann, wenn Sie uns informieren

Zwar sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen verpflichtet, Arbeitsunfälle mit mehr als drei Tagen Ausfallzeit zu melden. Sind Betroffene nicht körperlich verletzt, wird aber häufig keine Unfallmeldung erstellt. Und selbst wenn, dann geht aus der Unfallmeldung nicht immer hervor, ob Betroffene besondere Unterstützung benötigen.

Wenden Sie sich in diesen Fällen möglichst frühzeitig direkt an uns!

Bei Arbeitsunfällen gilt generell eine Meldepflicht, sobald es zu einer über drei Kalendertage hinausgehenden Arbeitsunfähigkeit kommt oder ein Todesfall vorliegt. Doch bei Gewalt- oder anderen Extremereignissen können psychische Folgen zeitverzögert auftreten. Daher empfiehlt die BGW:

  1. Extremereignisse immer melden*: insbesondere schwere Körperverletzungen, Sexualdelikte oder (Raub-)Überfälle, auch auf dem Arbeitsweg. Dabei müssen auch Beschäftigte berücksichtigt werden, die das Geschehen miterlebt oder Betroffenen geholfen haben und dadurch ebenfalls psychisch belastet sein können. Zu den Extremereignissen zählen beispielsweise auch Brandunglücke mit Schwerverletzten oder Toten sowie Unfalltod, Suizid oder schwere Verletzungen von Schutzbefohlenen beziehungsweise betreuten Personen.

    *Achtung: Sofern keine Meldepflicht für den jeweiligen Arbeitsunfall besteht, muss für die Meldung an die BGW die Zustimmung der versicherten Person vorliegen!

  2. Gewaltereignisse immer dann melden*, wenn psychische Auffälligkeiten bei direkt oder indirekt betroffenen Beschäftigten bemerkbar werden. (*Siehe Hinweis zu 1.)
  3. Bei häufigem Auftreten von Gewalt- oder Extremereignissen im Betrieb individuell Kontakt mit der BGW aufnehmen. Das gilt vor allem, wenn es regelmäßig jeden Monat oder gar täglich zu Vorfällen kommt und ein hohes Risiko von psychischen Folgen für die Beschäftigten absehbar ist.

Hinweis für Angehörige, Kolleginnen und Kollegen

Es ist normal, dass Betroffene sich nach Extremerfahrungen zurückziehen und nicht von sich aus Hilfe und Unterstützung suchen. Bei Hinweisen auf psychische Beeinträchtigungen kann daher auch eine Kontaktaufnahme durch Angehörige oder Arbeitskollegen und -kolleginnen sinnvoll und unterstützend sein. Wir setzen uns dann unmittelbar mit den Betroffenen in Verbindung.

Sie haben Fragen zu diesem Angebot?

Wenden Sie sich bitte an das BGW-Kundenzentrum in Ihrer Nähe.

01.10.2015

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