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FAQ

Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rehabilitation.

Bei der BGW sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen des Gesundheitsdienstes und der Wohlfahrtspflege versichert. Hierzu gehören unter anderem:

  • Mitarbeitende der von kirchlichen humanitären oder sozialen Träger*innen geführten Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege
  • Mitarbeitende freier gemeinnütziger und privater Krankenhäuser, sowie Vorsorge- oder Rehabiitationseinrichtungen
  • Mitarbeitende ärztlicher, zahnärztlicher und therapeutischer Praxen
  • Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen
  • Apotheker und Apothekerinnen
  • Hebammen und Entbindungshelfer
  • Mitarbeitende des Veterinärwesens
  • Mitarbeitende ambulanter Pflegedienste
  • Podologen und Podologinnen
  • Fußpflegerund Fußpflegerinnen
  • Kosmetiker und Kosmetikerinnen
  • Kindertagespflegepersonen
  • Mitarbeitende der Friseursalons
  • Schädlingsbekämpfer und Schädlingsbekämpferinnen

Darüber hinaus können sich Unternehmer und Unternehmerinnen, die nicht der Versicherungspflicht unterliegen, freiwillig versichern lassen. Für Unternehmer und Unternehmerinnen des Friseurhandwerks besteht eine Pflichtversicherung.

Versichert sind Sie bei Ihrer Arbeitstätigkeit (Arbeitsunfall), auf dem direkten Weg von und zur Arbeit (Wegeunfall) und bei beruflich verursachten Erkrankungen (Berufskrankheiten).

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine dauerhafte oder eine vorübergehende Tätigkeit oder um eine Teilzeit- beziehungsweise Vollzeitbeschäftigung handelt. Auch Personen im Praktikum und Ehrenamtliche können unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen.

Der Versicherungsschutz besteht auch, wenn das Unternehmen noch nicht bei der BGW angemeldet wurde.

Private Tätigkeiten in der Mittagspause - beispielsweise das Einkaufen im Supermarkt oder das Kaufen von Zigaretten am Kiosk - sind nicht versichert. Auch das Einnehmen von Mahlzeiten gehört zum unversicherten Lebensbereich.
Allerdings steht der Weg zum Essensplatz unter Versicherungsschutz. Dies gilt gleichwertig für Wege auf dem Betriebsgelände und außerhalb dessen. Der versicherte Weg endet an der Außentür der Kantine oder der Gastronomie.

Wege zum Einkauf stehen unter UV- Schutz, wenn der Einkauf der Nahrungsaufnahme am Arbeitsplatz dient und die Arbeitsfähigkeit erhalten soll.

Bei Dienstreisen sind die Tätigkeiten versichert, die unmittelbar dem Zweck der Dienstreise entsprechen und zwangsläufig in engerem Zusammenhang mit der Reise anfallen. Beschäftigte genießen zudem Versicherungsschutz im Ausland bei zeitlich begrenzten Einsätzen außerhalb Deutschlands.

Die Teilnahme am Betriebssport ist unfallversichert, wenn die sportliche Betätigung als Ausgleich zur körperlichen, geistigen oder seelischen Arbeitsleistung dient. Der Sport darf nicht zu Wettkampfzwecken ausgeübt werden.

Das Unternehmen muss einen gestaltenden Einfluss ausüben, indem es beispielsweise die Sportgruppe organisiert. Der Sport muss des Weiteren in regelmäßigen Abständen stattfinden. Zudem muss der Teilnehmerkreis im Wesentlichen auf Betriebsangehörige beschränkt sein.

Bei Ihrer Tätigkeit im Home-Office oder in der Telearbeit sind Sie grundsätzlich so versichert, als wären Sie im Betrieb. Der Versicherungsschutz hängt immer davon ab, ob die konkrete Verrichtung, die zum Zeitpunkt des Unfalls ausgeführt wurde, dem privaten oder dem betrieblichen Bereich zuzuordnen ist.

Aufgrund der Besonderheiten im Home-Office ist jedoch bei Unfällen auf Wegen innerhalb der privaten Räume in der Regel kein Versicherungsschutz gegeben, wenn es sich um eigenwirtschaftliche Tätigkeiten handelt (z.B. der Gang zur Toilette).

Die Teilnahme an einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung - beispielsweise einer Betriebsfeier oder einem Betriebsausflug – ist unter folgenden Voraussetzungen versichert:

  • wenn sie der Pflege der Verbundenheit zwischen der Betriebs- und Unternehmensleitung und den Beschäftigten dient
  • wenn sie der Pflege und Verbundenheit der Beschäftigten untereinander dient
  • wenn die Veranstaltung vom Unternehmen organisiert und durchgeführt wurde
  • wenn die Veranstaltung allen Mitarbeitenden zugänglich ist.

Bei Veranstaltungen einer einzelnen Abteilung des Unternehmens gelten folgende Voraussetzungen:

  • darf nur den Angehörigen dieser Abteilung offenstehen
  • Anwesenheit der Abteilungsleitung
  • Art und Umfang, sowie Beginn und Ende sollten festgelegt sein

Nein. Nachdem die BGW Kenntnis von Ihrem Unfall oder Ihrer Berufskrankheit erlangt hat, wird sie alles in die Wege leiten, um Sie bestmöglich zu versorgen.

Die Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung werden allein von den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen getragen.

Siehe Unfall im Glossar.

Siehe Unfall im Glossar.

In der Regel erfolgt die Unfallmeldung bereits durch das behandelnde ärztliche Personal, bei welchem Sie sich nach Ihrem Unfall vorgestellt haben.

Das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, muss den Unfall melden, wenn Sie länger als drei Tage arbeitsunfähig sind.

Sie können Unfälle auch formlos melden - nutzen Sie hierfür die Online-Unfallanzeige (auch als PDF erhältlich).

Zudem kann auch eine Meldung per Telefon bei Ihrem BGW-Kundenzentrum erfolgen. Anschließend ist allerdings noch eine schriftliche Meldung erforderlich. Eine schriftliche formlose Meldung sollte unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Arbeitgeber/-in, Krankenkasse, Unfallhergang und Unfallzeitpunkt erfolgen. Die betriebliche Interessenvertretung hat die Unfallanzeige mit zu unterzeichnen.

Bitte geben Sie die Unfallmeldung binnen drei Tagen bei Ihrem zuständigen Kundenzentrum der BGW ab.

Bei Erstattung der Anzeige durch Datenübertragung (Online-Unfallanzeige) ist anzugeben, welches Mitglied des Betriebs- oder Personalrats vor der Absendung von ihr Kenntnis genommen hat.

Nein. Es müssen nur Unfälle gemeldet werden, bei denen eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen besteht oder die den Tod eines Versicherten zur Folge haben.

Erleiden Sie infolge Ihrer beruflichen Tätigkeit oder auf Ihrem Arbeitsweg einen Unfall, der mit einem Gesundheitsschaden verbunden ist, ist die Zuständigkeit der gesetzlichen Unfallversicherung gegeben. Um Nachteile zu vermeiden, sollte es in Ihrem eigenen Interesse sein, dass der Unfall der BGW als Arbeitsunfall gemeldet wird.

Erfolgt keine Meldung an die BGW, übernimmt zunächst Ihre Krankenkasse die erforderlichen Leistungen. Auch in diesem Fall werden von Ihnen im Rahmen der weiteren Sachverhaltsaufklärung wahrheitsgemäße Angaben zum Unfallhergang verlangt.

Bei Arbeitsunfällen gilt generell eine Meldepflicht, sobald es zu einer über drei Kalendertage hinausgehenden Arbeitsunfähigkeit kommt oder ein Todesfall vorliegt. Doch bei Gewalt- oder anderen Extremereignissen können psychische Folgen zeitverzögert auftreten. Daher empfiehlt die BGW:

  1. Extremereignisse immer melden*: insbesondere schwere Körperverletzungen, Sexualdelikte oder (Raub-)Überfälle, auch auf dem Arbeitsweg. Dabei müssen auch Beschäftigte berücksichtigt werden, die das Geschehen miterlebt oder Betroffenen geholfen haben und dadurch ebenfalls psychisch belastet sein können. Zu den Extremereignissen zählen beispielsweise auch Brandunglücke mit Schwerverletzten oder Toten sowie Unfalltod, Suizid oder schwere Verletzungen von Schutzbefohlenen beziehungsweise betreuten Personen.

    *Achtung: Sofern keine Meldepflicht für den jeweiligen Arbeitsunfall besteht, muss für die Meldung an die BGW die Zustimmung der versicherten Person vorliegen!

  2. Gewaltereignisse immer dann melden*, wenn psychische Auffälligkeiten bei direkt oder indirekt betroffenen Beschäftigten bemerkbar werden. (*Siehe Hinweis zu 1.)
  3. Bei häufigem Auftreten von Gewalt- oder Extremereignissen im Betrieb individuell Kontakt mit der BGW aufnehmen. Das gilt vor allem, wenn es regelmäßig jeden Monat oder gar täglich zu Vorfällen kommt und ein hohes Risiko von psychischen Folgen für die Beschäftigten absehbar ist.

Grundsätzlich haben Verletzte einen Durchgangsarzt oder eine Durchgangsärztin (mit besonderen unfallmedizinischen Kenntnissen) aufzusuchen, wenn

  • die Verletzung über den Unfalltag hinaus zu einer Arbeitsunfähigkeit führt oder
  • die Behandlungsbedürftigkeit länger als eine Woche dauert
  • eine Wiedererkrankung vorliegt
  • die Verordnung von Heil- oder Hilfsmitteln im Raume steht.

Es besteht freie Wahl unter den Durchgangsärzten und Durchgangsärztinnen. Sie stehen alle im Verzeichnis der DGUV.

Siehe Berufskrankheit im Glossar.

Der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit kann von Versicherten, Unternehmen oder ärztlichem Personal angezeigt werden.

Das sind Ihre Möglichkeiten für die Meldung einer Berufskrankheit:

Wurden Sie durch einen Arbeits- oder Wegeunfall verletzt? Oder besteht bei Ihnen eine Berufskrankheit? Dann versucht die BGW mit allen geeigneten Mitteln Ihre Gesundheit wiederherzustellen, die Folgen zu mindern oder eine Verschlimmerung zu vermeiden. Dies umfasst alle Maßnahmen der medizinischen Heilbehandlung (zum Beispiel notfallmedizinische Erstversorgung, ambulante oder stationäre Heilbehandlung). Auch der durch einen Unfall verursachte Zahnschaden kann grundsätzlich von der BGW gezahlt werden.

Zum Leistungskatalog der gesetzlichen Unfallversicherung gehört zudem die Versorgung der Versicherten mit den notwendigen Heil- und Hilfsmitteln.

  • Heilmittel sind ärztlich verordnete Hilfeleistungen, die die ärztliche Behandlung unterstützen und daher nur von entsprechend ausgebildetem Personal vorgenommen werden - wie zum Beispiel Physiotherapie oder Ergotherapie.
  • Hilfsmittel sind ärztlich verordnete Gegenstände, die die Heilbehandlung unterstützen und Gesundheitsschäden ausgleichen oder mildern – wie etwa Körperersatzstücke oder orthopädische und andere Hilfsmittel.

Nach traumatischen Erlebnissen (Unfall, Übergriff oder andere) hilft die BGW mit psychologischer Unterstützung, um in einen normalen Alltag zurückzufinden. Wir bieten Ihnen eine telefonische Erstberatung an und kümmern uns im Bedarfsfall um die Vermittlung an Personen mit psychotherapeutischer Erfahrung und Kompetenz. Ihr BGW-Kundenzentrum wird Sie dazu beraten.

Damit Sie Ihre bisherige Tätigkeit weiter ausüben können, setzen wir alles daran, Sie mit fachärztlichen Behandlungsleistungen erfolgreich zu heilen. Daneben bieten wir Ihnen spezielle Schulungen an, um belastende Einwirkungen am Arbeitsplatz zu reduzieren oder auszuschließen.

Bei schweren Verletzungen betreut Sie unser Reha-Management persönlich und individuell. Dabei wird mit Ihnen, dem behandelnden ärztlichen Personal und allen weiteren Beteiligten das medizinische Heilverfahren abgestimmt. Unser Ziel ist es, Sie im Heilverlauf bestmöglich zu unterstützen, um eine berufliche Wiedereingliederung zu erreichen.

Können Sie aufgrund der gesundheitlichen Folgen eines Unfalls nicht mehr oder nur eingeschränkt zurück an Ihren Arbeitsplatz, kommen Ihnen viele Möglichkeiten zugute, damit Sie weiter arbeiten und möglichst normal leben können.

Stellt sich bei der medizinischen Rehabilitation heraus, dass Sie über das Medizinische hinausgehende Leistungen benötigen, werden wir aktiv. Um eine Wiedereingliederung zu erreichen, arbeiten wir eng mit einem Netzwerk aus Arbeitsagentur, Berufsförderungswerken und anderen Einrichtungen im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung zusammen.

Mögliche Leistungen:

  • Leistungen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes
  • Berufsvorbereitung
  • Berufliche Anpassung, Fortbildung, Ausbildung, Umschulung
  • Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung
  • Leistungen an Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen
  • Kraftfahrzeug- oder Wohnungshilfe

Informieren Sie such auch unter Zurück ins Berufsleben.

Ja, die BGW unterstützt Sie auch finanziell.

Mögliche Leistungen:

Die Zahlung von Schmerzensgeld ist kein Bestandteil des Leistungskataloges der BGW.

Für Hilfsmittel wie Brillen oder andere "Körperersatzstücke", leistet die BGW Ersatz, wenn diese bei der versicherten Tätigkeit verwendet wurden.

Kurz gesagt: "Alles aus einer Hand" und "mit allen geeigneten Mitteln".

Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung stellt die Rehabilitation von Unfallverletzten und berufserkrankten Personen einen einheitlichen Vorgang dar. Angefangen bei der Akutversorgung bis zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung sind wir an Ihrer Seite.

Die medizinische Betreuung liegt in den Händen sogenannter Durchgangsärztinnen und Durchgangsärzte, die hier besonders ausgebildet sind. Oder Sie kommen in eine speziell ausgestattete Klinik, die für die Versorgung von Unfallverletzen oder beruflich erkrankten Versicherten zugelassen ist.

Je nach der Schwere der Verletzung müssen Versicherte in speziell dafür zugelassenen Krankenhäusern behandelt werden. Das Verletzungsartenverzeichnis der DGUV gibt einen Überblick über die Einzelgruppierungen.

Neben den berufsgenossenschaftlichen Kliniken sind auch andere Kliniken für die Behandlung von Schwerstverletzten zugelassen. Für beruflich erkrankte Personen gibt es spezielle Kliniken für Berufskrankheiten.

Die BGW trägt die Kosten für die medizinische Versorgung bei einem anerkannten Versicherungsfall.

Sie müssen keine Zuzahlungen (zum Beispiel für Medikamente oder Krankenhausaufenthalte) leisten. Alle Leistungen werden voll übernommen.

Alle Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit der Behandlung des Versicherungsfalls notwendig sind, können Sie bei uns geltend machen. Die BGW erstattet die Kosten für die Fahrkarten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (2. Klasse) oder bei Fahrt mit dem PKW 0,20 Euro je Kilometer, höchstens jedoch 130 Euro für An- und Abreise.

Nein, der Beitrag wird aufgrund gemeldeter Unfälle nie angehoben.

Unter Umständen erhebt die BGW aber einen einmaligen Zuschlag. Voraussetzung hierfür ist, dass sich Beschäftigte bei einer versicherten Tätigkeit im Betrieb verletzen (ausgenommen sind Wegeunfälle, Betriebswege und höhere Gewalt).

Nein. Die Berufsgenossenschaften arbeiten kostendeckend und arbeiten deshalb nicht gewinnorientiert. Die Ausgaben und Kosten werden immer im Folgejahr auf die Mitgliedsunternehmen umgelegt.

01.10.2015

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