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Sicherheitsbeauftragte: Engagement für den Arbeitsschutz

Ein Sicherheitsbeauftragter oder eine Sicherheitsbeauftragte könnte auf Mängel bei einem möglichen Brand im Altenheim - Rauchschutztüren nicht geschlossen, Feuerlöscher nicht griffbereit, Fluchtwege nicht bekannt - rechtzeitig hinweisen.

Sicherheitsbeauftragte sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Mitarbeitenden, Vorgesetzten, Fachleuten für den betrieblichen Arbeitsschutz sowie der Unternehmensleitung.

Sicherheitsbeauftragte (SiB) sind fest in die betriebliche Arbeitsschutzorganisation eingebunden. Sie beraten, vermitteln, schlagen Lösungen vor - und sind dabei stets "ganz nah dran" an der Arbeitssituation ihrer Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Beraten, vermitteln, gestalten

Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte, die den Unternehmer beziehungsweise die Unternehmerin durch freiwilliges Engagement bei der Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes unterstützen. Sie sorgen dafür, dass Schutzvorrichtungen und -ausrüstungen vorhanden sind und weisen ihre Kolleginnen und Kollegen auf sicherheits- oder gesundheitswidriges Verhalten hin. Sie geben Hinweise und Empfehlungen zur sicheren Gestaltung von Arbeitsabläufen und -bereichen.

Sie beobachten die betrieblichen Abläufe in ihrer Umgebung und stellen potenzielle Gefahren fest – technische beziehungsweise organisatorische Mängel oder leichtsinniges Verhalten. Vor allem sollen sie sich bei regelmäßigen Kontrollgängen davon überzeugen, dass die vorgeschriebenen Schutzeinrichtungen und -ausrüstungen vorhanden sind und richtig benutzt werden.

Die Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten:

  • Sie weisen Vorgesetzte auf Arbeits- und Gesundheitsgefahren hin.
  • Sie informieren Kolleginnen und Kollegen über Gefährdungen.
  • Sie geben Anregungen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes.
  • Sie wirken in Arbeitsschutzgremien mit.

Wie viele Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen erforderlich sind, hängt insbesondere von der Zahl der Beschäftigten und der betrieblichen Gefährdungssituation ab.

Mit Erscheinen der DGUV Vorschrift 1 haben sich Veränderungen ergeben: Es gelten jetzt fünf verbindliche Kriterien auf deren Basis die Zahl der Sicherheitsbeauftragten im jeweiligen Betrieb zu ermitteln ist. Nutzen Sie unsere Hilfestellungen!

Wer kann Sicherheitsbeauftragte oder Sicherheitsbeauftragter werden?

Diese wichtige Funktion kann von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter übernommen werden. In vielen Betrieben führen falsche Vorstellungen dazu, dass oft nur Hausmeister oder Hausmeisterin mit der Sicherheitsarbeit betraut wird. Dabei ist technischer Sachverstand keine Voraussetzung. So sind zum Beispiel in einem Krankenhaus vielfach nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der technischen Abteilung Sicherheitsbeauftragte. Ärztliches oder pflegendes Personal oder andere Berufsgruppen, die aus ihren Blickwinkeln auf Gefahren in ihrem Arbeitsbereich achten könnten, sind leider zu wenig vertreten.

  • Die BGW bietet mehrtägige Seminare für neue Sicherheitsbeauftragte sowie Fortbildungsmöglichkeiten an.

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31.08.2017

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