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Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Kosten tragen. Betroffene Hauterkrankte, die an einem BGW-Hautschutzseminar teilgenommen haben, bekommen von der BGW ein Starterpaket.

Ja, beim Umgang mit Körperflüssigkeiten oder -ausscheidungen müssen die Beschäftigten geeignete Schutzhandschuhe tragen, die das Unternehmen zur Verfügung stellen muss. Da zunehmend mehr Handschuhträger eine Empfindlichkeit (Allergie) gegen Latex entwickeln, empfiehlt die BGW

  • puderfreie Latexhandschuhe (gepuderte sind nicht mehr erlaubt!)
  • Vinylhandschuhe oder
  • Handschuhe aus anderen Materialien wie etwa Nitril, PVC oder Neopren

zu verwenden.

Einen "optimalen Handschuh" für alle Tätigkeiten gibt es leider nicht. Unterschiedliche Risiken erfordern unterschiedliche Materialien. Welcher Handschuh für welche Tätigkeit der richtige ist, muss vom Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin in der Gefährdungsbeurteilung entsprechend der Gefährdung festgelegt werden.

Häufig werden Allergien im Gesundheitsdienst durch Gummiinhaltsstoffe wie Thiurame in Handschuhen, Latexproteine, Flächen- und Instrumentendesinfektionsmittel, Duft- und Konservierungsstoffe sowie Kunststoffe in der Zahnheilkunde (Acrylate) ausgelöst.

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin ist gesetzlich verpflichtet, geeignete Hautschutzmittel zur Verfügung zu stellen. Wenden Sie sich zunächst an Ihre Abteilungsleitung. Auch Betriebsarzt/in, Sicherheitsingenieur/in, Dienstleitung, Hygienebeauftragte oder die betriebliche Interessenvertretung sind mögliche Ansprechpersonen.
Benötigen Sie weitergehende Hilfe, wenden Sie sich bitte an die BGW Bezirksstelle oder an die Schulungs- und Beratungszentren der BGW (BGW schu.ber.z).

Allergien gegen Händedesinfektionsmittel sind sehr selten. Aus diesem Grunde ist zunächst nicht anzunehmen, dass die geschilderten Beschwerden auf eine allergische Reaktion gegenüber dem Händedesinfektionsmittel zurückzuführen sind. Händedesinfektion ist im Vergleich zur Händewaschung hautschonender und als hygienische Maßnahme zudem in der Regel wirkungsvoller.

Der größte Risikofaktor für Hautschäden im Gesundheitsdienst ist die Feuchtarbeit und der Kontakt zu Tensiden sowie das längere Tragen von Handschuhen. Behalten Sie die Händedesinfektion bei und beschränken Sie die Händewaschungen auf das notwendige Minimum.
Falls diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, sollte eine Abklärung der Beschwerden beim Hautarzt oder Hautärztin bzw. Betriebsarzt/in erfolgen. Sollte tatsächlich eine Allergie gegen einen Inhaltsstoff des verwendeten Händedesinfektionsmittels diagnostiziert werden, lässt sich in der Regel ein gut verträgliches Ersatzprodukt finden.

Tragen Sie Handschuhe grundsätzlich nur so lange wie nötig. Wechseln Sie zwischen Feucht- und Trockenarbeiten, so oft es geht. Viele haben gute Erfahrungen mit Baumwollhandschuhen als Unterziehhandschuh gemacht. Diese müssen Sie regelmäßig wechseln, wenn sie durchfeuchtet sind. Unterstützend gibt es gerbstoffhaltige Hautschutzprodukte, die dem Aufquellen der Haut in Handschuhen entgegenwirken sollen. Ihr Betriebsarzt oder Ihre Betriebsärztin beraten Sie gerne.

Wenn Sie Hautveränderungen beobachten, die Sie auf Ihren Beruf zurückführen, dann wenden Sie sich an Ihren Betriebsarzt oder Ihre Betriebsärztin- bzw. Hautarzt oder Hautärztin. Sofern Sie einverstanden sind, meldet er oder sie Ihre Erkrankung der Berufsgenossenschaft. Sie können auch direkt Kontakt mit der BGW aufnehmen Die BGW hat spezielle Schulungs- und Beratungszentren BGW schu.ber.z genannt, in denen gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Rehabilitationskonzept entwickelt werden kann. Zusätzlich bietet die BGW in diesen Schulungszentren für verschiedene Berufsgruppen Hautschutzseminare und Hautsprechstunden an. Sie erlernen in diesen Seminaren geeignete Schutz- und Pflegemaßnahmen. Wenn Sie diese konsequent umsetzen, gehen die Hauterscheinungen in der Regel zurück und ein beschwerdefreies Arbeiten ist wieder möglich.

Ein Verdacht auf eine berufsbedingte Hauterkrankung liegt vor, wenn die Hautkrankheit durch die berufliche Tätigkeit verursacht oder verschlimmert wird.
Wenden Sie sich an Ihren Betriebsarzt oder Ihre Betriebsärztin bzw. Hautarzt oder Hautärztin. Wenn Sie einverstanden sind, meldet er oder sie Ihre Erkrankung der Berufsgenossenschaft. Sie können sich aber auch direkt an die BGW wenden. Die Berufsgenossenschaft als Ihre Partnerin bietet Ihnen schon zu Beginn der Erkrankung Hilfe an. Hierfür unterhält die BGW spezialisierte Schulungs- und Beratungszentren, schu.ber.z genannt. Gemeinsam mit Ihnen kann dann die Frage geklärt werden, ob es sich um eine Berufskrankheit handelt und ein individuelles, speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Rehabilitationskonzept erstellt werden.

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