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FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Erste Hilfe".

Vor allem in großen Betrieben ist es unumgänglich, einige Erste-Hilfe-Pflichten an geeignete Personen zu delegieren. In der Checkliste zur Organisation der Ersten Hilfe ist eine entsprechende Zuordnung (Wer soll welche Aufgaben übernehmen?) bereits berücksichtigt. Unser Tipp: Sie sollten die übertragenen Aufgaben und Befugnisse schriftlich festhalten.

10 Prozent der anwesenden Versicherten (in der Regel sind das die Beschäftigten des Unternehmens). Bei Schichtdienst empfiehlt die BGW 20 Prozent der Beschäftigten.

In der DGUV Vorschrift 1 ist geregelt, dass in Kindertageseinrichtungen jeweils ein Ersthelfer oder eine Ersthelferin für jede Kindergruppe anwesend zu sein hat.

Die Teilnahmegebühren für die Erste-Hilfe-Ausbildung und die Erste-Hilfe-Fortbildung der betrieblichen Ersthelfenden trägt die Berufsgenossenschaft. Die Ausbildungsträger rechnen direkt mit den Berufsgenossenschaften ab. Die restlichen Kosten wie Entgeltfortzahlung, An- und Abreise zum Lehrgang tragen Sie als Unternehmerin oder Unternehmer.

Die von den Berufsgenossenschaften geförderte Ausbildung der Ersthelferinnen und Ersthelfer muss durch eine dazu "ermächtigte Stelle" erfolgen. Auf den Seiten der "Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe" finden Sie eine Liste der ermächtigten Stellen.

Setzen Sie sich bitte wegen einer Terminvereinbarung mit einer der berufsgenossenschaftlich anerkannten ermächtigten Ausbildungsstellen in Verbindung. Für die Anmeldung füllen Sie online das Teilnahmeformular aus.

Das ausgefüllte und ausgedruckte Teilnahmeformular ist die Kostenübernahmebestätigung der BGW.

Sie können das Formular bei der ermächtigten Ausbildungsstelle einreichen, spätestens jeoch am Tag der Aus- bzw. Fortbildungsmaßnahme. Nach Abschluß der Maßnahme rechnet die Ausbildungsorganisation direkt mit der BGW ab - für Sie entsteht kein weiterer Aufwand.

Seit Inkrafttreten der DGUV Vorschrift 1 im Oktober 2014 ist in dieser Grundlagen-Vorschrift für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz geregelt, dass Personen mit medizinischen Qualifikationen als Ersthelferinnen oder Ersthelfer eingesetzt werden können, ohne dass sie eine Erste-Hilfe-Grundausbildung absolviert haben. Voraussetzung ist, dass sie über eine sanitäts- oder rettungsdienstliche Ausbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens verfügen. Die BGW übernimmt in diesem Fall keine Kosten für Erste-Hilfe-Ausbildung.

Die DGUV Regel 100-001 präzisiert wie folgt, bei welchem Personenkreis Erste Hilfe zum Hauptberuf gehört:

  • Personen mit sanitätsdienstlicher/rettungsdienstlicher Qualifikation sind insbesondere

    • Rettungshelferinnen/-helfer, Rettungssanitäterinnen/-sanitäter,
    • Rettungsassistentinnen/-assistenten
  • Berufe des Gesundheitswesens sind insbesondere

    • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
    • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -Kinderkrankenpfleger
    • Hebammen und Entbindungshelfer
    • Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen bzw. -helfer
    • Altenpflegerinnen bzw. -pfleger
    • Medizinische Fachangestellte
    • Masseurinnen und Masseure
    • medizinische Bademeisterinnen und Bademeister
    • Physiotherapeutinnen und -therapeuten
    • Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger
    • Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten
    • Fachangestellte für Bäderbetriebe

Sofern solche Personen mit medizinischer Qualifikation regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen oder sich anders fortbilden, müssen sie auch keine weiteren Erste-Hilfe-Schulungen/Fortbildungen besuchen. Ein Nachweis darüber hat vorzuliegen.

Fehlt die praktische Erfahrung, trägt die BGW die Kosten für die notwendige Auffrischung der Kenntnisse durch eine Erste-Hilfe-Fortbildung.

Aktiv im Beruf tätige

  • Rettungshelferinnen/-helfer, Rettungssanitäterinnen/-sanitäter,
  • Rettungsassistentinnen/-assistenten
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -Kinderkrankenpfleger
  • Hebammen und Entbindungshelfer
  • Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen bzw. -helfer
  • Altenpflegerinnen bzw. -pfleger

können als fortgebildete betriebliche Ersthelfer benannt werden. Die BGW übernimmt nicht die Kosten für die Fortbildung zum betrieblichen Ersthelfer oder zu betrieblichen Ersthelferin.

Hinweis: Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind als Ersthelferinnen und Ersthelfer anzusehen. Sie benötigen daher weder eine Ausbildung noch eine Fortbildung in Erster Hilfe.

Grundsätzlich obliegt Ihnen als Unternehmerin oder Unternehmer die Auswahl der geeigneten Ersthelferinnen und Ersthelfer. Beachten Sie dabei, dass zum Beispiel auch im Schichtbetrieb und während der Urlaubszeit genügend Ersthelfer und Ersthelferinnen anwesend sein müssen. Für die Bestellung gibt es keine Formvorschriften. Sie sollte allerdings schriftlich erfolgen. Sinnvoll wäre es außerdem, einen entsprechenden Vermerk in die Personalakte bzw. als Ergänzung zum Arbeitsvertrag aufzunehmen.

Die wichtigste Ansprechperson bei der Planung und Umsetzung von Erste-Hilfe-Maßnahmen in Ihrem Unternehmen ist der von Ihnen bestellte Betriebsarzt bzw. die Betriebsärztin. Die Beratung und Mitwirkung bei der Organisation der Ersten Hilfe gehört zu ihren gesetzlich festgelegten Aufgaben. Unterstützung können Sie auch von der Fachkraft für Arbeitssicherheit erhalten. Bei konkreten Fragen zur Ersten Hilfe in Ihrem Unternehmen stehen Ihnen natürlich auch unsere Kundenzentren zur Verfügung.

Wenn Sie als Unternehmerin oder Unternehmer Ihre Erste-Hilfe-Pflichten nicht oder nicht ausreichend erfüllen, können Ihnen daraus unangenehme rechtliche Konsequenzen entstehen. Ein Verwarnungsgeld oder eine Geldbuße sind da noch die geringsten Folgen. Sollte einer bzw. eine Ihrer Beschäftigten aufgrund mangelhafter oder fehlender Erste-Hilfe-Einrichtungen einen Gesundheitsschaden erleiden oder sogar zu Tode kommen, hat dies auch strafrechtliche Konsequenzen für Sie - bis hin zu einer Anklage wegen Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung.

Auf Ebene der Bundesländer ist geregelt, dass Erzieherinnen und Erzieher in Erster Hilfe für Kinder geschult sein müssen. Diese Kenntnisse müssen in regelmäßigen Abständen durch eine Fortbildung aufgefrischt werden.

Allgemein - also für alle Branchen und Bereiche:

  • 1a) Ausbildung betrieblicher Ersthelfer (Grundausbildung)
  • 1b) Fortbildung betrieblicher Ersthelfer

Speziell für Kindertageseinrichtungen:

  • 2) Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

2 wird auch als Qualifikation für betriebliche Ersthelfer (allgemeine Aus- oder Fortbildung) anerkannt.

Aufgrund der Vorgabe, dass Erzieherinnen und Erzieher in Erster Hilfe für Kinder geschult sein müssen, ergibt sich bereits, dass in der Regel mehr als die in der DGUV Vorschrift 1 geforderte Zahl der Ersthelfenden (1 pro Kindergruppe) anwesend sind. Deshalb übernimmt die BGW für diesen Personenkreis keine Kosten für eine Ausbildung zum betrieblichen Ersthelfenden (das heißt konkret: 1a wird nicht gezahlt). Die Kosten für die regelmäßige Fortbildung der betrieblichen Ersthelfer (also 1b) werden von der BGW in Höhe von 10% der anwesenden Versicherten übernommen.

Der Kurs "Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder" wird nicht von der BGW bezahlt!

20.06.2017

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