Navigation und Service

Coronavirus: Schutzmaßnahmen in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Die BGW hat den Branchenstandard für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) aktualisiert und an die gültige SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel angepasst. Aufgrund der Pandemie müssen Werkstattleitungen ihre Gefährdungsbeurteilung überprüfen und Arbeitsschutzmaßnahmen durch zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen ergänzen. Der Standard liefert eine Auswahl geeigneter Infektionsschutzmaßnahmen. Er gibt Anhaltspunkte, wie sich etwa Hygieneregeln, Abstandsgebote und Kontaktreduzierungen umsetzen lassen.

Außerdem finden Sie hier Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb/ Ihre Institution gilt.


BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
(Aktualisiert: 10.11.2020)

Die BGW hat den Branchenstandard für WfbM aktualisiert und an die gültige SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS angepasst. Aufgrund der Pandemie müssen Werkstattleitungen ihre Gefährdungsbeurteilung überprüfen und Arbeitsschuzmaßnahmen durch zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen ergänzen. Der Standard liefert eine Auswahl geeigneter Infektionsschutzmaßnahmen. Er gibt Anhaltspunkte, wie sich etwa Hygieneregeln, Abstandsgebote und Kontaktreduzierungen umsetzen lassen.
| mehr

Antworten auf häufige Fragen

Ja, die Ausgabe von Speisen und Getränken an Mitarbeitende ist unter den Auflagen des Infektionsschutzgesetzes zulässig.

Der begrenzte Kreis der Mitarbeitenden in den WfbM ist kein unbekannter Kundenkreis. Zudem ist die Versorgung mit Speisen und Getränken in WfbM keine gewerbliche Tätigkeit. Sie ist Bestandteil der Betreuung und Tagesstruktur. In einigen WfbM ist das gemeinsame Mittagessen mit Mitarbeitenden und Beschäftigten pädagogischer Bestandteil der Betreuung.

(28.7.2020)

Es ist nur schwer möglich, den grundsätzlich geforderten Mindestabstand von 1,5 m in Kleinbussen oder PKW einzuhalten. Um das Fahrdienstangebot dennoch aufrecht erhalten zu können und gleichzeitig ein akzeptables Schutzniveau zu erreichen, empfehlen wir folgende maximale Besetzung der Fahrzeuge:

Besetzung eines PKWs mit sieben Sitzen

Besetzungsempfehlung in einem Wagen mit sieben Sitzen

Foto vergrößern

Besetzung eines PKWs mit neun Sitzen

Besetzungsempfehlung in einem Wagen mit neun Sitzen

Foto vergrößern

Taxifahrer, -fahrerinnen und Fahrer sowie Fahrerinnen im Fahrdienst dürfen während der Fahrt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn die wesentlichen Gesichtszüge noch erkennbar sind. In Verbindung mit einer Sonnenbrille wird dies möglicherweise schwierig.

(28.7.2020)

Bei einem Aufenthalt in einem Fahrzeug kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Zudem ist es während der Pause nicht immer möglich eine Mund-Nasen-Bedeckung, einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske zu tragen, beispielsweise während der Nahrungsaufnahme.

Es sind geeignete Schutznahmen zu treffen, die ein vergleichbares Schutzniveau gewährleisten. Die BGW empfiehlt am Arbeitsort geeignete Räumlichkeiten für Pausen einzurichten oder eine Rückfahrt zur Werkstatt zu organisieren, wo der Mindestabstand eingehalten werden kann.

(05.11.2020)

Siehe Hierzu die Broschüre:

(03.08.2020)

Ja.

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle Personen, soweit dies nicht aus gesundheitlichen Gründen unmöglich ist. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass eine Person, die nachweislich an Covid-19 erkrankt war, bei Kontakt mit dem Virus erneut erkrankt und/oder das Virus an andere Menschen überträgt.

(05.06.2020)

 

Durch das Ausatmen beschlägt oft die Brille, vor allem wenn es große Temperaturunterschiede zwischen Brillenglas, Umgebungsluft und Ausatemluft gibt. Wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen wird, kann dieses Phänomen verstärkt auftreten. Tipps um das zu verhindern, sind z. B.:

  • oberen Rand der MNB nach innen umschlagen
  • dafür sorgen, dass die MNB im Nasenbereich gut sitzt (Drahtbügel gut an die Nasenkontur anpassen)
  • die Brille über dem Rand der MNB tragen (Luftstrom kann besser unter Brille hinweg ziehen)
  • spezielle Fabrikate verwenden, die durch eine Lamelle am oberen Rand den Ausatemstrom von der Brille wegführen

(16.06.2020)

Wenn Sie sich einer verletzten Person nähern um Erste Hilfe zu leisten, sollten Sie nach Möglichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung (bei großer Nähe eine FFP2-Maske und ggf. Schutzbrille) tragen. Wenn der Zustand der verletzten Person es zulässt, sollte auch diese eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Medizinische Einmalhandschuhe schützen die Hände von Ersthelfenden vor dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und vor einer möglichen Übertragung von Sars-CoV-2. Diese Handschuhe finden Sie in allen Verbandkästen.

Sollte es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen, ist die wichtigste Maßnahme, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Diese ist durchzuführen bis die Rettungskräfte eintreffen. Inwiefern Beatmungstücher bzw. Beatmungsmasken vor einer Ansteckung mit dem CoV 19-Virus schützen können, sollte beim jeweiligen Hersteller erfragt werden, da es unterschiedliche Produkte gibt. Eine Atemspende (Mund-zu-Mund- bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung) durchzuführen, ist für Laien nicht zwingend erforderlich.

Bei Kindern, die wiederbelebt werden müssen, spielt die Atemspende eine besondere Rolle. Daher ist die Atemspende beim Kind, besonders zu Beginn der Wiederbelebung, wichtiger als beim Erwachsenen. Der Ersthelfende muss in der Pandemiezeit für sich selbst abwägen, ob er bei Kindern die Atemspende leistet.

Nach Beendigung der Hilfeleistung ist es wichtig, sich die Hände gründlich zu waschen oder sie zu desinfizieren.

Schauen Sie sich auch die „Handlungshilfe für Ersthelfende - Erste Hilfe im Betrieb im Umfeld der Corona (SARS-CoV-2)-Pandemie" der DGUV an.

(05.06.2020)

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z.B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z.B. Heizlüfter) soll nur in Räumen mit Einzelbelegung erfolgen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Aerosole beitragen kann. 
  • Eine bessere Wirkung wird erzielt durch allgemeine Maßnahmen zur Raumkühlung wie z. B. Raumlüftung über Nacht, Außenjalousien und Ähnliches. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen die wirksamere Maßnahme.

Aktualisiert: 03.11.2020

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020

 

In der Gefährdungsbeurteilung müssen sowohl beim Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) als auch bei der Nutzung von FFP-Masken Zeiträume zur Erholung und Pausen eingeplant werden. Diese können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden.

Erholungsdauer ist dabei der Zeitraum zwischen zwei fortwährenden Benutzungen eines Atemschutzgerätes, der zur Erholung dient. Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus. Pausen sind bei mehreren Arbeitsschichten pro Woche, die Tage, an denen kein Atemschutzgerät getragen wird. Erholungszeiträume können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden. Unabhängig davon sind die Pausenregelungen nach Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu beachten.

Die Empfehlung der BGW zu den maximalen Tragezeiten, der Erholungsdauer und den nötigen Pausen bei der Nutzung von FFP2/FFP3-Masken beruht auf der DGUV Regel 112–190 "Benutzung von Atemschutzgeräten". Hiernach beträgt die maximale Tragezeit grundsätzlich längstens zwei Stunden mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten. Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil beträgt die maximale Tragezeit längstens 75 Minuten mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte gemäß DGUV Regel 112–190 berücksichtigt werden, ob aufgrund der Arbeitsschwere, durch Umgebungseinflüsse (wie zum Beispiel Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) sowie aufgrund der Bekleidungseigenschaften (wie beispielsweise schwere Schutzkleidung) eine geänderte Tragedauer angezeigt ist. Denkbar ist auch nach kürzeren Tragezeiten entsprechend eine kürzere Erholungsdauer einzuplanen. Bei der Festlegung sollte der arbeitsmedizinische Sachverstand des Betriebsarztes bzw. der Betriebsärztin hinzugezogen werden.

DGUV Regeln stellen bereichs-, arbeitsverfahrens- oder arbeitsplatzbezogene Inhalte zusammen. Sie erläutern, mit welchen konkreten Präventionsmaßnahmen die Pflichten zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erfüllt werden können. Aufgrund ihres besonderen Entstehungsverfahrens und ihrer inhaltlichen Ausrichtung auf konkrete betriebliche Abläufe oder Einsatzbereiche (Branchen-, Betriebsarten-, oder Bereichsorientierung) sind DGUV Regeln fachliche Empfehlungen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit. Sie haben einen hohen Praxisbezug und Erkenntniswert, werden von den beteiligten Kreisen mehrheitlich für erforderlich gehalten und können deshalb als geeignete Richtschnur für das betriebliche Präventionshandeln herangezogen werden.

Andere geeignete Schutzmaßnahmen, die ein vergleichbares Schutzniveau erzeugen, können im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.

Aktualisiert: 06.11.2020

 

Lediglich bei sehr schwerer körperlicher Arbeit oder ungünstigen klimatischen Verhältnissen kann es in sehr wenigen Einzelfällen erforderlich sein, dass das Tragen einer FFP3-Maske der Atemschutzgerätegruppe 2 zugeordnet werden muss. Dann muss der Träger oder die Trägerin der FFP3-Maske vor Beginn der Tätigkeit an einer Pflichtvorsorge gemäß Teil 4 Absatz 1 Nummer 1 Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) teilnehmen.

Informationen zur einer Arbeitsmedizinischen Pflicht-Vorsorge finden sich in der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und der Arbeitsmedizinischen Regel (AMR) Nummer 14.2

Weitere Hinweise zur Nutzung von Atemschutz finden sich in der DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten.

Aktualisiert: 04.05.2020

 

Für die Schutzwirkung von Atemschutzmasken und Schutzbrillen ist die korrekte Anwendung von großer Bedeutung. Anleitungen hierzu und Hinweise zu häufigen Fehlern finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr

 

Aktualisiert: 27.10.2020

Bei der Tragedauer bzw. beim Wechsel der Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) sind neben den gesundheitlichen Voraussetzungen des Trägers oder der Trägerin und dem Maskenmaterial auch hygienische Aspekte zu berücksichtigen. Der Koordinierungskreis für biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) der DGUV hat zur Orientierung für Tragezeitbegrenzung folgende Empfehlung gegeben, die durch Empfehlungen zur Hygiene vom Robert-Koch-Institut (RKI) ergänzt werden müssen:

"Die derzeit vorliegenden Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass Mund-Nasen-Bedeckungen aus Baumwolle, Leinen oder Seide sowie medizinische Gesichtsmasken ähnliche Atemwiderstände (Druckdifferenz) wie partikelfiltrierende Halbmasken mit Ausatemventil aufweisen.

Es werden daher für Mund-Nase-Bedeckungen ("Community-Masken") und medizinische Gesichtsmasken, wenn sie im Rahmen des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel getragen werden, Tragezeitbegrenzungen und Erholungspausen wie für filtrierende Halbmasken mit Ausatemventil nach DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten empfohlen.

Die DGUV Regel 112-190 empfiehlt für partikelfiltrierende Halbmasken mit Ausatemventil eine Tragedauer von zwei Stunden mit einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten. Möglich sind dann drei Einsätze pro Arbeitsschicht."

Die DGUV Regel 112-190 empfiehlt für partikelfiltrierende Halbmasken ohne Ausatemventil eine Tragedauer von 75 Minuten mit einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten. Möglich sind dann fünf Einsätze pro Arbeitsschicht.

"Während der Erholungsdauer geht es darum, nicht die Maske zu tragen, es ist keine Arbeitspause gemeint. Tätigkeiten, die ohne Maske durchgeführt werden können, sind weiterhin in der Erholungsdauer möglich.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte gemäß DGUV Regel 112-190 berücksichtigt werden, ob aufgrund der Arbeitsschwere (Atemminutenvolumen), durch Umgebungseinflüsse (Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) sowie aufgrund der Bekleidungseigenschaften (z.B. schwere Schutzkleidung) oder auch auf Grund individueller Dispositionen der Beschäftigten eine geänderte Tragedauer angezeigt ist. Hier sind dann im Einzelfall die speziellen Regelungen in den Handlungshilfen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger zu berücksichtigen. So ist bei leichter Arbeit eine Verlängerung der Tragedauer auf 3 Stunden möglich.

In der betrieblichen Praxis ist es außerdem oft möglich, situationsbedingt öfter für kurze Zeit die MNB abzunehmen, ohne dabei sich und andere zu gefährden. In diesen Fällen sollte in der Regel bereits eine ausreichende Erholung möglich sein.

In der betrieblichen Praxis ist es außerdem oft möglich, situationsbedingt öfter für kurze Zeit die MNB abzunehmen, ohne dabei sich und andere zu gefährden. In diesen Fällen sollte in der Regel bereits eine ausreichende Erholung möglich sein.

Die Mund-Nase-Bedeckung ist bei Durchfeuchtung zu wechseln, spätestens arbeitstäglich."

Quelle: KOBAS, DGUV 07.10.2020

Diese Empfehlung dient als Anhaltspunkt und muss betriebsspezifisch an die dortigen Verhältnisse, Möglichkeiten und konkreten Belastungen sowie Notwendigkeiten des Wechsels aus hygienischen Aspekten angepasst werden. Hierzu sollte insbesondere der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin beraten.

Bei körpernahen Kontakten (zum Beispiel beim Friseur, bei Therapiestunden, bei kosmetischen Behandlungen) ist die MNB vor der Bedienung eines neuen Kunden/Patienten zu wechseln.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr

 

Aktualisiert: 23.11.2020

Weil handelsübliche Korrektionsbrillen keine Schutzwirkung haben, muss die Unternehmerin oder der Unternehmer auch fehlsichtigen Versicherten geeigneten Augenschutz zur Verfügung stellen. Für kurzfristige Arbeiten über wenige Minuten können zum Beispiel Korb-, Überbrillen oder Visiere getragen werden.

Siehe: DGUV Regel 112-192 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz

Kombinationen mit Korb- oder Überbrillen neigen zum Beschlagen, können dadurch zu zusätzlichen Gefährdungen führen und werden deshalb erfahrungsgemäß oft abgelehnt. Verschiedene Marken bieten durch unterschiedliche Verfahren der Oberflächengestaltung bzw. Beschichtung der Sichtscheiben "beschlagarmen" Augen- und Gesichtsschutz.

Beschlagarme Scheiben sind mit dem Symbol "N" gekennzeichnet.

Aktualisiert: 15.04.2020

 

Bereits bei Tätigkeiten mit Verdachtsfällen greifen die Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 des Robert-Koch-Instituts. Die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung werden in der TRBA 250 und im ABAS-Beschluss 609 unter besonderer Beachtung einer Gefährdung durch luftübertragbare Krankheitserreger spezifiziert. Die Maßnahmen des Beschlusses 609 sind analog auf SARS-CoV-2 übertragbar.

Entsprechend Ziff. 6.2 des ABAS-Beschlusses 609 sind Schutzbrillen mindestens Gestellbrillen mit Seitenschutz zu tragen, wenn die Gefahr besteht, dass Spritzer oder makroskopische Tröpfchen, die Infektionserreger enthalten, auf die Augenschleimhäute gelangen. Das ist der Fall, wenn Tätigkeiten nicht weiter als ein Meter vom Patienten oder von der Patientin entfernt ausgeübt werden. Nach der DGUV Regel 112-192 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz bieten sich Korbbrillen oder Gesichtsschutzschirme mit Schutz gegen Tröpfchen bzw. Spritzer an, um die Kontamination mit infektiösen Material zu verhindern.

Zu beachten ist, dass Korbbrillen die Tragenden belasten können, da der Innenraum der Brille weitgehend von der Außenluft abgeschlossen ist, auch wenn moderne Brillen spezielle Belüftungen haben. Das ganzschichtige Tragen dieser Brillen ist daher zu vermeiden.

  • Bei längerer Tragezeit kann aus ergonomischer Sicht ein Gesichtsschutzschirm eine Verbesserung darstellen.
  • Achtung: Gesichtsschutzschirme ersetzen nicht den erforderlichen Atemschutz

Aktualisiert: 14.04.2020

Offizielle Vorschriften zu Tragedauer und Pausen für Mund-Nasen-Bedeckung gibt es bislang nicht. Kommerziell und privat hergestellte Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen meist aus unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen. Bei der Materialauswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Atmen möglichst wenig behindert wird. Wer eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, sollte regelmäßige Pausen machen - am besten an der frischen Luft ohne diesen Schutz.

Aktualisiert: 15.05.2020

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin oder die Beschäftigten wollen, dass der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin zum Beispiel für eine chronisch kranke, immunsupprimierte Person wegen besonders hohem individuellem Infektionsrisiko ein Beschäftigungsverbot ausspricht. Das fällt nicht in die Befugnis des Betriebsarztes oder der Betriebsärztin, weil es im Rahmen der betriebsärztlichen Tätigkeit und deren gesetzlichen Grundlagen nicht möglich ist (ASiG, ArbSchG und ArbMedVV).

Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin macht eine Gefährdungsbeurteilung für besondere Gruppen (zum Beispiel immunsupprimierte Beschäftigte) und bietet in dieser Situation den Beschäftigten eine betriebsärztliche Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) an.
  • Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin gibt den Beschäftigten nach der Beratung auf deren Wunsch persönlich ein Empfehlungsschreiben für Home-office, Versetzung in andere Tätigkeitsbereiche mit positivem und negativem Tätigkeitsprofil oder Ähnliches in die Hand (ohne Diagnosen). Die Beschäftigten können diese Bescheinigung dem Betrieb aushändigen.

Es ist keine gesetzliche Handhabe für Beschäftigungsverbote für chronisch Kranke analog zum Mutterschutzgesetz bekannt. Es handelt sich um innerbetriebliche Regelungen aus Fürsorge gegenüber den Beschäftigten. Die Kosten für den Arbeitsausfall trägt im Regelfall die Firma.

Robert-Koch-Institut: Arbeitshilfe zur Beurteilung der Immundefizienz durch betriebsärztliches Personal.

(27.03.2020)

Im Rahmen der individuellen Gefährdungsbeurteilung muss geprüft werden, ob bei dem Tragen einer FFP2- oder FFP-3 Maske eine entsprechende arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden muss. FFP-Masken weisen nur einen geringfügig erhöhten Atemwiderstand sowie ein geringes Gewicht auf. Sie gehören nach der Einteilung der AMR 14.2 der Atemschutzgerätegruppe 1 an.

Laut Teil 4 Absatz 2 Nr. 2 der ArbMedVV ist für Maskentragende bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 erfordern, eine Angebotsvorsorge vorzusehen.

In Einrichtungen des Gesundheitsdienstes kann davon ausgegangen werden, dass sich die Maskenfilter beim Tragen nicht durch Stäube zusetzen, damit bleibt der Einatemwiderstand nahezu unverändert im Normbereich.

Bei Geräten der Gruppe 1 (Gerätegewicht bis 3 kg und Atemwiderstand bis 5 mbar) muss den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden, wenn die Tragedauer 30 Minuten am Tag überschreitet. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend..

Beispiele:

  • Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2
  • partikelfiltrierende Halbmasken, FFP 1, FFP 2 oder FFP 3 (Herstellerangaben beachten)
  • gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske
  • Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen

Siehe:

(Aktualisiert: 04.05.2020)

"Lüftungsanlagen, die nur Raumluft umwälzen und konditionieren (Heizen, Kühlen, Befeuchten, z.B. Klima-Splitgeräte, ohne Luftaustausch mit Außenluft), nach Möglichkeit abschalten. Diese Anlagen sind in der Regel nicht mit geeigneten Filtern ausgestattet. Sie tragen im Zweifelsfall nur zur Verteilung der Viren bei. Andererseits findet durch diese Anlagen aber auch keine Vermehrung der Viren statt. Wenn dennoch ein guter Austausch der Raumluft mit Außenluft sichergestellt ist, können diese Anlagen auch u.U. weiter betrieben werden." (aus "Handlungshilfe für lüftungstechnische Maßnahmen" der BGHM)

Unterstützende Maßnahmen können z.B. diskontinuierlicher Heizbetrieb, Erhöhung der Außenluftzufur durch häufiges Fensterlüften, Beschränkung der Personenzahl/Fläche sein.

(aktualisiert: 02.11.2020)

10.11.2020

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Co­ro­na­vi­rus