Navigation und Service

Coronavirus: Therapeutische Praxen – Arbeitsschutzstandards und Antworten auf häufige Fragen

Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, Podologie, Hebammenkunde sowie verwandte Berufsgruppen

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es weiterhin einige besondere Auflagen zu beachten. Wegen vergleichbarer Bedingungen veröffentlichen wir nun einen gemeinsamen branchenspezifischen BGW-Arbeitsschutzstandard für therapeutische Praxen, der auch für Podologie sowie Hebammen gilt. Hautschutzpläne und Antworten auf häufig gestellte Fragen ergänzen die Infos.

Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend – oder über die BGW-Standards hinausgehend – gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Bund, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb/Ihre Institution gilt.

+++ SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (aktualisiert: 03.09.2021) +++

Logo des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

BMAS: SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung angepasst und verlängert

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde angepasst und in der Neufassung bis zum 24.11.2021 verlängert. | mehr

+++ Corona-Arbeitsschutzstandard (aktualisiert: 22.07.2021) +++

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für therapeutische Praxen

Der Standard wurde zusammengelegt mit den Standards für Podologie sowie für Hebammen und an die Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) angepasst. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

  • Verpflichtung zur Überprüfung und bei Bedarf Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung sowie des betrieblichen Hygienekonzepts besteht weiter fort.
  • Maßnahmen wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht, AHA-L-Regel sowie sonstige Arbeitsschutzmaßnahmen sind weiterhin umzusetzen.
  • Eine strikte Vorgabe zur Mindestfläche von 10 m² pro Person ist nicht mehr enthalten. Betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen (auch in Pausenzeiten) durch mehrere Personen müssen aber auf das notwendige Minimum reduziert bleiben.
  • Es können Ausnahmen von der Testangebotspflicht für vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte bestehen. Weitere Informationen finden Sie auf unser Schnelltest-Seite.

| mehr

Personal testen mit Antigen-Tests (29.06.2021)

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Arbeitgebende sind verpflichtet, Ihren Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen - zum Schutz der Beschäftigten und aller weiteren Personen, mit denen sie beruflich Kontakt haben. | mehr

Hautschutzpläne

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Physiotherapie

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Physiotherapie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Titel Hautschutz- und Händehygieneplan für Logopädinnen und Logopäden

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Logopädie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Titel: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Ergotherapie

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Ergotherapie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für Hebammen

Hautschutz- und Händehygieneplan für Hebammen
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Podologie und Fußpflege

Hautschutz- und Händehygieneplan für Podologie und Fußpflege
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Antworten auf häufige Fragen (aktualisiert: 22.07.2021)

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert worden, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren.

Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen des Bundes und der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen des Bundes und der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 29.04.2021

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird ein betriebliches Hygienekonzept gefordert. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat basierend auf der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung in einem Hygienekonzept alle erforderlichen Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festzulegen und umzusetzen. Hierbei ist die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel zu berücksichtigen, die in den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards der BGW zur Unterstützung der Branchen konkretisiert worden ist.

Die betrieblichen Hygienekonzepte müssen den Beschäftigten zur Verfügung gestellt und in geeigneter Weise zugänglich gemacht werden, z. B. digital oder durch Aushänge im Unternehmen. Das schafft Transparenz im Unternehmen über die durchzuführenden Infektionsschutzmaßnahmen – und gleichzeitig Rechtssicherheit. Die Beschäftigten sind zu den im Hygienekonzept festgelegten Maßnahmen zu unterweisen.

Aktualisiert: 28.06.2021

Die Fahrzeuge sollten mit Utensilien zur Händehygiene und Desinfektion, mit Papiertüchern und Müllbeuteln ausgestattet werden. Die Innenräume insbesondere die Kontaktflächen der Fahrzeuge sind regelmäßig zur reinigen. Vor der Nutzung der Fahrzeuge müssen die Hände gründlich gereinigt werden. Während der Fahrten ist stets auf ausreichende Frischluftzufuhr zu achten. Das Gebläse sollte jedoch nicht auf Umluft eingestellt sein.

Wenn beispielsweise für Hausbesuche Fahrzeuge genutzt werden, sollen diese vorrangig einzeln und personenbezogen genutzt werden. Ist es notwendig, dass unterschiedliche Personen das Fahrzeug an einem Tag nutzen, ist dieses vor jedem Wechsel auszulüften und die Kontaktflächen zu reinigen.

Erfolgt eine gleichzeitige Nutzung des Fahrzeugs durch mehrere Personen z.B. zur Personenbeförderung, ist die Anzahl der Insassen auf das notwendige Maß zu reduzieren. Wenn sich gleichzeitig mehrere Personen in dem Fahrzeug befinden, muss - soweit möglich - der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und von allen Insassen mindestens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Betreuungsbedürftige Personen tragen ebenfalls, soweit sie es tolerieren, mindestens Mund-Nasen-Schutz.

Aktualisiert: 16.07.2021

Absolut notwendige Begleitpersonen (z.B. bei Menschen mit Behinderung) sind nur nach entsprechender Rücksprache, Symptomfreiheit und wenn die Anzahl der Anwesenden im Raum nicht zu hoch ist, erlaubt. Anwesende Begleitpersonen müssen sich an die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten.

Aktualisiert: 02.02.2021

Können Beschäftigte den Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhalten und lassen sich andere technische oder organisatorische Maßnahmen nicht umsetzen, müssen diese mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Dies kann bei folgenden Situationen notwendig sein:

  • anwesende Personen (z.B. Patientinnen und Patienten, Kundschaft, Bewohnerinnen und Bewohner) tragen keine Bedeckung von Mund und Nase, beispielsweise bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich
  • bei den ausgeführten Tätigkeiten ist mit einer Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, beispielsweise durch lautes Sprechen / Singen oder andere Tätigkeiten, bei denen aufgrund körperlicher Anstrengung mit einem deutlich erhöhten Atemvolumen zu rechnen ist
  • schlechte Lüftungsverhältnisse im Raum
  • bei Arbeitsbereichen, in denen sich Personen mit einer ungeklärten Atemwegserkrankung befinden können und dadurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann (z.B. Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime)
  • erhöhte Gefährdungslage durch regional hohe Inzidenzen, Ausbruchsgeschehen oder durch das Auftreten von besorgniserregenden Varianten des SARS-CoV-2 (Mutationen)

Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung können außerdem Schutzkleidung und Augenschutz notwendig sein.

Soweit bekannt, können der Impf- oder der Genesenenstatus der Beschäftigten sowie des Kunden oder der Kundin bei der Wahl der Atemmasken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Im engen unmittelbaren Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Metern zwischen vollständig Geimpften bzw. Genesenen kann auf Atemschutzmasken verzichtet werden. Jedoch muss von vollständig geimpften oder genesenen Beschäftigten in diesen Fällen mindestens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Darüber hinaus sind weitreichendere Regelungen der Länder, des Bundes oder arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, wie die TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" sowie TRBA 255 "Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht ausreichend impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potenzial im Gesundheitsdienst" verpflichtend und ebenfalls von Arbeitgebern oder Arbeitgeberinnen umzusetzen.

20.07.2021

Wenn ein Kunde oder eine Kundin bzw. ein Patient oder Patientin wegen körperlicher oder psychischer Einschränkungen nicht in der Lage sein sollten, die aktuell geforderten Arbeitsschutzauflagen und Hygienestandards zu erfüllen (z. B. Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske), empfehlen wir, bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung zu besprechen, welche alternativen Möglichkeiten bestehen.

Eine Virusübertragung durch Kleidung, Haare oder Utensilien muss zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen verhindert werden. Dieses Schutzziel muss bei alternativen Maßnahmen gewährleistet sein.

Aktualisiert: 27.01.2021

Bedenken Sie bitte, dass die Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und für Sie selbst getroffen wurden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Maßnahmen im häuslichen Umfeld des Patienten/der Patientin bzw. des Kunden/der Kundin einhalten können und der Termin aufgrund des Gesundheitszustands verschoben werden kann, sollten Sie dies auch tun und einen neuen Termin vereinbaren, möglichst in der Praxis/Einrichtung bzw. in den Geschäftsräumen.

In jedem Fall absagen und verschieben müssen Sie Termine bei bestätigt an COVID-19 Erkrankten. Auch bei Personen, die unter Quarantäne stehen, muss der Termin verschoben werden.

(13.05.2020)

Eine Übertragung des Coronavirus durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung einer infektiösen Person nicht auszuschließen. Um eine Keimverschleppung beim Angebot von Zeitungen und Zeitschriften zu vermeiden, sind wirksame Hygienemaßnahmen geboten. Dazu zählen zum Beispiel die Händehygiene (Händedesinfizieren bzw. Hände waschen) der Beschäftigten sowie der Kundschaft und Patientinnen und Patienten.

Aktualisiert: 23.07.2021

Für die stationäre Geburtshilfe sind bei Tätigkeiten mit Verdachtsfällen und vor allem bei bestätigten Fällen die Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 des Robert-Koch-Instituts umzusetzen.

Nicht alle der hier genannten Maßnahmen lassen sich im häuslichen Umfeld jedoch in die Praxis umsetzen, so z. B. der Einsatz von Flächendesinfektionsmitteln sowie der Umgang mit Abfällen, Geschirr oder Wäsche. Im häuslichen Umfeld unverzichtbar sind aber die Maßnahmen der Basishygiene, wie die Händehygiene oder das Tragen persönlicher Schutzausrüstung. Diese Schutzmaßnahmen, die bei einer Hausgeburt zu berücksichtigen sind, unterscheiden sich nicht von den Maßnahmen in der stationären Geburtshilfe.

Daneben sind Maßnahmen gemäß der TRBA 250 und insbesondere der TRBA 255 zu ergreifen. Auf Grundlage epidemiologischer Daten wurde SARS-CoV-2 in die Risikogruppe 3 nach Biostoffverordnung eingestuft.

Zusätzlich sollten die empfohlenen Präventionsmaßnahmen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) berücksichtigt werden.

Zur persönlichen Schutzausrüstung bei der Niederkunft einer Schwangeren, die als Verdachtsfall oder bestätigter Fall gilt, gehören:

  • medizinische Einweghandschuhe
  • langärmeliger Schutzkittel (alternativ kurzärmeliger Schutzkittel und Armstulpen)
  • flüssigkeitsdichte Schürze
  • dicht anliegende Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Masken oder eine vergleichbare Atemschutzmake). Zum Schutz der Frau darf die Atemschutzmaske kein Ausatemventil enthalten.
  • Schutzbrille oder Gesichtsschild

Hilfsmittel wie Hörrohr, Dopton oder Materialien für die CTG-Ableitung sollten nach Benutzung hygienisch aufbereitet werden. Zudem sollte, wenn möglich, auf weitere Schutzmaßnahmen wie z.B. eine ausreichende Lüftungssituation geachtet werden.

Auch wenn kein Verdacht einer Corona-Infektion besteht, müssen Hebammen bei enger körperlicher Nähe eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Atemschutzmaske ohne Ausatemventil tragen, wenn die zu betreuende Schwangere bzw. Mutter keinen Mund-Nasen-Schutz tragen kann (z. B. Geburtssituation). Bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten sind Einmalhandschuhe zu tragen.

Aktualisiert: 22.07.2021

Bei allen Tätigkeiten der Vor- und Nachsorge, bei denen freiberufliche Hebammen eine unmittelbare Nähe und Körperkontakt zu Verdachtsfällen oder bestätigten Fällen haben (zum Beispiel CTG-Kontrolle, Blutabnahmen, Blutdruckmessung, Betreuung im Wochenbett und während der Stillphase) sollte folgende persönliche Schutzausrüstung getragen werden:

  • medizinische Einweghandschuhe
  • langärmeliger Schutzkittel (alternativ kurzärmeliger Schutzkittel und Armstulpen)
  • dicht anliegende Atemschutzmaske (FFP2-Maske oder eine vergleichbare Atemschutzmaske ohne Ausatemventil)
  • Schutzbrille oder Gesichtsschild

Die Schwangere bzw. Wöchnerin sowie weitere Personen tragen die entsprechende Bedeckung von Mund und Nase nach den jeweiligen Verordnungen der Länder, mindestens aber einen Mund-Nasen-Schutz.

Sofern kein Verdacht einer Corona-Infektion besteht, müssen Hebammen bei enger körperlicher Nähe eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Atemschutzmaske – ohne Ausatemventil – tragen. Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung können außerdem Schutzkleidung und Augenschutz notwendig sein.

Soweit bekannt, kann der Impf- oder der Genesenenstatus der Hebamme sowie der Schwangeren/Wöchnerin bei der Wahl der Atemmasken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Auch im engen unmittelbaren Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Metern zwischen vollständig Geimpften bzw. Genesenen kann auf Atemschutzmasken verzichtet werden. Jedoch muss von vollständig geimpften oder genesenen Hebammen in diesen Fällen mindestens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Aktualisiert: 22.07.2021

Auch zu Ausbildungs- und Schulungszwecken müssen alle Beteiligten die vor Ort geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen einhalten. Dies betrifft beispielsweise das Abstandsgebot zwischen Personen von mindestens 1,5 Metern oder die Anzahl an anwesenden Personen im Raum. Können diese Schutzmaßnahmen zeitweise – z.b. in einer Ausbildungssituation – nicht eingehalten werden, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen geboten. Diese sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und umzusetzen. Insbesondere bei körpernahen Tätigkeiten sollten sowohl die auszubildenden als auch die anleitenden Personen mindestens FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken und ggf. Augenschutz tragen. Dies gilt auch für Praktikantinnen und Praktikanten.

Aktualisiert: 26.04.2021

In der Gefährdungsbeurteilung müssen für das Tragen von FFP-Masken sowohl die Tragezeiten als auch Erholungszeiten geplant werden. Empfehlungen dazu werden in der DGUV Regel 112–190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" gegeben.

Für das bestimmungsgemäße Tragen von medizinischen Gesichtsmasken im Gesundheitsdienst gibt es keine Empfehlungen zu Trage- und Erholungszeiten. Bei der Gefährdungsbeurteilung sind auch Maßnahmen zur Vorbeugung von Hautbeschwerden im Gesicht zu berücksichtigen.

Erholungsdauer ist dabei der Zeitraum zwischen aufeinanderfolgenden Gebrauchsintervallen eines Atemschutzgerätes, der zur Erholung dient. Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus. Erholungszeiten können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden. Unabhängig davon sind die Pausenregelungen nach Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu beachten.

Im Klinikalltag und in Arztpraxen ist die Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken nach EN 14683:2019-10 für viele Anwendungen eine etablierte Routine. Medizinische Gesichtsmasken werden oft auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder OP-Masken genannt. Zum Schutz der Patienten und Patientinnen sind medizinische Gesichtsmasken in diversen Hygienevorgaben wie z. B. den Empfehlungen für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) als Fremdschutz verbindlich festgelegt.

Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte und schützen das Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Trägers. Der Dichtsitz von medizinischen Gesichtsmasken am Gesicht des Trägers ist keine Anforderung der europäischen Norm EN 14683:2019-10, ebenso sind keine Anforderungen bezüglich des Atemwiderstandes festgelegt. Bedingt durch Form und Sitz strömt ein Teil der Atemluft an den Maskenrändern vorbei. Bei der Einatmung kann durch diese offenen Bereiche ungefilterte Atemluft angesogen werden. Medizinische Gesichtsmasken gelten nicht wie FFP-Masken als „belastend“ im Sinne der AMR 14.2, Tragezeitbegrenzungen werden deshalb im Arbeitsschutz-Regelwerk nicht festgelegt.

Partikelfiltrierende Halbmasken (sog. „FFP-Masken“, Englisch für: „Filtering Face Piece“) stellen als Atemschutzgeräte eine Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) dar und unterliegen bei beruflicher Verwendung dem Arbeitsschutzgesetz und der PSA-Benutzungsverordnung. Die Empfehlungen zu den Tragezeiten, der Erholungsdauer und den nötigen Pausen bei der Nutzung von FFP2/FFP3-Masken beruhen auf der Eingruppierung der Atemschutzgeräte in Gruppen gemäß AMR 14.2. In der DGUV Regel 112–190 wird für FFP-Masken mit Ausatemventil eine maximale Tragezeit von zwei Stunden mit anschließender Erholungsdauer von 30 Minuten bei mittlerer Arbeitsschwere und normalen Umgebungsbedingungen empfohlen. Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil wird als maximale Tragezeit 75 Minuten mit einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten empfohlen.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist gemäß DGUV Regel 112–190 zu berücksichtigen, ob aufgrund der Arbeitsschwere, durch Umgebungseinflüsse (wie z. B. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) sowie aufgrund der Bekleidungseigenschaften (wie beispielsweise schwere Schutzkleidung) eine geänderte maximale Tragedauer angezeigt ist. Möglich ist natürlich auch nach kürzerer Tragezeit entsprechend eine kürzere Erholungsdauer einzuplanen. Bei der Festlegung sollte der arbeitsmedizinische Sachverstand des Betriebsarztes bzw. der Betriebsärztin hinzugezogen werden.

Mögliche Alternativen zur Verwendung von Partikelfiltrierenden Halbmasken generell sowie auch bei Überschreitung der Tragedauerempfehlung sind in der TRBA 255 „Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potential im Gesundheitsdienst“ aufgeführt.

Die BGW empfiehlt dies nicht nur für den Gesundheitsdienst, sondern für alle Mitgliedsbetriebe.

(abgestimmt zwischen dem Koordinierungskreis für biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) und dem Sachgebiet Atemschutz der DGUV)

Aktualisiert: 16.02.2021

 

Zum Vorbeugen von Hautbeschwerden im Gesicht, die im Zusammenhang mit dem Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken) oder FFP2-Masken auftreten können, ist Folgendes ratsam:

  • Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Maske) oder die FFP2-Masken regelmäßig. Tun Sie dies insbesondere dann, wenn Sie merken, dass die Maske feucht wird. Eine feuchte Maske kann die Gesichtshaut reizen und darüber hinaus ihre Schutzwirkung verlieren.
  • Halten Sie die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Pausen zum Tragen einer Maske ein. Wenn möglich, sollten sich Tätigkeiten, die das Tragen einer Maske erfordern, mit Tätigkeiten ohne diese Anforderung abwechseln. Legen Sie die Masken jedoch nur ab, wenn dies ohne Gefährdung möglich ist. Die Tätigkeiten und Bedingungen, bei denen auf das Tragen von Masken verzichtet werden kann, sollten in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
  • Reinigen Sie Ihr Gesicht schonend mit pH-hautneutralen, duftstofffreien Hautreinigungspräparaten.
  • Achten Sie auf einen zurückhaltenden Einsatz von Make-up oder verzichten Sie während der Arbeitszeit darauf.

Sollten sich trotz dieser Maßnahmen Hautbeschwerden entwickeln und/oder fortbestehen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Testen Sie, ob durch die Verwendung anderer Modelle der gleichen Schutzklasse eine bessere Hautverträglichkeit erreicht werden kann. Verschiedene Fabrikate desselben Maskentyps werden durchaus individuell unterschiedlich gut vertragen. Hier spielen Faktoren wie Passform und Verarbeitung eine Rolle.
  • Stellen Sie sich bei Ihrem Betriebsarzt/Ihrer Betriebsärztin vor und/oder lassen Sie Ihre Hautbeschwerden durch einen Hautarzt/eine Hautärztin abklären. So erhalten Sie eine individuelle Beratung und Therapie und es kann entschieden werden, ob eine Meldung an die BGW wegen einer beruflich bedingten Hauterkrankung angezeigt ist. In diesem Fall erhalten Sie von der BGW weitere Unterstützung, z.B. im Rahmen einer Vorstellung in unserer berufsdermatologischen Hautsprechstunde. Sie können Ihre Hautbeschwerden auch eigenständig bei der BGW melden. Die Sachbearbeitung Ihrer Bezirksverwaltung bespricht dann mit Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Falls bei Ihnen schon seit der Zeit vor der Corona-Pandemie eine Hauterkrankung im Gesicht bekannt ist, kontaktieren Sie frühzeitig Ihren behandelnden Hautarzt/Ihre behandelnde Hautärztin. Besprechen Sie, welche Maßnahmen unter den aktuellen Bedingungen in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können.

15.01.2021

Der selbstständige Trainingsbetrieb ist unter Einhaltung der Empfehlungen der Empfehlungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für die Branche Fitness- und Sportstudios möglich.

Bitte beachten Sie dabei vorrangig länderspezifische Regelungen.

(28.05.2020)

Duschen im privaten Bereich sollte dem Duschen in Praxisräumen vorgezogen werden.

Falls auf das Duschen nicht verzichtet werden kann, muss hierfür ein Hygienekonzept erstellt werden.

Voraussetzung für die Nutzung der Duschen bei Sammelduschen ist die Benutzung durch nur eine Person. Alternativ sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen:

  • Einhaltung des Schutzabstandes von mindestens 1,5 Metern
  • Ausreichende Lüftung der Duschbereiche
  • Verwendung von mobilen Spritzschutzwänden
  • Sperrung von zu nahe liegenden Duschen
  • Zeitversetztes Duschen
  • Anbringen von Abstandsmarkierungen

Die Duschen sind regelmäßig entsprechend des Hygieneplanes zu reinigen und ggf. zu desinfizieren.

(19.08.2020)

Bewegungsangebote bzw. Betriebssport können unter Einhaltung der Empfehlungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für die Branche Fitness- und Sportstudios bzw. für Sportunternehmen und den Bereich der Sportvereine durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie dabei vorrangig länderspezifische Regelungen.

(28.05.2020)

Die Patienten/Patientinnen oder Kunden/Kundinnen müssen beim Betreten der Praxis/Einrichtung bzw. der Geschäftsräume die Möglichkeit haben, ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren; es ist darauf zu achten, dass sie hiervon Gebrauch machen.

(20.05.2020)

03.09.2021

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Co­ro­na­vi­rus