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Coronavirus und Reha-Kliniken – Arbeitsschutzstandard und Antworten auf häufige Fragen

Wegen der Corona-Pandemie gelten aktuell einige besondere Auflagen. Damit sich weder Beschäftigte noch Pflegebedürftige mit dem Coronavirus anstecken, hat die BGW einen Arbeitsschutzstandard für Reha-Kliniken entwickelt.

Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb/ Ihre Institution gilt.


BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Reha-Kliniken
(Stand 29.07.2020)

Um sich beim Arbeiten in der Pandemie nicht anzustecken, bietet die BGW den Arbeitsschutzstandard für Reha-Kliniken. | mehr

+++ Coronavirus-Testverordnung: Anspruch auf PoC-Antigen-Tests (16.11.2020) +++

Abbildung der nationalen Teststrategie SARS-CoV-2

(Foto: BMG)

Personengruppen, die beim Testen im Fokus stehen

Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) und die nationale Teststrategie legen seit dem 15. Oktober 2020 neu fest, welche Personengruppen in Deutschland Anspruch auf SARS-CoV-2-Testungen haben. Fokussiert wird auf Personal in medizinischen, pflegerischen oder Betreuungsberufen. Vor allem Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, stationäre Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und ambulante Pflegedienste sollen ihr Personal, aber auch zu pflegende oder betreute Personen und Besuchende mittels PoC-Antigen-Test selbst testen. | mehr


Antworten auf häufige Fragen

Das richtet sich nach der TRBA 250 (Schutzstufe 3) und wird im Beschluss 609 spezifiziert.

  • Schutzkittel
  • Einweghandschuhe (DIN EN 455 bzw. DIN EN 374 tätigkeitsspezifisch)
  • dicht anliegende Atemschutzmaske (Geräteklasse FFP2 oder FFP3 insbesondere bei ausgeprägter Exposition, zum Beispiel Bronchoskopie oder bei anderen Tätigkeiten, bei denen große Mengen Aerosole entstehen können)
  • Schutzbrille
  • langärmlige, wasserdichte Einwegschürze bei entsprechenden pflegerischen, diagnostischen oder therapeutischen Tätigkeiten am Patienten
    Siehe hierzu auch die Empfehlung "Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten".

Aktualisiert: 12.03.2020

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020

 

Gewerblich in Verkehr gebrachte MNB unterliegen dem Produktsicherheitsgesetz und müssen mit den Herstellerangaben (Name und Postanschrift des Herstellers) gekennzeichnet sein. Außerdem müssen Hinweise zur sicheren Verwendung, Reinigung und Aufbewahrung bzw. Entsorgung gegeben werden.

  • Mund-Nase-Bedeckungen sollten aus mehrlagigen Textilien mit hoher Fadendichte gefertigt sein. Durch die Mehrlagigkeit erfolgt eine elektrostatische Aufladung des Stoffes, die zu einer zusätzlichen Filterleistung führt.
  • Wer MNB anbietet, sollte zu Partikeldurchlässigkeit und Atemwiderstand der Produkte Auskunft geben können. Je geringer die Partikeldurchlässigkeit und der Atemwiderstand, desto besser.
  • Neben den textilen MNB aus Baumwolle sind MNB mit einem auswechselbaren Meltblown-Filterflies (z.B. aus Polypropylen) auf dem Markt. Diese Bedeckungen bieten gegenüber
    den reinen MNB aus Baumwolle einen besseren Schutz vor gegenseitiger Infektion.
  • Bei der Auswahl der MNB sollte auf eine gute Passform und hautverträgliche Materialien geachtet werden.
  • Sollen die MNB wiederverwendet werden, ist darauf zu achten, dass diese bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad C gewaschen werden können.

Quelle: Koordinierungskreis für Biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), 27.5.2020

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr

 

Aktualisiert: 27.10.2020

Empfehlungen der DGAUM und des VDBW für die arbeitsmedizinische Vorsorge in der Corona-Zeit

Das Papier gibt an, welche Maßnahmen wegen des Coronavirus' bei verschiedenen arbeitsmedizinischen Vorsorgen zu treffen sind. Mit Muster-Fragebogen, den zu untersuchende Personen vor dem Termin ausfüllen sollen (Stand 15.05.2020). | mehr

(03.06.2020)

 

Zum Vorbeugen von Hautbeschwerden im Gesicht, die im Zusammenhang mit dem Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken) oder FFP2-Masken auftreten können, ist Folgendes ratsam:

  • Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Maske) oder die FFP2-Masken regelmäßig. Tun Sie dies insbesondere dann, wenn Sie merken, dass die Maske feucht wird. Eine feuchte Maske kann die Gesichtshaut reizen und darüber hinaus ihre Schutzwirkung verlieren.
  • Halten Sie die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Pausen zum Tragen einer Maske ein. Wenn möglich, sollten sich Tätigkeiten, die das Tragen einer Maske erfordern, mit Tätigkeiten ohne diese Anforderung abwechseln. Legen Sie die Masken jedoch nur ab, wenn dies ohne Gefährdung möglich ist. Die Tätigkeiten und Bedingungen, bei denen auf das Tragen von Masken verzichtet werden kann, sollten in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
  • Reinigen Sie Ihr Gesicht schonend mit pH-hautneutralen, duftstofffreien Hautreinigungspräparaten.
  • Achten Sie auf einen zurückhaltenden Einsatz von Make-up oder verzichten Sie während der Arbeitszeit darauf.

Sollten sich trotz dieser Maßnahmen Hautbeschwerden entwickeln und/oder fortbestehen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Testen Sie, ob durch die Verwendung anderer Modelle der gleichen Schutzklasse eine bessere Hautverträglichkeit erreicht werden kann. Verschiedene Fabrikate desselben Maskentyps werden durchaus individuell unterschiedlich gut vertragen. Hier spielen Faktoren wie Passform und Verarbeitung eine Rolle.
  • Stellen Sie sich bei Ihrem Betriebsarzt/Ihrer Betriebsärztin vor und/oder lassen Sie Ihre Hautbeschwerden durch einen Hautarzt/eine Hautärztin abklären. So erhalten Sie eine individuelle Beratung und Therapie und es kann entschieden werden, ob eine Meldung an die BGW wegen einer beruflich bedingten Hauterkrankung angezeigt ist. In diesem Fall erhalten Sie von der BGW weitere Unterstützung, z.B. im Rahmen einer Vorstellung in unserer berufsdermatologischen Hautsprechstunde. Sie können Ihre Hautbeschwerden auch eigenständig bei der BGW melden. Die Sachbearbeitung Ihrer Bezirksverwaltung bespricht dann mit Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Falls bei Ihnen schon seit der Zeit vor der Corona-Pandemie eine Hauterkrankung im Gesicht bekannt ist, kontaktieren Sie frühzeitig Ihren behandelnden Hautarzt/Ihre behandelnde Hautärztin. Besprechen Sie, welche Maßnahmen unter den aktuellen Bedingungen in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können.

15.01.2021

16.11.2020

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