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Coronavirus: Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, medizinische Massage

Arbeitsschutzstandards, Datenschutzinfo und Antworten auf häufige Fragen

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es einige besondere Auflagen zu beachten. Damit sich bei der Logopädie, Ergo- oder Physiotherapie sowie in medizinischen Massagepraxen weder Beschäftigte noch Patienten oder Patientinnen mit dem Coronavirus anstecken, bietet die BGW verschiedene branchenspezifische Arbeitsschutzstandards, eine Datenschutzinformation für die Patienten und Patientinnen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.

Ein Stapel Zeitschriften

(Foto: freepik/Racool_studio)

Informationen zur Auslage von Zeitungen und Zeitschriften
(14.07.2020)

Welche Hygienemaßnahmen die BGW beim Anbieten von Zeitungen und Zeitschriften als erforderlich benennt, erfahren Sie in diesem Artikel. | mehr

Logopädie

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für die Logopädie
(aktualisiert: 20.07.2020)

Worauf müssen Logopäden und Logopädinnen aktuell achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. | mehr

Titel Hautschutz- und Händehygieneplan für Logopädinnen und Logopäden

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Logopädie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Physiotherapie

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für physiotherapeutische Praxen und medizinische Massagepraxen
(aktualisiert: 20.07.2020)

Worauf müssen physiotherapeutische Praxen aktuell achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. | mehr

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Physiotherapie

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Physiotherapie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Ergotherapie

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ergotherapeutische Praxen
(aktualisiert: 20.07.2020)

Worauf müssen Praxen bei der ergotherapeutischen Behandlung aktuell achten? Wie schützen Sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. | mehr

Titel: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Ergotherapie

Hautschutz- und Händehygieneplan für die Ergotherapie
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Verhaltensregeln in therapeutischen Praxen

Aushang: Verhaltensregeln in therapeutischen Praxen in Corona-Zeiten

Verhaltensregeln in therapeutischen Praxen in Corona-Zeiten (Stand: 24.06.2020)

Patienteninfo mit den wichtigsten Regeln für den Besuch in einer therapeutischen Praxis – zum Ausdrucken und Aufhängen. | mehr

Datenschutzinformation

Datenschutzinformation für Patienten und Patientinnen in Corona-Zeiten

Die Praxis muss Kontaktdaten der Patientinnen und Patienten dokumentieren, um bei Bedarf die Infektionskette nachverfolgen zu können. Unsere Info hilft, dem Patientenkreis die Maßnahme nach Art. 13 DSGVO zu erklären. | mehr                        

 

Antworten auf häufige Fragen

Wenn keine weitere Person im Therapieraum ist, beispielsweise während der Einwirkzeit einer Behandlung, ist es möglich, die Mund-Nasen-Bedeckung abzunehmen. Die BGW empfiehlt es jedoch nicht.

Beim An- und Ablegen der Mund-Nasen-Bedeckung sind entsprechende Hygienemaßnahmen, wie das Waschen der Hände vor und nach dem Berühren der Mund-Nasen-Bedeckung, einzuhalten. Durch eine unsachgemäße Handhabung der Mund-Nase-Bedeckung besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

(19.08.2020)

Duschen im privaten Bereich sollte dem Duschen in Praxisräumen vorgezogen werden.

Falls auf das Duschen nicht verzichtet werden kann, muss hierfür ein Hygienekonzept erstellt werden.

Voraussetzung für die Nutzung der Duschen bei Sammelduschen ist die Benutzung durch nur eine Person. Alternativ sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen:

  • Einhaltung des Schutzabstandes von mindestens 1,5 Metern
  • Ausreichende Lüftung der Duschbereiche
  • Verwendung von mobilen Spritzschutzwänden
  • Sperrung von zu nahe liegenden Duschen
  • Zeitversetztes Duschen
  • Anbringen von Abstandsmarkierungen

Die Duschen sind regelmäßig entsprechend des Hygieneplanes zu reinigen und ggf. zu desinfizieren.

(19.08.2020)

Bei therapeutischen Tätigkeiten im Kopf- bzw. Ausatembereich wird empfohlen, dass Beschäftigte eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Maske) tragen, ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild.

Wenn die Patientin oder der Patient keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und der Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, müssen Beschäftigte immer mindestens eine FFP2-Maske tragen, plus Schutzbrille oder Gesichtsschild.

Zum Schutz der Patientinnen und Patienten dürfen Atemschutzmasken kein Ausatemventil enthalten.

Das richtige sichere Auf- und Absetzen der Atemschutzmasken sollte den Beschäftigten dringend demonstriert und von diesen geübt werden.

(19.08.2020)

Wenn die zu behandelnde Person (beispielsweise aus medizinischen Gründen) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann oder wenn es die Therapie nicht zulässt und der Mindestabstand von 1,5 Metern dabei nicht eingehalten werden kann, müssen Therapeutinnen und Therapeuten eine Atemschutzmaske tragen (mindestens FFP2), ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild.

(19.08.2020)

Die Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) muss nach jedem Patienten/jeder Patientin bzw. jedem Kunden/jeder Kundin aus hygienischen Gründen gewechselt werden, weil sie wahrscheinlich schon durchfeuchtet ist oder möglicherweise mit Keimen des Patienten/der Patientin bzw. des Kunden/der Kundin kontaminiert ist. So kann eine Keimverschleppung von der MNB der Beschäftigten auf andere Personen ausgeschlossen werden. Deshalb müssen ausreichende MNB vorhanden sein.

Es ist eine präventive Maßnahme, die zur Verringerung der Krankheitskeime beitragen kann, wenn sich virenausscheidende Personen in den Räumlichkeiten aufhalten, die selbst nichts von ihrer Krankheit wissen.

(28.05.2020)

Durch das Ausatmen beschlägt oft die Brille, vor allem wenn es große Temperaturunterschiede zwischen Brillenglas, Umgebungsluft und Ausatemluft gibt. Wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen wird, kann dieses Phänomen verstärkt auftreten. Tipps um das zu verhindern, sind z. B.:

  • oberen Rand der MNB nach innen umschlagen
  • dafür sorgen, dass die MNB im Nasenbereich gut sitzt (Drahtbügel gut an die Nasenkontur anpassen)
  • die Brille über dem Rand der MNB tragen (Luftstrom kann besser unter Brille hinweg ziehen)
  • spezielle Fabrikate verwenden, die durch eine Lamelle am oberen Rand den Ausatemstrom von der Brille wegführen

(16.06.2020)

Informationen zur Tragedauer und notwendigen Pausen für FFP2/FFP3-Masken finden sich in der Tabelle in Anhang 2 (Tragezeitbegrenzung) der DGUV Regel 112–190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" und bei der BAuA. Weiterhin finden sich Informationen in der Betriebsanleitung des Herstellers. Die maximale Tragezeit beträgt grundsätzlich längstens 2 Stunden mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten. Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil beträgt die maximale Tragezeit längstens 75 Minuten mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

(20.05.2020)

Wenn ein Kunde oder eine Kundin bzw. ein Patient oder Patientin wegen körperlicher oder psychischer Einschränkungen nicht in der Lage sein sollten, die aktuell geforderten Arbeitsschutzauflagen und Hygienestandards zu erfüllen (z. B. Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung), empfehlen wir, bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung zu besprechen, welche alternativen Möglichkeiten bestehen.
Eine Virusübertragung durch Kleidung, Haare oder Utensilien muss zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen verhindert werden. Dieses Schutzziel muss bei alternativen Maßnahmen gewährleistet sein.

Stand: 08.06.2020

Absolut notwendige Begleitpersonen (z.B. bei Menschen mit Behinderung) sind nur nach entsprechender Rücksprache, Symptomfreiheit und wenn die Anzahl der Anwesenden im Raum nicht zu hoch ist, erlaubt. Anwesende Begleitpersonen müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und wenn möglich auf den nötigen Abstand achten.

(30.06.2020)

Auch zu Ausbildungs- und Schulungszwecken müssen alle Beteiligten in den Betriebsräumen mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen Personen darf bei der Anleitung und bei der Abnahme von Prüfungen unter Einhaltung anderer Schutzmaßnahmen unterschritten werden. Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden und trägt der Patient oder die Kundin keine Mund-Nasen-Bedeckung, muss sowohl die auszubildende Person als auch die anleitende Person eine FFP2-Maske, ergänzt von einer Schutzbrille/Gesichtsschild tragen.

Dies gilt auch für Praktikanten und Praktikantinnen.

(16.09.2020)

Bedenken Sie bitte, dass die Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und für Sie selbst getroffen wurden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Maßnahmen im häuslichen Umfeld des Patienten/der Patientin bzw. des Kunden/der Kundin einhalten können und der Termin aufgrund des Gesundheitszustands verschoben werden kann, sollten Sie dies auch tun und einen neuen Termin vereinbaren, möglichst in der Praxis/Einrichtung bzw. in den Geschäftsräumen.

In jedem Fall absagen und verschieben müssen Sie Termine bei bestätigt an COVID-19 Erkrankten. Auch bei Personen, die unter Quarantäne stehen, muss der Termin verschoben werden.

(13.05.2020)

Aus Sicht der BGW ist jedes Unternehmen verpflichtet, eine Liste mit Kontaktdaten der Kundschaft sowie Patienten und Patientinnen zu führen. So können Infektionsketten lückenlos nach verfolgt und die betreffenden Personen schnell informiert werden.

Die Erhebung dieser Daten ist nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zulässig. Es bestehen Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO.

Wir haben eine Datenschutzinfo dazu vorbereitet.

(Aktualisiert: 20.05.2020)

Der selbstständige Trainingsbetrieb ist unter Einhaltung der Empfehlungen der Empfehlungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für die Branche Fitness- und Sportstudios möglich.

Bitte beachten Sie dabei vorrangig länderspezifische Regelungen.

(28.05.2020)

Bewegungsangebote bzw. Betriebssport können unter Einhaltung der Empfehlungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für die Branche Fitness- und Sportstudios bzw. für Sportunternehmen und den Bereich der Sportvereine durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie dabei vorrangig länderspezifische Regelungen.

(28.05.2020)

Die Patienten/Patientinnen oder Kunden/Kundinnen müssen beim Betreten der Praxis/Einrichtung bzw. der Geschäftsräume die Möglichkeit haben, ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren; es ist darauf zu achten, dass sie hiervon Gebrauch machen.

(20.05.2020)

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020

 

Das zeigt außer dem Video unten auch die Seite: Schonende Händehygiene: Desinfizieren statt waschen

 

 

(16.04.2020)

 

Die Fahrzeuge sind mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion sowie mit Papiertüchern und Müllbeuteln auszustatten. Bei betrieblich erforderlichen Fahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist der Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam – gleichzeitig oder nacheinander – benutzt, möglichst zu beschränken, beispielsweise indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zu gewiesen wird. Die Innenräume der Fahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere, wenn sie von mehreren Personen genutzt werden.

(03.06.2020)

Es werden geeignete Hygienemaßnahmen empfohlen, die eine Keimverschleppung auf Zeitungen, Zeitschriften und Personen verhindern sollen.

Das sind zum Beispiel die Händehygiene von Beschäftigten, Kunden/Kundinnen und Patienten/Patientinnen (Handschuhtragen, Händedesinfizieren bzw. -Waschen) sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB).

Diese Maßnahmen sind notwendig, da noch nicht abschließend geklärt ist, ob über biologisches Material auf Zeitungen bzw. Zeitschriften eine SARS-CoV-2 Infektion ausgeschlossen werden kann.

Aktualisiert: 02.06.2020

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z.B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z.B. Heizlüfter) soll nur in Räumen mit Einzelbelegung erfolgen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Aerosole beitragen kann. 
  • Eine bessere Wirkung wird erzielt durch allgemeine Maßnahmen zur Raumkühlung wie z. B. Raumlüftung über Nacht, Außenjalousien und Ähnliches. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen die wirksamere Maßnahme.

Aktualisiert: 09.07.2020

Am Arbeitsplatz ist es verpflichtend eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Dieses kann in den Sommermonaten zu einer zusätzlichen Belastung führen. Folgende Tipps können hilfreich sein:

  • Achten Sie auf Tragepausen, dieses kann z.B. bei der Terminplanung mit beachtet werden. Die Kurzpausen sollten am besten an der frischen Luft verbracht werden.
  • Tätigkeiten mit und ohne Maske sollen sich möglichst abwechseln.
  • Maske ist nicht gleich Maske! Es gibt sie aus verschiedenen Stoffen und (Einweg-)Materialien. Dabei kann sich der Tragekomfort unterscheiden.
  • Achten Sie auf einen Wechsel der Masken. Bei Durchfeuchtung sind die Masken sofort zu wechseln.
  • Lassen Sie die Räume über Nacht oder am Morgen gut durchlüften. Das sorgt für eine kühlere Raumluft.
  • Häufiges Querlüften führt zudem zu einer geringeren Konzentration von vorhandenen virenbelastenden Aerosolen.
  • Eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz ist zu vermeiden, beispielsweise durch außenliegende Jalousien oder Markisen. So heizen sich die Räume nicht unnötig auf.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie ausreichend trinken. Insbesondere in den Sommermonaten ist dies wichtig und sollte beim Tragen einer Maske nicht vergessen werden.

09.07.2020

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sichergestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurechtkommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der derzeitigen SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren. Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard bzw. die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 08.10.2020

19.08.2020

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