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Coronavirus und Kosmetik – Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformation und Antworten auf häufige Fragen

Damit sich bei der kosmetischen Behandlung weder Beschäftigte noch Kunden oder Kundinnen mit dem Coronavirus anstecken, bietet die BGW den Arbeitsschutzstandard für die Kosmetikbranche sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.


BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetikstudios
(Stand 20.05.2020)

Worauf müssen Kosmetikstudios bei der Wiedereröffnung achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. | mehr

Ein Stapel Zeitschriften

(Foto: freepik/Racool_studio)

Informationen zur Auslage von Zeitungen und Zeitschriften
(14.07.2020)

Welche Hygienemaßnahmen die BGW beim Anbieten von Zeitungen und Zeitschriften als erforderlich benennt, erfahren Sie in diesem Artikel. | mehr

Aushang: Verhaltensregeln in Kosmetikstudios in Corona-Zeiten

Verhaltensregeln im Kosmetikstudio in Corona-Zeiten
(Stand: 09.06.2020)

Kundeninfo mit den wichtigsten Regeln bei Behandlungen im Studio – zum Ausdrucken und Aufhängen. | mehr

Datenschutzinformation für die Kundschaft in Corona-Zeiten

Dokumentieren Sie die Kontaktdaten Ihrer Kundinnen und Kunden, um bei Bedarf die Infektionskette nachverfolgen zu können. Unsere Info hilft, der Kundschaft die Maßnahme nach Art. 13 DSGVO zu erklären. | mehr

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Kosmetik

Hautschutz- und Händehygieneplan für Kosmetikstudios
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Antworten auf häufige Fragen

Derzeit wird es allgemein empfohlen, im öffentlichen Raum Mund-Nasen-Bedeckungen (hier ist nicht der medizinische MNS gemeint) zu tragen. Sie sind verpflichtend, sowohl für die Beschäftigten als auch für die Kundschaft. Die Kunden und Kundinnen sollten eine eigene Mund-Nasen-Bedeckung mitbringen. Diese müssen sie während der Behandlung tragen bzw. Mund und Nase müssen durchgehend abgedeckt bleiben.

Nur bei gesichtsnahen Dienstleistungen, bei denen die Kundschaft keine MNB tragen kann, darf sie abgenommen werden. Die Beschäftigten haben während dieser Zeit verpflichtend eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil (alternativ FFP3, KN95, N95) und zusätzlich eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz zu tragen.

Der Betrieb muss für die Beschäftigten ausreichend viele Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung stellen. Diese müssen nach Durchfeuchtung, sowie spätestens nach jedem Kunden bzw. jeder Kundin, gewechselt werden. Textile Mund-Nasen-Bedeckungen sind zwischenzeitlich zu sammeln und am Ende des Tages bei mindestens 60 °C im Studio zu waschen und zu trocknen. Einwegmasken sind nach jedem Wechsel sofort zu entsorgen. Je nach Anzahl der Kunden oder Kundinnen muss eine entsprechende Anzahl Mund-Nasen-Bedeckungen für jede/jeden Beschäftigte/n bereitgehalten werden.

Der Einsatz von Mund- und Nasenschutz, selbst hergestellten Mund-Nasen-Bedeckungen, Gesichtsmasken, Papiermasken oder FFP2-Masken darf nicht dazu führen, dass gute Händehygiene, Husten- und Abstandsetikette (sofern möglich mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen) vernachlässigt werden. Nur wenn die grundlegenden Hygieneregeln berücksichtigt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung wie empfohlen getragen wird, reduziert das die Verbreitung von Tröpfchen aus der Atemluft.

Eine Übersicht über mögliche Schutzmasken für Beschäftigte mit Personenkontakt finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Plakat: Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied

Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutz-Maske? Um die Einordnung zu erleichtern, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt, die die Unterschiede einfach erklärt. | mehr

Aktualisiert: 17.07.2020

Die Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) muss nach jedem Patienten/jeder Patientin bzw. jedem Kunden/jeder Kundin aus hygienischen Gründen gewechselt werden, weil sie wahrscheinlich schon durchfeuchtet ist oder möglicherweise mit Keimen des Patienten/der Patientin bzw. des Kunden/der Kundin kontaminiert ist. So kann eine Keimverschleppung von der MNB der Beschäftigten auf andere Personen ausgeschlossen werden. Deshalb müssen ausreichende MNB vorhanden sein.

Es ist eine präventive Maßnahme, die zur Verringerung der Krankheitskeime beitragen kann, wenn sich virenausscheidende Personen in den Räumlichkeiten aufhalten, die selbst nichts von ihrer Krankheit wissen.

(28.05.2020)

Ja, vorausgesetzt:

  • die Beschäftigten tragen eine FFP2-Maske bzw. N95 oder KN95-Maske
  • und eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Visier)

Die Masken müssen nach Herstellerangaben verwendet und gewechselt werden.

(08.05.2020)

Ja, denn Viren können in der Regel auch über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Deshalb darf auf einen Gesichtsschutz wie z.B. Visier oder Korbbrille nicht verzichtet werden. Diese Maßnahme ist auch für Brillenträger/innen geeignet.

(18.05.2020)

Wenn ein Kunde oder eine Kundin bzw. ein Patient oder Patientin wegen körperlicher oder psychischer Einschränkungen nicht in der Lage sein sollten, die aktuell geforderten Arbeitsschutzauflagen und Hygienestandards zu erfüllen (z. B. Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung), empfehlen wir, bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung zu besprechen, welche alternativen Möglichkeiten bestehen.
Eine Virusübertragung durch Kleidung, Haare oder Utensilien muss zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen verhindert werden. Dieses Schutzziel muss bei alternativen Maßnahmen gewährleistet sein.

Stand: 08.06.2020

Das Tragen von flüssigkeitsdichten Einmalhandschuhen kann neben dem Schutz vor Hautschäden auch vor dem Hautkontakt mit Corona-Viren schützen.

Da durch das Tragen von Einmalhandschuhen kein 100%-iger Schutz vor einem Hautkontakt mit Corona-Viren erzielt werden kann (Handschuhe können undicht sein oder beim Ausziehen wird die Außenseite des Handschuhs berührt), müsen die Hände nach dem Ausziehen der Handschuhe immer desinfiziert werden.

Spezielle Empfehlungen zum richtigen Einsatz von Einmalhandschuhen im Studio während der Corona-Pandemie:

  • Einmalhandschuhe dürfen nur für einen Kunden, eine Kundin genutzt werden und müssen nach dem Gebrauch entsorgt werden.
  • Geeignete Einmalhandschuhe sind solche nach DIN 374. Sie sind als persönliche Schutzausrüstung zugelassen und auch bei geringen chemischen Gefährdungen (Reinigungs- und Desinfektionsmittel) ausreichend.
  • Nach dem Handschuhablegen müssen die Hände desinfiziert werden (siehe oben).
  • Wenn Sie Baumwollhandschuhe unter den Einmalhandschuhen nutzen, müssen auch diese nach jeder Kundin, jedem Kunden gewechselt und gewaschen werden. Die Reinigung erfolgt entsprechend den Handtüchern im Studio: Waschen bei mindestens 60 Grad oder höher mit Vollwaschmittel.

(Aktualisiert: 12.05.2020)

Das angewendete Wasserdampf-Aerosol ist virenfrei und damit unkritisch. Bei dieser Anwendung wird im Regelfall mit geringen Luftgeschwindigkeiten gearbeitet. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass eine wesentliche stärkere Ausbreitung ausgeatmeter Aerosole dadurch verursacht wird. Da die Kundin / der Kunde bei der Bedampfung keine MNS-Bedeckung trägt, müssen die Beschäftigten bei Annäherung an den Kunden eine Maske mit erhöhter Schutzwirkung (FFP2) und eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild tragen.

(25.06.2020)

Im Bereich von Mund-Nasen-Öffnungen können sich trotz Gesichtsreinigung Coronaviren aus dem Nasen-Rachenraum/Atemtrakt der Kundin oder des Kunden befinden beziehungsweise weiter austreten. Eine direkte Virusübertragung von der Kundin oder dem Kunden über die Haut der Kosmetikerin kann nicht ausgeschlossen werden. Deshalb müssen Einmalhandschuhe über den gesamten Zeitraum der Gesichtsbehandlung getragen werden. Durch das Tragen von Handschuhen und das anschließende Desinfizieren der Hände kann das Risiko einer Übertragung reduziert werden.

(aktualisiert: 17.6.2020)

Die Arbeitskleidung muss bei 60 Grad Celsius waschbar sein.

Nach Verschmutzung muss sie sofort und ansonsten regelmäßig nach dem Ende der Schicht mit Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad Celsius im Betrieb gewaschen werden. Wenn dies nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit Wäsche im geschlossenen Behältnis in die Wäscherei zu bringen. Soll sie hingegen im privaten Haushalt gewaschen werden, müssen bestimmte Maßnahmen eingehalten werden:

  • Transport der Wäsche im verschlossenen Behältnis
  • die Wäsche soll nicht geschüttelt und neu sortiert werden, sondern direkt gewaschen werden
  • verschmutzte Wäsche ist mit Handschuhen zu entnehmen
  • Wäsche bei mindestens 60 Grad Celsius mit Vollwaschmittel waschen
  • Wäsche darf nicht mit privater Wäsche zusammen gewaschen werden

Falls Sie kurzärmlige Kleidung tragen, denken Sie bitte auch an die Reinigung und Desinfektion Ihrer Unterarme.

Ansonsten gelten derzeit keine besonderen Anforderungen an Arbeitskleidung.

(02.07.2020)

Dieser Übertragungsweg kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Es müssen für jeden Kunden oder jede Kundin frische Utensilien verwendet werden oder es muss eine Zwischenreinigung erfolgen. Wie bisher sind Geräte am Ende der Schicht und bei sichtbarer Verschmutzung mit Blut sofort zu reinigen und zu desinfizieren.

(08.05.2020)

Ja, wie bisher ist ein fettlösendes Produkt zur Reinigung der Pinsel ausreichend.

(18.05.2020)

Bei Produkten wie Lippenstift, Make-up, Puder, Lidschatten etc. sollte die benötigte Menge mittels Spatel / Wattestäbchen o.Ä. auf ein Kosmetiktuch oder Teststreifen gegeben werden. Von dort kann es mit einem entsprechenden Pinsel / Applikator aufgetragen werden.

Genutzte Spatel / Pinsel etc., welche nicht für den einmaligen Gebrauch geeignet sind, sind anschließend, wie bisher, entsprechend aufzubereiten.

Bei Produkten wie Mascara, bei denen dieses Vorgehen nicht möglich ist, müssen Einwegbürsten verwendet werden. Sichtbar entzündetete Augen dürfen nicht behandelt werden.

(18.05.2020)

Ja, sofern sich darunter bzw. darüber ein Laken befindet, welches bei mindestens 60° Celsius waschbar ist. Der direkte Kontakt zwischen Decke und Kunde oder Kundin wird somit verhindert.

(18.05.2020)

Es werden geeignete Hygienemaßnahmen empfohlen, die eine Keimverschleppung auf Zeitungen, Zeitschriften und Personen verhindern sollen.

Das sind zum Beispiel die Händehygiene von Beschäftigten, Kunden/Kundinnen und Patienten/Patientinnen (Handschuhtragen, Händedesinfizieren bzw. -Waschen) sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB).

Diese Maßnahmen sind notwendig, da noch nicht abschließend geklärt ist, ob über biologisches Material auf Zeitungen bzw. Zeitschriften eine SARS-CoV-2 Infektion ausgeschlossen werden kann.

Aktualisiert: 02.06.2020

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z.B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z.B. Heizlüfter) soll nur in Räumen mit Einzelbelegung erfolgen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Aerosole beitragen kann. 
  • Eine bessere Wirkung wird erzielt durch allgemeine Maßnahmen zur Raumkühlung wie z. B. Raumlüftung über Nacht, Außenjalousien und Ähnliches. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen die wirksamere Maßnahme.

Aktualisiert: 09.07.2020

Auch zu Ausbildungs- und Schulungszwecken müssen alle Beteiligten in den Betriebsräumen mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen Personen darf bei der Anleitung und bei der Abnahme von Prüfungen unter Einhaltung anderer Schutzmaßnahmen unterschritten werden. Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden und trägt der Patient oder die Kundin keine Mund-Nasen-Bedeckung, muss sowohl die auszubildende Person als auch die anleitende Person eine FFP2-Maske, ergänzt von einer Schutzbrille/Gesichtsschild tragen.

Dies gilt auch für Praktikanten und Praktikantinnen.

(16.09.2020)

Am Arbeitsplatz ist es verpflichtend eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Dieses kann in den Sommermonaten zu einer zusätzlichen Belastung führen. Folgende Tipps können hilfreich sein:

  • Achten Sie auf Tragepausen, dieses kann z.B. bei der Terminplanung mit beachtet werden. Die Kurzpausen sollten am besten an der frischen Luft verbracht werden.
  • Tätigkeiten mit und ohne Maske sollen sich möglichst abwechseln.
  • Maske ist nicht gleich Maske! Es gibt sie aus verschiedenen Stoffen und (Einweg-)Materialien. Dabei kann sich der Tragekomfort unterscheiden.
  • Achten Sie auf einen Wechsel der Masken. Bei Durchfeuchtung sind die Masken sofort zu wechseln.
  • Lassen Sie die Räume über Nacht oder am Morgen gut durchlüften. Das sorgt für eine kühlere Raumluft.
  • Häufiges Querlüften führt zudem zu einer geringeren Konzentration von vorhandenen virenbelastenden Aerosolen.
  • Eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz ist zu vermeiden, beispielsweise durch außenliegende Jalousien oder Markisen. So heizen sich die Räume nicht unnötig auf.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie ausreichend trinken. Insbesondere in den Sommermonaten ist dies wichtig und sollte beim Tragen einer Maske nicht vergessen werden.

09.07.2020

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sichergestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurechtkommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der derzeitigen SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren. Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard bzw. die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 08.10.2020

14.07.2020

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