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Coronavirus und Kosmetik – Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformation und Antworten auf häufige Fragen

Mehrere Bundesländer haben ein Ende der seit Mitte März verhängten Zwangspause angekündigt oder bereits umgesetzt. Damit sich bei der kosmetischen Behandlung weder Beschäftigte noch Kunden oder Kundinnen mit dem Coronavirus anstecken, bietet die BGW den Arbeitsschutzstandard für die Kosmetikbranche sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.


BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetikstudios
(Stand 20.05.2020)

Worauf müssen Kosmetikstudios bei der Wiedereröffnung achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. | mehr

Hand auf Computermaus


(Foto: pixabay)

Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe!

Wir möchten das Informationsangebot für unsere Mitgliedsbetriebe weiter verbessern. Hierbei benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit und beantworten Sie unsere kurzen Fragen. | mehr                        

Datenschutzinformation für die Kundschaft in Corona-Zeiten

Dokumentieren Sie die Kontaktdaten Ihrer Kundinnen und Kunden, um bei Bedarf die Infektionskette nachverfolgen zu können. Unsere Info hilft, der Kundschaft die Maßnahme nach Art. 13 DSGVO zu erklären. | mehr                        

Antworten auf häufige Fragen

Verantwortlich für die Umsetzung notwendiger Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen entsprechend dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung. Die gesetzliche Pflicht dazu ergibt sich aus § 2 und § 3 DGUV Vorschrift 1.

Die Pandemie-Arbeitsschutzstandards der BGW konkretisieren diese Maßnahmen. Allerdings sind daneben auch die zwingenden Vorgaben im Infektionsschutzrecht, vor allem in den Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen der Länder, zu beachten und umzusetzen. Diese können im Einzelfall höhere Anforderungen enthalten als die Pandemie-Arbeitsschutzstandards. Das heißt: Sie müssen die Maßnahmen umsetzen, die weitreichender sind.

Aktualisiert: 25.05.2020

 

Ja, das wäre wünschenswert. So entfällt der Aufwand der Bereitstellung, Entsorgung oder Reinigung für den Studioinhaber/die Studioinhaberin.

(Aktualisiert: 08.05.2020)

Ja, vorausgesetzt:

  • die Beschäftigten tragen eine FFP2-Maske bzw. N95 oder KN95-Maske
  • und eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Visier)

Die Masken müssen nach Herstellerangaben verwendet und gewechselt werden.

(Aktualisiert: 08.05.2020)

Ja, denn Viren können in der Regel auch über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Deshalb darf auf einen Gesichtsschutz wie z.B. Visier oder Korbbrille nicht verzichtet werden. Diese Maßnahme ist auch für Brillenträger/innen geeignet.

Aktualisiert: 18.05.2020

Im Rahmen des Hausrechts können Sie Ihrer Kundschaft einseitige Vorgaben machen. Die Kundinnen und Kunden entscheiden dann, ob sie das Studio unter diesen Bedingungen betreten.

Nur bei Gesichtsbehandlungen, bei denen die Kundin bzw. der Kunde keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann, darf sie abgenommen werden. Sie muss z. B. bei reinen Wimpern- und Augenbrauenbehandlungen aufbehalten werden.

(Aktualisiert: 08.05.2020)

Das Tragen von flüssigkeitsdichten Einmalhandschuhen kann neben dem Schutz vor Hautschäden auch vor dem Hautkontakt mit Corona-Viren schützen.

Da durch das Tragen von Einmalhandschuhen kein 100%-iger Schutz vor einem Hautkontakt mit Corona-Viren erzielt werden kann (Handschuhe können undicht sein oder beim Ausziehen wird die Außenseite des Handschuhs berührt), müsen die Hände nach dem Ausziehen der Handschuhe immer desinfiziert werden.

Spezielle Empfehlungen zum richtigen Einsatz von Einmalhandschuhen im Studio während der Corona-Pandemie:

  • Einmalhandschuhe dürfen nur für einen Kunden, eine Kundin genutzt werden und müssen nach dem Gebrauch entsorgt werden.
  • Geeignete Einmalhandschuhe sind solche nach DIN 374. Sie sind als persönliche Schutzausrüstung zugelassen und auch bei geringen chemischen Gefährdungen (Reinigungs- und Desinfektionsmittel) ausreichend.
  • Nach dem Handschuhablegen müssen die Hände desinfiziert werden (siehe oben).
  • Wenn Sie Baumwollhandschuhe unter den Einmalhandschuhen nutzen, müssen auch diese nach jeder Kundin, jedem Kunden gewechselt und gewaschen werden. Die Reinigung erfolgt entsprechend den Handtüchern im Studio: Waschen bei mindestens 60 Grad oder höher mit Vollwaschmittel.

(Aktualisiert: 12.05.2020)

Während einer Gesichtsbehandlung im unmittelbaren Mund-Nasen-Bereich ist der Kontakt mit Viren, die aus dem Rachenraum / Atemtrakt kommen, nicht ausgeschlossen. Durch das Tragen von Handschuhen und das anschließende Desinfizieren der Hände kann das Risiko einer Übertragung reduziert werden.

Aktualisiert: 18.05.2020

Zur Vorab-Reinigung des Gesichts sollte dem Kunden bzw. der Kundin ein Reinigungstuch, Kosmetiktuch, Waschlappen bzw. Einmalwaschlappen mit entsprechendem Gesichtsreiniger durch die Kosmetikerin oder den Kosmetiker gereicht werden. Auf die Reinigung an einem Waschbecken sollte verzichtet werden, da hier ggfs. weitere Kontaktpunkte mit Flächen entstehen, welche anschließend gereinigt werden müssen. Kann hierauf nicht verzichtet werden, muss beim Gang zum und vom Waschbecken der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, sodass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht notwendig ist.

Aktualisiert: 18.05.2020

Die Arbeitskleidung muss bei 60 Grad Celsius waschbar sein. Nach Verschmutzung muss sie sofort und regelhaft nach dem Ende der Schicht mit Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad Celsius im Studio gewaschen werden. Ansonsten gelten derzeit keine besonderen Anforderungen an Arbeitskleidung. Falls Sie kurzärmlige Kleidung tragen, denken Sie bitte auch an die Reinigung und Desinfektion Ihrer Unterarme.

Aktualisiert: 18.05.2020

Es muss zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen sicher gestellt werden, dass keine Viren durch Wäsche in den privaten Bereich verschleppt werden.

Es besteht die Möglichkeit Wäsche im geschlossenen Behältnis in die Wäscherei zu bringen.

Beabsichtigen Sie die Wäsche im privaten Haushalt zu waschen, müssen folgende Maßnahmen eingehalten werden:

  • Transport der Wäsche im verschlossenen Behältnis
  • die Wäsche soll nicht geschüttelt und neu sortiert werden, sondern direkt gewaschen werden
  • verschmutzte Wäsche ist mit Handschuhen zu entnehmen
  • Wäsche bei mindestens 60 Grad Celsius mit Vollwaschmittel waschen
  • Wäsche darf nicht mit privater Wäsche zusammen gewaschen werden

Aktualisiert: 18.05.2020

Dieser Übertragungsweg kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Es müssen für jeden Kunden oder jede Kundin frische Utensilien verwendet werden oder es muss eine Zwischenreinigung erfolgen. Wie bisher sind Geräte am Ende der Schicht und bei sichtbarer Verschmutzung mit Blut sofort zu reinigen und zu desinfizieren.

(Aktualisiert: 08.05.2020)

Ja, wie bisher ist ein fettlösendes Produkt zur Reinigung der Pinsel ausreichend.

Aktualisiert: 18.05.2020

Bei Produkten wie Lippenstift, Make-up, Puder, Lidschatten etc. sollte die benötigte Menge mittels Spatel / Wattestäbchen o.Ä. auf ein Kosmetiktuch oder Teststreifen gegeben werden. Von dort kann es mit einem entsprechenden Pinsel / Applikator aufgetragen werden.

Genutzte Spatel / Pinsel etc., welche nicht für den einmaligen Gebrauch geeignet sind, sind anschließend, wie bisher, entsprechend aufzubereiten.

Bei Produkten wie Mascara, bei denen dieses Vorgehen nicht möglich ist, müssen Einwegbürsten verwendet werden. Sichtbar entzündetete Augen dürfen nicht behandelt werden.

Aktualisiert: 18.05.2020

Ja, sofern sich darunter bzw. darüber ein Laken befindet, welches bei mindestens 60° Celsius waschbar ist. Der direkte Kontakt zwischen Decke und Kunde oder Kundin wird somit verhindert.

Aktualisiert: 18.05.2020

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sicher gestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurecht kommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

Es werden geeignete Hygienemaßnahmen empfohlen, die eine Keimverschleppung auf Zeitungen bzw. Zeitschriften und Personen verhindern sollen.

Das sind zum Beispiel die Händehygiene von Beschäftigten und Kunden (Handschuhtragen, Händedesinfizieren bzw. -Waschen) sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB).

Diese Maßnahmen sind notwendig, da noch nicht abschließend geklärt ist, ob über biologisches Material auf Zeitungen bzw. Zeitschriften eine SARS-CoV-2 Infektion ausgeschlossen werden kann.

Aktualisiert: 20.05.2020

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Aerosole beitragen kann. 
  • Eine bessere Wirkung wird erzielt durch allgemeine Maßnahmen zur Raumkühlung wie z. B. Raumlüftung über Nacht, Außenjalousien und Ähnliches. 
  • Grundsätzlich ist Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen die wirksamere Maßnahme, da dadurch ein tatsächlicher Transport von Partikel nach außen erfolgt. 

Aktualisiert: 25.05.2020

18.05.2020

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