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Coronavirus: Arbeitsschutzstandard und weitere Infos für die Human- sowie Zahnmedizin

Trotz aller bundesweiten Bemühungen und verschärften Regeln im Arbeits- und Privatleben sind die SARS-CoV-2-Infektionszahlen immer noch hoch. Und durch neue Virusvarianten ist weiterhin mit einem gesteigerten Infektionsgeschehen zu rechnen.

Auch wenn die neuen Impfmöglichkeiten einen Meilenstein in der Pandemiebekämpfung bedeuten, sind weiterhin Infektions- und Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen. Ärztinnen und Ärzte der Humanmedizin und Zahnmedizin sind in den aktuellen Zeiten der Corona-Pandemie stark gefordert. Sie tragen stets besondere Verantwortung, wenn es darum geht, ihre Beschäftigten sowie Patientinnen und Patienten zu Impfungen und Infektionsschutz aufzuklären und zu beraten. Um die Risiken weiter zu reduzieren und damit sich beim Arbeiten in den Praxen niemand ansteckt, hat die BGW einen Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen entwickelt. Außerdem bieten wir Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend – oder über die BGW-Standards hinausgehend – gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Bund, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb/Ihre Institution gilt.

+++ Personal testen mit Antigen-Tests (27.04.2021) +++

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Arbeitgebende sind verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen - zum Schutz der Beschäftigten und aller weiteren Personen, mit denen sie beruflich Kontakt haben. | mehr

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen
(Stand: 11.02.2021)

Worauf muss bei der Arbeit geachtet werden? Wie schützen Sie sich und andere möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln für Praxen vor. | mehr

Hautschutz- und Händehygiene 

Hautschutz- und Händehygieneplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der zahnärztlichen Praxis
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Titelbild: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Arztpraxis

Hautschutz- und Händehygieneplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ärztlichen Praxis
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Antworten auf häufige Fragen

Raumgröße / Mindestfläche (06.04.2021)

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung mit ihren Regelungen ist zunächst befristet bis zum 30. Juni 2021.

Aktualisiert: 19.04.2021

Die Mindestfläche von 10 m² pro Person (Beschäftigte, Patientin oder Patient, Bewohner oder Bewohnerin, Begleitpersonen) darf nicht unterschritten werden. Dies gilt für alle benutzten geschlossenen Räume, z. B. Behandlungsräume, Empfangsbereich, Büroräume, weitere Räume zur Vor- oder Nachbereitung. Auch in Pausenräumen müssen die Mindestfläche von 10 m² pro Person und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m eingehalten werden.

Ist in beruflich genutzten Räumen die Mindestfläche von 10 m² pro notwendig anwesender Person durch betriebliche Gründe - wie z. B. bauliche Gegebenheiten (Räume kleiner 20 Quadratmeter) oder das notwendige Zusammenarbeiten von mehreren Personen - nicht gegeben, muss die Leitung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weitergehende Schutzmaßnahmen ermitteln und umsetzen. Neben dem Tragen von FFP2-Masken bzw. vergleichbaren Atemschutzmasken durch die Beschäftigten sind insbesondere weitere Lüftungsmaßnahmen umzusetzen. Wirtschaftliche Aspekte sind keine ausreichenden Gründe, die Mindestfläche nicht einzuhalten.

Darüber hinaus sind weitergehende Regelungen in den Landesverordnungen zu beachten.

Weitere Hinweise zur Umsetzung der SARS-CoV-2Arbeitsschutzverordnung finden Sie auf den Seiten des BMAS.

06.04.2021

Ist die Anwesenheit einer Auszubildenden oder eines Auszubildenden für den Ausbildungszweck im Raum erforderlich und wird dadurch die Personenzahl (1 Person pro 10 m²) zeitweise überschritten, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen geboten. Diese sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und umzusetzen. Dazu gehören neben dem generellen Tragen von FFP2-Masken insbesondere auch Lüftungsmaßnahmen.

06.04.2021

Durch versetzte Arbeits- und Pausenzeiten oder Schichtbetrieb, z. B. Teams, die möglichst keinen Kontakt zueinander haben, kann die Belegungsdichte in der Praxis/Einrichtung zeitlich entzerrt und Personenkontakte können weiter verringert werden. Auch bei den Schichtwechseln sollten die Mitarbeitenden ausreichend Abstand halten können. Die Ausweitung von Öffnungszeiten (z. B. ambulante Praxen, Apotheken) kann eine weitere Maßnahme sein, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen in den Räumen zu reduzieren.

Die Vorgaben durch das Arbeitszeitgesetz sind aber weiterhin zu beachten.

06.04.2021

Allgemeine Regeln (aktualisiert: 08.04.2021)

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird unter § 3 ein betriebliches Hygienekonzept gefordert. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat basierend auf der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung (Arbeitsschutzgesetz) in einem Hygienekonzept alle betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen in Zeiten der Pandemie festzulegen und umzusetzen. Darüber hinaus sind die Beschäftigten zum Hygienekonzept zu unterweisen.

Das Hygienekonzept sollte die staatlichen Vorgaben der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthalten. Als weitere branchenspezifische Hilfestellung zur Erstellung des Hygienekonzepts können die aktuellen Branchenstandards der BGW herangezogen werden.

Ein Hygienekonzept muss für alle Betriebe vorliegen und es muss den Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden. Das schafft Transparenz im Unternehmen über die durchzuführenden Infektionsschutzmaßnahmen – und gleichzeitig Rechtssicherheit. Das Hygienekonzept kann z. B. digital oder durch Aushänge im Unternehmen veröffentlicht werden.

26.04.2021

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert worden, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren.

Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen des Bundes und der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen des Bundes und der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 29.04.2021

Ja, kurz vor dem Eingriff sollten Patientinnen und Patienten den Mund mit Antiseptika spülen. Dies wird von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) zur Verminderung der potenziellen Viruskonzentration im Rachen- und Mundraum sowie im Spraynebel und Aerosol empfohlen.

Weitere Informationen zum Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern.

17.02.2021

In der Gefährdungsbeurteilung müssen für das Tragen von FFP-Masken sowohl die Tragezeiten als auch Erholungszeiten geplant werden. Empfehlungen dazu werden in der DGUV Regel 112–190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" gegeben.

Für das bestimmungsgemäße Tragen von medizinischen Gesichtsmasken im Gesundheitsdienst gibt es keine Empfehlungen zu Trage- und Erholungszeiten. Bei der Gefährdungsbeurteilung sind auch Maßnahmen zur Vorbeugung von Hautbeschwerden im Gesicht zu berücksichtigen.

Erholungsdauer ist dabei der Zeitraum zwischen aufeinanderfolgenden Gebrauchsintervallen eines Atemschutzgerätes, der zur Erholung dient. Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus. Erholungszeiten können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden. Unabhängig davon sind die Pausenregelungen nach Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu beachten.

Im Klinikalltag und in Arztpraxen ist die Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken nach EN 14683:2019-10 für viele Anwendungen eine etablierte Routine. Medizinische Gesichtsmasken werden oft auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder OP-Masken genannt. Zum Schutz der Patienten und Patientinnen sind medizinische Gesichtsmasken in diversen Hygienevorgaben wie z. B. den Empfehlungen für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) als Fremdschutz verbindlich festgelegt.

Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte und schützen das Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Trägers. Der Dichtsitz von medizinischen Gesichtsmasken am Gesicht des Trägers ist keine Anforderung der europäischen Norm EN 14683:2019-10, ebenso sind keine Anforderungen bezüglich des Atemwiderstandes festgelegt. Bedingt durch Form und Sitz strömt ein Teil der Atemluft an den Maskenrändern vorbei. Bei der Einatmung kann durch diese offenen Bereiche ungefilterte Atemluft angesogen werden. Medizinische Gesichtsmasken gelten nicht wie FFP-Masken als „belastend“ im Sinne der AMR 14.2, Tragezeitbegrenzungen werden deshalb im Arbeitsschutz-Regelwerk nicht festgelegt.

Partikelfiltrierende Halbmasken (sog. „FFP-Masken“, Englisch für: „Filtering Face Piece“) stellen als Atemschutzgeräte eine Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) dar und unterliegen bei beruflicher Verwendung dem Arbeitsschutzgesetz und der PSA-Benutzungsverordnung. Die Empfehlungen zu den Tragezeiten, der Erholungsdauer und den nötigen Pausen bei der Nutzung von FFP2/FFP3-Masken beruhen auf der Eingruppierung der Atemschutzgeräte in Gruppen gemäß AMR 14.2. In der DGUV Regel 112–190 wird für FFP-Masken mit Ausatemventil eine maximale Tragezeit von zwei Stunden mit anschließender Erholungsdauer von 30 Minuten bei mittlerer Arbeitsschwere und normalen Umgebungsbedingungen empfohlen. Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil wird als maximale Tragezeit 75 Minuten mit einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten empfohlen.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist gemäß DGUV Regel 112–190 zu berücksichtigen, ob aufgrund der Arbeitsschwere, durch Umgebungseinflüsse (wie z. B. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) sowie aufgrund der Bekleidungseigenschaften (wie beispielsweise schwere Schutzkleidung) eine geänderte maximale Tragedauer angezeigt ist. Möglich ist natürlich auch nach kürzerer Tragezeit entsprechend eine kürzere Erholungsdauer einzuplanen. Bei der Festlegung sollte der arbeitsmedizinische Sachverstand des Betriebsarztes bzw. der Betriebsärztin hinzugezogen werden.

Mögliche Alternativen zur Verwendung von Partikelfiltrierenden Halbmasken generell sowie auch bei Überschreitung der Tragedauerempfehlung sind in der TRBA 255 „Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potential im Gesundheitsdienst“ aufgeführt.

Die BGW empfiehlt dies nicht nur für den Gesundheitsdienst, sondern für alle Mitgliedsbetriebe.

(abgestimmt zwischen dem Koordinierungskreis für biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) und dem Sachgebiet Atemschutz der DGUV)

Aktualisiert: 16.02.2021

 

Absolut notwendige Begleitpersonen (z.B. bei Menschen mit Behinderung) sind nur nach entsprechender Rücksprache, Symptomfreiheit und wenn die Anzahl der Anwesenden im Raum nicht zu hoch ist, erlaubt. Anwesende Begleitpersonen müssen sich an die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten.

Aktualisiert: 02.02.2021

Zum Vorbeugen von Hautbeschwerden im Gesicht, die im Zusammenhang mit dem Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken) oder FFP2-Masken auftreten können, ist Folgendes ratsam:

  • Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Maske) oder die FFP2-Masken regelmäßig. Tun Sie dies insbesondere dann, wenn Sie merken, dass die Maske feucht wird. Eine feuchte Maske kann die Gesichtshaut reizen und darüber hinaus ihre Schutzwirkung verlieren.
  • Halten Sie die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Pausen zum Tragen einer Maske ein. Wenn möglich, sollten sich Tätigkeiten, die das Tragen einer Maske erfordern, mit Tätigkeiten ohne diese Anforderung abwechseln. Legen Sie die Masken jedoch nur ab, wenn dies ohne Gefährdung möglich ist. Die Tätigkeiten und Bedingungen, bei denen auf das Tragen von Masken verzichtet werden kann, sollten in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
  • Reinigen Sie Ihr Gesicht schonend mit pH-hautneutralen, duftstofffreien Hautreinigungspräparaten.
  • Achten Sie auf einen zurückhaltenden Einsatz von Make-up oder verzichten Sie während der Arbeitszeit darauf.

Sollten sich trotz dieser Maßnahmen Hautbeschwerden entwickeln und/oder fortbestehen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Testen Sie, ob durch die Verwendung anderer Modelle der gleichen Schutzklasse eine bessere Hautverträglichkeit erreicht werden kann. Verschiedene Fabrikate desselben Maskentyps werden durchaus individuell unterschiedlich gut vertragen. Hier spielen Faktoren wie Passform und Verarbeitung eine Rolle.
  • Stellen Sie sich bei Ihrem Betriebsarzt/Ihrer Betriebsärztin vor und/oder lassen Sie Ihre Hautbeschwerden durch einen Hautarzt/eine Hautärztin abklären. So erhalten Sie eine individuelle Beratung und Therapie und es kann entschieden werden, ob eine Meldung an die BGW wegen einer beruflich bedingten Hauterkrankung angezeigt ist. In diesem Fall erhalten Sie von der BGW weitere Unterstützung, z.B. im Rahmen einer Vorstellung in unserer berufsdermatologischen Hautsprechstunde. Sie können Ihre Hautbeschwerden auch eigenständig bei der BGW melden. Die Sachbearbeitung Ihrer Bezirksverwaltung bespricht dann mit Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Falls bei Ihnen schon seit der Zeit vor der Corona-Pandemie eine Hauterkrankung im Gesicht bekannt ist, kontaktieren Sie frühzeitig Ihren behandelnden Hautarzt/Ihre behandelnde Hautärztin. Besprechen Sie, welche Maßnahmen unter den aktuellen Bedingungen in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können.

15.01.2021

Im Arbeitsschutzgesetz ist festgelegt, dass der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin verpflichtet ist, erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen zu planen, durchzuführen und die Mittel hierfür bereitzustellen. Die Kosten für diese Maßnahmen dürfen nicht den Beschäftigten auferlegt werden (§3 ArbSchG).

Medizinische Gesichtsmasken bzw. Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Atemschutz-Masken (FFP-2 oder gleichwertige Masken) sind im beruflichen Bereich vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin zur Verfügung zu stellen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zur Kontaktreduktion im Betrieb nicht möglich sind oder der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder mit erhöhter Aerosolproduktion zu rechnen ist (§4 Corona-ArbSchV).

Weitere Situationen und Konstellationen, bei denen MNS bzw. Atemschutz-Masken vom Arbeitgeber bzw. von der Arbeitgeberin bereitgestellt werden müssen, sind aufgrund der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Siehe hierzu unter anderem auch die Empfehlungen in den Branchenstandards der BGW.

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin muss eine ausreichende Anzahl zur Verfügung stellen. Hierbei ist zu beachten, dass medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken spätestens bei Durchfeuchtung zu wechseln sind.

Aktualisiert: 11.06.2021

27.04.2021

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