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Coronavirus und Friseurhandwerk – Arbeitsschutz, Hygiene, Antworten auf häufige Fragen

Für Friseursalons gilt der branchenspezifische BGW-Arbeitsschutzstandard, um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren. Daneben finden Sie hier eine Datenschutzinformation für die Kundschaft, Antworten auf häufige Fragen und vieles mehr.

  • Achtung Empfehlung aktualisiert (25.06.2020): Eine Haarwäsche vor dem Haarefärben ist nicht nötig, wenn Beschäftigte beim Auftragen und Auswaschen der Farbe Handschuhe tragen. Bislang galt, dass Friseure und Friseurinnen ihrer Kundschaft vor jeder Dienstleistung die Haare waschen sollen. Diese Änderung zu vorherigen Empfehlungen ergibt sich aus aktuellen Erkenntnissen über die Infektionswege von SARS-CoV-2. Bitte beachten Sie jedoch die jeweiligen Vorgaben der Landesregierung in Ihrem Bundesland.

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk
(aktualisiert: Stand 20.05.2020)

Worauf müssen Friseursalons bei der Wiedereröffnung achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der aktualisierte Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. Neu: Unter strengen Auflagen sind nun auch gesichtsnahe Dienstleistungen erlaubt. | mehr

Ein Stapel Zeitschriften

(Foto: freepik/Racool_studio)

Informationen zur Auslage von Zeitungen und Zeitschriften
(14.07.2020)

Welche Hygienemaßnahmen die BGW beim Anbieten von Zeitungen und Zeitschriften als erforderlich benennt, erfahren Sie in diesem Artikel. | mehr

Cover der Handlungsempfehlung für Gesellenprüfungen während der Corona-Pandemie

Handlungsempfehlung für Gesellenprüfungen
(aktualisiert: 29.06.2020)

Prüfungssituationen sicher gestalten trotz Corona: Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und die BGW empfehlen diese Maßnahmen. | Download

Cover des Aushangs: Pandemie – Infektionsrisiken reduzieren. Schutzmaßnahmen im Friseursalon

Pandemie – Infektionsrisiken reduzieren. Schutzmaßnahmen im Friseursalon
(aktualisiert 11.05.2020)

Unsere Planungshilfe fasst die notwendigen Maßnahmen zusammen, die Sie im Salon umsetzen sollten. | mehr

Aushang: Verhaltensregeln für den Friseurbesuch in Corona-Zeiten

Verhaltensregeln für den Friseurbesuch in Corona-Zeiten
(aktualisiert 20.05.2020)

Kundeninfo zum Ausdrucken und Aufhängen im Salon. Jetzt auch auf Türkisch und Arabisch. | mehr                            

Datenschutzinformation für die Kundschaft in Corona-Zeiten

Dokumentieren Sie die Kontaktdaten Ihrer Kundinnen und Kunden, um bei Bedarf die Infektionskette nachverfolgen zu können. Unsere Info hilft, der Kundschaft die Maßnahme nach Art. 13 DSGVO zu erklären. | mehr                        

Screenshot aus dem Video "Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona"

Video: Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona
(aktualisiert 28.05.2020)

Dieser kurze Film fasst die wichtigsten Maßnahmen für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus mithilfe von anschaulichen Bildern und Texttafeln zusammen. | mehr

Screenshot aus dem Video "Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona" in türkischer Sprache

Video: Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona (in türkischer Sprache)
(aktualisiert 02.06.2020)

Dieser kurze Film in türkischer Sprache fasst die wichtigsten Maßnahmen für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus mithilfe von anschaulichen Bildern und Texttafeln zusammen. | mehr

Screenshot aus dem Video "Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona" in arabischer Sprache

Video: Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona (in arabischer Sprache)
(veröffentlicht 28.05.2020)

Dieser kurze Film in arabischer Sprache fasst die wichtigsten Maßnahmen für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus mithilfe von anschaulichen Bildern und Texttafeln zusammen. | mehr

Kampagne #friseuregegencorona
Zentralverband und Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel und die BGW stärken Salons
(veröffentlicht 26.06.2020)

Schließen Sie sich der Aktion #friseuregegencorona an. Werden Sie Hygiene-Botschafter. Klären Sie Ihre Kunden auf, warum die Schutzmaßnahmen so wichtig sind. | mehr

Reinigungs- und Desinfektionsplan für den Friseursalon

Reinigungs- und Desinfektionsplan für den Friseursalon
(veröffentlicht: 27.05.2020)

Hygiene ist beim Arbeiten während der Corona-Pandemie besonders wichtig. Der Plan ist angepasst an die aktuellen Infektionsrisiken. | Download

Hautschutz- und Händehygieneplan für das Friseurhandwerk in Pandemie-Zeiten
(veröffentlicht: 06.05.2020)

Unser Plan ist angepasst an die speziellen Anforderungen der aktuellen Infektionsrisiken und ersetzt zurzeit den üblichen Hautschutzplan. | Download

Muster-Gefährdungsbeurteilung "Friseurhandwerk"
(veröffentlicht: 08.05.2020)

Tätigkeiten, Gefährdungen und Maßnahmen als Beispiele. Dieses Muster muss auf eine bestehende Gefährdungsbeurteilung aufsetzen und betriebsspezifisch angepasst werden. | Download

 

Antworten auf häufige Fragen

Mund-Nasen-Bedeckungen/ Atemschutzmasken (aktualisiert: 04.09.2020)

Mund-Nasen-Bedeckungen sollen nicht den Träger oder die Trägerin schützen, sondern dienen vorwiegend dem Schutz anderer. Die Bezeichnung Mund-Nasen-Bedeckung (Alltags-Maske, Community-Maske) wird inzwischen für jegliche Bedeckung des Mund-Nasen-Bereiches verwendet, auch den zum Teil selbst genähten Mundschutz.

Mund-Nasen-Bedeckungen haben keine Zulassung als persönlicher Atemschutz oder als Patientinnen- und Patientenschutz (Mund-Nasen-Schutz, FFP2- oder FFP3-Masken oder alternativ KN95 und N95-Masken).

Auch wenn Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sollten Sie regelmäßige Pausen machen - am besten an der frischen Luft ohne diesen Schutz.

Muss die Kundin/der Kunde für die Dienstleistung die Mund-Nase-Bedeckung abnehmen, muss die Friseurin/der Friseur einen vollwertigen Atemschutz mindestens der Klasse FFP2 (alternativ sind auch KN95/N95-Masken zugelassen) und eine Schutzbrille/Schutzvisier tragen.

Aktualisiert: 20.05.2020

Während einer Gesichtsbehandlung, wie Make-up, Rasur und Bartpflege, müssen Beschäftigte eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Masken, alternativ auch Masken mit der Bezeichnung N95 oder KN95) tragen, ergänzt durch eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschild zum Schutz vor Kontaktinfektionen bei gesichtsnahen Tätigkeiten.

Zum Schutz der Kundschaft dürfen Atemschutzmasken kein Ausatemventil enthalten.

Aktualisiert: 20.05.2020

Um sich selbst als Beschäftigter oder als Beschäftigte vor dem möglichen Kontakt mit Krankheitserregern in Tröpfchen zu schützen bieten sich auch Gesichtsschutzschilder an (Quelle: DGUV Regel 112-192).

Ein Gesichtsschutzschild oder Visier kann allerdings nicht als Ersatz einer Mund-Nasen-Bedeckung verwendet werden.

Sie können als zusätzlicher Schutz vor allem dann dienen, wenn mit direkten (infektiösen) Tröpfchen oder Spritzern zu rechnen ist: Anniesen, Anhusten oder medizinische Probenahmen wie z.B. beim Rachenabstrich. Ein Schutz vor potenziell virenbelastetem Aerosol (Schwebetröpfchen) in der Atemluft bietet ein solches Visier nicht.

Als Ersatz für die Mund-Nasen-Bedeckung (= Fremdschutz) ist ein Gesichtsschutzschild (Visier) abzulehnen, als zusätzliche Schutzmaßnahme jedoch möglich - etwa während einer Gesichtsbehandlung.

Gesichtsschutzschilder werden üblicherweise in medizinischen Einrichtungen wie z.B. Krankenhäusern als zusätzlicher Schutz des Gesichts vor direkten Spritzern (z.B. Blut) eingesetzt. Sie ersetzen dann eine Schutzbrille, aber weder medizinische Gesichtsmasken noch Atemschutzmasken.

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in der Übersichtsliste der BAuA zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.

Aktualisiert: 08.06.2020

Durch das Ausatmen beschlägt oft die Brille, vor allem wenn es große Temperaturunterschiede zwischen Brillenglas, Umgebungsluft und Ausatemluft gibt. Wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen wird, kann dieses Phänomen verstärkt auftreten. Tipps um das zu verhindern, sind z. B.:

  • oberen Rand der MNB nach innen umschlagen
  • dafür sorgen, dass die MNB im Nasenbereich gut sitzt (Drahtbügel gut an die Nasenkontur anpassen)
  • die Brille über dem Rand der MNB tragen (Luftstrom kann besser unter Brille hinweg ziehen)
  • spezielle Fabrikate verwenden, die durch eine Lamelle am oberen Rand den Ausatemstrom von der Brille wegführen

(16.06.2020)

FFP-Masken sind in Europa nach der EN 149 geprüft und zugelassen.

Auf der Maske befindet sich ein Hinweis auf diese Norm zusammen mit der Schutzstufe (FFP1, FFP2 oder FFP3) und dem CE-Zeichen, hinter dem sich eine 4-stellige Nummer befindet.

Filtrierende Halbmasken vom Typ FFP2 und FFP3-Masken bieten weitergehenden Schutz vor luftübertragenen Partikeln. Sie sind für den Arbeitsschutz als persönliche Schutzausrüstung (PSA) zugelassen.

Partikelfiltrierende Halbmaske

Partikelfiltrierende Halbmasken müssen den Anforderungen der EN 149 (deutsche Fassung: EN 149:2001+A1:2009) entsprechen; die Aufschrift gibt darüber Auskunft. Ebenso ist zu sehen, dass es sich hier um eine FFP2-Maske handelt.
(Foto: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

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Aktualisiert: 19.06.2020

Derzeit wird es allgemein empfohlen, im öffentlichen Raum Mund-Nasen-Bedeckungen (hier ist nicht der medizinische MNS gemeint) zu tragen. Im Friseursalon sind sie verpflichtend, sowohl für die Beschäftigten als auch für die Kundschaft. Die Kunden und Kundinnen sollten eine eigene Mund-Nasen-Bedeckung mitbringen. Diese müssen sie während der Behandlung tragen bzw. Mund und Nase müssen durchgehend abgedeckt bleiben.

Nur bei gesichtsnahen Dienstleistungen, wie Make-up, Rasur und Bartpflege darf sie abgenommen werden. Die Beschäftigten haben während dieser Zeit verpflichtend eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil (alternativ FFP3, KN95, N95) und zusätzlich eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz zu tragen.

Kinder wurden ebenfalls als Überträger des Virus identifiziert und sollen deshalb eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Werden Kinder im Salon bedient, die noch keine MNB tragen können, muss der Friseur oder die Friseurin auch hier eine vollwertige FFP2-Atemschutzmaske (alternativ FFP3, N95, KN95) in Kombination mit einer Schutzbrille oder Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Visier) tragen.

Der Betrieb muss für die Beschäftigten ausreichend viele Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung stellen. Diese müssen nach Durchfeuchtung, sowie spätestens nach jedem Kunden bzw. jeder Kundin, gewechselt werden. Textile Mund-Nasen-Bedeckungen sind zwischenzeitlich zu sammeln und am Ende des Tages bei mindestens 60°C im Salon zu waschen und zu trocknen. Einwegmasken sind nach jedem Wechsel sofort zu entsorgen. Je nach Anzahl der Kunden oder Kundinnen muss eine entsprechende Anzahl Mund-Nasen-Bedeckungen für jeden Beschäftigten vorgehalten werden.

Der Einsatz von Mund- und Nasenschutz, selbst hergestellten Mund-Nasen-Bedeckungen, Gesichtsmasken, Papiermasken oder FFP2-Masken darf nicht dazu führen, dass gute Händehygiene, Husten- und Abstandsetikette (sofern möglich mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen) vernachlässigt werden. Nur wenn die grundlegenden Hygieneregeln berücksichtigt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung wie empfohlen getragen wird, reduziert das die Verbreitung von Tröpfchen aus der Atemluft.

Eine Übersicht über mögliche Schutzmasken für Beschäftigte mit Personenkontakt finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Plakat: Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied

Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutz-Maske? Um die Einordnung zu erleichtern, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt, die die Unterschiede einfach erklärt. | mehr

Aktualisiert: 02.06.2020

Die Mund-Nasen-Bedeckung (MNB, Community-Masken) muss nach jedem Kunden, jeder Kundin aus hygienischen Gründen gewechselt werden, weil sie wahrscheinlich schon durchfeuchtet ist oder möglicherweise mit Keimen des Kunden oder der Kundin kontaminiert ist. So kann eine Keimverschleppung von der Kundin oder vom Kunden auf die MNB der Beschäftigten nicht ausgeschlossen werden. Deshalb müssen ausreichende MNB vorhanden sein.

Es ist eine präventive Maßnahme, die zur Verringerung der Krankheitskeime beitragen kann, wenn sich Virenausscheider im Salon aufhalten, die selbst nichts von ihrer Krankheit wissen.

Aktualisiert: 20.05.2020

Im Rahmen des Hausrechts könnten Sie Ihren Kunden und Kundinnen einseitige Vorgaben machen, dass sie die Räume nur unter bestimmten Bedingungen betreten dürfen. Die Kundinnen und Kunden entscheiden dann, ob sie die Geschäftsräume unter diesen Bedingungen betreten. Folgende Bedingungen sind zu nennen:

  • Abstandsregeln und Husten- und Niesetikette einhalten
  • beim Eintritt in die Räume die Hände reinigen
  • alternativ zur Händedesinfektion ist ein gründliches Händewaschen (20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Handseife) als gleichwertig zu betrachten
  • während des Aufenthaltes in den Räumen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, außer bei Dienstleistungen, bei denen keine Maske getragen werden kann oder wenn eine Befreiung von der Tragepflicht vorliegt.

Aktualisiert: 20.05.2020

 

Aufgrund der vielfältigen Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen können wir keine grundsätzliche Regelung treffen, wie die Bedienung im Salon durchgeführt werden soll. Im Zweifelsfall sollte in Rücksprache mit den Betroffenen vorab geklärt werden, ob und welche Schutzmaßnahmen ggf. erforderlich sind und wie diese jeweils eingehalten werden können.

Das betrifft auch die Haarwäsche, die unter Umständen auch bereits unmittelbar vor dem Friseurbesuch zu Hause erfolgen kann. Hierzu soll das Haar anschließend mit Tuch oder Mütze bedeckt werden, um eine Kontamination zu verhindern.

Wir empfehlen, Kunden und Kundinnen mit besonderen Anforderungen an die Schutzmaßnahmen, organisatorisch auf den ersten oder letzten Termin des Arbeitstages zu planen.

22.07.2020

FFP2-Masken – ohne Ausatemventil! – oder alternativ N95, KN95 müssen nur bei gesichtsnahen Dienstleistungen, wie Make-up, Rasur und Bartpflege getragen werden, wenn die Person in dieser Zeit keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann. Zusätzlich ist dann auch eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschutz zum Schutz vor Kontaktinfektionen zu tragen. Die Herstellerangaben – auch zu Tragezeiten – sind zu beachten.

Hinweise zu Tragezeiten finden Sie hier.

Aktualisiert: 04.09.2020

Allgemeine Regeln (aktualisiert: 17.08.2020)

Bei der Wiedereröffnung der Friseursalons sind in der laufenden Coronapandemie schwerwiegende Änderungen in der Arbeitsorganisation und in den Abläufen notwendig. Die bereits bestehenden Regelungen für die Hygiene im Friseursalon einzuhalten ist jetzt wichtiger denn je. Zusätzlich ergeben sich aus der erhöhten Infektionsgefahr weitere Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Kunden sowie Kundinnen.

Wichtige Voraussetzung ist das konsequente Einhalten der allgemeinen Schutzmaßnahmen:

  • Mindestens 1,5 - 2 Meter Abstand von anderen Menschen einhalten, soweit es die Tätigkeit erlaubt
  • Eine gute Händehygiene praktizieren
  • Sich an die Husten- und Niesetikette halten
  • Auf das Händeschütteln verzichten
  • Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
  • Mitarbeitende mit Anzeichen für einen Atemwegsinfekt oder nach dem Kontakt mit einer möglicherweise an COVID-19 erkrankten Person sollen nicht zur Arbeit kommen
  • Mitarbeitende in Hygiene und Arbeitsschutz unterweisen und mit Mund-Nasen-Bedeckung bzw. Atemschutzmasken (FFP2/3 oder KN95, N95), Einmalhandschuhen und ggf. mit Schutzkittel ausstatten
  • Kunden einweisen und nur bedienen, wenn die Kunden Mund-Nasen-Bedeckung und Schutzumhang tragen

Grundlegende Maßnahmen werden von Landes- und Bundesbehörden zur Wiedereröffnung der Salons vorgegeben und müssen laufend umgesetzt werden.

Aktualisiert: 29.05.2020

Ja! Barbershops sind wie Friseure Unternehmen der "Haarbehandlung". Für sie gilt ebenfalls der "SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk" der BGW. Der Standard zeigt auf, wie die betreffenden Arbeitsschutzvorschriften in den Betrieben umgesetzt werden.

Damit bietet er Hilfestellung für die Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Erfüllung ihrer Pflichten zum Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. Zugleich orientiert sich die Beratung und Überwachung der BGW an diesem Standard.

Aktualisiert: 04.05.2020

Durch versetzte Arbeits- und Pausenzeiten oder Schichtbetrieb (z.B. Teams, die möglichst keinen Kontakt zueinander haben) kann die Belegungsdichte im Salon und gemeinsam genutzten Einrichtungen (z.B. Haarwaschplätzen) zeitlich entzerrt und Personenkontakte weiter verringert werden. Auch bei den Schichtwechseln sollten die Mitarbeitenden ausreichend Abstand halten können.

Die Vorgaben durch das Ladenschlussgesetz und das Arbeitszeitgesetz sind aber weiterhin zu beachten.

(03.06.2020)

Beispiele für Schutzmaßnahmen zur Infektionskontrolle, unter Berücksichtigung der Distanzregeln sowie alternativer Maßnahmen bei Friseurtätigkeiten:

Die Beispiele beziehen sich überwiegend auf organisatorische und personenbezogene Maßnahmen. Nur einige Maßnahmen können auf technischer Seite durchgeführt werden. Die Saloninhaber/innen sind gehalten, sie je nach Gefährdungsbeurteilung zu ergänzen (siehe Branchenschutzstandard).

a) Anpassungen im Friseursalon

  • Einrichten von Plätzen, an denen sich die Kundinnen/Kunden die Hände waschen/desinfizieren 
  • Wartezonen vermeiden
  • Bodenmarkierungen für den notwendigen Abstand anbringen
  • Handwaschplätze für Beschäftigte mit Flüssigseife-Spendern und/oder Händedesinfektionsmittelspender und Einmalhandtücher einrichten
  • Optimierte Lüftung: z. B. Stoßlüftung mindestens stündlich
  • bevorzugt bargeldlose Zahlung, nach dem Kontakt mit Bargeld Hände waschen bzw. desinfizieren


b) Organisation im Salon

  • Termine sollten nur nach vorheriger telefonischer/digitaler Vereinbarung stattfinden. "Walk-In-Termine" sollten unterbleiben.
  • Kundenpräsenz steuern, Wartezeiten sollten außerhalb des Salons verbracht werden.
  • Anzahl der anwesenden Menschen begrenzen, sodass die Salongröße den Sicherheitsabstand mind. 1,5 Metern plus Bewegungsspielraum gewährleisten kann.
  • ggf. nur jeden zweiten oder dritten Friseurstuhl besetzen
  • Abstand von mind. 1,5 Metern zwischen Beschäftigten und Kundinnen/Kunden einhalten, wenn keine Frisiertätigkeiten ausgeübt werden.
  • Krisenstab und Krisenkommunikation etablieren
  • Verschiedene Schichtteams bilden, die keinen Kontakt zueinander haben, um bei der Erkrankung einzelner Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen an Covid-19 und Quarantäneauflagen für Teammitglieder den Betrieb weiter aufrechterhalten zu können.
  • Bewirtung, Getränkeservice, Zeitschriften nur unter Hygieneauflagen (Händehygiene)
  • Kundenjacken- und Mäntel mit ausreichendem Abstand (z. B. 50 cm ) berührungslos aufhängen

c) Kundschaft informieren

  • Informationstafel im Eingangsbereich aufstellen: Verhaltensmaßnahmen für Kunden/Kundinnen; die BGW bietet einen Kundeninfo-Aushang an
  • Bei der telefonischen Terminvergabe und beim Betreten des Geschäfts nach Covid-19-Symptomen oder Quarantäneauflagen fragen – erkrankte Menschen nicht bedienen! 
  • Mund-Nasen-Bedeckung (= Stoffmasken) müssen Kundinnen/ Kunden mitbringen oder Salon stellt Einwegmasken bereit
  • Kunden/Kundinnen nach behördlich angeordneter Quarantäne befragen – ggf. nicht bedienen!
  • Zum Einhalten der Nies- und Hustenetikette auffordern
  • Begleitpersonen sollten wenn möglich draußen warten.


d) Mitarbeitende informieren

  • Mitarbeitende mit Anzeichen für einen Atemwegsinfekt oder nach dem Kontakt mit einer möglicherweise an Covid-19 erkrankten Person dürfen nicht zur Arbeit kommen.
  • Aufs Händeschütteln verzichten.
  • Arbeitsanweisungen umstellen: Haare der Kunden/Kundinnen im Salon vor der weiteren Behandlung waschen
  • Handschuhe während der Tätigkeiten an Kundinnen/Kunden tragen bis mindestens nach der obligatorischen Haarwäsche 
  • Kundenumhang nach jedem Kunden, jeder Kundin zur Wäsche geben bzw. Einmalumhang wegwerfen
  • Unterweisung der Beschäftigten in die Schutzmaßnahmen
  • Während der Arbeit getragene Kleidung täglich wechseln und nicht mit nach Hause nehmen, sondern im Salon bei mindestens 60 °C waschen.
  • Unterweisung in den Gebrauch und Handhabung der Mund-Nase-Bedeckung, Atemschutzmasken (FFP2, FFP3 oder alternativ KN95, N95) und zusätzlichem Gesichtsschutz (Schutzbrille, Visiere)
  • Unterweisung in Händehygiene/Hautschutzplan als Schutz vor Kontaktinfektionen
  • Sich nicht ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute auf Augen, Nase oder Mund zu verschleppen.
  • Nach einem Haarschnitt sollten grundsätzlich sofort alle Haarabschnitte sorgfältig (ohne Aufwirbeln beim Zusammenfegen) entsorgt werden.
  • Geräte wie Haarpinsel mehrfach vorhalten und nicht ohne vorherige Reinigung an unterschiedlichen Kunden/Kundinnen anwenden 
  • Reinigen von Geräten, Utensilien und Flächen nach jedem Kunden mit fettlösendem Haushaltsreiniger; bei sichtbarer Verschmutzung mit Blut erst desinfizieren, dann reinigen.   

Aktualisiert: 05.06.2020

 

Die aktuelle Pandemie erfordert ein hohes Maß an Rücksichtnahme zum Schutz aller Beschäftigten und Kunden.

Präventive Maßnahmen orientieren sich an den Informationen, die nach und nach zum Virus bekannt werden und an den Verhaltensempfehlung für alle Bürgerinnen und Bürger, die daraus resultieren:

  • Wie wird das Virus übertragen? (Tröpfchen und Aerosole, weniger über Schmier-/ Kontaktinfektion)
  • Wann wird das Virus übertragen? (wenige Tage vor sichtbaren Erkrankungszeichen bis eine Woche nach Erkrankungsbeginn)
  • Wer ist besonders gefährdet? (vor allem Personen mit Vorerkrankungen in allen Altersgruppen)
  • Wie lange bleiben Viren auf verschiedensten Oberflächen und auf Menschen aktiv? (bis zum Austrocknen der Viren, Zeitraum abhängig von Umgebungsbedingungen)

Um die Weitergabe des Virus zu verhindern (unter Beschäftigten, im Kontakt zu Kunden und unter Kunden), muss / müssen

  • die Viruslast in der Raumluft möglichst gering sein
  • Oberflächen (auch von Kämmen, Bürsten etc.) frei von Viren sein
  • Übertragungen von Viren über direkte Kontakte verhindert werden

Beschäftigte und Kunden sind im Friseursalon für geraume Zeit in intensivem Kontakt miteinander, anders als z.B. im Einzelhandel. Deshalb muss der Aufenthalt dort möglichst sicher gestaltet werden. Vieles wird von der Anzahl der anwesenden Menschen und ihrem Verhalten dort abhängen. Hieraus hat die BGW Schutzmaßnahmen entwickelt, die für Friseursalons ein hohes Maß an Infektionskontrolle versprechen. Dabei wurden Augenmaß und Verhältnismäßigkeit immer berücksichtigt, sowie die Umfeldbedingungen während der Pandemie.

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber den Versicherten während der SARS-CoV-2 Pandemie bewusst und wissen gleichzeitig, dass die Umsetzung der Maßnahmen für viele Salons eine große Herausforderung darstellt. Die Maßnahmen sollen deshalb abhängig von veränderten Umfeldbedingungen regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Aktualisiert: 20.05.2020

Die Information und Unterweisung der Beschäftigten über Maßnahmen des Arbeitsschutzes ist Aufgabe der Salonleitung bzw. des Arbeitgebers. Der Unternehmer oder die Salonleitung hat die Beschäftigten über die Gefährdungen bei der Arbeit und die Maßnahmen zu deren Verhütung regelmäßig zu unterweisen (§4 DGUV Vorschrift 1). Dies gilt insbesondere hinsichtlich der besonderen, verschärften Hygieneregelungen im Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus. Die Unterweisung muss bei Bedarf, regelmäßig wiederholt werden. Denn regelmäßige Unterweisungen aller Beschäftigten sind Voraussetzung für eine sichere Arbeitsweise. Zur Unterweisung gehört auch eine Überprüfung, ob die Botschaften verstanden worden sind.

Grundlage bildet der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk und die Gefährdungsbeurteilung für das Friseurhandwerk.

Dabei stellen Sie klar: Gesundheit geht vor! Sie erklären die Schutzmaßnahmen verständlich (Hinweisschilder, Bodenmarkierungen, Übung etc.) und weisen auf die Einhaltung der persönlichen und organisatorischen Hygieneregeln (Abstandsgebot, Hust- und Niesetikette, Handhygiene) hin. Sie kontrollieren diese Einhaltung der gebotenen Maßnahmen und wiederholen bei Bedarf gegebenenfalls die Unterweisung regelmäßig.

Aktualisiert: 29.04.2020

Jeder Arbeitgeber und jede Arbeitgeberin ist verpflichtet, sich durch einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten zu lassen. Auch Teilnehmende der "alternativen, bedarfsorientierten Betreuung" nach DGUV Vorschrift 2 haben über Kooperationspartner der BGW Zugang zu diesen Arbeitsschutzexperten und -expertinnen. Viele Friseurbetriebe haben die verpflichtenden Unternehmerschulungen hierzu bei einer Innung absolviert. Bitte erfragen Sie dort, wer Ihre Ansprechpersonen vor Ort sind.

Aktualisiert: 29.04.2020

Jede Person, die sich im Salon aufhält, erhöht das Übertragungsrisiko. Je kürzer sich Menschen gemeinsam in einem Raum aufhalten und je mehr Abstand sie zueinader halten, desto besser.

Personen, die andere Menschen unterstützen, sollten nur bei akutem Unterstützungsbedarf mit in den Salon kommen (Eltern, Begleitpersonen bei Menschen mit Behinderungen, Partner oder Partnerin etc.).

Es ist davon abzusehen Personen oder Kinder mitzubringen, die keine Friseurdienstleistungen in Anspruch nehmen und nur anwesend sein sollen.

Wartende sollten sich grundsätzlich nicht im Salon aufhalten.

Aktualisiert: 02.06.2020

Friseure sind verpflichtet die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden zu dokumentieren, damit Infektionsketten lückenlos nachverfolgt werden können und auch Kundinnen/Kunden schnell informiert werden können. Die Form der Dokumentation ist nicht vorgeschrieben, Listen sind möglich. Es reicht auch die Dokumentation von Name und Handynummer im Bestellbuch. Eine Unterschrift ist nicht erforderlich.

Die Erhebung dieser Daten ist nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zulässig. Es bestehen Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO.

Hierzu gibt es ein Informationsblatt der BGW für Kundinnen und Kunden zum Herunterladen.

Aktualisiert: 20.05.2020

Die Berechnung der Anzahl der Personen muss die Abstandsregel berücksichtigen. 

Beachten Sie außerdem die aktuellen Regelungen für die Wiedereröffnung der Friseursalons in den jeweiligen Bundesländern.

Der Mindestabstand (1,5 Meter) mit ausreichendem Bewegungsspielraum zwischen Kundinnen und Kunden und Beschäftigten muss eingehalten werden – auch an den Waschbecken und auf den Wegen dorthin. 

Lediglich der jeweilige Kunde, die jeweilige Kundin und der oder die zuständige Beschäftigte dürfen sich unter konsequenter Einhaltung der Schutzmaßnahmen für die Dauer der Friseurtätigkeiten nähern.

Wartebereiche sollten geschlossen werden, um Personenansammlungen zu vermeiden. So kann die Anzahl der im Salon Anwesenden gezielt gesteuert werden.

Die Anzahl der Kunden und der Mitarbeitenden muss sich nach der Größe des Salons, der Abstandsregel und den baulichen Gegebenheiten vor Ort richten. 

Sollte aufgrund der örtlichen Gegebenheiten die Abstandsregel nicht eingehalten werden können, so muss die Anzahl der gleichzeitig zu bedienenden Personen soweit reduziert werden, das dies problemlos möglich ist. 

Das gleichzeitige Bedienen mehrerer Personen von einem Friseur, einer Friseurin wird nicht empfohlen. Es ist nur unter konsequenter Beachtung der Schutzmaßnahmen möglich (Verwendung neuer Arbeitsmaterialien je Kunde/Kundin, Einhalten des Schutzabstandes von 1,5 Metern und Beachtung der persönlichen Hygiene/Händedesinfektion).

Aktualisiert: 20.05.2020

Wenn Sie Ihre Kunden und Kundinnen gut und transparent informieren, vermeidet das Unzufriedenheit und Streitigkeiten im Salon, mit denen Ihre Mitarbeitenden konfrontiert wären. Bereits bei der Terminabsprache sollten Sie auf die aktuellen Vorgaben eingehen:

  • möglichst nur telefonische/ digitale Terminvereinbarung
  • Kundinnen und Kunden mit Symptomen einer Atemwegsinfektion, Krankheitssymptomen, vor allem Fieber, Husten und Atemnot, Störungen des Geschmacks und Geruchs, bitten, den Salon nicht zu betreten. Sie können nicht bedient werden
  • Um Kontaktpersonen identifizieren und gegebenenfalls die Infektionskette nachverfolgen zu können, sollen Kontaktdaten erfragt und dokumentiet werden (Telefonnummer, Name und Vorname, Aufenthaltsdauer im Salon)
  • Warten im Salon ist derzeit möglichst zu vermeiden
  • Kunden oder Kundinnen sollten sich nach Betreten des Salons die Hände waschen oder desinfizieren
  • Sie müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske, Community-Maske) mitbringen und tragen oder eine bereitgestellte Mund-Nasen-Bedeckung. Die Mund-Nasen-Bedeckung darf nur bei gesichtsnahen Dienstleistungen (Bartpflege, Make up etc.) kurzzeitig abgenommen werden
  • Regelungen für die Bedienung von Kindern und Begleitpersonen
  • Obligatorische Haarwäsche zu Anfang jeder Bedienung

Das Salonteam sollte die Kundschaft aktiv informieren. Hilfreich sind zusätzlich Plakate und Hinweisschilder, die bereits vielfältig im Internet verfügbar sind. Die BGW bietet einen Aushang zur Kundeninfo an.

Aktualisiert: 20.05.2020

Friseurräume müssen ausreichend belüftet werden, um die Virenkonzentration und Infektionsgefährdung zu verringern. Regelmäßiges Lüften ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen!

Für Friseurräume ist eine geeignete Raumlüftung vorzusehen. Sofern die Gefährdungsermittlung keine anderen Hinweise ergibt, kann der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin davon ausgehen, dass eine Frischluftmenge von 100 m3/h je Mitarbeitendem/r ausreichend ist. Für die Auslegung der Lüftung sind dann die mit Friseurarbeiten beschäftigten Personen maßgeblich. Die Lüftung kann durch Abluftventilatoren, natürliche Querlüftung oder eine Raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) erreicht werden und muss jederzeit, also auch im Winter, gewährleistet sein (Pkt. 5.2 TRGS 530).

Praxistipp: Bei größeren Räumen soll die Ladentür weit geöffnet bleiben, ein gekipptes Fenster reicht nicht aus. Ist dies beispielsweise aufgrund geringer Außentemperaturen nicht möglich, ist regelmäßiges (stündliches) Stoßlüften notwendig, am besten mit Querlüftung.

Das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 über raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) ist insgesamt als gering einzustufen. RLT-Anlagen sollen daher nicht abgeschaltet werden. Der Umluftbetrieb von RLT-Anlagen ist, soweit es technologisch möglich ist, zu vermeiden.

Informationen zum Thema bieten auch das BMAS und das RKI.

Das Gleiche gilt für Luftbefeuchter oder Luftreiniger. Eine mögliche Verteilung des Virus im Raum muss ausgeschlossen sein. Ob die aufgestellten Geräte dies gewährleisten können, ist zu prüfen.

Aktualisiert: 25.06.2020

Hilfreich sowohl für die Kundschaft als auch für die Beschäftigten sind Markierungen auf dem Boden (z.B. Laufwege, Abstände um den Frisierplatz etc.) oder Abtrennungen durch Absperrbänder. Dies schafft zusätzlich eine wahrnehmbare Barriere und hilft, die notwendigen Sicherheitsabstände konsequent einzuhalten.

Das Aufstellen von Trennwänden oder Anbringen von Vorhängen zwischen den Friseurarbeitsplätzen kann im Einzelfall geprüft werden, darf aber in keinem Fall die Bewegungsfreiheit der Mitarbeitenden und/oder die Belüftung behindern.

Aktualisiert: 23.04.2020

Trennwände dürfen weder bei Friseurstühlen noch bei den Waschplätzen dazu genutzt werden, um die Abstandsregel zu umgehen.

Bei der Arbeitsplatzgestaltung in Friseursalons ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Nur wenn dieser Abstand aus technischen und organisatorischen Gründen, die in der Natur der Tätigkeit liegen, nicht eingehalten werden kann, kommen andere Schutzmaßnahmen in Betracht. Dies ist im Friseursalon in der Regel nicht der Fall. Eine räumliche Abtrennung mit transparenten Wänden ohne Einhaltung des Mindestabstands stellt keinen wirksamen Ersatz für den notwendigen Sicherheitsabstand bei Friseurstühlen dar, im Gegensatz zu anderen Arbeitsplätzen. Sie kann nur bei Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern als zusätzliche Maßnahme geprüft werden. Der notwendige Abstand bezieht sich auf alle Personen in Friseursalons, insbesondere zwischen den Kunden und Kundinnen, aber auch zwischen den Beschäftigten und Kunden. Können diese Mindestabstände zuzüglich des notwendigen Bewegungsspielraums nicht eingehalten werden, muss ggfs. ein Friseurstuhl oder ein Waschplatz zwischen den Bedienplätzen frei bleiben, damit der Abstand gesichert werden kann.

Ferner werden durch die räumlichen Abtrennungen die Bewegungsflächen für die Friseure und Friseurinnen verringert und insgesamt der Lufttausch behindert. Dies steht im Widerspruch zu den neuen Arbeitsschutzstandards für Friseure im Hinblick auf das Coronavirus (COVID-19). Sollten die Arbeitsschutzstandards bei nachgewiesener guter Infektionskontrolle in Friseurbetrieben in einigen Wochen oder Monaten weiter gelockert werden, muss diese Handlungsempfehlung/Anweisung überprüft werden.

Aktualisiert: 29.04.2020

Die Haarwäsche ist weiterhin zu Beginn jeder Dienstleitung an den Haaren durchzuführen. Ausnahmen sind die aktualisierte Empfehlung sowie die Regelungen für Menschen mit Behinderungen.

Durch das Haarewaschen werden ansteckungsfähige Krankheitserreger, die sich möglicherweise in den Haaren befinden, inaktiviert und entfernt. Das Haarewaschen ist somit eine einfache Maßnahme für einen maximalen Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion mit Corona.

Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Übertragungswegen von SARS-CoV-2 deuten darauf hin, dass die Übertragung größtenteils (wahrscheinlich 90%) über Tröpfchen aus den Atemwegen (schwere Tropfen und „Bioaerosole“, sog. Tröpfcheninfektion) stattfindet. Andere Übertragungswege über Oberflächen und Haare (sog. Kontaktinfektionen) können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Aktualisiert: 17.08.2020

Haarefärben findet vor dem Haarschnitt oder dem Styling statt. Da Beschäftigte beim Färben Einmalhandschuhe tragen sollen und die Haare nach der Einwirkung der Farbe mit Einmalhandschuhen ausgewaschen werden, müssen die Haare vor dem Färben nicht gewaschen werden. Diese Änderung zu vorherigen Empfehlungen ergibt sich aus aktuellen Erkenntnissen über die Infektionswege von SARS-CoV-2.

(25.06.2020)

Alle Umhänge, die nach einmaliger Benutzung entweder gewaschen oder weggeworfen werden können, sind zulässig.

Die Bezeichnung "Einmalumhang" bezieht sich auf die einmalige Verwendung des Umhanges je Kunde bzw. je Kundin. Das kann auch ein Umhang aus Stoff sein, der nach jedem Kunden oder jeder Kundin zur Wäsche abgeworfen wird. Die Wäsche ist bei mindestens 60 Grad mit Vollwaschmittel zu waschen. Alternativ sind auch Einwegumhänge aus Kunststoff möglich, die nach einmaligen Gebrauch entsorgt werden.

Wenn Einwegumhänge nicht in den benötigten Stückzahlen verfügbar sind, sollte auf Alternativen ausgewichen werden wie zum Beispiel transparente Malerabdeckfolien. Diese erfüllen bereits die Anforderungen und können kostengünstig erworben und zugeschnitten werden.

Aktualisiert: 02.06.2020

 

Für Schwangere gelten die Regelungen der staatlichen Aufsichtsbehörden der Länder. Informieren Sie sich während der Corona-Pandemie bitte dort über Veränderungen der Regeln. Alle Personen, die Vorerkrankungen haben und deshalb einer Risikogruppe angehören, können unabhängig vom Alter eine betriebsärztliche Beratung beanspruchen (Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge).

Um zu beurteilen, ob Schwangere oder Ältere wie bisher im Salon arbeiten können, sollten Sie die Unterstützung der Betriebsärztin/des Betriebsarztes einfordern.

Aktualisiert: 27.04.2020

Als besonders schutzbedürftig nennt das RKI Personen mit Vorerkrankungen und Ältere. Aus Arbeitsschutzsicht zählt man Jugendliche, Schwangere oder Personen mit bekannten gesundheitlichen Einschränkungen dazu. Für Schwangere und Stillende erstellen die staatlichen Länderbehörden die Vorgaben für Beschäftigungsbeschränkungen oder Beschäftigungsverbote nach Mutterschutzgesetz. Im Arbeitsschutz müssen für die folgenden Gruppen zusätzlich betriebliche risikoadaptierte Lösungen gefunden werden:

Ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren), auch abhängig von Vorerkrankungen

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
  • chronische Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD)
  • Menschen mit chronischen Lebererkrankungen
  • Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Menschen mit einer Krebserkrankung
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können)

Im Friseursalon stellt der direkte Kontakt mit anderen Menschen die größte Infektionsgefährdung dar.

Saloninhaber und Saloninhaberinnen sollten Ihre Beschäftigten darauf hinweisen, dass Betriebsärztinnen und Betriebsärzte individuell zu den Wechselwirkungen zwischen Arbeitsplatz und Gesundheit beraten. Wenn sich Beschäftigte eine betriebsärztliche Beratung wünschen (Wunschvorsorge), entscheiden sie selbst nach der Beratung über ihr Lebens- und Infektionsrisiko am Arbeitsplatz. Es gibt keine gesetzliche Grundlage für ärztliche Beschäftigungsverbote bei gesundheitlichen Einschränkungen im Friseursalon. Sofern der Arbeitsplatz keine Möglichkeit der Kontaktreduktion bietet bzw. keine effektiven Schutzmaßnahmen vorhanden sind, soll intern der Abbau von Überstunden, Urlaub oder Kurzarbeit geprüft werden.

Aktualisiert: 27.04.2020

Hausbesuche/mobile Friseurdienstleistungen sind insgesamt kritisch zu sehen, wenn Sie auf den Arbeitsschutz wenig bis keinen Einfluss nehmen können. Es gelten aber in jedem Fall die gleichen Schutzstandards wie im Friseursalon. Diese müssen beim Hausbesuch sichergestellt und gewährleistet werden.

Aktualisiert: 24.04.2020

Es werden geeignete Hygienemaßnahmen empfohlen, die eine Keimverschleppung auf Zeitungen, Zeitschriften und Personen verhindern sollen.

Das sind zum Beispiel die Händehygiene von Beschäftigten, Kunden/Kundinnen und Patienten/Patientinnen (Handschuhtragen, Händedesinfizieren bzw. -Waschen) sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB).

Diese Maßnahmen sind notwendig, da noch nicht abschließend geklärt ist, ob über biologisches Material auf Zeitungen bzw. Zeitschriften eine SARS-CoV-2 Infektion ausgeschlossen werden kann.

Aktualisiert: 02.06.2020

Sollte ein Beschäftigter oder eine Beschäftigte oder aber eine Kundin oder ein Kunde an Covid-19 erkranken, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihr zuständiges Gesundheitsamt und besprechen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Im Zuge der Nachverfolgung der Infektionsketten wird gegebenenfalls das Gesundheitsamt auf Sie zukommen.

Aktualisiert: 29.04.2020

Auch zu Ausbildungs- und Schulungszwecken müssen alle Beteiligten in den Betriebsräumen mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen Personen darf bei der Anleitung und bei der Abnahme von Prüfungen unter Einhaltung anderer Schutzmaßnahmen unterschritten werden. Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden und trägt der Patient oder die Kundin keine Mund-Nasen-Bedeckung, muss sowohl die auszubildende Person als auch die anleitende Person eine FFP2-Maske, ergänzt von einer Schutzbrille/Gesichtsschild tragen.

Dies gilt auch für Praktikanten und Praktikantinnen.

(16.09.2020)

Pflichtvorsorge ist arbeitsmedizinische Vorsorge, die bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten veranlasst werden muss (zum Beispiel Krankenhäuser, Labore). Eine Pflichtvorsorge ist dann vorgesehen, wenn die Infektionsgefährdung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung besonders hoch ist. Diese Situation besteht bei kundennahen Tätigkeiten im Friseursalon nicht.

(05.06.2020)

Es ist keine Änderung zur juristischen Lage zur Zeit vor der Corona-Pandemie festzustellen. Neu ist in der Corona-Zeit, dass die ungewaschenen Haare nur mit Handschuhen berührt werden dürfen. Handschuhtragen ist für die Haut weniger schädlich als direkter Wasserkontakt oder der Kontakt mit feuchten Haaren. Deshalb muss eine an die veränderten Abläufe und Bedingungen während der Coronapandemie angepasste Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.

In der Gefährdungsbeurteilung werden notwendige Maßnahmen wie die arbeitsmedizinische Vorsorge abgeleitet. Beschäftigte, die mehr als vier Stunden Feuchtarbeit (z.B. das Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe) ausführen, müssen wegen einer besonders hohen Gefährdung für die Haut zur arbeitsmedizinischen Pflichtvorsorge eingeladen werden. Über zwei Stunden Feuchtarbeit muss eine Vorsorge angeboten werden. Die betriebsärztliche Hautvorsorge beinhaltet eine Beratung und Untersuchung zur Prävention, Früherkennung von Hautschäden sowie Verhinderung von chronischen Handekzemen.

(05.06.2020)

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sichergestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurechtkommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

Verantwortlich für die Umsetzung notwendiger Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen entsprechend dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung. Die gesetzliche Pflicht dazu ergibt sich aus § 2 und § 3 DGUV Vorschrift 1.

Die Pandemie-Arbeitsschutzstandards konkretisieren diese Maßnahmen. Allerdings sind daneben auch die zwingenden Vorgaben im Infektionsschutzrecht, vor allem in den Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen der Länder, zu beachten und umzusetzen. Diese können im Einzelfall höhere Anforderungen enthalten als die Pandemie-Arbeitsschutzstandards. Das heißt: Sie müssen die Maßnahmen umsetzen, die weitreichender sind.

Die Regelungen können in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ausfallen.
Ob eine Einrichtung bzw. ein Betrieb wieder öffnen darf, ist auch Entscheidung der Bundesländer.

Aktualisiert: 03.06.2020

 



Infektionswege, Desinfektion, Reinigung, Händehygiene (aktualisiert: 09.07.2020)

Dieser Übertragungsweg kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, zumal es Hinweise gibt, dass sich Viren im Kopfhaar anlagern können. Deshalb muss jede Bedienung der Kundschaft mit einer Haarwäsche beginnen. Als zusätzliche Maßnahme sollen Friseurutensilien nicht mehrfach bei verschiedenen Kunden verwendet werden. Es müssen für jeden Kunden oder Kundin frische Utensilien verwendet werden oder es muss eine Zwischenreinigung erfolgen. Hierzu wird ein fettlösender Haushaltsreiniger als ausreichend angesehen. Auch eine Flächendesinfektion ist möglich (bei dafür geeigneten Flächen) aber nicht zwingend erforderlich.

Aktualisiert: 28.04.2020

Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass Corona-Viren über Kontaktpunkte an Kleidung weitergegeben werden. Deshalb müssen aktuell Umhänge (aus Stoff oder Kunststoff) für Kundinnen und Kunden bereitgehalten werden, die alle Kontaktpunkte bedecken/den Körper vollständig bedecken und nach jedem Kunden, jeder Kundin gewechselt und gewaschen bzw. entsorgt werden. Ergänzend ist eine Einmalschürze für den Friseur oder die Friseurin zu empfehlen.

Wäsche muss am Arbeitsende im Salon verbleiben, in der Salonwaschmaschine bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Auch private Oberbekleidung für die Arbeit sollte am Arbeitsende im Salon verbleiben und in der Salonwaschmaschine wie oben beschrieben gewaschen und getrocknet werden.

Aktualisiert: 24.04.2020

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z.B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z.B. Heizlüfter) soll nur in Räumen mit Einzelbelegung erfolgen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Aerosole beitragen kann. 
  • Eine bessere Wirkung wird erzielt durch allgemeine Maßnahmen zur Raumkühlung wie z. B. Raumlüftung über Nacht, Außenjalousien und Ähnliches. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen die wirksamere Maßnahme.

Aktualisiert: 09.07.2020

Am Arbeitsplatz ist es verpflichtend eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Dieses kann in den Sommermonaten zu einer zusätzlichen Belastung führen. Folgende Tipps können hilfreich sein:

  • Achten Sie auf Tragepausen, dieses kann z.B. bei der Terminplanung mit beachtet werden. Die Kurzpausen sollten am besten an der frischen Luft verbracht werden.
  • Tätigkeiten mit und ohne Maske sollen sich möglichst abwechseln.
  • Maske ist nicht gleich Maske! Es gibt sie aus verschiedenen Stoffen und (Einweg-)Materialien. Dabei kann sich der Tragekomfort unterscheiden.
  • Achten Sie auf einen Wechsel der Masken. Bei Durchfeuchtung sind die Masken sofort zu wechseln.
  • Lassen Sie die Räume über Nacht oder am Morgen gut durchlüften. Das sorgt für eine kühlere Raumluft.
  • Häufiges Querlüften führt zudem zu einer geringeren Konzentration von vorhandenen virenbelastenden Aerosolen.
  • Eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz ist zu vermeiden, beispielsweise durch außenliegende Jalousien oder Markisen. So heizen sich die Räume nicht unnötig auf.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie ausreichend trinken. Insbesondere in den Sommermonaten ist dies wichtig und sollte beim Tragen einer Maske nicht vergessen werden.

09.07.2020

Während der Corona-Pandemie ja. Das Tragen von flüssigkeitsdichten Einmalhandschuhen kann neben dem Schutz vor Hautschäden auch vor dem Hautkontakt mit Corona-Viren schützen, die sich auf den Haaren der Kunden und Kundinnen befinden können.

Deshalb sollten Einmalhandschuhe von Beginn an - auch schon bei der Begrüßung - mindestens bis nach dem obligatorischen Haarewaschen getragen werden. Nach mindestens einminütigem gründlichen Waschen der Haare mit Shampoo ist davon auszugehen, dass sich keine infektiösen Viren mehr in den Haaren befinden.

Da sowohl das Risiko der Keimverschleppung als auch der Hautgefährdung bei einem Waschhandschuh höher zu bewerten ist als bei Einmalhandschuhen, empfehlen wir bei Friseurtätigkeiten die Verwendung von Einmalhandschuhen.

Spezielle Empfehlungen zum richtigen Einsatz von Einmalhandschuhen im Friseursalon während der Corona-Pandemie:

  • Wie bisher dürfen Einmalhandschuhe nur für einen Kunden, eine Kundin genutzt werden und müssen nach dem Gebrauch entsorgt werden.
  • Geeignete Einmalhandschuhe sind solche nach DIN 374. Sie sind als persönliche Schutzausrüstung zugelassen und auch bei geringen chemischen Gefährdungen (Reinigungs- und Desinfektionsmittel) ausreichend.
  • Nach dem Handschuhablegen müssen die Hände desinfiziert oder gewaschen werden.
  • Wenn Sie Baumwollhandschuhe unter den Einmalhandschuhen nutzen, müssen auch diese nach jeder Kundin, jedem Kunden gewechselt und gewaschen werden. Die Reinigung erfolgt entsprechend den Handtüchern im Salon: Waschen bei mindestens 60 Grad oder höher mit Vollwaschmittel.

Aktualisiert: 30.07.2020

 

Eine Desinfektion nach jeder Benutzung ist nur für Geräte vorgeschrieben, die mit Blut in Kontakt gekommen sind. Geräte, die nicht desinfizierbar sind, dürfen nicht verwendet werden oder müssen nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden.

Eine Reinigung der übrigen Geräte nach jeder Benutzung/jedem Kunden mit fettlösendem Haushaltsreiniger ist ausreichend. Bürsten und Pinsel müssen den bisherigen Standards entsprechend gereinigt werden. Sinnvoll ist es, mehrere Gerätesets vorzuhalten. Auf keinen Fall darf man elektrische Geräte wie Föhne in Desinfektionsmittelbäder einlegen oder mit alkoholischen Sprühdesinfektionsmittel behandeln. Es besteht Brand- und Explosionsgefahr und die Gefahr eines elektrischen Schlages. Daher dürfen Sie Griffe und Flächen z. B. von Föhnen nur mit Einmaltüchern und fettlösendem Reinigungsmittel abreiben.

Die tägliche Desinfektion von Geräten muss mit geeigneten Desinfektionssystemen (z. B. Desinfektionsbox) und mit geeigneten Desinfektionsmitteln vorgenommen werden (Desinfektionsmittellisten des Robert-Koch-Institutes, des Industrieverbandes Hygiene und Oberflächenschutz (IHO) oder des Verbundes für angewandte Hygiene (VAH)). Geräte, die nicht desinfizierbar sind, dürfen nicht verwendet werden.

Ansonsten sind die bisherigen Vorgaben zur Gerätedesinfektion weiterhin gültig. Sie sind teilweise in den entsprechenden Hygieneverordnungen der Länder festgelegt.

Aktualisiert: 24.04.2020

Corona-Viren können auf Oberflächen eine gewisse Zeit überleben und wahrscheinlich von dort verschleppt werden. Deshalb müssen Sie derzeit die Flächen, mit denen Kunden in Kontakt kommen, zwischen jedem Kundenkontakt mit fettlösendem Haushaltsreiniger reinigen. Bitte verwenden Sie stets frische Wischlappen.

Bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln

Beachten Sie das Sprühverbot für Desinfektionsmittel. Flächendesinfektionsmittel dürfen Sie nur mit Wischtüchern auftragen. Flächendesinfektionsmittel auf alkoholischer Basis dürfen Sie auf größeren Flächen nicht anwenden. Werden größere Flächen benetzt (>2qm), besteht Explosionsgefahr, sobald Sie eine Zündquelle (zum Beispiel Fön) anschalten.

Die Verwendung von Überzügen oder ein Abdecken der Friseurstühle mit Handtüchern ist nicht erforderlich.

Aktualisiert: 02.06.2020

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020

 

Die BGW ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung, die Aufgaben der BGW sind im Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) - Gesetzliche Unfallversicherung festgelegt. Ein zentraler Einkauf von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) oder Desinfektionsmitteln und Weitergabe an die einzelnen Mitgliedsbetriebe gehört nicht zu den gesetzlich zugewiesenen Aufgaben der BGW und liegt daher außerhalb der Möglichkeiten der BGW.

Die Pflicht zur Beschaffung geeigneter PSA sowie von Desinfektionsmitteln liegt ausschließlich beim jeweiligen Unternehmer oder der Unternehmerin.
Jedoch werden die Mitgliedsbetriebe der BGW bei der Beschaffung von PSA und Desinfektionsmitteln durch koordinierende Stellen, wie z. B. von Kassenärztlichen Vereinigungen, Innungen sowie anderen Dach- und Standesorganisationen unterstützt.

Die BGW würde es daher begrüßen, wenn eventuelle Angebote zum Verkauf von PSA direkt an die koordinierenden Stellen oder Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege gerichtet werden.

Aktualisiert: 23.04.2020

 

Wenn jemand das Desinfektionsmittel nicht verträgt, gibt es eine Alternative, die ausreichend schützt: gründliches Händewaschen (mind. 20 bis 30 Sekunden).

Häufiges Händewaschen belastet jedoch Ihre Haut. Deshalb sollten Sie Hautschutz und Hautpflege besonders ernst nehmen:

  • Hände gut mit weichem Einmaltuch abtrocknen
  • Hautschutzcreme (Creme gegen Hauterweichung/bei Arbeiten mit wasserlöslichen Arbeitsstoffen) in ausreichender Menge (nicht zu wenig/nicht zu viel) auftragen und einwirken lassen. Sie muss vor dem Anziehen der Handschuhe vollständig eingezogen sein.
  • Eine Pflegecreme sollten Sie nach Arbeitsende und regelmäßig in der Freizeit verwenden. 

Aktualisiert: 24.04.2020

Das zeigt außer dem Video unten auch die Seite: Schonende Händehygiene: Desinfizieren statt waschen

 

 

(16.04.2020)

 

Derzeit liegen dem Bundesinstitut für Risikobewertung keine Informationen zur Überlebensdauer des SARS-CoV-2 Virus auf Textilien oder in der Waschmaschine vor. Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren generell empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Tenside, die als Fettlöser in Waschmitteln enthalten sind. Friseurumhänge können unabhängig von SARS-CoV-2 jedoch mit Keimen und Krankheitserregern aller Art verschmutzt werden. Deshalb ist der Hygienestandard auch im Normalbetrieb hoch anzusetzen. Wir empfehlen Friseurumhänge mit Vollwaschmittel mindestens bei über 60 Grad zu waschen.

Eine Wäschedesinfektion mit Desinfektionswaschmitteln darf nur in dafür geeigneten Waschmaschinen durchgeführt werden. Sie müssen entweder ausdrücklich über ein Desinfektionsprogramm verfügen oder speziell für die Wäschedesinfektion ausgelegt sein. Haushaltsübliche Waschmaschinen sind zur Wäschedesinfektion nicht geeignet, da sie unter anderem die Temperaturhaltezeit, die zur Desinfektion der Wäsche notwendig ist, nicht garantieren können.

Wenn keine Waschmaschine im Salon zur Verfügung steht, muss dennoch zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen eine Virusverschleppung durch Wäsche in den privaten Bereich verhindert werden. Dieses Schutzziel muss bei alternativen Maßnahmen gewährleistet sein.

Aktualisiert: 02.06.2020

Ein Abfallbehälter mit Müllbeutel reicht für die Entsorgung der normalen Abfälle (Haare etc.) aus. Aufwirbelungen beim Entfernen der Haare sollten vermieden werden.

Die üblichen Desinfektionsmaßnahmen zur Vermeidung von blutübertragbaren Krankheiten sind ausreichend (Reinigungs- und Desinfektionsplan). Allerdings müssen alle Kontaktflächen und Geräte nach jedem Kunden und jeder Kundin mit fettlöslichem Haushaltsreiniger gründlich gereinigt werden.

(04.06.2020)

Gebräuchliche Hände- und Flächendesinfektionsmittel bestehen meist zu ca. 70-80% aus Ethanol oder Propanol. Da beide Alkohole leicht entzündbar sind (Gefahrenhinweis H225), geht von ihnen in Friseursalons eine Brand- und Explosionsgefahr aus.

Deshalb müssen unbedingt folgende Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis berücksichtigt werden:

  • Größere Oberflächen wie Friseurstühle und Ablagen nicht desinfizieren, sondern mit fettlösendem Haushaltsreiniger abwaschen
  • Flächendesinfektionsmittel darf nur für kleine Flächen verwendet und nicht versprüht werden: ausschließlich Wischdesinfektion
  • Hände und Flächen nicht in unmittelbarer Nähe von Zündquellen (zum Beispiel eingeschalteter Föhn) desinfizieren, für ausreichende Belüftung (Querlüften) sorgen und vor Inbetriebnahme elektrischer Geräte warten, bis Hände und alle Oberflächen vollständig abgetrocknet sind
  • Halten Sie in allen Räumen des Salons, auch im Personalraum, ein striktes Rauchverbot ein
  • Desinfektionsmittel (auch Händedesinfektionsmittel) nicht in der prallen Sonne stehen lassen

Zusätzlich sind für die Aufbewahrung / Lagerung der Desinfektionsmittel folgende Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen:

  • Nur die für die Händedesinfektion am Arbeitstag erforderliche Menge im Kundenbereich aufbewahren, darüber hinausgehende Mengen in separatem Bereich lagern
  • Keine Lagerung in unmittelbarer Nähe von Arzneimitteln oder Lebensmitteln
  • Nicht in unmittelbarer Nähe zu Zünd- und Wärmequellen (z.B. heiße Oberflächen, Halogenstrahler, Heizkörper) aufbewahren
  • Desinfektionsmittel nur bis zur Schulterhöhe lagern
  • Im geschlossenen, sauberen und gekennzeichneten Originalbehälter aufbewahren; auf keinen Fall umfüllen (z.B. in Trinkflaschen)
  • Die Aufbewahrung in Treppenräumen, Fluren, Flucht- und Rettungswegen, Pausenräumen, Sanitär- und Sanitätsräumen ist verboten
  • Die maximale Menge an extrem entzündbaren Flüssigkeiten (H224) und leicht entzündbaren Flüssigkeiten (H225) darf im gesamten Friseursalon 20 kg nicht überschreiten. Anderenfalls müssen sie im Gefahrstofflager (z.B. Sicherheitsschrank für Chemikalien) unter Einhaltung der Vorgaben gemäß TRGS 510 aufbewahrt werden.
  • Kunststoff- oder Metallkanister mit Desinfektionsmittel dürfen ein Fassungsvermögen von maximal zehn Liter haben. Behälter aus Kunststoff dürfen maximal fünf Jahre gelagert werden (siehe Prägestempel mit Herstellungsdatum).
  • Gebinde mit flüssigen Gefahrstoffen sind in Auffangwannen zu lagern, die mindestens den Inhalt des größten Gebindes aufnehmen können.
  • Vorsicht mit entleerten Gebinden; bei Entzündung ist Explosion möglich.

(04.06.2020)

 

17.08.2020

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