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Coronavirus: Friseurhandwerk, Beauty- und Wellnessbetriebe – Arbeitsschutz, Hygiene, Antworten auf häufige Fragen

Aufgrund vergleichbarer Bedingungen gibt es nun einen gemeinsamen branchenspezifischen BGW-Arbeitsschutzstandard für Friseursalons sowie für Beauty- und Wellnessbetriebe wie Kosmetik- und Nagelstudios, Fußpflegeeinrichtungen, Tattoo- und Piercingstudios. So wird das Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus zuverlässig minimiert. Daneben finden Sie hier Hautschutz- und Hygienepläne für Ihren Beruf und wir beantworten häufige Fragen.

+++ SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (aktualisiert: 03.09.2021) +++

Logo des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

BMAS: SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung angepasst und verlängert

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde angepasst und in der Neufassung bis zum 24.11.2021 verlängert. | mehr

+++ Corona-Arbeitsschutzstandard (aktualisiert: 22.07.2021) +++

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty- und Wellnessbetriebe

Der Standard ist an die Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) angepasst. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

  • Verpflichtung zur Überprüfung und bei Bedarf Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung sowie des betrieblichen Hygienekonzepts besteht weiter fort.
  • Maßnahmen wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht, AHA-L-Regel sowie sonstige Arbeitsschutzmaßnahmen sind weiterhin umzusetzen.
  • Eine strikte Vorgabe zur Mindestfläche von 10 m² pro Person ist nicht mehr enthalten. Betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen (auch in Pausenzeiten) durch mehrere Personen müssen aber auf das notwendige Minimum reduziert bleiben.
  • Es können Ausnahmen von der Testangebotspflicht für vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte bestehen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Schnelltest-Seite. | mehr

Aktueller Hinweis - auch auf andere Vorgaben achten (20.08.2021)

Alle Schutzmaßnahmen im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard bleiben auch nach der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10.08.2021 bestehen.

Ergänzend – oder über die BGW-Standards hinausgehend – kann es jedoch rechtliche Vorgaben der Bundesländer geben, die einzuhalten sind. Beispielsweise die 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet) bei Zutritt von Besuchern und Besucherinnen ins Krankenhaus, in Alten- und Pflegeheime, in besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe oder bei der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen wie Friseur, Kosmetik, Körperpflege, etc.

Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb/Ihre Institution in Ihrem Bundesland gilt.

+++ Hilfe für Salonleitungen: Muster-Gefährdungsbeurteilung (Stand: 09.08.2021) +++

Gefährdungsbeurteilung zu Corona - Muster "Friseurhandwerk" (Ausschnitt)

Muster-Gefährdungsbeurteilung "Friseurhandwerk" (aktualisiert: 09.08.2021)

Tätigkeiten, Gefährdungen und Maßnahmen als Beispiele. Dieses Muster muss auf eine bestehende Gefährdungsbeurteilung aufsetzen und betriebsspezifisch angepasst werden. | Download

Personal testen mit Antigen-Tests (29.06.2021)

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Arbeitgebende sind verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen - zum Schutz der Beschäftigten und aller weiteren Personen, mit denen sie beruflich Kontakt haben. | mehr


+++ Hautschutzpläne und mehr +++

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Kosmetik

Hautschutz- und Händehygieneplan für Kosmetikstudios
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Podologie und Fußpflege

Hautschutz- und Händehygieneplan für Podologie und Fußpflege
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Titel: Hautschutz- und Händehygieneplan für Tattoo- und Piercingstudios

Hautschutz- und Händehygieneplan für Tattoo- und Piercingstudios
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Hautschutz- und Händehygieneplan für das Friseurhandwerk in Pandemie-Zeiten (barrierefrei)
(aktualisiert: 26.01.2021)

Unser Plan ist angepasst an die speziellen Anforderungen der aktuellen Infektionsrisiken und ersetzt zurzeit den üblichen Hautschutzplan. | Download

Cover der Handlungsempfehlung für Gesellenprüfungen während der Corona-Pandemie

Handlungsempfehlung für Gesellenprüfungen
(aktualisiert: 28.07.2021)

Prüfungssituationen sicher gestalten trotz Corona: Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und die BGW empfehlen diese Maßnahmen. | mehr

Reinigungs- und Desinfektionsplan für den Friseursalon

Reinigungs- und Desinfektionsplan für den Friseursalon
(aktualisiert: 28.07.2021)

Hygiene ist beim Arbeiten während der Corona-Pandemie besonders wichtig. Der Plan ist angepasst an die aktuellen Infektionsrisiken. | Download

Screenshot aus dem Video "Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona"

Video: Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb in Zeiten von Corona
(aktualisiert 24.02.2021)

Dieser kurze Film fasst die wichtigsten Maßnahmen für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus mithilfe von anschaulichen Bildern und Texttafeln zusammen. | mehr

Kampagne #friseuregegencorona
Zentralverband und Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel und die BGW stärken Salons
(veröffentlicht 24.02.2021)

Schließen Sie sich der Aktion #friseuregegencorona an. Werden Sie Hygiene-Botschafter. Klären Sie Ihre Kunden auf, warum die Schutzmaßnahmen so wichtig sind. | mehr


Antworten auf häufig gestellte Fragen (aktualisiert: 22.07.2021)

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert worden, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren.

Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen des Bundes und der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen des Bundes und der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 29.04.2021

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird ein betriebliches Hygienekonzept gefordert. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat basierend auf der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung in einem Hygienekonzept alle erforderlichen Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festzulegen und umzusetzen. Hierbei ist die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel zu berücksichtigen, die in den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards der BGW zur Unterstützung der Branchen konkretisiert worden ist.

Die betrieblichen Hygienekonzepte müssen den Beschäftigten zur Verfügung gestellt und in geeigneter Weise zugänglich gemacht werden, z. B. digital oder durch Aushänge im Unternehmen. Das schafft Transparenz im Unternehmen über die durchzuführenden Infektionsschutzmaßnahmen – und gleichzeitig Rechtssicherheit. Die Beschäftigten sind zu den im Hygienekonzept festgelegten Maßnahmen zu unterweisen.

Aktualisiert: 28.06.2021

Durch versetzte Arbeits- und Pausenzeiten oder Schichtbetrieb (z. B. Teams, die möglichst keinen Kontakt zueinander haben) kann die Belegungsdichte an gemeinsam genutzten Einrichtungen zeitlich entzerrt und Personenkontakte können weiter verringert werden. Auch bei den Schichtwechseln sollten die Mitarbeitenden ausreichend Abstand halten können.

Die Vorgaben durch das Ladenschlussgesetz und das Arbeitszeitgesetz sind weiterhin zu beachten.

Stand: 22.07.2021

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass die Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend geschützt sind, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen.

Tragen zum Beispiel Kundinnen oder Kunden bei gesichtsnahen Tätigkeiten wie Make-up, Rasur oder Bartpflege keinen Mund-Nasen-Schutz, müssen Beschäftigte mindestens eine FFP2-Maske oder eine gleichwertige Atemschutzmaske tragen – ohne Ausatemventil. Dasselbe gilt, wenn Menschen aus gesundheitlichen/körperlichen Einschränkungen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können oder für Kinder unter 6 Jahren.

Stand: 22.07.2021

Die Räume müssen ausreichend belüftet werden, um die Virenkonzentration und Infektionsgefährdung zu verringern. Regelmäßiges Lüften ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen!

Stand: 22.07.2021

Lesen Sie alles rund um das Thema Lüften: Richtig Lüften in Corona-Zeiten

Die Pandemie ist noch nicht überwunden! Das erfordert ein hohes Maß an Rücksichtnahme zum Schutz aller Beschäftigten und Kunden und Kundinnen. Die Maßnahmen orientieren sich an der Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Epidemiologie und zur Infektionsübertragung.

Stand: 22.07.2021

Die Information und Unterweisung der Beschäftigten über Maßnahmen des Arbeitsschutzes ist Aufgabe Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin. Die Unternehmerin oder der Unternehmer hat die Beschäftigten über die Gefährdungen bei der Arbeit und die Maßnahmen zu deren Verhütung regelmäßig zu unterweisen (§4 DGUV Vorschrift 1). Dies gilt insbesondere hinsichtlich der besonderen, verschärften Hygieneregelungen im Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus. Die Unterweisung muss bei Bedarf, regelmäßig wiederholt werden. Denn regelmäßige Unterweisungen aller Beschäftigten sind Voraussetzung für eine sichere Arbeitsweise. Zur Unterweisung gehört auch eine Überprüfung, ob die Botschaften verstanden worden sind.

Grundlage bildet die Gefährdungsbeurteilung.

Stand: 22.07.2021

Können Beschäftigte den Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhalten und lassen sich andere technische oder organisatorische Maßnahmen nicht umsetzen, müssen diese mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Dies kann bei folgenden Situationen notwendig sein:

  • anwesende Personen (z.B. Patientinnen und Patienten, Kundschaft, Bewohnerinnen und Bewohner) tragen keine Bedeckung von Mund und Nase, beispielsweise bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich
  • bei den ausgeführten Tätigkeiten ist mit einer Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, beispielsweise durch lautes Sprechen / Singen oder andere Tätigkeiten, bei denen aufgrund körperlicher Anstrengung mit einem deutlich erhöhten Atemvolumen zu rechnen ist
  • schlechte Lüftungsverhältnisse im Raum
  • bei Arbeitsbereichen, in denen sich Personen mit einer ungeklärten Atemwegserkrankung befinden können und dadurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann (z.B. Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime)
  • erhöhte Gefährdungslage durch regional hohe Inzidenzen, Ausbruchsgeschehen oder durch das Auftreten von besorgniserregenden Varianten des SARS-CoV-2 (Mutationen)

Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung können außerdem Schutzkleidung und Augenschutz notwendig sein.

Soweit bekannt, können der Impf- oder der Genesenenstatus der Beschäftigten sowie des Kunden oder der Kundin bei der Wahl der Atemmasken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Im engen unmittelbaren Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Metern zwischen vollständig Geimpften bzw. Genesenen kann auf Atemschutzmasken verzichtet werden. Jedoch muss von vollständig geimpften oder genesenen Beschäftigten in diesen Fällen mindestens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Darüber hinaus sind weitreichendere Regelungen der Länder, des Bundes oder arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, wie die TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" sowie TRBA 255 "Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht ausreichend impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potenzial im Gesundheitsdienst" verpflichtend und ebenfalls von Arbeitgebern oder Arbeitgeberinnen umzusetzen.

20.07.2021

Eine Übertragung des Coronavirus durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung einer infektiösen Person nicht auszuschließen. Um eine Keimverschleppung beim Angebot von Zeitungen und Zeitschriften zu vermeiden, sind wirksame Hygienemaßnahmen geboten. Dazu zählen zum Beispiel die Händehygiene (Händedesinfizieren bzw. Hände waschen) der Beschäftigten sowie der Kundschaft und Patientinnen und Patienten.

Aktualisiert: 23.07.2021

Sollte ein Beschäftigter oder eine Beschäftigte oder aber eine Kundin oder ein Kunde an COVID-19 erkranken, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihr zuständiges Gesundheitsamt und besprechen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Im Zuge der Nachverfolgung der Infektionsketten wird gegebenenfalls das Gesundheitsamt auf Sie zukommen.

Stand: 22.07.2021

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020
Bestätigt: 09.02.2021 

Das zeigt außer dem Video unten auch die Seite: Schonende Händehygiene: Desinfizieren statt waschen

 

 

(16.04.2020)

 

Alkoholische Desinfektionsmittel sollten nur zu Händedesinfektion verwendet werden.

Gebräuchliche Hände- und Flächendesinfektionsmittel bestehen meist zu ca. 70-80% aus Ethanol oder Propanol. Da beide Alkohole leicht entzündbar sind (Gefahrenhinweis H225), geht von ihnen eine Brand- und Explosionsgefahr aus.

Deshalb müssen unbedingt folgende Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis berücksichtigt werden:

  • Größere Oberflächen wie Friseurstühle und Ablagen nicht desinfizieren, sondern mit fettlösendem Haushaltsreiniger abwaschen
  • Flächendesinfektionsmittel darf nur für kleine Flächen verwendet und nicht versprüht werden: ausschließlich Wischdesinfektion
  • Hände und Flächen nicht in unmittelbarer Nähe von Zündquellen (zum Beispiel eingeschalteter Föhn) desinfizieren, für ausreichende Belüftung (Querlüften) sorgen und vor Inbetriebnahme elektrischer Geräte warten, bis Hände und alle Oberflächen vollständig abgetrocknet sind
  • Halten Sie in allen Räumen des Salons, auch im Personalraum, ein striktes Rauchverbot ein
  • Desinfektionsmittel (auch Händedesinfektionsmittel) nicht in der prallen Sonne stehen lassen

Zusätzlich sind für die Aufbewahrung/Lagerung der Desinfektionsmittel folgende Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen:

  • Nur die für die Händedesinfektion am Arbeitstag erforderliche Menge im Kundenbereich aufbewahren, darüber hinausgehende Mengen in separatem Bereich lagern
  • Keine Lagerung in unmittelbarer Nähe von Arzneimitteln oder Lebensmitteln
  • Nicht in unmittelbarer Nähe zu Zünd- und Wärmequellen (z. B. heiße Oberflächen, Halogenstrahler, Heizkörper) aufbewahren
  • Desinfektionsmittel nur bis zur Schulterhöhe lagern
  • Im geschlossenen, sauberen und gekennzeichneten Originalbehälter aufbewahren; auf keinen Fall umfüllen (z. B. in Trinkflaschen)
  • Die Aufbewahrung in Treppenräumen, Fluren, Flucht- und Rettungswegen, Pausenräumen, Sanitär- und Sanitätsräumen ist verboten
  • Die maximale Menge an extrem entzündbaren Flüssigkeiten (H224) und leicht entzündbaren Flüssigkeiten (H225) darf im gesamten Friseursalon 20 kg nicht überschreiten. Anderenfalls müssen sie im Gefahrstofflager (z. B. Sicherheitsschrank für Chemikalien) unter Einhaltung der Vorgaben gemäß TRGS 510 aufbewahrt werden.
  • Kunststoff- oder Metallkanister mit Desinfektionsmittel dürfen ein Fassungsvermögen von maximal zehn Liter haben. Behälter aus Kunststoff dürfen maximal fünf Jahre gelagert werden (siehe Prägestempel mit Herstellungsdatum).
  • Gebinde mit flüssigen Gefahrstoffen sind in Auffangwannen zu lagern, die mindestens den Inhalt des größten Gebindes aufnehmen können.
  • Vorsicht mit entleerten Gebinden; bei Entzündung ist Explosion möglich.

Stand: 22.07.2021

Bei Produkten wie Lippenstift, Make-up, Puder, Lidschatten etc. sollte die benötigte Menge mittels Spatel/Wattestäbchen o. Ä. auf ein Kosmetiktuch oder Teststreifen gegeben werden. Von dort kann es mit einem entsprechenden Pinsel/Applikator aufgetragen werden.

Genutzte Spatel/Pinsel etc., die nicht für den einmaligen Gebrauch geeignet sind, sind anschließend, wie bisher, entsprechend aufzubereiten.

Bei Produkten wie Mascara, bei denen dieses Vorgehen nicht möglich ist, müssen Einwegbürsten verwendet werden. Sichtbar entzündete Augen dürfen nicht behandelt werden.

18.05.2020
Bestätigt: 15.02.2021

Ja, wie bisher ist ein fettlösendes Produkt zur Reinigung der Pinsel ausreichend.

18.05.2020
Bestätigt: 15.02.2021

Das angewendete Wasserdampf-Aerosol ist virenfrei und damit unkritisch. Bei dieser Anwendung wird im Regelfall mit geringen Luftgeschwindigkeiten gearbeitet. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass eine wesentliche stärkere Ausbreitung ausgeatmeter Aerosole dadurch verursacht wird. Da die Kundin / der Kunde bei der Bedampfung keine MNS-Bedeckung trägt, müssen die Beschäftigten bei Annäherung an den Kunden eine Maske mit erhöhter Schutzwirkung (FFP2) und eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild tragen.

25.06.2020
Bestätigt: 15.02.2021



 

03.09.2021

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