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Coronavirus: Infos für versicherte Unternehmen und Beschäftigte

Covid-19: Angaben zum Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung, branchenspezifische Arbeitsschutzstandards, Infos zu Schutzausrüstung, Antworten auf häufige Fragen (FAQ), Quellen für Hygienetipps und Aktuelles.

 

Corona: Hotline für BGW-Mitgliedsbetriebe

Inhalt:
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+++ Arbeitsschutzstandards für verschiedene Branchen (20.05.2020) +++

Warnschild und Text: Arbeitsschutzstandards und Hilfen


(Foto: BGW)

Coronavirus: Arbeitsschutz, Hygiene, Antworten auf häufige Fragen

Für Kinderbetreuung und Kindertagesstätten, Physiotherapie, Tattoo- und Piercingstudios, Friseurhandwerk, Kosmetik, Podologie, Bäder sowie Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios gibt es Hilfen, um Beschäftigte, Kunden, Kundinnen sowie Patienten und Patientinnen bei der Behandlung vor dem Coronavirus zu schützen: Der Arbeitsschutzstandard der BGW, die Datenschutzinformation für die Kundschaft sowie Antworten auf häufige Fragen. | mehr

Weitere Branchen und Berufe: Infos und Empfehlungen (aktualisiert: 15.05.2020) >>>

BGW-Beiträge, Wirtschaftshilfe, Versicherungsschutz, Berufskrankheit und Kosten für Testungen

Beitragsbescheide: BGW-Beiträge 2019 werden später fällig (aktualisiert: 27.04.2020)

 

Corona: Entlastung für BGW-Mitgliedsbetriebe

Wirtschaftliche Unterstützung für Unternehmen (aktualisiert: 02.04.2020)

 

Mann geht am Barren und zwei Therapeutinnen stehen neben ihm.

(Foto: DGUV / Scheurlen)

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Absicherung sozialer Dienstleister

Soziale Dienstleister sowie Dienstleisterinnen, die in der aktuellen Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können von ihren Auftraggebern in der Sozialversicherung Unterstützung bekommen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben dazu zentral ein digitales Antragsverfahren entwickelt, das über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung abgewickelt wird. | mehr

Logo Bundesministerium der Finanzen

Bundesfinanzministerium: Kampf gegen Corona - Hilfspakete

Infos zu finanziellen Hilfen, Steuererleichterungen, Beschäftigungssicherung. List der zuständigen Behörden für Programme der Länder, Musterantrag für Soforthilfen etc. | mehr

Logo Bundesministerium für Wirtschaft

Bundeswirtschaftsministerium: Auswirkungen des Coronavirus - Infos und Unterstützung für Unternehmen

Überblick Hilfsmaßnahmen wie Direktzuschüsse, Kurzarbeitergeld, Liquiditätshilfen, Steuerstundung, Antworten auf häufige Fragen, Hotlines, wichtige Links und mehr. | mehr

 

Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung (aktualisiert: 09.04.2020)

Versicherte der BGW, die sich in Deutschland im Rahmen ihrer versicherten Tätigkeit mit Covid-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) infizieren, stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Unternehmen haben aufgrund der Corona-Pandemie erhebliche Schwierigkeiten, die nötige persönliche Schutzausrüstung (PSA) für ihre Mitarbeitenden zu beschaffen. Wenn aufgrund einer Notsituation bei der Versorgung erkrankter Personen ohne PSA oder ohne hinreichende PSA gearbeitet werden musste und sich eine versicherte Person infiziert hat, wird die BGW von einer Regressprüfung und Regressnahme Abstand nehmen.

Versicherte Unternehmen haben jedoch dafür Sorge zu tragen, dass immer wieder versucht wird, die notwendige PSA zu erhalten. Das sollte auch dokumentiert werden. Die BGW empfiehlt, entsprechende Unterlagen (z. B. Mitteilungen über Nichtlieferbarkeit von PSA) zu archivieren.

Aktualisiert: 25.03.2020

Der Bundesgesundheitsminister hat an die Kliniken in Deutschland appelliert, auf Studierende und Personal aus dem Ruhestand zurückzugreifen. Der Einsatz dieser Gruppen solle demnach möglichst unverzüglich geplant und die Personen unmittelbar ausgebildet werden. Ähnliche Bestrebungen gibt es in anderen Einrichtungen.

In Bezug auf den Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gilt:

  • Niedergelassene Ärzte oder Ärzte, die in der Virusbekämpfung auf Honorarbasis tätig werden (z.B. aus dem Ruhestand reaktiviert):

    Für niedergelassene Ärzte besteht Versicherungsschutz auch im Rahmen zusätzlicher übernommener Aufgaben dann, wenn sie eine freiwillige Versicherung bei der BGW abgeschlossen haben. Sofern eine solche Versicherung nicht abgeschlossen wurde, besteht in aller Regel kein Versicherungsschutz. Unter "Freiwillige Versicherung - Merkblatt und Antrag" finden sich Informationen zu Umfang und Kosten.

    Dasselbe gilt für Ärzte, die ohne Niederlassung auf Honorarbasis tätig werden. Dieser Personenkreis steht nur bei entsprechendem vorherigem Abschluss einer freiwilligen Versicherung bei der BGW unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung (§ 6 Abs. 1 i.V.m. § 4 Abs. 3 SGB VII).

  • Angestellte Ärzte oder anderes medizinisches/pflegerisches Personal
    Hier kommt es darauf an, ob die Personen unter Weitergewährung ihres Arbeitsentgelts von ihrem Arbeitgeber oder Arbeitgeberin in einer vergleichbaren Form der Versorgung eingesetzt werden. Dann bleiben sie als Beschäftigte unfallversichert.

    Wird das Arbeitsentgelt zwar weitergezahlt, aber eine vollkommen andere Tätigkeit für ein anderes Unternehmen, für eine Gemeinde oder eine andere Organisation übernommen, so kommt Unfallversicherungsschutz über jene Institution in Betracht. Siehe: Unentgeltliche/ ehrenamtliche Tätigkeit in Unternehmen des Gesundheitsdienstes.

  • Unentgeltliche/ ehrenamtliche Tätigkeiten in Unternehmen des Gesundheitsdienstes

    Für solche Tätigkeiten im Rahmen der Corona-Krise wird in aller Regel Versicherungsschutz kraft Gesetzes (also automatisch und ohne vorherige Anmeldung) bestehen.

    Es empfiehlt sich allerdings in solchen Fällen, dass das Unternehmen beim Unfallversicherungsträger, bei dem es Mitglied ist (Unfallkasse zum Beispiel bei staatlichen Krankenhäusern und den meisten Universitätskliniken; BGW bei Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und privaten Unternehmen des Gesundheitsdienstes und der Wohlfahrtspflege) nachfragt und sich den Versicherungsschutz bestätigen lässt. Bei einer Tätigkeit im Auftrag eines Gesundheitsamtes ist immer die regionale Unfallkasse zuständig. Siehe: Unentgeltliche/ ehrenamtliche Tätigkeit in Unternehmen des Gesundheitsdienstes.

  • Einsatz von Studierenden der Medizin

    Der unentgeltliche Einsatz von Studierenden der Medizin bei Tests oder Krankenbehandlungen im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie steht unter Versicherungsschutz.

    Ob die regionalen Unfallkassen oder gegebenenfalls die BGW für den Versicherungsschutz zuständig sind, richtet sich danach, ob die Tätigkeit als Bestandteil des Studiums ausgeübt wird bzw. in diesen Rahmen eingebettet ist und bei welchem Unfallversicherungsträger die Einrichtung (etwa das Universitätsklinikum, das An-Institut) Mitglied ist. Auch dies wird in den meisten Fällen die regionale Unfallkasse sein. In Zweifelsfällen empfiehlt sich eine Nachfrage bei der Unfallkasse oder bei der BGW, falls das Unternehmen Mitglied der BGW ist. Erfolgt der unentgeltliche Einsatz in einer Arztpraxis, besteht der Versicherungsschutz über die BGW.

    Problematisch ist an dieser Stelle in unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht die Gewährung von Honoraren. Eine Tätigkeit auf Honorarbasis ist, sofern die Höhe ein geringes Taschengeld in Form einer pauschalen Aufwandsentschädigung überschreitet, keine unentgeltliche Tätigkeit, sondern eine selbstständige/ freiberufliche Tätigkeit. Wenn eine selbstständige Tätigkeit vorliegt, fallen für jeden angefangenen Monat der Tätigkeit Beiträge auf Basis der Mindestversicherungssumme zur BGW an, die auch bei einer nur vorübergehenden Tätigkeit unter Umständen das Honorar entwerten.

Aktualisiert: 31.03.2020

Beschäftigte in ärztlichen Praxen stehen während ihrer Arbeit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Praxisunternehmer und Praxisunternehmerinnen unterliegen diesem Schutz hingegen nur dann, wenn sie sich freiwillig in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert haben.

Zu den Informationen zur freiwilligen Versicherung für Ärztinnen und Ärzte.

Aktualisiert: 12.03.2020

Maßgeblich ist nicht der Ort der Tätigkeit, sondern die Frage, ob die Tätigkeit in einem engen Zusammenhang mit den beruflichen Aufgaben steht. Das Bundessozialgericht spricht hier von der Handlungstendenz, denn ein Unfall steht nur dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn er infolge der versicherten Tätigkeit eingetreten ist.

Das heißt zum Beispiel: Fällt eine Versicherte die Treppe hinunter und verletzt sich dabei, weil sie im Erdgeschoss die unterbrochene Internetverbindung überprüfen will, die sie für die dienstliche Kommunikation benötigt, wäre dieser Unfall versichert. Fällt sie hingegen die Treppe hinunter, weil sie eine private Paketsendung entgegennehmen will, wäre dies nicht versichert.

Tipps der DGUV für Unternehmen und Beschäftigte: Home-Office - So bleibt die Arbeit sicher und gesund.

Aktualisiert: 31.03.2020

In der aktuellen Situation kann es dazu kommen, dass die Versorgung von Unternehmen im Gesundheitsdienst mit der notwendigen Ausstattung zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus (zum Beispiel geeignete Atemschutzmasken) nicht immer sichergestellt werden kann. Sollte aus diesem Grund die notwendige Schutzausrüstung nicht vorhanden sein, schließt dies im Falle einer beruflich erworbenen Infektion den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht aus.

Aktualisiert: 30.03.2020

Der Versicherungsschutz bleibt auch bestehen, wenn versicherte Personen bei ihrer Arbeit arbeitsschutzrechtliche Vorgaben oder die Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts nicht beachten, zum Beispiel weil sie beim Umgang mit Erkrankten keine der im Betrieb vorhandenen Atemschutzmasken oder Handschuhe tragen. Letzteres ist ausdrücklich gesetzlich festgelegt worden; so heißt es im Sozialgesetzbuch SGB VII: "Verbotswidriges Verhalten schließt den Versicherungsfall nicht aus."

Durch die Missachtung (arbeitsschutz-)rechtlicher Gebote und/oder Verbote verlieren die versicherten Personen grundsätzlich nicht ihren Schutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies gilt selbst dann, wenn die Infektion bei Beachtung dieser Gebote/Verbote nachweislich nicht stattgefunden hätte.

Aktualisiert: 12.03.2020

Kita- und Schulkinder, die in einer Notbetreuung in Kitas oder Schulen sind, weil Ihre Eltern in Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten, stehen weiterhin unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Zuständig hierfür sind im Regelfall die Unfallkassen.

Organisieren Eltern zum Ersatz der Betreuung durch Kita oder Schule die Kinderbetreuung, so handelt es sich um eine private Tätigkeit, bei der weder Eltern noch Kinder unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Dann ist die gesetzliche Krankenversicherung der richtige Ansprechpartner.

Aktualisiert: 25.03.2020

Sind Bundesfreiwillige auch dann unfallversichert, wenn sie aktuell nicht in ihrer ursprünglichen Einsatzstelle, sondern in anderen Einrichtungen tätig werden?

Ja, der gesetzliche Unfallversicherungsschutz über die originäre Einsatzstelle bleibt unter bestimmten Voraussetzungen erhalten. Weitere Einzelheiten und einen Mustertext für die notwendige schriftliche Vereinbarung finden Sie unter www.freiwillige-helfen-jetzt.de

Gilt der Versicherungsschutz auch auf Wegen, wenn der Einsatz nicht in der ursprünglichen Einsatzstelle erfolgt, sondern in einem anderen gemeinwohlorientierten Einsatzbereich?

Ja, der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf die mit dem "erweiterten Einsatzbereich" verbundenen Wege.

Sind Bundesfreiwillige, deren Einsatzstelle wegen der Covid-19-Pandemie geschlossen ist und die deshalb vom Dienst freigestellt sind, unfallversichert, wenn sie während der Freistellung als freiwillige Saisonkräfte in der Landwirtschaft arbeiten?

Der Einsatz in kommerziellen Einrichtungen und Unternehmen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes ist nicht zulässig, weil diese Unternehmen nicht gemeinwohlorientiert sind. Deshalb scheidet Versicherungsschutz über die nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz anerkannte Einsatzstelle aus. Bei unentgeltlicher Arbeit als Saisonkraft in der Landwirtschaft kommt aber Versicherungsschutz über das landwirtschaftliche Unternehmen bei der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Betracht.

Aktualisiert: 09.04.2020

In der Corona-Krise werden vielerorts Initiativen gegründet, um beispielsweise Nachbarschaftsdienste für hilfebedürftige Personen zu übernehmen. Dabei handelt es sich in der Regel um vorübergehende lose Zusammenschlüsse privater Natur. Für diese besteht kein Versicherungsschutz über die BGW. Unentgeltliche/ ehrenamtliche Tätigkeiten sind nur dann über die BGW versichert, wenn sie in Unternehmen des Gesundheitsdienstes und der Wohlfahrtspflege geleistet werden. Wird aus einem vorübergehenden losen Zusammenschluss eine auf Dauer angelegte Einrichtung, z.B. in Trägerschaft eines Vereins, muss dieses Unternehmen bei der BGW angemeldet werden. Prüfen Sie im Einzelfall, ob sich für vorübergehende private Initiativen, die nicht bei der BGW versichert sind, möglicherweise ein Versicherungsschutz über die regional zuständige Unfallkasse ergibt.

Aktualisiert: 25.03.2020

Für Beschäftigte oder ehrenamtliche Mitarbeitende greift der Versicherungsschutz auch dann, wenn sie von ihrem Arbeitgeber ins Ausland entsendet werden und sich dort nachweislich durch ihre berufliche Tätigkeit infizieren. Wesentliche Voraussetzung ist, dass ein inländisches Beschäftigungsverhältnis über die Zeit des Auslandeinsatzes hinaus besteht.

Falls Beschäftigte oder selbstständig Tätige innerhalb der Europäischen Union entsandt werden, bedarf es einer sogennanten A1-Bescheinigung. Für die Ausstellung ist in der Regel die Krankenkasse zuständig, oder wenn keine Krankenversicherungspflicht besteht: die Deutsche Rentenversicherung. Gemäß § 106 SGB IV wird die A1-Bescheinigung innerhalb von drei Arbeitstagen nach elektronischer Antragsstellung übermittelt. Die A1-Bescheinigung weist aus, welches nationale Recht anzuwenden ist, und Personen, für die danach das deutsche Recht gilt, sind auch im Ausland in gleichem Umfang versichert als wären sie im Inland tätig. Die A1-Bescheinigung ist für alle Träger der Sozialversicherung und auch für die Träger der anderen Mitgliedstaaten verbindlich und ist im Ausland stets bei sich zu führen.

Für Einsätze außerhalb der Europäischen Union besteht während einer Entsendung in der Regel Versicherungsschutz über die sogenannte „Ausstrahlung“ nach § 4 SGB IV. Sollte dieser Versicherungsschutz nicht bestehen, bietet die BGW die Möglichkeit einer freiwilligen Auslandsversicherung. Mehr zur gesetzlichen Unfallversicherung bei Aufenthalten im Ausland.

Aktualisiert: 25.03.2020

Ärztliche Berufskrankheiten-Anzeige und Kostenübernahme von Testungen bei Covid-19-Verdacht (aktualisiert: 23.04.2020)

Die Erkrankung von versicherten Personen infolge einer nachweislich beruflich erworbenen Infektion mit dem Corona-Virus wird als Berufskrankheit anerkannt, soweit hierfür die rechtlichen Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen.

 

Haben Ärzte oder Zahnärzte den begründeten Verdacht, dass bei Versicherten eine Berufskrankheit (BK) besteht, sind sie gesetzlich verpflichtet, gegenüber dem Unfallversicherungsträger unverzüglich eine Berufskrankheiten-Anzeige zu erstatten (§ 202 SGB VII). Die Versicherten sind über die Anzeige zu informieren. Die ärztliche Anzeigepflicht besteht selbst dann, wenn die versicherte Person der Anzeige widerspricht.

Aktualisiert: 14.04.2020

Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus kommt eine Berufskrankheit (BK) nach Nr. 3101 der Anlage zur BK-Verordnung in Betracht. Nr. 3101 gilt für Infektionskrankheiten von versicherten Personen, die

  • im Gesundheitsdienst,
  • in der Wohlfahrtspflege oder
  • in einem Laboratorium tätig oder
  • durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt waren.

Bei Tätigkeiten in anderen Bereichen ist die Anerkennung einer BK-Nr. 3101 nicht möglich.

Der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Nr. 3101 bei einer in den genannten Bereichen tätigen versicherten Person ist in folgenden zwei Konstellationen begründet:

  1. Eine Infektion mit Covid-19 ist mittels PCR-Test nachgewiesen.
  2. Ein positiver PCR-Test liegt zwar nicht vor, aber die versicherte Person hatte bei Ausübung ihrer versicherten Tätigkeit direkten Kontakt zu einer wahrscheinlich oder bestätigt mit Covid-19 infizierten Person und nach diesem Kontakt sind innerhalb der Inkubationszeit Symptome aufgetreten, die auf eine Covid-19 Erkrankung hinweisen. Ein direkter Kontakt ist insbesondere bei pflegerischer Tätigkeit an der Indexperson, bei körperlicher Untersuchung der Indexperson oder bei Umgang mit Atemwegssekret oder anderen Körperflüssigkeiten gegeben.

Aktualisiert: 14.04.2020

 

In der unter 2. genannten Fallkonstellation übernimmt die BGW die zur Abklärung des BK-Verdachts erforderlichen Kosten eines PCR-Tests und – sofern zum sicheren Ausschluss einer Infektion erforderlich – auch die Kosten eines Wiederholungstests. Dies gilt selbst dann, wenn die versicherte Person aus Sicht des anzeigenden Arztes ausreichende Schutzkleidung getragen hat. Denn die Prüfung, ob bei einer bestätigten Infektion auch alle übrigen Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit erfüllt sind, verbleibt bei der BGW.

Wichtig: Ein BK-Verdacht besteht nicht mehr, wenn eine COVID-19 Infektion sicher ausgeschlossen wurde. Wurde bis dahin eine ärztliche Verdachtsanzeige noch nicht erstattet, entfällt eine Übernahme von Kosten für einen PCR-Test durch die BGW. Keine Kosten kann die BGW darüber hinaus für etwaige Screenings oder Testungen übernehmen, die aus Gründen des Patienten– und Mitarbeiterschutzes oder der allgemeinen Gefahrenabwehr durchgeführt werden.

Aktualisiert: 14.04.2020

Wichtig ist eine schnelle Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige über Mitarbeitende, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Das positive Testergebnis soll der Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin beigefügt werden.

Häufig liegen Mitarbeitenden nur telefonische Informationen des Gesundheitsamtes über positive Testergebnisse vor. In dem Fall kümmert sich die BGW um eine schriftliche Bestätigung des positiven Testergebnisses.

Bitte geben Sie dafür in der Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige an, durch welche Institution (z. B. zuständiges Gesundheitsamt an welchem Ort?) oder ärztliche Praxis die Testergebnisse kommuniziert wurden.

Aktualisiert: 23.04.2020

 

 

BGW-Angebote: Unterstützung für Versicherte in Krisensituationen (aktualisiert: 21.04.2020)

Raus aus dem Krisenmodus

(Foto: AdobeStock/Milles Studio)

Raus aus dem Krisenmodus: Tipps, um Belastungen besser zu bewältigen

Ob in der Notaufnahme, am Pflegebett, beim Krankentransport oder in der Arztpraxis – die Corona-Pandemie fordert uns alle. Diese Tipps helfen dabei, Abstand zu gewinnen und auf sich selbst zu achten. | mehr

Eine Frau telefoniert mit dem Handy.

Angebot in der Corona-Krise: telefonische Krisenberatung
(Foto: www.freepik.com/Yeko Photo Studio)

Telefonische Krisenberatung für BGW-Versicherte

Beschäftigte im Gesundheitsdienst können durch die Pandemie in Extremsituationen geraten. Die BGW unterstützt Versicherte in diesen Fällen mit telefonischer Krisenberatung. | mehr

Eine Frau sitzt vor einem Laptop und lässt sich per Video coachen.

(Foto: AdobeStock/fizkes)

Krisen-Coaching für Führungskräfte und Personen in Verantwortung

Ein Angebot zur Stärkung der psychischen Gesundheit: Sie können bis zu fünf kostenfreie Coaching-Einheiten per Telefon oder Video wahrnehmen. | mehr

Pflegerin, die den Kopf in die Hände stützt und grübelnd auf ein Handy schaut, das auf dem Tisch liegt

Professionelle therapeutische Unterstützung kann notwendig werden.
(Foto: Fotolia/Miriam Dörr)

Das Krankenhaus im Ausnahmezustand: Vorbereitung der Beschäftigten auf die Krisensituation

Die Corona-Pandemie stellt Krankenhäuser vor erhebliche neue Herausforderungen. Was können Sie in der Situation tun? Die BGW unterstützt Sie. Informieren Sie sich hier über Arbeitsorganisation, persönliche, individuelle Maßnahmen und Beratungsangebote. | mehr

 

Prävention: Gefährdungsbeurteilung, Brancheninfos, Schutzmaßnahmen, Schutzausrüstung und branchenspezifische Arbeitsschutzstandards

Vorbereitung auf die Zeit nach dem Shutdown

Es erreichen uns immer wieder Fragen, wie der Infektionsschutz in derzeit geschlossenen Betrieben und Einrichtungen nach der Lockerung von staatlichen Auflagen gewährleistet werden kann. Experten und Expertinnen der BGW arbeiten aktuell intensiv an Vorschlägen zur Verminderung des Infektionsrisikos. Dabei sind auch noch ausstehende staatliche Regelungen und Vorgaben zu berücksichtigen.
Sobald wir weitere Informationen für die Wiederaufnahme des Betriebes während der laufenden Pandemie in unseren Mitgliedsbetrieben haben, werden wir diese hier veröffentlichen.
(veröffentlicht: 14.04.2020)


Wie kann ich mich auf die Wiederöffnung meines Unternehmens vorbereiten und wann gibt es einen Standard für meine Branche?

Auch, wenn für Ihre Branche noch kein spezifischer Standard der BGW vorliegt, gilt: Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet alle Arbeitgeber, die Gefährdungen der Beschäftigten bei der Arbeit zu beurteilen. Durch die Gefährdungsbeurteilung lässt sich feststellen, welche Arbeitsschutzmaßnahmen in der jeweiligen betrieblichen Situation erforderlich sind. Bei einer Veränderung der Arbeitsbedingungen ist die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Das heißt: Unternehmerinnen und Unternehmer sind auch ohne konkrete Festlegungen schon jetzt in der Pflicht, die Gefährdungsbeurteilung um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz zu ergänzen.
Die BGW arbeitet mit Hochdruck an branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards, um Unternehmen Sicherheit über die an sie gestellten Anforderungen zu geben. Fertige Branchenstandards werden zeitnah veröffentlicht.
Einen allgemeinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard mit Maßnahmen zum Infektionsschutz hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits veröffentlicht. Er bietet den Unternehmen bereits jetzt eine gewisse Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung und bildet die Grundlage für die branchenspezifischen Standards der Berufsgenossenschaften.
(veröffentlicht: 07.05.2020)

 

Gefährdungsbeurteilung zu Corona (aktualisiert: 26.05.2020)

Gefährdungsbeurteilung: Muster-Beispiele für mehrere Branchen herunterladen und anpassen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus' ist die Gefährdungsbeurteilung zu ergänzen. Hier erhalten Sie Beispiele zum Herunterladen für verschiedene Branchen, die Sie anpassen und zu Ihrer bestehenden Gefährdungsbeurteilung hinzufügen können. | mehr

 

Arbeiten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 und Covid-19 (aktualisiert: 29.04.2020)

BGW: Coronavirus - Kliniken, Pflege, Praxen: Technische Regeln, Schutzmaßnahmen, Covid-19 Abstrichtests, Umgang mit Verdachts- und bestätigten Fällen

Schutz für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege: So gehen Kliniken, ärztliche Praxen und Pflegeeinrichtungen in der Zeit der Coronavirus-Pandemie vor. Maßnahmen beim Umgang mit Verdachtsfällen und bestätigen Fällen von Covid-19. | mehr

 

Weitere Branchen und Berufe: Infos und Empfehlungen (aktualisiert: 15.05.2020)

 

DGUV-Logo

DGUV: Fachbereich AKTUELL

Das Sachgebiet Bäder des Fachbereichs Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege der DGUV hat im neuen Fachbereich AKTUELL Informationen zum Arbeitsschutz beim Betrieb von Bädern während einer Corona-Pandemie veröffentlicht. Die vorliegenden Informationen für Bäderbetriebe basieren auf dem SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und zeigen auf, wie die betreffenden Arbeitsschutzvorschriften in den Betrieben umgesetzt werden können. | mehr

Der Fachbereich AKTUELL wurde am 22.05.2020 um eine Muster-Ergänzung der Gefährdungsbeuteilung SARS-CoV-2 beim Badbetrieb aktualisiert.


Deutsche Gesellschaft für das Badewesen: Pandemieplan Bäder
Der Arbeitskreis "Organisation" der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) hat als Hilfestellung für die Bäderverantwortlichen einen Fachbericht "Pandemieplan Bäder" Version 2.0 mit Stand vom 23.04.2020 erarbeitet und veröffentlicht. | mehr

Aktualisiert: 28.05.2020

 

Schulen werden schrittweise geöffnet, die Notbetreuung in Kitas wird erweitert: In den kommenden Wochen kehren wieder mehr Kinder und Jugendliche in ihre Bildungseinrichtungen zurück. Für die dort Beschäftigten bedeutet das: Sie müssen eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus umsetzen und diese auch den Kindern vermitteln - eine komplexe Aufgabe.

Die Hinweise der DGUV sind weder vollständig noch abschließend, da sich fast täglich Änderungen ergeben. Länderspezifische Regelungen der zuständigen Ministerien und Gesundheitsbehörden ergänzen die Empfehlungen. Bleiben Sie bitte auf dem Laufenden, indem Sie bei Ihren zuständigen Länderbehörden recherchieren.

Infos für Bildungseinrichtungen in der Coronavirus-Pandemie

Logo DGUV

DGUV - Fachbereich Bildungseinrichtungen: Umgang mit der Coronavirus-Pandemie

Für Schulen und Kitas, aber auch für Hochschulen: Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Bildungsbereich. | mehr

Aktualisiert: 27.05.2020

 

Haare werden mit einer Schere geschnitten

(Foto: Werner Bartsch)

Coronavirus und Friseurhandwerk - Arbeitsschutz, Hygiene, Antworten auf häufige Fragen

Friseursalons können - unter Einhaltung des Arbeitsschutzstandards - ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der aktualisierte Arbeitsschutzstandard der BGW (Stand 08.05.2020) mit Infos zu Abstandsregeln und Hygiene. Neu: Unter strengen Auflagen sind auch gesichtsnahe Dienstleistungen erlaubt. Außerdem: Antworten auf häufige Fragen und vieles mehr. Die Seite wird fortlaufend ergänzt | mehr

Aktualisiert: 27.05.2020

 

Gepflegte Hände und Füße mit Tulpen

(Foto: adobe/forma82)

Coronavirus, Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios - Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformation und Antworten auf häufige Fragen

Um sowohl Beschäftigte als auch Kunden und Kundinnen vor dem Coronavirus zu schützen, hat die BGW Hilfen für die Wiedereröffnung entwickelt: Der Arbeitsschutzstandard der BGW, eine Datenschutzinformation für die Kundschaft sowie Antworten auf häufige Fragen. Die Seite wird fortlaufend ergänzt. | mehr

Aktualisiert: 13.05.2020

 

Schutzmaßnahmen: BGW-Empfehlungen

BGW: Schutzmaßnahmen, Verdachtsabklärung und Informationsquellen zu Corona

Hinweise und mögliche Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus sowie Verdachtsabklärung von Erkrankten mit Covid-19. | mehr

 

Weitere Informationsquellen

Hebammenverband: Befristete Sonderregelungen für die Zeit der Covid-19-Pandemie

Der Verband informiert im Zusammenhang mit Covid-19 über veränderte Abrechnungsmodalitäten, Regelungen für den Kreißsaal und aktuelle Entwicklungen für Hebammen. | mehr

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in Kliniken im Zusammenhang mit Corona

Empfehlungen zum Eigenschutz des Personals und zum Umgang mit Verdachts- und bestätigten Fällen von Covid-19 | mehr

Hebammenverband: Per Videotelefonie Schwangere und Wöchnerinnen betreuen (Corona-Epidemie)

Pressemitteilung zum Einsatz neuer Wege in der Betreuung. | mehr

Aktualisiert: 14.04.2020

 

"Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet", so die Bundesregierung.

BGW: Coronavirus in Kliniken, Praxen (und Pflege) - Infos und Handlungsempfehlungen

Schutz für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege: So gehen Kliniken, ärztliche Praxen und Pflegeeinrichtungen in der Zeit der Coronavirus-Pandemie vor. Maßnahmen beim Umgang mit Verdachtsfällen und bestätigen Fällen von Covid-19. | mehr

Die Bundesregierung hat zentral Schutzausrüstung beschafft, die derzeit oft vergriffen ist. Am 20.03.2020 begann die Verteilung durch ein Logistikunternehmen an die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und weiter an die Praxen und Einrichtungen.

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Coronavirus - Informationen für Ärztinnen, Ärzte und Praxispersonal

Vorgehen bei Verdachtsfällen, Labortest, Meldepflicht, Hinweise zu Abrechnung, AU-Bescheinigungen, Schutzausrüstung, Antworten auf häufige Fragen (FAQ). | mehr

Sicheres Umfüllen von Desinfektionsmitteln

Informieren Sie sich über das sichere Umfüllen von Desinfektionsmitteln und beachten Sie die Hinweise zum Brand- und Explosionsschutz.

Aktualisiert: 29.04.2020

 

 

Kinderhand setzt Bauklötze aufeinander. Im Hintergrund verschwommen weitere Gegenstände

(Foto: pixabay/ Esi Grünhagen)

Coronavirus: Kinderbetreuung und Kindertagesstätten - Arbeitsschutz, Antworten auf häufige Fragen und Infos

Zum Arbeitsschutzstandard der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Hinweise, um Beschäftigte und Kinder vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen und Antworten auf häufige Fragen. | mehr

Aktualisiert: 25.05.2020

 

Mandeln mit Seife

(Foto: Eva-Maria Miehling)

Coronavirus und Kosmetikstudios - Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformation und Antworten auf häufige Fragen

Damit sich bei der kosmetischen Behandlung weder Beschäftigte noch Kunden oder Kundinnen mit dem Coronavirus anstecken, hat die BGW den Arbeitsschutzstandard für Kosmetikstudios erarbeitet. Außerdem: Datenschutzinformation für die Kundschaft und Antworten auf häufige Fragen. Die Seite wird fortlaufend ergänzt. | mehr

Aktualisiert: 08.05.2020

 

BGW: Coronavirus und Humanmedizin - Infos und Handlungsempfehlungen

Schutz für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege: So gehen Kliniken, ärztliche Praxen und Pflegeeinrichtungen in der Zeit der Coronavirus-Pandemie vor. Maßnahmen beim Umgang mit Verdachtsfällen und bestätigen Fällen von Covid-19. | mehr

 

Können Einrichtungen Mehraufwendungen für die Anpassung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) oder für überhöhte PSA-Kosten erstattet bekommen?

Einrichtungen können im Rahmen des "Pflege-Rettungsschirms" unter Umständen gemäß § 150 SGB XI Mehraufwendungen für die Anschaffung von PSA beantragen.

 

Welche Informationsquellen empfiehlt die BGW?

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung: Antworten auf häufige Fragen (FAQ) für die stationäre und ambulante Pflege

  • Allgemeine Fragen, z.B. Wo gibt es Präventions-Infos, Merkblätter für Personal, Pflegebedürftige, Besucher?
  • Verhalten bei Verdacht oder Ansteckung, z.B. Wie können Beschäftigte vor einer Ansteckung durch Betreute geschützt werden?
  • Hygienemaßnahmen, z.B.: Woher bekomme ich genügend Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel?
  • Stationäre Pflege, z.B.: Tagespflege, Personalschlüssel, Desinfizieren, Neuaufnahmen, Besuchsregelungen
  • Ambulante Pflege, z.B.: Schutzkleidung, Bezug Desinfektionsmittel

mehr

Robert-Koch-Institut: Hinweise für ambulante Pflegedienste im Rahmen der Covid-19-Pandemie

Vorbeugung der Verbreitung des Coronavirus, Einsatz von Schutzmasken, Referenzen und weiterführende Links. | mehr

Robert Koch Institut: Prävention und Management von Covid-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen

Die Empfehlungen gelten auch für Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen sowie für den öffentlichen Gesundheitsdienst. | mehr

Sicheres Umfüllen von Desinfektionsmitteln

Informieren Sie sich über das sichere Umfüllen von Desinfektionsmitteln und beachten Sie die Hinweise zum Brand- und Explosionsschutz.

Aktualisiert: 29.04.2020 

Apotheken spielen während der Coronavirus-Pandemie eine wichtige Rolle. Sie liefern und verkaufen Arzneimittel und informieren über Krankheitsrisiken und Schutzmaßnahmen. Damit die Beschäftigten gesund bleiben, haben Schutzmaßnahmen besondere Bedeutung. Auch bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln kommt es auf die Sicherheit an.

 

Apothekerin übergibt Medikament an Kundin

(Foto: Fotolia/contrastwerkstatt)

BGW: Cronavirus - Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen und Hygiene in Apotheken

Von der Gefährdungsbeurteilung bis zur persönlichen Schutzausrüstung - was Apotheken zum Schutz ihrer Beschäftigten vor Coronaviren brauchen: Tipps und Empfehlungen. | mehr

Die Grafik zeigt eine Vorrichtung zum sicheren Umfüllen einer Flüssgkeit von einem Kanister in einen anderen

Durch Erdung werden bei Umfüllvorgängen elektrostatische Aufladungen vermieden
(Foto: Illustration nach TRGS 727/G.Burkhard)

BGW: Desinfektionsmittel selbst herstellen - Brände und Explosionen in Apotheken vermeiden

Erlaubnis zum Herstellen von Desinfektionsmittel (bis 31.08.2020). Sicher umfüllen, herstellen und konfektionieren - so sorgen Sie für Sicherheit. | mehr

Titel: Influenzapandemie – Risikomanagement in Apotheken

BGW: Influenzapandemie – Risikomanagement in Apotheken

Handlungsanleitung und Empfehlungen zu Arbeitsschutzmaßnahmen für Verantwortliche in Apotheken, erstellt von der Bundesapothekerkammer (BAK) und der BGW . | mehr

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA): Informationen zum Coronavirus

Hinweise für Apotheken zum Coronavirus, Schaufensteraushang, Antworten auf häufige Fragen von Beschäftigten, Arbeitsschutz, Risikomanagement. | mehr

Aktualisiert: 14.05.2020

 

Hand schneidet Fußnagel

(Foto: LichtRaum Studios)

Coronavirus und Podologie - Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformation und Antworten auf häufige Fragen

Um bei der podologischen Behandlung weder Beschäftigte noch Patienten oder Patientinnen mit dem Coronavirus anzustecken, bietet die BGW den Arbeitsschutzstandard für die Podologie, eine Datenschutzinformation für die Kundschaft sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Seite wird fortlaufend ergänzt. | mehr

Deutscher Verband für Podologie (ZFD): Corona-Info "Neue Empfehlungen für Podologen (Stand 22.03.2020)

Laut dem Verband ZFD dürfen medizinische Behandlungen weiter durchgeführt werden. Aushang für den Praxiseingang, Antworten auf häufige Fragen und weitere Infos. | mehr

Aktualisiert: 15.05.2020

 

Angestellte im Außendienst der Schädlingsbekämpfung haben aufgrund Ihrer Tätigkeit Kontakte zu Kunden und Kundinnen aus unterschiedlichen Branchen.

Auch Einsätze in Einrichtungen des Gesundheitsdienstes und der Wohlfahrtspflege sind möglich. Liegen dort bestätigte oder Verdachtsfälle von SARS-Cov-2 oder der Krankheit Covid-19 vor, sind besondere Maßnahmen zu treffen.

 

Schädlingsbekämpfer in Schutzkleidung mit Spritzgerät

(Foto: AdobeStock/Uwe Annas)

BGW: Handlungsempfehlungen und Hygienemaßnahmen für die Schädlingsbekämpfung

Die Handlungsempfehlungen für die Schädlingsbekämpfung dienen dem Schutz der Beschäftigten | mehr

Aktualisiert: 06.04.2020

 

Tattoonadel auf Haut

(Foto: adobe/studio v-zwoelf)

Coronavirus, Tattoo- und Piercingstudios - Arbeitsschutzstandard, Datenschutzinformationen und Antworten auf häufige Fragen

Weder beim Piercen, noch beim Tätowieren lässt sich der Körperkontakt komplett vermeiden. Damit sich trotzdem keiner mit dem Coronavirus ansteckt, gibt es Hilfen für die Wiedereröffnung: Der Arbeitsschutzstandard der BGW sowie Antworten auf häufige Fragen. Die Seite wird fortlaufend ergänzt. | mehr

Aktualisiert: 15.05.2020

 

Physiotherapie, medizinische Massage

Physiotherapeut und Frau mit Theraband

(Foto: adobe/Andrey Popov)

BGW: Coronavirus - physiotherapeutische Praxen und medizinische Massagepraxen - Arbeitsschutzstandard und Infos

Neben dem am 20.05.2020 veröffentlichten Arbeitsschutzstandard finden Sie hier Infos und Tipps zum Datenschutz (PDF zum Herunterladen, um Kundschaft zu informieren) sowie Antworten auf häufige Fragen. | mehr

Weitere Informationen 

Desinfektionsmittel-Spender wird benutzt

Händedesinfektionsmittel sollte im Spender bereit gehalten werden.
(Foto: BGW/Florian Arvanitopoulos)

BGW: Coronavirus - Schutzmaßnahmen in therapeutischen Praxen

Empfehlungen zu Schutzmasken, Händedesinfektionsmitteln und zur Beschaffung persönlicher Schutzausrüstung. Maßnahmen für die Arbeitsorganisation, den Umgang mit Patientinnen und Patienten, Hausbesuche und Hygiene. | mehr

BGW: Überblick therapteutische Praxen und Corona

Informationen und Links zu Verbänden für die Bereiche Ergotherapie, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker und Logopädie. | mehr

Aktualisiert: 20.05.2020

Ein Praxisbetrieb kann grundsätzlich stattfinden, solange die Praxis nicht vom Gesundheitsamt oder der Landesregierung geschlossen wird. Bitte beachten Sie zusätzlich mögliche abweichende landesspezifische Regelungen.

Während der Ausgangsbeschränkungen können therapeutische Behandlungen grundsätzlich stattfinden, sofern diese medizinisch notwendig sind. Dies ist grundsätzlich dann der Fall, wenn sie ärztlich verordnet sind. Handelt es sich um ältere Verordnungen, liegt es im Ermessen des Therapeuten bzw. der Therapeutin, im Einvernehmen mit dem Patienten oder der Patienting individuell zu entscheiden, ob eine Therapie erforderlich ist, oder ob die Therapie auch ohne medizinische Gefährdung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann. Im Zweifelsfall sollte aber Rücksprache mit der ärztlichen Praxis erfolgen.

 

Desinfektionsmittel-Spender wird benutzt

Händedesinfektionsmittel sollte im Spender bereit gehalten werden.
(Foto: BGW/Florian Arvanitopoulos)

BGW: Coronavirus - Schutzmaßnahmen in therapeutischen Praxen

Empfehlungen zu Schutzmasken, Händedesinfektionsmitteln und zur Beschaffung persönlicher Schutzausrüstung. Maßnahmen für die Arbeitsorganisation, den Umgang mit Patientinnen und Patienten, Hausbesuche und Hygiene. | mehr

Ein schwarzer Kanister mit der Aufschrift "ExELStat"

Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladung sollten nur Kunststoffbehälter mit dem Prüfzeichen "ExELStat" verwendet werden
(Foto: BG ETEM, Metz)

BGW: Händedesinfektionsmittel sicher umfüllen

Hinweise zum Brand- und Explosionsschutz beim Umfüllen von Desinfektionsmitteln.| mehr


Ergotherapie

Deutscher Verband der Ergotherapeuten: Corona - aktuelle Informationen

Hygiene-Empfehlungen, Kinder-Notbetreuung von Praxisangehörigen, Soforthilfen, Tipps zu Videotherapie, Hygienemaßnahmen, Antworten auf häufige Fragen. | mehr

Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker

Verband Deutscher Heilpraktiker: Informationen zum Coronavirus Sars-Cov-2

Informationen zum Offenhalten von Praxen und Hygienemaßnahmen, Soforthilfen, Entschädigungen und Links | mehr

Logopädie

Logo Deutschland: Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Konkrete Empfehlungen zur Vermeidung von Ansteckung/ Keimübertragung mit dem Coronavirus in logopädischen Praxen als PDF sowie weitere Informationen zu Unterstützungsangeboten und Antworten auf häufige Fragen. | mehr

dbl - Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Infos zur Corona-Pandemie in Stichworten, eine Übersicht über kostenlose digitale Anwendungen zur Teletherapie und weitere Services. | mehr

Physiotherapie, medizinische Massage

BGW: Coronavirus - physiotherapeutische Praxen und medizinische Massagepraxen - Arbeitsschutzstandard und Infos

Neben dem am 20.05.2020 veröffentlichten Arbeitsschutzstandard finden Sie hier Infos und Tipps zum Datenschutz (PDF zum Herunterladen, um Kundschaft zu informieren) sowie Antworten auf häufige Fragen. | mehr

Aktualisiert: 20.05.2020

"Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet", so die Bundesregierung.

Aktualisiert: 03.04.2020

 

Coronavirus: Schutzmaßnahmen in Werkstätten für behinderte Menschen

Hinweise und mögliche Maßnahmen, deren Umsetzung in Werkstätten für behinderte Menschen sinnvoll erscheinen, um Beschäftigte vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. | mehr

Aktualisiert: 13.05.2020

 

"Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet", gab die Bundesregierung am 16.03.2020 bekannt.

Wer trägt die Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten/ Versicherten?

Die Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten bei der Arbeit liegt bei der Unternehmerin oder beim Unternehmer (siehe §§ 3-5 ArbSchG, SGB VII u. § 2 DGUV Vorschrift 1).

Die erforderlichen Maßnahmen hat sie oder er durch eine fachkundig und betriebsspezifisch durchgeführte Gefährdungsbeurteilung festzulegen und umzusetzen (siehe § 3 DGUV Vorschrift 1 und § 5 ArbSchG). Dabei ist nicht nur die Frage zu beantworten wie Gefährdungen reduziert, sondern auch wie sie vermieden werden können: Zum Beispiel planbare Untersuchungen verschieben.

Welche Rolle spielt die BGW?

Die BGW kann die Verantwortung von Unternehmerinnen und Unternehmern für die Beschäftigten nicht übernehmen. Ihre Aufgabe ist die Beratung und Aufsicht ihrer Mitgliedsbetriebe auf den Gebieten der Arbeitssicherheit, der Unfallverhütung und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmenden.

Grundsätzlich kann die BGW im Rahmen ihres Aufsichtshandelns nach SGB VII bestimmte Arbeiten untersagen. Sie kann auch anordnen, dass entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind (§ 19 SGB 7). Diese Anordnungen richten sich an dann an die Unternehmerin.

Dies erfolgt immer im Einzelfall und unter Würdigung aller Umstände sowie mit pflichtgemäßem Ermessen. Im konkreten Fall arbeiten wir mit den staatlichen Arbeitsschutzbehörden zusammen.

Wer kann Einrichtungen aufgrund einer Infektionsgefährdung schließen?

Das Schließen von Betrieben aus infektionsschutzrechtlichen Gründen obliegt der zuständigen Behörde nach dem Infektionsschutzgesetz. Beim Robert-Koch-Institut können Sie ein Gesundheitsamt nach Postleitzahl oder Ort finden.

Wer ist primär für den Vollzug staatlichen Arbeitsschutzrechts zuständig?

Für den Arbeitsschutz und den Vollzug des staatlichen Arbeitsschutzrechts sind vorrangig die staatlichen Arbeitsschutzbehörden in den jeweiligen Bundesländern zuständig.

 

Weiterführende Informationsquelle:

Bundeszahnärztekammer: Zahnärztliche Behandlung und Covid-19-Pandemie

Risikomanagement, Praxisbetrieb, Behandlungspflicht, Ansprechpersonen, Quarantäne, Praxisaushang "STOP" und Infos für Patientinnen und Patienten. | mehr

Aktualisiert: 08.04.2020

 

Informationen für Durchgangsärztinnen und Durchgangsärzte

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Durchgangsarztverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung haben die Landesverbände der DGUV zusammengestellt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt. | mehr

Aktualisiert: 08.04.2020

 

Coronavirus: Rehakliniken und Hotels für Covid-19-Betroffene geeignet?

In besonders vom Coronavirus betroffenen Regionen könnte sich die Frage stellen: Wie lassen sich Kliniken und Krankenhäuser entlasten, wenn sie wegen SARS-CoV-2 überfüllt sind? Hier sind Reha-Kliniken sowie Hotels als mögliche Aufnahmestätten im Gespräch. Ihre Eignung ist im Einzelfall zu prüfen - und der Arbeitsschutz muss beachtet werden. | mehr

Aktualisiert: 22.04.2020

 

Unser Tipp: Auch auf andere Vorgaben achten

Ergänzend - oder über die BGW-Standards hinausgehend - gibt es zu vielen Themen rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Kreisen, die einzuhalten sind. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.


Ist Ihre Branche nicht dabei? Informieren Sie sich über weitere branchenspezifische Corona-Arbeitsschutzstandards auf der Seite der DGUV. Diese bietet eine Übersicht aller Branchen und den zuständigen Berufsgenossenschaften.

Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel (aktualisiert: 21.04.2020)

Hinweise zu Beschaffung, Verwendung

 

Mutterschutz in Zeiten der Covid-19-Pandemie (aktualisiert: 14.04.2020)

 

Bei der Beschäftigung Schwangerer gelten Besonderheiten, etwa bei der Gefährdungsbeurteilung.

Aktuell gibt es international keinen Hinweis, dass Schwangere durch SARS-CoV-2 gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung, so das German Board and College of Obstetrics and Gynecology. Allgemeine Empfehlungen zum Infektionsschutz gelten auch für Schwangere.

Aktualisiert: 09.04.2020

 

Bitte informieren Sie sich in unserer Rubrik: Gefährdungsbeurteilung und Mutterschutz.

Nach Arbeitssicherheitsgesetz sollten bei entsprechender Fachkompetenz der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit den Betrieb unterstützen, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen.

Bei komplexen Fragestellungen können die Mutterschutzreferate der Gewerbeaufsichtsämter den Betrieb beraten, sie entscheiden auch über Ausnahmeregelungen.

Aktualisiert: 14.04.2020

 

Ausschuss für Mutterschutz (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben): Mutterschutz und SARS-CoV-2

Bewertung von Mutterschutz und Coronapandemie, betrieblicher Gesundheitsschutz für Schwangere und Stillende, Beratungsmöglichkeiten, Infos für Betriebe, betriebsärztliches Personal, Frauenärztinnen und -ärzte sowie Hebammen | mehr

Aktualisiert: 09.04.2020

 

Bundesfamilienministerium: Aufsichtsbehörden für Mutterschutz und Kündigungsschutz: Informationen der Länder

Für jedes Bundesland: Liste der für den Mutterschutz zuständigen Behörden und Institutionen | mehr

Aktualisiert: 29.04.2020

 

 

Erste Hilfe: Infos zu Kurs-Absagen und Homeoffice (aktualisiert: 09.04.2020)

Keine Teilnahme bis auf Weiteres wegen Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 empfohlen

Durch die Corona-Pandemie ergeben sich auch Änderungen beim Thema Erste Hilfe, zum Beispiel weil Aus- und Fortbildungen in Erster Hilfe verschoben werden müssen oder viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten.

 

Ja. Die Grundversorgung in Bezug auf die Erste Hilfe muss sichergestellt sein. Hierbei kann auch auf externe Personen als Ersthelfende zurückgegriffen werden; zum Beispiel Sicherheitspersonal, das oftmals eine Erste-Hilfe-Aus-bzw. Fortbildung nachweisen kann.

Es sollte versucht werden – auch bei einem reduzierten Personalstamm - die in der DGUV Vorschrift 1 festgelegte Mindestanzahl zu erreichen. Das bedeutet bei zwei bis 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfender. Bei mehr als 20 Anwesenden müssen es in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 Prozent und in sonstigen Betrieben mindestens 10 Prozent der anwesenden Beschäftigten sein.

Ist dies aufgrund der aktuellen Situation nicht immer möglich, sollte man auch unter Einbeziehung der Gefährdungsbeurteilung der vorgegebenen Anzahl an Ersthelfenden möglichst nahekommen.

Aktualisiert: 01.04.2020

Da Ersthelfende erst ab zwei anwesenden Versicherten zur Verfügung stehen müssen, ist bei Beschäftigten im Homeoffice kein Ersthelfender notwendig.

Arbeiten von zu Hause aus stellen in der Regel keine gefährliche Alleinarbeit dar. Es reicht die Möglichkeit erforderlichenfalls einen Notruf per Festnetz- oder Mobiltelefon tätigen zu können.

Aktualisiert: 01.04.2020

Das kommt auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Ausbildungsstelle an, mit der Sie einen Vertrag geschlossen haben.

Grundsätzlich ist es zulässig, bei Stornierungen angemeldeter Personen Kosten in Rechnung zu stellen (Stornoregelungen). Ob diese Regelungen auch bei der Untersagung des Kursbetriebs durch Behörden Anwendung finden darf, muss zivilrechtlich geklärt werden.

Aktualisiert: 01.04.2020

Nein. Erste-Hilfe-Kurse nach DGUV Vorschrift 1 müssen nach wie vor als Präsenzveranstaltung absolviert werden. Ziel jedes Erste-Hilfe-Kurses ist die ganzheitliche Handlungskompetenz der Ersthelfenden in Notfallsituationen. Die reine Wissensvermittlung steht hierbei im Hintergrund.

Der Fokus liegt auf dem praktischen Üben wie zum Beispiel einen Verband anzulegen oder Betroffene psychisch zu betreuen – das kann man nur mit anderen Menschen üben. Daher sind Online-Kurse für die Erste Hilfe ausgeschlossen.

Aktualisiert: 01.04.2020

Sind Teilnehmende bereits zu Erste-Hilfe-Kursen angemeldet und die Kurse nicht bereits durch die ausbildende ermächtigte Stelle abgesagt, sollten sich die Mitgliedsbetriebe umgehend mit der ermächtigten Stelle bezüglich einer Verschiebung der Ersten-Hilfe-Aus- oder Fortbildung in Verbindung setzen. Gegebenenfalls sind die Vorgaben eines privatrechtlichen Vertrages zwischen ermächtigter Ausbildungsstelle/Unternehmen zu beachten.

Aktualisiert: 09.04.2020

Diese Bestätigungen für die Kostenübernahme durch die BGW zur Vorlage bei der Erste-Hilfe-Ausbildungsstelle bleiben gültig, wenn ein Kurs wegen des Coronavirus' verschoben werden muss. Die Kostenübernahmeerklärung gilt auch für einen Nachholtermin, und Sie müssen unten auf dieser Seite nicht erneut das Formular zum Erstellen einer Kostenübernahmeerklärung starten.

Aktualisiert: 09.04.2020

Nach der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" hat die Unternehmerin oder der Unternehmer dafür zu sorgen, dass die Ersthelferinnen und Ersthelfer "in der Regel" in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden. Sollte die Fortbildungsfrist aufgrund der Absagen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie-Planung überschritten werden, lässt die Forderung insbesondere in der aktuellen Situation einen gewissen Handlungsspielraum offen.

Bei deutlicher Überschreitung oder in Zweifelsfällen sollte erneut eine Teilnahme an einer Ersten-Hilfe-Ausbildung erfolgen. Gegebenenfalls ist die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt in die Entscheidung mit einzubinden. Der zeitliche Umfang der Ausbildung ist identisch mit der Fortbildung und beträgt ebenfalls 9 Unterrichtseinheiten (Nettoausbildungszeit: 6h 45 min).

Aktualisiert: 09.04.2020


Die DGUV hat zielgruppenspezifische Handlungshilfen sowohl für Unternehmen als auch für betriebliche Ersthelfende erarbeitet, die zum Herunterladen zur Verfügung stehen:

 

Betriebsärztin, Betriebsarzt, arbeitsmedizinische Vorsorge (aktualisiert: 21.04.2020)

Für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) gelten im Pandemiefall dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für jede ärztliche Praxis; diese ergeben sich aus dem Pandemieplan und Anordnungen des Bundes und der Länder. Als pragmatische Lösung könnten in der Notsituation arbeitsmedizinische Vorsorgen auch telefonisch durchgeführt werden. Denn bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge steht die Beratung im Vordergrund. Quelle: Bundesarbeitsministerium

 

Sie haben die Aufgabe, den Unternehmer oder die Unternehmerin zu beraten und in Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsschutzexperten und -expertinnen bei der Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen.

Die Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage für das betriebliche Arbeitsschutzkonzept und die Beratung in der betriebsärztlichen individuellen Vorsorge.

Eine telefonische und schriftliche Beratung zu allen in diesen Zeiten relevanten Arbeitsschutzthemen sollte möglich sein, vorausgesetzt die Arbeitsschutzexpertinnen und -experten kennen die Arbeitsplätze bereits oder haben Branchenkenntnisse. Selbstverständlich reicht es nicht, wenn die Unternehmen nur mit Hinweisen Dritter oder Fremdmaterial versorgt werden.

Aktualisiert: 20.04.2020

 

Im Rahmen der individuellen Gefährdungsbeurteilung muss geprüft werden, ob bei dem Tragen einer FFP2- oder FFP-3 Maske eine entsprechende arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden muss. FFP-Masken weisen nur einen geringfügig erhöhten Atemwiderstand sowie ein geringes Gewicht auf. Sie gehören nach der Einteilung der AMR 14.2 der Atemschutzgerätegruppe 1 an.

Laut Teil 4 Absatz 2 Nr. 2 der ArbMedVV ist für Maskentragende bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 erfordern, eine Angebotsvorsorge vorzusehen.

In Einrichtungen des Gesundheitsdienstes kann davon ausgegangen werden, dass sich die Maskenfilter beim Tragen nicht durch Stäube zusetzen, damit bleibt der Einatemwiderstand nahezu unverändert im Normbereich.

Bei Geräten der Gruppe 1 (Gerätegewicht bis 3 kg und Atemwiderstand bis 5 mbar) muss den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend..

Beispiele:

  • Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2
  • partikelfiltrierende Halbmasken, FFP 1, FFP 2 oder FFP 3 (Herstellerangaben beachten)
  • gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske
  • Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen

Siehe:

Aktualisiert: 04.05.2020

Sollten Untersuchungen oder Impfungen notwendig sein, müssen sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden, fallen aber noch unter den gleichen Anlass wie die telefonische Beratung. Untersuchungen und Impfungen sind freiwillig, die Teilnahme an der Beratung ist bei der Pflichtvorsorge verpflichtend.

Aktualisiert: 27.03.2020

Fristen für Tauglichkeitsuntersuchungen:

Die Fristen für Tauglichkeitsuntersuchungen, denen Rechtsgrundlagen wie zum Beispiel die Fahrerlaubnisverordnung zugrunde liegen, müssen mit den entsprechenden Behörden geklärt werden. Das sollten Verantwortliche in Betrieben und Beschäftigte selbst mit der entsprechenden Behörde klären.

Fristen für Tauglichkeitsuntersuchungen aufgrund betrieblicher Regelungen (Betriebsvereinbarungen für Gabelstaplerfahrer, für Absturzgefahr usw.) müssen betrieblich geregelt werden und dürften eigentlich ohne Probleme verschoben werden.

Wenn eine ärztliche Praxis im Pandemiefall keine persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung hat, kann sie den normalen Betrieb nicht aufrechterhalten und muss das Notwendige vom Wünschenswerten trennen.

Eignungsuntersuchungen:

Eignungsuntersuchungen können auch von anderen entsprechend qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten durchgeführt werden.

Aktualisiert: 27.03.2020

Auf der BGW-Website finden Sie folgende Seiten:

Aktualisiert: 20.04.2020

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin oder die Beschäftigten wollen, dass der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin zum Beispiel für eine chronisch kranke, immunsupprimierte Person wegen besonders hohem individuellem Infektionsrisiko ein Beschäftigungsverbot ausspricht. Das fällt nicht in die Befugnis des Betriebsarztes oder der Betriebsärztin, weil es im Rahmen der betriebsärztlichen Tätigkeit und deren gesetzlichen Grundlagen nicht möglich ist (ASiG, ArbSchG und ArbMedVV).

Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin macht eine Gefährdungsbeurteilung für besondere Gruppen (zum Beispiel immunsupprimierte Beschäftigte) und bietet in dieser Situation den Beschäftigten eine betriebsärztliche Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) an.
  • Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin gibt den Beschäftigten nach der Beratung auf deren Wunsch persönlich ein Empfehlungsschreiben für Home-office, Versetzung in andere Tätigkeitsbereiche mit positivem und negativem Tätigkeitsprofil oder Ähnliches in die Hand (ohne Diagnosen). Die Beschäftigten können diese Bescheinigung dem Betrieb aushändigen.

Es ist keine gesetzliche Handhabe für Beschäftigungsverbote für chronisch Kranke analog zum Mutterschutzgesetz bekannt. Es handelt sich um innerbetriebliche Regelungen aus Fürsorge gegenüber den Beschäftigten. Die Kosten für den Arbeitsausfall trägt im Regelfall die Firma.

Robert-Koch-Institut: Arbeitshilfe zur Beurteilung der Immundefizienz durch betriebsärztliches Personal.

Aktualisiert: 27.03.2020

Deutsche Rheuma-Liga: Einschätzungen zu Rheuma-Medikamenten und Covid-19

Belastbare Daten zum Effekt von Rheuma-Medikamenten auf Covid-19 liegen nicht vor. Die Deutsche Rheuma-Liga gibt in einer Übersicht daher Einschätzungen zu einer möglichen Risikoerhöhung und Empfehlungen zur Einnahme von Basismedikamenten, Biologika und Immunsuppressiva im Zusammenhang mit Covid-19. | mehr

Aktualisiert: 15.04.2020

 

 

Robert-Koch-Institut: Risikobewertung (aktualisiert: 26.03.2020)

Nach der Risikobewertung zu Covid-10 durch das Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland hoch, für Risikogruppen sehr hoch (Stand: 26.03.2020). Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region.

 

Logo Robert-Koch-Institut (RKI)

Robert Koch Institut: Übersichtsseite zum neuartigen Coronavirus

Infos zu Corona auf einen Blick: Aktuelle Risikobewertung, Antworten auf häufige Fragen, Fallzahlen und Meldungen, Dignostik und Umgang mit Probenmaterial, Infektionsschutz, Prävention, Merkblatt "Quarantäne" für Betroffene und Kontaktpersonen, Reiseverkehr, Krisenpläne. | mehr

Barrierefreie Hilfen (aktualisiert: 25.03.2020)

Infos, Tipps und Hilfen für alle bei der BGW versicherten Betriebe

26.05.2020

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