Navigation und Service

Neuartiges Coronavirus: Empfehlungen für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das neuartige Coronavirus 2019-nCoV als weltweiten Notfall eingestuft. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) bleibt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China derzeit weiterhin gering.

Aktuelle Informationen und Risikobewertungen zum neuartigen Coronavirus sammelt das Robert-Koch-Institut unter www.rki.de/ncov

Schutzmaßnahmen

Das Ansteckungsrisiko für Beschäftigte im Gesundheitswesen und der Wohlfahrtspflege sowie in Laboratorien wird durch Arbeitsschutzmaßnahmen zum Infektionsschutz minimiert. Diese Maßnahmen sind in "Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA)" festgelegt:

Ergänzend dazu gibt das Robert-Koch-Institut folgende Handlungsempfehlungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens:

Bei Verdachtsfällen empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Maßnahmen zur Prävention der Übertragung durch Tröpfchen:

  • Das Tragen eines mehrlagigen Mund-Nasen-Schutzes mit korrektem Sitz vom Patienten
  • Die Unterbringung in einem Isolierzimmer möglichst mit Vorraum/Schleuse, wenn dies nicht möglich ist in einem Einzelzimmer mit eigener Nasszelle
  • Vom Personal die Verwendung von Schutzkleidung, Schutzbrille, mindestens FFP2-Masken als Atemschutz und Handschuhen neben der konsequenten Einhaltung der Basishygienemaßnahmen. (Siehe hierzu die in der TRBA 250 genannten Schutzmaßnahmen der Schutzstufe 2.)
  • Das Desinfektionsmittel muss mindestens "begrenzt viruzid" sein.

Bei bestätigten Fällen verweist das Robert-Koch-Institut auf seine Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Schwerem Akutem Respiratorischem Syndrom (SARS).

Das Vorgehen lehnt sich an das Vorgehen bei offener Lungentuberkulose an. Bei dieser sind die Schutzmaßnahmen der Schutzstufe 3 der TRBA 250 zu berücksichtigen.

Versicherungsschutz im In- und Ausland

Versicherte der BGW, die sich in Deutschland im Rahmen ihrer versicherten Tätigkeit mit dem Coronavirus 2019-nCoV infizieren, stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Für Beschäftigte oder ehrenamtliche Mitarbeiter greift der Versicherungsschutz auch dann, wenn sie von ihrem Arbeitgeber ins Ausland entsendet werden und sich dort im Rahmen ihrer Tätigkeit infizieren. Wesentliche Voraussetzung ist, dass ein inländisches Beschäftigungsverhältnis über die Zeit des Auslandeinsatzes hinaus besteht.

Sollte kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz im Rahmen dieser sogenannten „Ausstrahlung“ bestehen, bietet die BGW die Möglichkeit einer freiwilligen Auslandsversicherung. Mehr zur gesetzlichen Unfallversicherung bei Aufenthalten im Ausland.

 

31.01.2020

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te