Navigation und Service

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Betriebliche SARS-CoV-2-Testungen spielen eine wichtige Rolle zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Aktualisiert (27.04.2021): Nach der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen.

Den Betrieben stehen zwei Möglichkeiten zur Testung von Beschäftigten zur Verfügung:

  • Bei den Point-of-Care-Antigen-Schnelltests (Schnelltest) führt geschultes Personal die Probeentnahme im Betrieb durch. Die Auswertung erfolgt in der Regel nach 15 bis 30 Minuten – je nach Hersteller vor Ort. Hierbei sind spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen.
    Liste der Schnelltests (Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM))
  • Die Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest) – kann jede/r Beschäftigte am Arbeitsort oder zu Hause selbst durchführen – die Auswertung erfolgt ebenfalls in der Regel nach 15 bis 30 Minuten – je nach Hersteller.
    Liste der Selbsttests (BfArM)

Bei einem positiven Test muss immer eine Bestätigung mittels PCR-Testung mit anschließender Laborauswertung stattfinden. Es ist zu berücksichtigen, dass nur Infizierte mit aktuell hoher Virenlast zuverlässig erkannt werden und Personen sich auch unmittelbar nach dem Test infizieren könnten. Die Ergebnisse von Antigen-Schnelltests stellen also immer nur eine Momentaufnahme dar.

Die bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen müssen weiter konsequent befolgt werden, zum Beispiel die AHA+L-Regel. Ein negatives Testergebnis darf nicht dazu führen, dass Regelungen und Schutzmaßnahmen umgangen werden.

Für gesetzlich geforderte Testungen von Beschäftigten, Kundinnen und Kunden, Angehörigen oder Patientinnen und Patienten sind die jeweiligen Länderverordnungen zu beachten und umzusetzen.
Für die Testbeschaffung sind die Unternehmen überwiegend selbst verantwortlich. Die BGW hat keine Möglichkeit, Mitgliedsbetriebe bei der Beschaffung von Tests zu unterstützen. Eine Kostenübernahme durch die BGW ist ebenfalls nicht möglich.


Weitere Hinweise zur Testung in Unternehmen finden Sie in unseren FAQs, den Empfehlungen des ABAS sowie den FAQ der DGUV.

Antworten auf häufige Fragen

Neben den PCR-Tests gibt es die sogenannten Antigen-Schnelltests. Sie werden unterschieden in Point-of-Care-Antigen-Schnelltests (PoC-Antigen-Tests) für den professionellen Gebrauch (Schnelltests) und Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests). Bei PCR-Tests werden im Labor anhand von genetischem Virus-Material in der Probe Erreger nachgewiesen, was bis zu 48 Stunden dauern kann (inklusive Transport). Die PoC-Antigen-Tests werden dagegen direkt vor Ort durchgeführt und liefern innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Testergebnis. Dabei wird im Nasen-Rachen-Abstrich nach Eiweißfragmenten des Virus gesucht. Weitere Erläuterungen zur Unterscheidung der Antigen-Schnelltests finden Sie zum Beispiel bei der DGUV.

Aktualisiert: 26.03.2021

Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im medizinischen Bereich dürfen aufgrund ihrer nachgewiesenen Fachkunde PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) vornehmen. Darüber hinaus auch Personen ohne nachgewiesene Fachkunde, wenn die Tätigkeiten unter Aufsicht einer fachkundigen Person erfolgen.

Vor Aufnahme der Tätigkeit sind alle Personen auf Grundlage der durch die tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung erstellten Betriebsanweisung, mündlich zu unterweisen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der BAuA.

Aktualisiert: 26.03.2021


Das Personal muss beim Durchführen des Testabstrichs persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen:

  • mindestens FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken
  • Handschuhe
  • Schutzkittel und Schutzbrillen oder Visiere

Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen – eine Betriebsanweisung und ein Hygieneplan sind zu erstellen. Das durchführende Personal ist anhand der festgelegten Regeln vor Aufnahme der Tätigkeiten und danach regelmäßig fachkundig zu unterweisen. Die ABAS-Empfehlung zu "Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2" ist zu beachten.

Aktualisiert: 26.03.2021

Entsprechend der Empfehlung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2 soll wie folgt verfahren werden:

"Die Handschuhe sind zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppungen nach jedem Probanden zu wechseln. Weiterhin ist die übrige Schutzkleidung, insbesondere die Atemschutzmaske, bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung unverzüglich zu wechseln."

Aktualisiert: 26.03.2021

 


Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te