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Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel in der Coronavirus-Pandemie: Hinweise zu Beschaffung, Verwendung, Transport

Wegen der aktuellen Pandemie besteht deutschlandweit eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach zum Beispiel Schutzmasken, Händedesinfektionsmittel und anderen Produkten. Aktuelle Neuigkeiten für Betriebe zum Thema.

Person mit Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittelspender und Einweghandschuh

Allgemein: Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel

Betriebe stehen eventuell vor der Frage, ob und wie die Arbeit bei Fehlen von Schutzausrüstung möglich ist.


Antworten auf häufige Fragen zum Thema:

Die BGW ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung, die Aufgaben der BGW sind im Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) - Gesetzliche Unfallversicherung festgelegt. Ein zentraler Einkauf von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) oder Desinfektionsmitteln und Weitergabe an die einzelnen Mitgliedsbetriebe gehört nicht zu den gesetzlich zugewiesenen Aufgaben der BGW und liegt daher außerhalb der Möglichkeiten der BGW.

Die Pflicht zur Beschaffung geeigneter PSA sowie von Desinfektionsmitteln liegt ausschließlich beim jeweiligen Unternehmer oder der Unternehmerin.
Jedoch werden die Mitgliedsbetriebe der BGW bei der Beschaffung von PSA und Desinfektionsmitteln durch koordinierende Stellen, wie z. B. von Kassenärztlichen Vereinigungen, Innungen sowie anderen Dach- und Standesorganisationen unterstützt.

Die BGW würde es daher begrüßen, wenn eventuelle Angebote zum Verkauf von PSA direkt an die koordinierenden Stellen oder Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege gerichtet werden.

Aktualisiert: 27.01.2021

 

Wie legt man Masken richtig an und ab? Was gibt es beim Schutzkittel zu beachten? Lassen Sie sich anregen, um das Vorgehen für Ihren eigenen Betrieb und die bei Ihnen verwendeten Produkte festzulegen.

 

Uni-Klinikum Erlangen: Schulungsfilm An- und Ablegen von PSA

Schutzkittel, Atemschutzmaske und Schutzbrille: So wird die persönliche Schutzausrüstung bei COVID-19 oder Verdachtsfällen richtig an- und abgelegt. | mehr

Robert-Koch-Institut: Hinweise zum beispielhaften An- und Ablegen von PSA für Fachpersonal

Videos und Poster zum Ausdrucken: Schutzhandschuhe sicher ausziehen. Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen und ablegen. | mehr

Agaplesion/ Marburger Bund: Anleitung zur Mehrfachverwendung von Mundschutzen und Ablegen von Schutzkleidung

Fotostrecke zum richtigen An- und Ablegen von Schutzkleidung und Mundschutz. Zum Ausdrucken für Unterweisung und Selbstcheck. | mehr

Achtung Fremdschutz - in der COVID-19-Pandemie gilt fast überall: FFP2-Masken nur ohne Ausatemventil.

 

Mund-Nase-Maske

Schutzmasken, Mund-Nasen-Schutz, Mund-Nasen-Bedeckung (Community-Masken)

Maske ist nicht gleich Maske. Deshalb gibt es hier Orientierung zu den verschiedenen Maskentypen sowie Hinweise auf weitere Informationsquellen.

Zum Beispiel bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine Tabelle mit Empfehlungen zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr


Antworten auf häufige Fragen zum Thema:

Beim beruflichen Umgang mit dem SARS-CoV-2 oder Personen mit COVID-19-Erkrankung müssen die Beschäftigten nach der TRBA 250 und der TRBA 255, Ziffer 7.4 Partikelschutzmasken vom Typ FFP2 oder FFP3-Masken tragen. Aufgrund der deutlich geringeren körperlichen Belastung ist als Alternative zu FFP2- und FFP3-Masken der Einsatz von Gebläse-unterstütztem Atemschutz zu prüfen, insbesondere wenn die Tragedauerempfehlung überschritten wird und der Patient nachgewiesen SARS-CoV-2 ausscheidet.

Wann diese zu tragen sind, richtet sich nach den Tätigkeiten und dem Ausmaß der Exposition. Dies ist durch eine erregerspezifische Gefährdungsbeurteilung festzulegen.

FFP-Masken mit Ausatemventil bieten keinen Fremdschutz. Das Ventil hat den Zweck, dem Träger das Atmen zu erleichtern. Wenn die Maske sowohl den Träger als auch den Patienten schützten soll, müssen FFP2/ FFP3-Masken ohne Ventil verwendet werden.

Siehe auch: BAuA: Empfehlungen zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2

Aktualisiert: 17.02.2021


Zum Thema:

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr

Für die Schutzwirkung von Atemschutzmasken und Schutzbrillen ist die korrekte Anwendung von großer Bedeutung. Anleitungen hierzu und Hinweise zu häufigen Fehlern finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
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Aktualisiert: 27.10.2020

FFPx-Masken können vor Viren schützen. Sie sind für den industriellen Eigenschutz gemäß DIN 149 genormt, nicht für den medizinischen Bereich. Die FFPx werden mit steigender Ziffer für kleinere Partikel immer undurchlässiger, jedoch nur wenn die Schutzmasken korrekt hergestellt und normiert werden.

Die FFP3 ist noch etwas "dichter" als FFP2, wenn der Luftstrom/die Atemluft durch den Filter geführt wird, nicht aber bei undichtem Sitz. Der Tragekomfort nimmt mit steigender Ziffer (1,2,3) durch den höheren Widerstand/Barriere deutlich ab. Auch Viren werden von FFP1 oder FFP2 bei gutem Sitz gut aber nicht vollständig zurückgehalten, auch nicht bei FFP3 oder anderen noch höherwertigen Systemen.

Allerdings ist für eine Infektion eine Mindestmenge an Viren nötig. Und deshalb ist in der Regel eine gute Schutzfunktion bei korrektem dichten Sitz der Maske (mindestens FFP2) zu erwarten.

Der Mund-Nasen-Schutz ist dagegen ein medizinisches Produkt gem. DIN 14683, der im Prinzip "keinen" Eigenschutz bietet, sondern die Ausbreitung von Tröpfchen der Atemluft des Trägers oder der Trägerin verhindert und somit den Fremdschutz die Mund-Nasen-Partie abdeckt.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
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Aktualisiert: 27.10.2020

FFP-Masken sind in Europa nach der EN 149 geprüft und zugelassen.

Auf der Maske befindet sich ein Hinweis auf diese Norm zusammen mit der Schutzstufe (FFP1, FFP2 oder FFP3) und dem CE-Zeichen, hinter dem sich eine 4-stellige Nummer befindet.

Filtrierende Halbmasken vom Typ FFP2 und FFP3-Masken bieten weitergehenden Schutz vor luftübertragenen Partikeln. Sie sind für den Arbeitsschutz als persönliche Schutzausrüstung (PSA) zugelassen.

Partikelfiltrierende Halbmaske

Partikelfiltrierende Halbmasken müssen den Anforderungen der EN 149 (deutsche Fassung: EN 149:2001+A1:2009) entsprechen; die Aufschrift gibt darüber Auskunft. Ebenso ist zu sehen, dass es sich hier um eine FFP2-Maske handelt.
(Foto: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

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Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
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Aktualisiert: 27.10.2020

Kohlendioxid (CO2) ist ein Atemgas und wird über die Lunge an die Ausatemluft abgegeben, es darf nicht mit Kohlenmonoxid (CO) verwechselt werden. Ob durch das Maskentragen tatsächlich CO2 in den Atemwegen mehr als üblich angereichert wird, kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Bei hohen Konzentrationen in der Atemluft bzw. im Körper kann CO2 zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. Dieser Effekt ist auch aus überfüllten, ungelüfteten Räumen bekannt.

Grundsätzlich kann jeder Atemschutz das Ein- und Ausatmen erschweren, da er eine Barriere zur Außenluft darstellt. Diese Barriere ist unterschiedlich stark je nach Filterleistung, nach Ausstattung der Maske mit oder ohne Ventil oder nach Art des Materials.

Gerade das Tragen von mehrlagigen, sehr dichten und enganliegenden Atemschutzmasken kann unter bestimmten Bedingungen sehr anstrengend sein. Deshalb sollte das Tragen von Schutzmasken auf das notwendige Maß beschränkt bleiben. Es ist nötig, in diesem Zusammenhang Regelungen zu Tragezeiten und Pausen in den jeweiligen Betrieben zu treffen.

Für Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Heuschnupfen, Panikattacken, chronischen Lungen- oder Herzkrankheiten kann das Schutzmaskentragen durch die Behinderung der Atmung eine Überforderung sein, auch wenn das erschwerte Abatmen von CO2 nicht nachgewiesen werden kann. Sollen Beschäftigte Atemschutz tragen, müssen deshalb unter besonderen Voraussetzungen betriebsärztliche Beratungen/Vorsorge angeboten werden.

Wenn sich Beschäftigte mit Vorerkrankungen darüber hinaus bereits durch das Tragen von Atemschutz-Masken am Arbeitsplatz in ihrer Gesundheit gefährdet sehen, können sie über den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine Wunschvorsorge bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt beantragen. In der betriebsärztlichen Beratung wird die individuelle gesundheitliche Situation und Wechselwirkungen mit Anforderungen am Arbeitsplatz sowie mögliche weitere Schutzmaßnahmen besprochen.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
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Aktualisiert: 27.01.2021

Im Rahmen der individuellen Gefährdungsbeurteilung muss geprüft werden, ob bei dem Tragen einer FFP2- oder FFP-3 Maske eine entsprechende arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden muss. FFP-Masken weisen nur einen geringfügig erhöhten Atemwiderstand sowie ein geringes Gewicht auf. Sie gehören nach der Einteilung der AMR 14.2 der Atemschutzgerätegruppe 1 an.

Laut Teil 4 Absatz 2 Nr. 2 der ArbMedVV ist für Maskentragende bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 erfordern, eine Angebotsvorsorge vorzusehen.

In Einrichtungen des Gesundheitsdienstes kann davon ausgegangen werden, dass sich die Maskenfilter beim Tragen nicht durch Stäube zusetzen, damit bleibt der Einatemwiderstand nahezu unverändert im Normbereich.

Bei Geräten der Gruppe 1 (Gerätegewicht bis 3 kg und Atemwiderstand bis 5 mbar) muss den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden, wenn die Tragedauer 30 Minuten am Tag überschreitet. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend..

Beispiele:

  • Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2
  • partikelfiltrierende Halbmasken, FFP 1, FFP 2 oder FFP 3 (Herstellerangaben beachten)
  • gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske
  • Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen

Siehe:

(Aktualisiert: 04.05.2020)

Lediglich bei sehr schwerer körperlicher Arbeit oder ungünstigen klimatischen Verhältnissen kann es in sehr wenigen Einzelfällen erforderlich sein, dass das Tragen einer FFP3-Maske der Atemschutzgerätegruppe 2 zugeordnet werden muss. Dann muss der Träger oder die Trägerin der FFP3-Maske vor Beginn der Tätigkeit an einer Pflichtvorsorge gemäß Teil 4 Absatz 1 Nummer 1 Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) teilnehmen.

Informationen zur einer Arbeitsmedizinischen Pflicht-Vorsorge finden sich in der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und der Arbeitsmedizinischen Regel (AMR) Nummer 14.2

Weitere Hinweise zur Nutzung von Atemschutz finden sich in der DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten.

Aktualisiert: 04.05.2020

 

In der Gefährdungsbeurteilung müssen für das Tragen von FFP-Masken sowohl die Tragezeiten als auch Erholungszeiten geplant werden. Empfehlungen dazu werden in der DGUV Regel 112–190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" gegeben.

Für das bestimmungsgemäße Tragen von medizinischen Gesichtsmasken im Gesundheitsdienst gibt es keine Empfehlungen zu Trage- und Erholungszeiten. Bei der Gefährdungsbeurteilung sind auch Maßnahmen zur Vorbeugung von Hautbeschwerden im Gesicht zu berücksichtigen.

Erholungsdauer ist dabei der Zeitraum zwischen aufeinanderfolgenden Gebrauchsintervallen eines Atemschutzgerätes, der zur Erholung dient. Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus. Erholungszeiten können auch dadurch erreicht werden, dass Tätigkeiten mit Maske und Tätigkeiten ohne Maske im Wechsel geplant werden. Unabhängig davon sind die Pausenregelungen nach Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu beachten.

Im Klinikalltag und in Arztpraxen ist die Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken nach EN 14683:2019-10 für viele Anwendungen eine etablierte Routine. Medizinische Gesichtsmasken werden oft auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder OP-Masken genannt. Zum Schutz der Patienten und Patientinnen sind medizinische Gesichtsmasken in diversen Hygienevorgaben wie z. B. den Empfehlungen für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) als Fremdschutz verbindlich festgelegt.

Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte und schützen das Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Trägers. Der Dichtsitz von medizinischen Gesichtsmasken am Gesicht des Trägers ist keine Anforderung der europäischen Norm EN 14683:2019-10, ebenso sind keine Anforderungen bezüglich des Atemwiderstandes festgelegt. Bedingt durch Form und Sitz strömt ein Teil der Atemluft an den Maskenrändern vorbei. Bei der Einatmung kann durch diese offenen Bereiche ungefilterte Atemluft angesogen werden. Medizinische Gesichtsmasken gelten nicht wie FFP-Masken als „belastend“ im Sinne der AMR 14.2, Tragezeitbegrenzungen werden deshalb im Arbeitsschutz-Regelwerk nicht festgelegt.

Partikelfiltrierende Halbmasken (sog. „FFP-Masken“, Englisch für: „Filtering Face Piece“) stellen als Atemschutzgeräte eine Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) dar und unterliegen bei beruflicher Verwendung dem Arbeitsschutzgesetz und der PSA-Benutzungsverordnung. Die Empfehlungen zu den Tragezeiten, der Erholungsdauer und den nötigen Pausen bei der Nutzung von FFP2/FFP3-Masken beruhen auf der Eingruppierung der Atemschutzgeräte in Gruppen gemäß AMR 14.2. In der DGUV Regel 112–190 wird für FFP-Masken mit Ausatemventil eine maximale Tragezeit von zwei Stunden mit anschließender Erholungsdauer von 30 Minuten bei mittlerer Arbeitsschwere und normalen Umgebungsbedingungen empfohlen. Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil wird als maximale Tragezeit 75 Minuten mit einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten empfohlen.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist gemäß DGUV Regel 112–190 zu berücksichtigen, ob aufgrund der Arbeitsschwere, durch Umgebungseinflüsse (wie z. B. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) sowie aufgrund der Bekleidungseigenschaften (wie beispielsweise schwere Schutzkleidung) eine geänderte maximale Tragedauer angezeigt ist. Möglich ist natürlich auch nach kürzerer Tragezeit entsprechend eine kürzere Erholungsdauer einzuplanen. Bei der Festlegung sollte der arbeitsmedizinische Sachverstand des Betriebsarztes bzw. der Betriebsärztin hinzugezogen werden.

Mögliche Alternativen zur Verwendung von Partikelfiltrierenden Halbmasken generell sowie auch bei Überschreitung der Tragedauerempfehlung sind in der TRBA 255 „Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potential im Gesundheitsdienst“ aufgeführt.

Die BGW empfiehlt dies nicht nur für den Gesundheitsdienst, sondern für alle Mitgliedsbetriebe.

(abgestimmt zwischen dem Koordinierungskreis für biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) und dem Sachgebiet Atemschutz der DGUV)

Aktualisiert: 16.02.2021

 

Zum Vorbeugen von Hautbeschwerden im Gesicht, die im Zusammenhang mit dem Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken) oder FFP2-Masken auftreten können, ist Folgendes ratsam:

  • Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Maske) oder die FFP2-Masken regelmäßig. Tun Sie dies insbesondere dann, wenn Sie merken, dass die Maske feucht wird. Eine feuchte Maske kann die Gesichtshaut reizen und darüber hinaus ihre Schutzwirkung verlieren.
  • Halten Sie die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Pausen zum Tragen einer Maske ein. Wenn möglich, sollten sich Tätigkeiten, die das Tragen einer Maske erfordern, mit Tätigkeiten ohne diese Anforderung abwechseln. Legen Sie die Masken jedoch nur ab, wenn dies ohne Gefährdung möglich ist. Die Tätigkeiten und Bedingungen, bei denen auf das Tragen von Masken verzichtet werden kann, sollten in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
  • Reinigen Sie Ihr Gesicht schonend mit pH-hautneutralen, duftstofffreien Hautreinigungspräparaten.
  • Achten Sie auf einen zurückhaltenden Einsatz von Make-up oder verzichten Sie während der Arbeitszeit darauf.

Sollten sich trotz dieser Maßnahmen Hautbeschwerden entwickeln und/oder fortbestehen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Testen Sie, ob durch die Verwendung anderer Modelle der gleichen Schutzklasse eine bessere Hautverträglichkeit erreicht werden kann. Verschiedene Fabrikate desselben Maskentyps werden durchaus individuell unterschiedlich gut vertragen. Hier spielen Faktoren wie Passform und Verarbeitung eine Rolle.
  • Stellen Sie sich bei Ihrem Betriebsarzt/Ihrer Betriebsärztin vor und/oder lassen Sie Ihre Hautbeschwerden durch einen Hautarzt/eine Hautärztin abklären. So erhalten Sie eine individuelle Beratung und Therapie und es kann entschieden werden, ob eine Meldung an die BGW wegen einer beruflich bedingten Hauterkrankung angezeigt ist. In diesem Fall erhalten Sie von der BGW weitere Unterstützung, z.B. im Rahmen einer Vorstellung in unserer berufsdermatologischen Hautsprechstunde. Sie können Ihre Hautbeschwerden auch eigenständig bei der BGW melden. Die Sachbearbeitung Ihrer Bezirksverwaltung bespricht dann mit Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Falls bei Ihnen schon seit der Zeit vor der Corona-Pandemie eine Hauterkrankung im Gesicht bekannt ist, kontaktieren Sie frühzeitig Ihren behandelnden Hautarzt/Ihre behandelnde Hautärztin. Besprechen Sie, welche Maßnahmen unter den aktuellen Bedingungen in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können.

15.01.2021

Medizinische Gesichtsmasken werden auch als medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) bezeichnet. Diese müssen bestimmten Qualitätsanforderungen bezüglich der Schutzwirkung entsprechen. Die Anforderungen werden in der Norm EN 14683:2019-10 festgelegt (CE-Kennzeichnung).

Weitere Hinweise finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

27.01.2021

Im Arbeitsschutzgesetz ist festgelegt, dass der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin verpflichtet ist, erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen zu planen, durchzuführen und die Mittel hierfür bereitzustellen. Die Kosten für diese Maßnahmen dürfen nicht den Beschäftigten auferlegt werden (§3 ArbSchG).

Medizinische Gesichtsmasken bzw. Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Atemschutz-Masken (FFP-2 oder gleichwertige Masken) sind im beruflichen Bereich vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin zur Verfügung zu stellen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zur Kontaktreduktion im Betrieb nicht möglich sind oder der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder mit erhöhter Aerosolproduktion zu rechnen ist (§3 Corona-ArbSchV).

Weitere Situationen und Konstellationen, bei denen MNS bzw. Atemschutz-Masken vom Arbeitgeber bzw. von der Arbeitgeberin bereitgestellt werden müssen, sind aufgrund der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Siehe hierzu unter anderem auch die Empfehlungen in den Branchenstandards der BGW.

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin muss eine ausreichende Anzahl zur Verfügung stellen. Hierbei ist zu beachten, dass medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken spätestens bei Durchfeuchtung zu wechseln sind.

Aktualisiert: 10.02.2021

Die aus China stammenden KN95-Masken werden üblicherweise aus haftungsrechtlichen Gründen mit "non medical use" oder "This product is a non-medical device" oder vergleichbaren Hinweisen gekennzeichnet.

Das bedeutet aber nicht, dass diese als Schutzmasken gegen Viren ungeeignet sind.

Wichtig ist, dass diese nach dem Prüfgrundsatz für SARS-Cov-2-Pandemie Atemschutzmasken getestet wurden. Diese Masken müssen entweder als "CPA" (Corona-Pandemie-Masken) oder "Pandemie-Atemschutzmaske" gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erfolgt entweder direkt auf der Maske oder auf der kleinsten Verpackungseinheit. KN95-Masken ohne diesen Vermerk können dann benutzt werden, wenn der Bund diese beschafft hat. Der Bund lässt die Masken auf Eignung testen.

17.02.2021

Nein.

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz zu entscheiden, welche Schutzmaßnahmen im Betrieb zu treffen sind. Diese Beurteilung umfasst alle Aspekte des jeweiligen Arbeitsplatzes und der verschiedenen Tätigkeiten ebenso wie mögliche individuelle Einschränkungen auf Seiten der einzelnen Beschäftigten.

Konkret heißt das, dass der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festlegt, welche Tätigkeiten nicht ohne medizinischen Mund-Nasen-Schutz bzw. FFP2-Maske ausgeführt werden dürfen, um Mitarbeitende ausreichend zu schützen. Kann eine Tätigkeit nicht ohne entsprechenden Schutz durchgeführt werden, umfasst dieses - ohne Ausnahme - alle Personen, die diese Tätigkeit ausführen.

Wenn eine Beschäftigte/ein Beschäftigter den Mund-Nasen-Schutz bzw. die FFP2-Maske aus gesundheitlichen Gründen nicht tragen kann und daher von der Tragepflicht befreit wurde, hat der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin den Arbeitsschutz auf andere Weise ebenso wirksam sicherzustellen. Diese Alternativen sind so zu gestalten, dass sowohl die Person, die von der Tragepflicht befreit ist, als auch weitere Personen (z.B. Mitarbeitende, Kunden und Kundinnen, Patientinnen und Patienten) gleichermaßen wirksam geschützt sind. In diesem Fall sollte gemeinsam mit der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt besprochen werden, an welchen Arbeitsplätzen und für welche Tätigkeiten im Betrieb der oder die Beschäftigte eingesetzt werden kann. Dieses könnte beispielsweise im Home-Office sein oder in Arbeitsbereichen, in denen ohne medizinischen Mund-Nasen-Schutz bzw. FFP2-Maske gearbeitet werden darf (z.B. ein abgetrennter Arbeitsraum, eine andere Arbeitszeit).

Aktualisiert: 24.02.2021

 

ZEIT ONLINE: US-Studie bestätigt Unwirksamkeit von Gesichtsschilden

Viele bevorzugen Visiere und Masken mit Ventil. Diese lassen sich leichter tragen - als Infektionsschutz sind sie aber ungeeignet, wie US-Forscher zeigen. | mehr

 

 

Desinfektionsmittel-Spender wird benutzt

Desinfektionsmittel: Auswahl, Herstellung, Verwendung, Transport

Wegen der aktuellen Knappheit von Desinfektionsmitteln in der Coronavirus-Pandemie gelten Ausnahmen für die Herstellung solcher Produkte.

Jedoch ist bei der Produktion, beim Transport sowie bei der Verwendung von Händedesinfektionsmitteln und ähnlichen Erzeugnissen auf Sicherheit und Gesundheit zu achten.

Informieren Sie sich bitte auch über das sichere Umfüllen von Desinfektionsmitteln.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema:

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden.

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden.

Einrichtungen außerhalb des Gesundheitsdienstes sollen sich vor dem zusätzlichen, breiten Einsatz von Desinfektionsmitteln unbedingt vom zuständigen Gesundheitsamt über deren Notwendigkeit und das aktuelle Infektionsgeschehen beraten lassen.

Infos über geeignete Desinfektionsmittel:

Aktualisiert: 16.04.2020
Bestätigt: 09.02.2021 

Das zeigt außer dem Video unten auch die Seite: Schonende Händehygiene: Desinfizieren statt waschen

 

 

(16.04.2020)

 

Neue Allgemeinverfügung zu Händedesinfektionsmitteln

Angaben zur Herstellung durch Apotheken, pharmazeutische Industrie, chemische Industrie sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts. Rezepturen und Antworten auf häufige Fragen.

Die BAuA hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen, um auch weiterhin die Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln sicherzustellen. Stand: 16.09.2020 | mehr

Aktualisiert: 05.10.2020

BGW: Händedesinfektionsmittel selbst herstellen - Brände und Explosionen in Apotheken vermeiden

Erlaubnis zum Herstellen von Händedesinfektionsmittel (bis 05.04.2021 verlängert). Sicher umfüllen, herstellen und konfektionieren - so sorgen Sie für Sicherheit. | mehr

Aktualisiert: 05.10.2020

 

Für den Transport gefährlicher Güter gelten im Straßenverkehr die Vorschriften des ADR (ADR - Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße). Für die Unternehmen, die kleinere Mengen transportieren möchten, gibt es gem. Kapitel 1.1.3.6 ADR eine 1000-Punkte-Regelung. Werden gemäß dieser Regelung 1000 Punkte für die Gesamtmenge an gefährlichen Gütern nicht überschritten, ist der Transport von bestimmten Vorschriften befreit.

Folgende Erleichterungen bestehen nach Anwendung der 1000-Punkte-Regelung:

  • Die Fahrer benötigen keine ADR Bescheinigung,
  • keine Weisung notwendig für unfallbedingte Notsituationen,
  • das Fahrzeug benötigt keinen orangefarbene Warntafel oder Großzettel (Placards),
  • keine Forderung nach einer Ausrüstung für den persönlichen und allgemeinen Schutz,
  • es muss kein zweiter Feuerlöscher mitgeführt werden,
  • ein Tunnelbeschränkungsverbot wird nicht angewendet.

Die Berechnung der Gesamtmenge bezieht sich auf das Fahrzeug oder auf die "Beförderungseinheit", bestehend aus Fahrzeug und Anhänger.

Zur Berechnung der 1000-Punkte-Regelung braucht man die Masse (Kg)/Volumen(l) des jeweiligen Gefahrguts. Gefährliche Güter sind einer Beförderungskategorie, siehe Tabelle A, Spalte 15 im Kapitel 3.2 ADR, zugeordnet. Es gibt die Beförderungskategorien 0, 1, 2, 3 und 4. Für jede Beförderungskategorie gibt es einen stoffspezifischen Faktor, siehe Kapitel 1.1.3.6 der ADR. Dieser stoffspezifische Faktor wird mit der Masse (Kg)/Volumen(l) des jeweiligen Gefahrguts multipliziert. Die Ergebnisse über jeweiligen Gefahrgut werden zusammenaddiert. Wenn die Zahl die Summe 1000 Punkte nicht überschreitet, dürfen die bereits aufgeführte Erleichterungen genutzt werden.

Beispiel: Es sollen 200 l Isopropylalkohol (2-Propanol) UN 1219 zur Herstellung des Desinfektionsmittels transportiert werden

Aus der Tabelle A, Spalte 15 im Kapitel 3.2 ADR unter UN 1219 für Isopropylalkohol steht Beförderungskategorie 2. Sie entspricht gem. Kapitel 1.1.3.6 der ADR dem stoffspezifischen Faktor 3. Berechnung 200 l x 3 =600 Punkte < 1000 Punkte (Erleichterungen in Bezug auf Transport, siehe oben). Insgesamt sind es maximal 333 l (1000 / 3), die gemäß 1000-Punkte-Regelung transportiert werden können.

Falls gefährliche Güter transportiert werden, müssen die Versandstücke korrekt gekennzeichnet sein. In der Regel durch Kennzeichnung mit UN-Nummer, Gefahrzettel, eventuell Kennzeichen für umweltgefährdende Stoffe und Ausrichtungspfeilen.

Detaillierte Hinweise dazu leistet z.B. die Schrift "Gefahrgut im Pkw und Kleintransporter" der BG RCI. Die Broschüre liefert auch eine einfache Checkliste zu den Transportbedingungen: Ladungssicherung, Verpackung, Lüftung, Rauchverbot etc.

Aktualisiert: 14.04.2020

 

 

 

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) minimiert Infektionsrisiken.

Schutzbrillen, Handschuhe, sonstige Themen

Auch bei anderer Schutzausrüstung wie etwa Brillen oder Schutzhandschuhen aus Nitril oder anderen Materialien kommt es derzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie immer wieder zu Engpässen.

Hier sind Betriebe gefragt, sich zum Beispiel über die Möglichkeit der Desinfektion von Handschuhen zum einmaligen Gebrauch Gedanken zu machen. Hier erfahren Sie mehr.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema:

Weil handelsübliche Korrektionsbrillen keine Schutzwirkung haben, muss die Unternehmerin oder der Unternehmer auch fehlsichtigen Versicherten geeigneten Augenschutz zur Verfügung stellen. Für kurzfristige Arbeiten über wenige Minuten können zum Beispiel Korb-, Überbrillen oder Visiere getragen werden.

Siehe: DGUV Regel 112-192 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz

Kombinationen mit Korb- oder Überbrillen neigen zum Beschlagen, können dadurch zu zusätzlichen Gefährdungen führen und werden deshalb erfahrungsgemäß oft abgelehnt. Verschiedene Marken bieten durch unterschiedliche Verfahren der Oberflächengestaltung bzw. Beschichtung der Sichtscheiben "beschlagarmen" Augen- und Gesichtsschutz.

Beschlagarme Scheiben sind mit dem Symbol "N" gekennzeichnet.

Aktualisiert: 15.04.2020

 

Die Anforderungen für den Augenschutz im Gesundheitsdienst werden in Ziffer 7.3 der TRBA 255 festgelegt.

In Abhängigkeit von der Expositionssituation kommen hier Bügelbrillen mit Seitenschutz, Gesichtsschutzschirme oder Korbbrillen in Frage. In welchen speziellen Fällen sind Korbbrillen zu empfehlen?

Achtung: Gesichtsschutzschirme ersetzen nicht den erforderlichen Atemschutz.

Aktualisiert: 16.03.2021

Behandschuhte Hände sollten nur in speziellen Fällen desinfiziert werden, z. B. in Situationen, in denen ein häufiger Handschuhwechsel erforderlich, aber erfahrungsgemäß schwierig realisierbar ist bzw. der Wechsel zu einer Unterbrechung des Arbeitsflusses führt. Hierzu hat das RKI auf seiner Homepage eine Stellungnahme veröffentlicht. Weitere Informationen geben das Positionspapier der "Aktion saubere Hände" und eine Stellungnahme durch den Arbeitskreis "Krankenhaus- & Praxishygiene" der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.).

Für die Desinfektion des Handschuhes müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Handschuh muss chemikalienbeständig gemäß EN 374 sein, wobei die Prüfung der sog. Durchbruchzeit von 30 min (Schutzindex Klasse 2) mindestens einen Alkohol einschließen soll.
  • Vom Hersteller der Handschuhe und vom Hersteller des Händedesinfektionsmittels darf es keine Angaben geben, die einer Desinfizierbarkeit des Handschuhs entgegenstehen.
  • Der Handschuh soll nur während der Versorgung an ein und demselben Patienten verwendet werden und ist nach Beendigung der jeweiligen Tätigkeit abzulegen.
  • Sofern es der Arbeitsablauf zulässt, sollte der Wechsel von Einmalhandschuhen parallel zu den Indikationen der Händedesinfektion erfolgen, d. h. immer dann, wenn die Indikation für eine Händedesinfektion gegeben ist, aber Handschuhe getragen werden. Im Ausnahmefall können behandschuhte Hände anstelle eines Handschuhwechsels desinfiziert werden, wenn andernfalls der Arbeitsablauf nicht gewährleistet werden kann, z. B. bei Tätigkeiten an derselben Patientin aber zwischenzeitlichem Kontakt mit unterschiedlich kontaminierten Körperbereichen.
  • Werden bei unterschiedlichen Patientinnen oder Patienten lediglich Blutentnahmen durchgeführt, so dass es zu keiner weiteren Kontamination der Handschuhe kommt, kann ebenfalls auf einen Handschuhwechsel verzichtet und stattdessen eine Desinfektion vorgenommen werden.
  • Der Handschuh darf keine sichtbare Perforation aufweisen und nicht mit Blut, Sekreten oder Exkreten erkennbar kontaminiert sein.

Kriterium für die Entscheidung ist, dass der spezifische Arbeitsablauf keine Zeitspanne für die Lufttrocknung der desinfizierten Hände nach der Desinfektion vor dem Anlegen der neuen Handschuhe gewährt.

Aktualisiert: 14.04.2020

Langärmlige Schutzkittel werden bei nicht Erkrankten nicht per se gefordert. Ein generelles Tragen von Schutzkitteln schützt vor der Kontamination der darunter liegenden Kleidung.

Aufbereitung: Textile Schutzkittel können durchaus aufbereitet werden. Bei der Auswahl der Schutzkittel sollten vor allem die Aspekte der fachgerechten Aufbereitung berücksichtigt werden. Da Schutzkittel als persönliche Schutzausrüstung definiert sind, obliegt die Reinigung dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin.

Arbeitsanweisung, Unterweisung: Um durch das An- und Ablegen des Schutzkittels keine zusätzlichen Infektionsrisiken zu schaffen, müssen die Beschäftigten eine Arbeitsanweisung und eine Unterweisung erhalten, wann sie die Kittel wo anzulegen, wann zu wechseln (bei Kontamination und Durchnässung) und wie wo abzulegen und zu sammeln haben.

Sammelbehältnisse, Wäsche: Die Sammelbehältnisse für kontaminierte Schutzkleidung müssen seitens des Betriebs gestellt werden. Die zu waschende Wäsche darf vor der Wäsche nicht erneut sortiert werden, sondern muss direkt in das hygienische Waschverfahren gegeben werden. Dieses Procedere muss innerhalb der Gefährdungsbeurteilung gemeinsam mit dem betriebsärztlichen Personal erarbeitet werden. All dies ist der TRBA 250 zu entnehmen.

Aktualisiert: 15.04.2020

 

Ein Gesichtsschutzschild oder Visier kann nicht als Ersatz einer Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eines Mund-Nasen-Schutzes verwendet werden.

Sie dienen in Verbindung mit einer FFP2-Maske als zusätzlichen Schutz, wenn mit direkten (infektiösen) Tröpfchen oder Spritzern zu rechnen ist: Anniesen oder Anhusten. Ein Schutz vor potenziell virenbelastetem Aerosol (Schwebetröpfchen) in der Atemluft bietet ein solches Visier nicht.

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in der Übersichtsliste der BAuA zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.

Aktualisiert: 09.02.2021
Bestätigt: 04.03.2021

Es ist nicht ausgeschlossen, dass SARS-CoV-2 auch über die Augen und Tränenwege übertragen werden kann.
Korbbrillen mit der Kennzeichnung "5" können nicht nur gegen Tröpfchen, sondern auch gegen eventuell gefährdende Aerosole schützen.

In jedem Fall sollten Korbbrillen bei COVID-19 erkrankten Patienten, Patientinnen oder auch bei Verdachtsfällen während spritzintensiven bzw. aerosolproduzierenden Tätigkeiten getragen werden. Beispiele sind Intubieren, Extubieren, Tracheotomieren, Bronchos- bzw. Gastroskopieren.

16.03.2021

 

SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (aktualisiert: 11.03.2021)

Logo des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

BMAS: neue SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung verlängert

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde vom Kabinett der Bundesregierung bis zum 30.04.2021 verlängert. Die bisherigen Bestimmungen zur Reduzierung betriebsbedingter Personenkontakte bleiben weitgehend unverändert in Kraft.  | mehr

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Informieren Sie sich bitte laufend über relevante Aktualisierungen der Infos von Robert-Koch-Institut (RKI), Landesbehörden, Unfallkassen und BGW – und geben Sie diese weiter. Als Vorgesetzte oder Führungskraft sorgen Sie bitte dafür, getroffene Schutzmaßnahmen gegebenenfalls anzupassen.
Angaben von Landesbehörden und anderen Behörden: Beachten Sie bitte landesspezifische Unterschiede, etwa Vorgaben von Hygieneplänen.

 

 

24.02.2021

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