Navigation und Service

Coronavirus: Arbeitsschutzstandard und Antworten auf häufige Fragen für Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie soziale Dienste

Um sich beim Arbeiten in der Pandemie nicht anzustecken, gibt es den Arbeitsschutzstandard zur Risikoreduzierung in Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie sozialen Diensten. Außerdem bietet die BGW Antworten auf häufig gestellte Fragen.

+++ Corona-Arbeitsschutzstandard (aktualisiert: 18.05.2021) +++

BGW: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Beratung- und Betreuungseinrichtungen sowie soziale Dienste
(aktualisiert: 18.05.2021)

Worauf müssen Beschäftigte bei der Arbeit achten, damit sich niemand mit dem Corona-Virus ansteckt? Der aktualisierte Branchenstandard wurde an die aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie an die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS angepasst. Die wichtigsten Änderungen gegenüber der Version vom 24.07.2020:

  • Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen müssen ein betriebliches Hygienekonzept erstellen und umsetzen. Darin müssen alle betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen für die Pandemiezeit festgelegt sein.
  • Eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden, befinden sich mehrere Personen im Raum.
  • Pausenräume müssen durchgängig gelüftet werden, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten.
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske).
  • Für Klientinnen und Klienten gilt die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase nach den jeweiligen Verordnungen der Länder.
  • Die Verwendung von FFP2-Masken bei der Beratung von Klienten und Klientinnen, die keine vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase tragen können, ist präzisiert.
  • Wenn Beschäftigte sowie Klienten/Klientinnen über einen vollständigen Immunschutz durch Impfung/Genesung nach COVID-19-Erkrankung verfügen, kann auf das Tragen der Atemschutzmasken bei Unterschreiten des Mindestabstands verzichtet werden. | mehr

+++ Personal testen mit Antigen-Tests (27.04.2021) +++

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Arbeitgebende sind verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen - zum Schutz der Beschäftigten und aller weiteren Personen, mit denen sie beruflich Kontakt haben. | mehr

Antworten auf häufige Fragen

Raumgröße / Mindestfläche (12.05.2021)

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung mit ihren Regelungen ist zunächst befristet bis zum 30. Juni 2021.

Aktualisiert: 19.04.2021

Die Mindestfläche von 10 m² pro Person (Beschäftigte, Patientin oder Patient, Bewohner oder Bewohnerin, Begleitpersonen) darf nicht unterschritten werden. Dies gilt für alle benutzten geschlossenen Räume, z. B. Behandlungsräume, Empfangsbereich, Büroräume, weitere Räume zur Vor- oder Nachbereitung. Auch in Pausenräumen müssen die Mindestfläche von 10 m² pro Person und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m eingehalten werden.

Ist in beruflich genutzten Räumen die Mindestfläche von 10 m² pro notwendig anwesender Person durch betriebliche Gründe - wie z. B. bauliche Gegebenheiten (Räume kleiner 20 Quadratmeter) oder das notwendige Zusammenarbeiten von mehreren Personen - nicht gegeben, muss die Leitung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weitergehende Schutzmaßnahmen ermitteln und umsetzen. Neben dem Tragen von FFP2-Masken bzw. vergleichbaren Atemschutzmasken durch die Beschäftigten sind insbesondere weitere Lüftungsmaßnahmen umzusetzen. Wirtschaftliche Aspekte sind keine ausreichenden Gründe, die Mindestfläche nicht einzuhalten.

Darüber hinaus sind weitergehende Regelungen in den Landesverordnungen zu beachten.

Weitere Hinweise zur Umsetzung der SARS-CoV-2Arbeitsschutzverordnung finden Sie auf den Seiten des BMAS.

06.04.2021

Ist die Anwesenheit einer Auszubildenden oder eines Auszubildenden für den Ausbildungszweck im Raum erforderlich und wird dadurch die Personenzahl (1 Person pro 10 m²) zeitweise überschritten, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen geboten. Diese sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und umzusetzen. Dazu gehören neben dem generellen Tragen von FFP2-Masken insbesondere auch Lüftungsmaßnahmen.

06.04.2021

Durch versetzte Arbeits- und Pausenzeiten oder Schichtbetrieb, z. B. Teams, die möglichst keinen Kontakt zueinander haben, kann die Belegungsdichte in der Praxis/Einrichtung zeitlich entzerrt und Personenkontakte können weiter verringert werden. Auch bei den Schichtwechseln sollten die Mitarbeitenden ausreichend Abstand halten können. Die Ausweitung von Öffnungszeiten (z. B. ambulante Praxen, Apotheken) kann eine weitere Maßnahme sein, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen in den Räumen zu reduzieren.

Die Vorgaben durch das Arbeitszeitgesetz sind aber weiterhin zu beachten.

06.04.2021

Allgemeine Regeln (aktualisiert: 12.05.2021)

Geimpfte Person:

Eine vollständig gegen COVID-19 geimpfte Person ist eine durch Impfung geschützte Person 14 Tage nach einer kompletten Corona-Impfung.

Laut §2 Nr. 2 und 3 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung sind dies Personen ohne Krankheitssymptome, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises sind. Dies ist der Nachweis über eine vollständige Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form auf. Die Corona-Schutzimpfung muss mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt sein.

Zusätzlich muss die Impfung:

Zudem müssen seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sein.

Genesene Person:

Eine genesene Person ist nach §2 Nr. 4 und 5 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung eine Person ohne Krankheitssymptome, die einen auf sie ausgestellten Genesenennachweis hat. Dies ist der Nachweis über eine durchgemachte Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form. Das zugrundeliegende Testergebnis muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein und muss mindestens 28 Tage sowie darf maximal sechs Monate zurückliegen.

12.05.2021

Die Arbeitsschutzmaßnahmen und Hygieneregeln auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung gelten für alle Beschäftigten weiter. Auch Beschäftigte, die gemäß COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung als genesene oder geimpfte Personen gelten, müssen weiterhin die AHA+L Regeln in ihren Einrichtungen einhalten.

Vollständig gegen COVID-19 geimpfte sowie genesene Personen haben im Vergleich zu ungeimpften Personen ein stark vermindertes Risiko, schwer zu erkranken oder eine SARS-CoV-2-Infektion weiterzugeben. Dies beeinflusst die Risikobeurteilung für geimpfte oder genesene Beschäftigte in Einrichtungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung und die Wahl der persönlichen Schutzmaßnahmen. Es wird als vertretbar beurteilt, dass vollständig geimpfte oder genesene Beschäftigte im Kontakt zu vollständig geimpften oder genesenen weiteren Personen auf das Tragen der Atemschutzmaske (FFP2-Maske oder gleichwertige Atemschutzmaske) zugunsten eines Mund-Nasen-Schutzes verzichten können. Gegebenenfalls strengere Regelungen der Länder oder des Bundes sind jedoch verpflichtend umzusetzen.

Zur Minimierung des Restrisikos für Übertragungen von SARS-CoV-2 sind von den gegen COVID-19 geimpften oder genesenen Beschäftigten weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz in der Einrichtung zu tragen. Die Arbeitgeber sowie Arbeitgeberinnen haben die entsprechenden Maßnahmen vorzuhalten, anzuwenden und den Beschäftigten zu ermöglichen. Die Beschäftigten haben diese zu befolgen und anzuwenden. Entscheiden sich Beschäftigte für ein höheres Schutzniveau (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber diese zur Verfügung stellen.

25.05.2021

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird unter § 3 ein betriebliches Hygienekonzept gefordert. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat basierend auf der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung (Arbeitsschutzgesetz) in einem Hygienekonzept alle betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen in Zeiten der Pandemie festzulegen und umzusetzen. Darüber hinaus sind die Beschäftigten zum Hygienekonzept zu unterweisen.

Das Hygienekonzept sollte die staatlichen Vorgaben der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthalten. Als weitere branchenspezifische Hilfestellung zur Erstellung des Hygienekonzepts können die aktuellen Branchenstandards der BGW herangezogen werden.

Ein Hygienekonzept muss für alle Betriebe vorliegen und es muss den Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden. Das schafft Transparenz im Unternehmen über die durchzuführenden Infektionsschutzmaßnahmen – und gleichzeitig Rechtssicherheit. Das Hygienekonzept kann z. B. digital oder durch Aushänge im Unternehmen veröffentlicht werden.

26.04.2021

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert worden, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren.

Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen des Bundes und der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen des Bundes und der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 29.04.2021

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z. B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z. B. Heizlüfter) ist in Räumen mit Einzelbelegung als unkritisch anzusehen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Tröpfchen beitragen kann. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen eine immer notwendige Maßnahme.

Aktualisiert: 30.11.2020

Der Arbeitgeber, die Arbeitgeberin oder die Beschäftigten wünschen sich häufig, dass der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin zum Beispiel für eine chronisch kranke, immunsupprimierte Person wegen eines besonders hohen individuellen Infektionsrisikos ein Beschäftigungsverbot ausspricht.

Das fällt nicht in die Befugnis des Betriebsarztes oder der Betriebsärztin, weil es im Rahmen der betriebsärztlichen Tätigkeit und deren gesetzlichen Grundlagen nicht möglich ist (ASiG, ArbSchG und ArbMedVV).

Es ist keine gesetzliche Handhabe für Beschäftigungsverbote für chronisch Kranke analog zum Mutterschutzgesetz bekannt. Es handelt sich um innerbetriebliche Regelungen aus Fürsorge gegenüber den Beschäftigten. Die Kosten für den Arbeitsausfall trägt im Regelfall die Firma.

Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin führt eine Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung besonderer Personengruppen im Betrieb (zum Beispiel immunsupprimierte Beschäftigte) durch und bietet diesen Beschäftigten eine betriebsärztliche Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) an.

Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin gibt den Beschäftigten nach der Beratung auf deren Wunsch persönlich ein Empfehlungsschreiben für Homeoffice, Versetzung in einen anderen Tätigkeitsbereich mit positivem und negativem Tätigkeitsprofil oder etwas Ähnliches an die Hand (ohne Diagnosen). Die Beschäftigten können diese Bescheinigung dem Betrieb aushändigen.
Für Schwangere und Stillende erstellen die staatlichen Länderbehörden die Vorgaben für Beschäftigungsbeschränkungen oder Beschäftigungsverbote nach Mutterschutzgesetz.

(05.06.2020)

Ja. Die Pflicht zur Umsetzung der vor Ort geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen gilt für alle Personen, soweit dies nicht aus gesundheitlichen Gründen unmöglich ist. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass eine Person, die nachweislich an Covid-19 erkrankt war, bei Kontakt mit dem Virus erneut erkrankt und/oder das Virus an andere Menschen überträgt.

(Aktualisiert: 04.02.2021)

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sichergestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurechtkommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

Die Fahrzeuge sind mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion sowie mit Papiertüchern und Müllbeuteln auszustatten. Bei betrieblich erforderlichen Fahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist der Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam – gleichzeitig oder nacheinander – benutzt, möglichst zu beschränken, beispielsweise indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zu gewiesen wird. Die Innenräume der Fahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere, wenn sie von mehreren Personen genutzt werden.

(03.06.2020)

Das richtet sich nach der TRBA 250 (Schutzstufe 3) und wird in der TRBA 255 Ziffer 7 näher spezifiziert.

Aktualisiert: 17.02.2021

Absolut notwendige Begleitpersonen (z.B. bei Menschen mit Behinderung) sind nur nach entsprechender Rücksprache, Symptomfreiheit und wenn die Anzahl der Anwesenden im Raum nicht zu hoch ist, erlaubt. Anwesende Begleitpersonen müssen sich an die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten.

Aktualisiert: 02.02.2021

Wenn ein Kunde oder eine Kundin bzw. ein Patient oder Patientin wegen körperlicher oder psychischer Einschränkungen nicht in der Lage sein sollten, die aktuell geforderten Arbeitsschutzauflagen und Hygienestandards zu erfüllen (z. B. Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske), empfehlen wir, bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung zu besprechen, welche alternativen Möglichkeiten bestehen.

Eine Virusübertragung durch Kleidung, Haare oder Utensilien muss zum Schutz der Beschäftigten und ihrer Angehörigen verhindert werden. Dieses Schutzziel muss bei alternativen Maßnahmen gewährleistet sein.

Aktualisiert: 27.01.2021

Die Patienten/Patientinnen oder Kunden/Kundinnen müssen beim Betreten der Praxis/Einrichtung bzw. der Geschäftsräume die Möglichkeit haben, ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren; es ist darauf zu achten, dass sie hiervon Gebrauch machen.

(20.05.2020)

Bedenken Sie bitte, dass die Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und für Sie selbst getroffen wurden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Maßnahmen im häuslichen Umfeld des Patienten/der Patientin bzw. des Kunden/der Kundin einhalten können und der Termin aufgrund des Gesundheitszustands verschoben werden kann, sollten Sie dies auch tun und einen neuen Termin vereinbaren, möglichst in der Praxis/Einrichtung bzw. in den Geschäftsräumen.

In jedem Fall absagen und verschieben müssen Sie Termine bei bestätigt an COVID-19 Erkrankten. Auch bei Personen, die unter Quarantäne stehen, muss der Termin verschoben werden.

(13.05.2020)

Kohlendioxid (CO2) ist ein Atemgas und wird über die Lunge an die Ausatemluft abgegeben, es darf nicht mit Kohlenmonoxid (CO) verwechselt werden. Ob durch das Maskentragen tatsächlich CO2 in den Atemwegen mehr als üblich angereichert wird, kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Bei hohen Konzentrationen in der Atemluft bzw. im Körper kann CO2 zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. Dieser Effekt ist auch aus überfüllten, ungelüfteten Räumen bekannt.

Grundsätzlich kann jeder Atemschutz das Ein- und Ausatmen erschweren, da er eine Barriere zur Außenluft darstellt. Diese Barriere ist unterschiedlich stark je nach Filterleistung, nach Ausstattung der Maske mit oder ohne Ventil oder nach Art des Materials.

Gerade das Tragen von mehrlagigen, sehr dichten und enganliegenden Atemschutzmasken kann unter bestimmten Bedingungen sehr anstrengend sein. Deshalb sollte das Tragen von Schutzmasken auf das notwendige Maß beschränkt bleiben. Es ist nötig, in diesem Zusammenhang Regelungen zu Tragezeiten und Pausen in den jeweiligen Betrieben zu treffen.

Für Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Heuschnupfen, Panikattacken, chronischen Lungen- oder Herzkrankheiten kann das Schutzmaskentragen durch die Behinderung der Atmung eine Überforderung sein, auch wenn das erschwerte Abatmen von CO2 nicht nachgewiesen werden kann. Sollen Beschäftigte Atemschutz tragen, müssen deshalb unter besonderen Voraussetzungen betriebsärztliche Beratungen/Vorsorge angeboten werden.

Wenn sich Beschäftigte mit Vorerkrankungen darüber hinaus bereits durch das Tragen von Atemschutz-Masken am Arbeitsplatz in ihrer Gesundheit gefährdet sehen, können sie über den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine Wunschvorsorge bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt beantragen. In der betriebsärztlichen Beratung wird die individuelle gesundheitliche Situation und Wechselwirkungen mit Anforderungen am Arbeitsplatz sowie mögliche weitere Schutzmaßnahmen besprochen.

Zum Thema:

 

Illustration verschiedener Masken


(Foto: BGW/GDA)

BGW Masken-Kompass – Tipps zur richtigen Maskenwahl
Welche Maske hilft bei welchem Anlass? Wie erkenne ich hochwertige Produkte? Der BGW Masken-Kompass zeigt verschiedene Masken und hilft, diese situationsgerecht richtig anzuwenden. | mehr

 

Aktualisiert: 27.01.2021

18.05.2021

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Co­ro­na­vi­rus