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Coronavirus: Arbeitsschutzstandard und Antworten auf häufige Fragen für Apotheken

Apotheken haben eine wichtige Funktion - gerade während der Corona-Pandemie. Die BGW bietet den Arbeitsschutzstandard sowie Hinweise zum Schutz von Beschäftigten in Apotheken.

+++ SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (aktualisiert: 03.09.2021) +++

Logo des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

BMAS: SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung angepasst und verlängert

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde angepasst und in der Neufassung bis zum 24.11.2021 verlängert. | mehr

+++ Corona-Arbeitsschutzstandard (aktualisiert: 22.07.2021) +++

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Apotheken

Der Standard wurde an die Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) angepasst. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

  • Verpflichtung zur Überprüfung und bei Bedarf Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung sowie des betrieblichen Hygienekonzepts besteht weiter fort.
  • Maßnahmen wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht, AHA-L-Regel sowie sonstige Arbeitsschutzmaßnahmen sind weiterhin umzusetzen.
  • Eine strikte Vorgabe zur Mindestfläche von 10 m² pro Person ist nicht mehr enthalten. Betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen (auch in Pausenzeiten) durch mehrere Personen müssen aber auf das notwendige Minimum reduziert bleiben.
  • Es können Ausnahmen von der Testangebotspflicht für vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte bestehen. Weitere Informationen finden Sie auf unser Schnelltest-Seite.

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Personal testen mit Antigen-Tests (29.06.2021)

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

(Foto: AdobeStock/EstanisBS)

Informationen zu Corona-Schnelltests im Betrieb

Die BGW empfiehlt ihren Mitgliedsbetrieben, dem Personal regelmäßig Schnell- oder Selbsttests anzubieten - zum Schutz der Beschäftigten und aller weiteren Personen, mit denen sie beruflich Kontakt haben. | mehr

Abbildung: Hautschutz- und Händehygieneplan für die Kosmetik

Hautschutz- und Händehygieneplan für Apotheken
(Stand: 06/2018)

Hautschutz ist aufgrund der aktuellen Infektionsrisiken besonders wichtig. Bitte beachten Sie unseren Hautschutzplan. | Download

Antworten auf häufige Fragen

Grundsätzlich sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verpflichtet. Eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung muss bei neuen Gefährdungen, wie beispielsweise die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr, aktualisiert werden.

Hinsichtlich der SARS-CoV-2-Infektionsgefahr wurden zudem Standards, Regelungen und konkretisierende Empfehlungen und Hilfestellungen zum Schutz von Beschäftigten und Versicherten entwickelt.

Vorrangig sind der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist zu berücksichtigen und wird durch die konkretisierende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel auf eine rechtlich verbindliche Ebene gehoben. Hält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ein, so sind die Anforderungen erfüllt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS sind branchenübergreifend, das heißt sie legen keine branchenspezifischen Regelungen fest. Daher ist die gesetzliche Unfallversicherung - so auch die BGW - durch das BMAS aufgefordert worden, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel durch entsprechende SARS-CoV-2-Branchenstandards für die jeweilige Branche zu konkretisieren.

Die SARS-CoV-2-Branchenstandards der BGW sollen als Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen hinzugezogen werden. Sie enthalten wichtige branchenbezogene Empfehlungen zur Erfüllung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS. Sie sind somit eine wichtige Hilfestellung für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen.

Weitere, teilweise branchenbezogene Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen in den Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelungen des Bundes und der Länder sind immer verpflichtend und sind ebenfalls von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen umzusetzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Regelungen des Bundes und der Länder zum Infektionsschutz höhere Anforderungen festlegen, als der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS, oder umgekehrt. Hier sollte jeweils die höhere Anforderung von Arbeitgebern sowie Arbeitgeberinnen erfüllt werden.

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) regeln nicht spezifisch den Arbeitsschutz, legen jedoch wichtige Hygieneregeln, insbesondere zum Schutz der Bevölkerung fest. Diese sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aktualisiert: 29.04.2021

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird ein betriebliches Hygienekonzept gefordert. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat basierend auf der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung in einem Hygienekonzept alle erforderlichen Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festzulegen und umzusetzen. Hierbei ist die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel zu berücksichtigen, die in den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards der BGW zur Unterstützung der Branchen konkretisiert worden ist.

Die betrieblichen Hygienekonzepte müssen den Beschäftigten zur Verfügung gestellt und in geeigneter Weise zugänglich gemacht werden, z. B. digital oder durch Aushänge im Unternehmen. Das schafft Transparenz im Unternehmen über die durchzuführenden Infektionsschutzmaßnahmen – und gleichzeitig Rechtssicherheit. Die Beschäftigten sind zu den im Hygienekonzept festgelegten Maßnahmen zu unterweisen.

Aktualisiert: 28.06.2021

Können Beschäftigte den Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhalten und lassen sich andere technische oder organisatorische Maßnahmen nicht umsetzen, müssen diese mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Dies kann bei folgenden Situationen notwendig sein:

  • anwesende Personen (z.B. Patientinnen und Patienten, Kundschaft, Bewohnerinnen und Bewohner) tragen keine Bedeckung von Mund und Nase, beispielsweise bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich
  • bei den ausgeführten Tätigkeiten ist mit einer Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, beispielsweise durch lautes Sprechen / Singen oder andere Tätigkeiten, bei denen aufgrund körperlicher Anstrengung mit einem deutlich erhöhten Atemvolumen zu rechnen ist
  • schlechte Lüftungsverhältnisse im Raum
  • bei Arbeitsbereichen, in denen sich Personen mit einer ungeklärten Atemwegserkrankung befinden können und dadurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann (z.B. Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime)
  • erhöhte Gefährdungslage durch regional hohe Inzidenzen, Ausbruchsgeschehen oder durch das Auftreten von besorgniserregenden Varianten des SARS-CoV-2 (Mutationen)

Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung können außerdem Schutzkleidung und Augenschutz notwendig sein.

Soweit bekannt, können der Impf- oder der Genesenenstatus der Beschäftigten sowie des Kunden oder der Kundin bei der Wahl der Atemmasken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Im engen unmittelbaren Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Metern zwischen vollständig Geimpften bzw. Genesenen kann auf Atemschutzmasken verzichtet werden. Jedoch muss von vollständig geimpften oder genesenen Beschäftigten in diesen Fällen mindestens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Darüber hinaus sind weitreichendere Regelungen der Länder, des Bundes oder arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, wie die TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" sowie TRBA 255 "Arbeitsschutz beim Auftreten von nicht ausreichend impfpräventablen respiratorischen Viren mit pandemischem Potenzial im Gesundheitsdienst" verpflichtend und ebenfalls von Arbeitgebern oder Arbeitgeberinnen umzusetzen.

20.07.2021

Die Bedienung der Kundschaft über ein Notdienstfenster bietet den Vorteil, dass sich erregerhaltige Tröpfchen im Außenbereich stark verdünnen. Dadurch wird verhindert, dass sich diese in den geschlossenen Räumlichkeiten anreichern können.

Allerdings eignen sich nicht alle Notdienstfenster gleichermaßen. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Luftzug die erregerhaltigen Tröpfchen frontal in das Gesicht eines Beschäftigten in der Apotheke transportiert.

Daher muss die Eignung des Notdienstfensters individuell in der Gefährdungsbeurteilung beurteilt und gegebenenfalls eine transparente Abtrennung im Gesichtsbereich installiert werden, die einen wirksamen Schutz für die Beschäftigten darstellt.

(21.07.2020)

Beim Sprechen, Niesen und Husten entstehen feinste Tröpfchen, die durch eine transparente Abtrennung teilweise abgefangen werden sollen. In Abhängigkeit der Gefährdungsbeurteilung richtet sich die Geometrie der Installation nach den räumlichen Gegebenheiten der Offizin und des Wartebereichs der Kundschaft. Die Installation ist so zu gestalten, dass eine wirksame Barriere auf Gesichts- und Körperhöhe zwischen Kundschaft und Beschäftigten vorhanden ist. Ein seitlicher Schutz soll die Beschäftigten schützen, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kunden oder Kundinnen auch seitlich vom Handverkaufstisch stehen. Die Abtrennung kann Öffnungen - außerhalb des Atembereichs - zum Bedienen des EC-Kartengerätes und für die Warenherausgabe aufweisen.

(21.07.2020)

Ventilatoren einzusetzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber es gilt zu bedenken:

  • Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb wie Ventilatoren (z. B. Standventilatoren), Anlagen zur Kühlung (z. B. mobile und Split-Klimaanlagen) oder Heizung (z. B. Heizlüfter) ist in Räumen mit Einzelbelegung als unkritisch anzusehen.
  • Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Personen gerichtet sein, da dies zu einer schnelleren und weiteren Ausbreitung etwaiger Tröpfchen beitragen kann. 
  • Zur Reduktion der Aerosolkonzentration in Innenräumen ist ein Luftwechsel durch Öffnen von Fenstern oder Einsatz von Lüftungsanlagen eine immer notwendige Maßnahme.

Aktualisiert: 30.11.2020

Der Arbeitgeber, die Arbeitgeberin oder die Beschäftigten wünschen sich häufig, dass der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin zum Beispiel für eine chronisch kranke, immunsupprimierte Person wegen eines besonders hohen individuellen Infektionsrisikos ein Beschäftigungsverbot ausspricht.

Das fällt nicht in die Befugnis des Betriebsarztes oder der Betriebsärztin, weil es im Rahmen der betriebsärztlichen Tätigkeit und deren gesetzlichen Grundlagen nicht möglich ist (ASiG, ArbSchG und ArbMedVV).

Es ist keine gesetzliche Handhabe für Beschäftigungsverbote für chronisch Kranke analog zum Mutterschutzgesetz bekannt. Es handelt sich um innerbetriebliche Regelungen aus Fürsorge gegenüber den Beschäftigten. Die Kosten für den Arbeitsausfall trägt im Regelfall die Firma.

Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin führt eine Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung besonderer Personengruppen im Betrieb (zum Beispiel immunsupprimierte Beschäftigte) durch und bietet diesen Beschäftigten eine betriebsärztliche Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) an.

Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin gibt den Beschäftigten nach der Beratung auf deren Wunsch persönlich ein Empfehlungsschreiben für Homeoffice, Versetzung in einen anderen Tätigkeitsbereich mit positivem und negativem Tätigkeitsprofil oder etwas Ähnliches an die Hand (ohne Diagnosen). Die Beschäftigten können diese Bescheinigung dem Betrieb aushändigen.
Für Schwangere und Stillende erstellen die staatlichen Länderbehörden die Vorgaben für Beschäftigungsbeschränkungen oder Beschäftigungsverbote nach Mutterschutzgesetz.

(05.06.2020)

Unser Ansinnen ist es, Ihren Betrieb bei der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen zu unterstützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Dazu führen wir Vor-Ort-Überwachungen in Form von Betriebsbegehungen durch. Diese finden sowohl angemeldet als auch unangemeldet statt. Anhand des branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards prüfen wir die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb. Beim ersten Termin findet eine Prüfung sowie eine Beratung statt. Jeder Betrieb hat die Chance nachzubessern, es werden nicht sofort Bußgelder oder Zwangsgelder verhängt. Eine sogenannte Nachbesichtigung führen wir nur bei gravierenden Mängeln durch.

Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage bzw. Beratung an. Hierbei sollen offene Fragen geklärt werden und es wird sichergestellt, dass Ihr Betrieb mit dem Standard zurechtkommt.

Aktualisiert: 19.05.2020

PoC-Antigen-Tests für Kundschaft

Apotheken dürfen nach der "Ersten Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung" im Auftrag des öffentlichen Gesundheitsdienstes PoC-Antigen-Tests zur Feststellung einer Corona-Infektion bei Kundinnen und Kunden durchführen. Dabei darf nur nachweislich qualifiziertes und unterwiesenes Personal eingesetzt werden.

Wichtig ist, dass bei der Durchführung eines PoC-Antigen-Tests zum Schutz der Apothekenmitarbeitenden geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen finden Sie in den Empfehlungen des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS): Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2

Schauen Sie sich auch die weiterführenden Informationen der Bundesapothekerkammer an.

Weitere Anforderungen der Länder an Teststellen zur Anwendung von PoC-Antigen-Schnelltests in Apotheken sind zu beachten und umzusetzen.


Neben den PCR-Tests gibt es die sogenannten Antigen-Schnelltests. Sie werden unterschieden in Point-of-Care-Antigen-Schnelltests (PoC-Antigen-Tests) für den professionellen Gebrauch (Schnelltests) und Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests). Bei PCR-Tests werden im Labor anhand von genetischem Virus-Material in der Probe Erreger nachgewiesen, was bis zu 48 Stunden dauern kann (inklusive Transport). Die PoC-Antigen-Tests werden dagegen direkt vor Ort durchgeführt und liefern innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Testergebnis. Dabei wird im Nasen-Rachen-Abstrich nach Eiweißfragmenten des Virus gesucht. Weitere Erläuterungen zur Unterscheidung der Antigen-Schnelltests finden Sie zum Beispiel bei der DGUV.

Aktualisiert: 26.03.2021


Das Personal muss beim Durchführen des Testabstrichs persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen:

  • mindestens FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken
  • Handschuhe
  • Schutzkittel und Schutzbrillen oder Visiere

Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen – eine Betriebsanweisung und ein Hygieneplan sind zu erstellen. Das durchführende Personal ist anhand der festgelegten Regeln vor Aufnahme der Tätigkeiten und danach regelmäßig fachkundig zu unterweisen. Die ABAS-Empfehlung zu "Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2" ist zu beachten.

Aktualisiert: 26.03.2021

Die PoC-Antigen-Tests sind nach der Testverordnung des Bundes sowie den jeweiligen Landesverordnungen in Absprache mit den Kommunen oder den öffentlichen Gesundheitsämtern durchzuführen.

Grundsätzlich legt die Apothekenleitung in der Gefährdungsbeurteilung fest, unter welchen Bedingungen PoC-Antigen-Tests in der Apotheke durchgeführt werden können.

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • PoC-Antigen-Tests sollten nur nach vorheriger Terminvergabe (telefonisch oder online) angeboten werden.
  • Personen mit ungeklärten Symptomen dürfen die Apotheke nicht betreten, sondern müssen diese Symptome durch einen Arzt oder eine Ärztin abklären lassen.
  • Beim Zutritt in die Apotheke ist eine Steuerung der unterschiedlichen Besucherströme empfehlenswert. Indem die Kundschaft und die zu testenden Personen voneinander getrennt werden, können Personenansammlungen und Kontakte in der Warteschlange vermieden werden.
  • Die PoC-Antigen-Tests sollten in einem räumlich abgetrennten, ausreichend großen und gut belüfteten Bereich durchgeführt werden.
  • Für Personen, die auf ihr Testergebnis warten, muss ein Wartebereich festgelegt werden. Alternativ kann zum Beispiel eine elektronische Übermittlung des Ergebnis angeboten werden.

Wichtig ist, dass die mit den PoC-Antigen-Tests beauftragten Beschäftigten geschult und unterwiesen sind. Insbesondere Themen wie Eigenschutzverhalten, richtiges Verhalten bei unerwarteten Ereignissen (wie Erbrechen, Blutungen u.a.), erforderliche Schutzmaßnahmen, aber auch medizinisch richtige Abläufe für gesicherte Testergebnisse müssen vermittelt werden.

22.03.2021

Entsprechend der Empfehlung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2 soll wie folgt verfahren werden:

"Die Handschuhe sind zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppungen nach jedem Probanden zu wechseln. Weiterhin ist die übrige Schutzkleidung, insbesondere die Atemschutzmaske, bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung unverzüglich zu wechseln."

Aktualisiert: 26.03.2021

 




03.09.2021

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