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Rückengesund arbeiten in der Pflege

Rückenprobleme sind bei Beschäftigten in der Pflege weit verbreitet. Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankschreibungsgründen für Berufstätige in der Alten- und Krankenpflege. Dabei können Sie auch in Pflegeberufen rückengerecht arbeiten: Mit geeigneten Hilfsmitteln, einer guten Arbeitsorganisation und dem bewussten Einsatz Ihrer Kräfte beugen Sie Beschwerden vor. Wir geben Ihnen 10 Tipps für einen gesünderen Berufsalltag.

Sie können Rückenbeschwerden aktiv entgegenwirken, wenn Sie konsequent ergonomisch arbeiten: Das bedeutet, einerseits Hilfsmittel einzusetzen, aber auch Gewohnheiten zu ändern und sensibler für die eigenen Belastungsgrenzen zu werden. Beachten Sie die folgenden zehn Punkte, sind Sie in Sachen ergonomisches Arbeiten bereits auf einem guten Weg.

Top Ten für die rückengesunde Pflege

  1. Grenzen kennen: Das Wissen um die eigene Belastbarkeit – sowohl körperlich als auch psychisch – hilft dabei, Grenzen zu setzen.
  2. Umgebung gestalten: Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz ist gut für Ihren Rücken. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichend Platz zu schaffen, damit Sie rückengerecht arbeiten und die pflegebedürftige Person sich selbstständig bewegen kann.
  3. Fähigkeiten erschließen und nutzen: Wer den pflegebedürftigen Menschen in die Planung mit einbezieht, nutzt und fördert dessen Fähigkeiten. Alles, was der oder die Pflegebedürftige selbst macht, entlastet Ihren Rücken.
  4. Hilfsmittel nutzen: Der Schlüssel zum ressourcenorientierten Bewegen von Menschen sind kleine Hilfsmittel. Wo notwendig, nutzen Sie zudem technische Hilfsmittel.
  5. Liften statt heben: Heben und Tragen sollten Sie möglichst vermeiden. Wenn Pflegebedürftige gehoben werden müssen, setzen Sie einen Lifter ein.
  6. Auf die Arbeitshöhe achten: Wenn Sie das Pflegebett zum Waschen, Anziehen oder Lakenwechsel auf die passende Arbeitshöhe einstellen, sorgen Sie für eine gute Arbeitshaltung. Im Bad unterstützt ein Hocker die rückengerechte Haltung.
  7. Sicher auftreten: Ein geschlossener Schuh mit fester Fersenkappe, flach aufliegend und mit rutschhemmender Sohle sorgt für einen sicheren Stand.
  8. Auf dem Laufenden bleiben: Nur regelmäßiges praktisches Üben und Fortbilden ermöglicht ein sicheres, rückengerechtes Handeln.
  9. Für Ausgleich sorgen: Belastungswechsel sind wichtig. Nutzen Sie den vielseitigen Pflegealltag, um Phasen körperlicher Beanspruchung wie einseitige Haltungen oder Bewegungsmangel zeitnah auszugleichen. Denken Sie auch an Pausen.
  10. Alltag aktiv gestalten: Regelmäßige Gymnastik, Bewegung und Entspannung sorgen zusätzlich für einen angemessenen Ausgleich. Sie tragen dazu bei, Körper und Seele fit zu halten.


Basisausstattung kleiner Hilfsmittel

Zu einer wirksamen Prävention gehört unbedingt der Einsatz kleiner Hilfsmittel. Diese kleinen Helfer unterstützen die Mobilität der Pflegebedürftigen und reduzieren gleichzeitig die körperliche Anstrengung für die Pflegekraft. In der Bildergalerie sehen Sie die wichtigsten Hilfsmittel.

Außerdem gibt es eine Reihe ergänzender Hilfsmittel.

Unsere Tipps für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen:
• Schaffen Sie kleine Hilfsmittel in ausreichender Menge an. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Auswahl mit ein.
• Unterweisen Sie Ihre Beschäftigten in der fachgerechten Anwendung der Hilfsmittel.
• Sorgen Sie dafür, dass die Hilfsmittel arbeitsplatznah gelagert werden.

Unser Tipp für Beschäftigte:
• Setzen Sie die vorhandenen Hilfsmittel konsequent ein und tragen Sie geeignete Arbeitsschuhe.

Weitere Informationen und Tipps zur Prävention von Rückenbeschwerden finden Sie in der Rubrik „Gesunder Rücken“ und in der BGW-Broschüre „Starker Rücken“.

28.08.2019

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