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Vorgehen nach Gewaltereignissen

Freitag, 13.30-15.00 Uhr

Gewalt und Aggression am Arbeitsplatz trifft auch Beschäftigte in der stationären und ambulanten Pflege. Die Bewältigung von aggressiven Situationen und der Umgang mit gewaltbereiten Klienten und Klientinnen gehört längst zum Arbeitsalltag. Neben Drohungen und Beschimpfungen kommt es häufig zu körperlichen Übergriffen. Eine Untersuchung des Universitätsklinikums Eppendorf aus dem Jahr 2017 ergab, dass 35 Prozent der Beschäftigten in der stationären Altenpflege täglich von verbaler Gewalt und 31 Prozent täglich von körperlicher Gewalt betroffen sind. Diese Belastungen gehen meist nicht mit schwerwiegenden Gesundheitsstörungen einher, können aber in einigen Fällen mit körperlichen und psychischen Folgen verbunden sein.

Betriebliche Präventionskonzepte zum Umgang mit aggressiven Verhalten und zur Vorbeugung von Gewaltereignissen sind auch für Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege notwendig. Zum Präventionskonzept gehört ein Notfallmanagement, um bei einem Gewaltereignis rasche Hilfe sicherzustellen. Im Falle des Falles werden Betroffene von Nachsorge-Strukturen der Unfallversicherungsträger aufgefangen. Seit 2012 ist außerdem bundesweit das Psychotherapeutenverfahren etabliert, das eine Frühintervention und gegebenenfalls psychotherapeutische Behandlung gewährleistet.

Der Vortrag informiert über die Prävention und Nachsorge bei Gewalt und Aggression am Arbeitsplatz. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick zu den Unterstützungsmöglichkeiten der BGW. Anhand von Praxisbeispielen werden Problemsituationen aufgezeigt und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt.

Referent/-in:

Referent/-in (Hannover):

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