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Perspektivwechsel: Demenz am eigenen Leib erleben

Freitag, 11.00-12.30 Uhr

Sie rufen, schreien, laufen unablässig auf und ab; oftmals sind sie aggressiv und gewalttätig. Fast jeder Mensch mit Demenz zeigt dieses sogenannte herausfordernde Verhalten. Immer wieder entstehen Situationen, die für den Betroffenen und für seine Umgebung befremdlich, beängstigend und schwierig sind.

Im Fokus von Wissenschaft und Praxis standen lange Zeit Interventionen, die dieses Verhalten stoppen können. Von Symptomen und Verursachern war die Rede. Doch gerade in Bezug auf Aggression und Gewalt geht es um die Frage, warum sich der Mensch mit Demenz auf diese ihm eigene Art verhält, welches Ziel er damit verfolgt. Das Verstehen seines Verhaltens muss in den Vordergrund treten, um seine Bedürfnisse zu erkennen.

Demenz bedeutet Schritt für Schritt intellektuelle Fähigkeiten zu verlieren - Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick. Diese Einschränkungen werden im Laufe der Erkrankung immer massiver bis die Erkrankten nicht mehr in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen. Sie sind vollkommen hilflos. Unvorstellbar für uns Gesunde!?

Im Rahmen dieses Workshops tauchen die Teilnehmenden in das innere Erleben von Menschen mit Demenz ein: Wie fühlt ein betroffener Mensch? Wie denkt er? Wie verändert er sich? Wie kann man Demenz sichtbar werden lassen?

Diese Erfahrungen schulen und sensibilisieren Empathie und die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel – den Grundsteinen für ein besseres Verständnis für hilfsbedürftige Menschen, ihrer "herausfordernden" Verhaltensweisen und ihren individuellen Bedürfnissen. Weiterhin können dadurch Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen ihr eigenes Verhalten und ihre Betreuungskonzepte überdenken und anpassen.

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