Navigation und Service

Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Donnerstag, 16.15-17.45 Uhr

Zotige Sprüche, unangenehme Berührungen oder zweideutige Angebote: Sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz sind keine Seltenheit, gelten aber gleichzeitig als Tabu in vielen Unternehmen. Mitunter wird sogar nicht gern gesehen, die Verhinderung sexueller Belästigung in den Betriebsvereinbarungen aufzunehmen oder präventive Maßnahmen anzubieten. Der Gedanke dahinter: Womöglich entstünde so der Eindruck, dass es im Unternehmen schon zu Belästigungen gekommen sei. Hier sollten Unternehmen im eigenen Interesse schnellstmöglich umdenken.

Sexuelle Belästigung finden seit jeher statt: zwischen Führungskräfte und Untergebenen, Kolleginnen und Kollegen, Fachkräften und unterstützungsbedürftigen Personen. So werden etwa drei von vier Frauen in ihrem Berufsleben mindestens einmal Opfer sexueller Belästigung. Dabei handelt es sich immer um eine schwere Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Auch geht es darum zu verstehen, dass sexuelle Übergriffe häufig eine Dynamik entwickeln, die sich – allein schon beim Verdacht – auf das gesamte Team auswirken und Krisen auslösen kann. Damit im konkreten Fall oder Verdachtsfall sowohl im Sinne der Betroffenen, der Institution und auch des Beschuldigten professionell gehandelt werden kann, ist es unumgänglich ein Handlungskonzept für derartige Vorfälle zu implementieren.

Im Beitrag werden diese konkrete Handlungsstrategien vorgestellt. Weitere Themen sind der Umgang mit Nähe und Distanz sowie das Spüren eigener Grenzen und Grenzverletzungen. Überdies werden Hilfsangebote für Betroffene oder außenstehende Beobachtende aufgezeigt. Auch die richtige Vermittlung der Thematik gegenüber Auszubildenden wird eine Rolle spielen.

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te