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Mutterschutz beginnt beim Arbeitsschutz

Donnerstag, 10.00-11.30 Uhr

Eine Schwangerschaft ist meist ein freudiges Ereignis – für alle, bis auf den Arbeitgeber. Denn Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz.

In der ambulanten oder stationären Pflege kann das zu Problemen führen. Zum einen durch die physischen und psychischen Anforderungen, die die tägliche Arbeit mit sich bringt, und zum anderen durch den Kontakt mit Infektionserregern, die regelmäßig auftreten oder freigesetzt werden.

Welche Pflichten haben nun Arbeitgeber? In dem Workshop legt Dr. Caroline Bernhard-Klimt einen Schwerpunkt auf die Gefährdungsbeurteilung, die sich aus dem Arbeitsschutzgesetz und dem neuen Mutterschutzgesetz ergibt. Im Mutterschutz wird ein höheres Schutzniveau als im allgemeinen Arbeitsschutz verlangt. Somit sind die spezifischen – nach Mutterschutzgesetz unzulässigen – Gefährdungen für eine werdende oder stillende Mutter besonders zu berücksichtigen.

Trotzdem können schwangere beziehungsweise stillende Frauen weiter beschäftigt werden. Dann müssen aber die Arbeitsbedingungen dem Mutterschutzgesetz so angepasst werden, dass keine unverantwortbare Gefährdung besteht. Im Sinne einer realistischen Risikobewertung wird auf diese Voraussetzungen eingegangen.

In bestimmten Fällen wird es sich nicht vermeiden lassen, dass ärztliche oder vom Arbeitgeber ausgesprochene Beschäftigungsbeschränkungen erforderlich werden. Die medizinischen beziehungsweise tätigkeitsbedingten Bedingungen für diese Beschäftigungsbeschränkungen werden erläutert und gemeinsam besprochen.

In jedem Fall jedoch ist die werdende/stillende Mutter sozial abgesichert und unterliegt einem Kündigungsschutz.

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