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Und sie tun es doch: Tabuthema Sexualität im Alter

Donnerstag, 14.15-15.45 Uhr

Beschäftigte aus Pflege und Betreuung bewegen sich täglich im Spannungsfeld von Sexualität und Pflege. Viele Jahre war Alterssexualität ein Tabuthema. In manchen Einrichtungen wird das Thema bis heute noch totgeschwiegen. Selbst in Fachbüchern der Geriatrie finden sich fast nur somatische Sichtweisen der Sexualität unter dem Aspekt von Erkrankungen und Funktionsstörungen.

Dabei fühlen sich Pflegekräfte häufig überfordert, wenn sie mit den sexuellen Bedürfnissen älterer Menschen konfrontiert werden. Besonders in Pflegeheimen erleben sie mitunter Situationen, die sie erschrecken oder irritieren. Reaktionen wie Scham und Ekel stellen keine Seltenheit dar, wird man unfreiwillig Zeuge sexueller Aktivitäten wie Geschlechtsverkehr oder Selbstbefriedigung. Und gerade Menschen mit Demenz zeigen ihre Lust völlig ungeniert.

Pflege ist ein Berührungsberuf. Körperliche Berührungen wie bei der Intimpflege, was eine klare Überschreitung intimer Körpergrenzen einschließt, gehören zur Pflege unabdingbar dazu. Werden jetzt bei der Pflege (unwissentlich) Grenzen verletzt, so kann dies leicht zu Missverständnissen führen und die daraus resultierenden Konflikte die Beziehung zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen erschweren oder behindern.

Ziel des Beitrags ist es einerseits Anregungen zu geben, ob und wie den sexuellen Bedürfnissen der Betreuten entsprochen werden kann. Andererseits werden Hilfestellungen angeboten, wie sich Pflegende gegen alltägliche, sexuelle Übergriffe seitens der Betreuten schützen können.

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