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Erfolgsfaktor Badezimmer für die ambulante Pflege

Donnerstag, 14.15-15.45 Uhr

Pflege findet in Deutschland überwiegend zuhause statt. Das Badezimmer spielt dabei eine zentrale Rolle - sowohl für die Menschen, die Pflegeunterstützung erhalten, als auch jene, die als Angehörige oder ambulante Pflegekräfte Pflege gewähren. Aus Sicht der ambulanten Pflegekräfte ist das private Bad ein Arbeitsplatz, der ihnen eine Tätigkeit unter den Sicherheitsgesichtspunkten der Arbeitsstättenverordnung ermöglichen sollte. Angehörige sollten bei ihrer Unterstützung auf einen vergleichbaren Standard bauen dürfen.

Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Befragung von ambulanten Pflegekräften und Angehörigen vor. Es zeigte sich, dass vielerorts die Anforderungen nicht erfüllt werden, im Gegenteil sogar Pflegebedürftige und Pflegende gefährden. Die befragten 344 Unternehmen der ambulanten Versorgung gaben an, dass knapp die Hälfte ihrer Pflegekräfte leichte Erkrankungen (ohne längere Arbeitsunfähigkeit) aufgrund mangelhafter Badezimmer erlitten hatten. Rund ein Fünftel hatte sogar gravierende Erkrankungen (mit Arbeitsunfähigkeit) davongetragen. Durch die unzureichenden Arbeitsbedingungen in den häuslichen Badezimmern hatten sich zudem 35 Prozent der pflegebedürftigen Personen leicht und 15 Prozent gravierend verletzt.

Auch eine Bestandsaufnahme von 20 altersgerecht angepassten Kleinbädern (unter 5 qm) wurde durchgeführt. Nur in einem der kontrollierten Bäder waren eine eigenständige Nutzung nach fortschreitenden Beeinträchtigungen und eine spätere Pflege entsprechend den Anforderungen der Pflegenden nicht möglich.

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