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Studie zur Diskriminierung von Pflegekräften mit Migrationshintergrund

Donnerstag, 14.15-15.45 Uhr

Pflegende sind in ihrem beruflichen Alltag häufig jeglicher Form von verbaler Gewalt ausgesetzt. Bei Pflegekräften mit Migrationshintergrund kommt im Umgang mit Pflegebedürftigen noch eine weitere Gewaltform hinzu: rassistische Diskriminierung.

Aufgrund der bisher mangelnden Datenlage zum Vorkommen, den Auslösern sowie dem Umgang mit verbaler Gewalt wurde eine qualitative Studie erhoben. Zwischen April und Juni 2017 wurden 24 leitfadengestützte Interviews durchgeführt. Befragt wurden Beschäftigte aus der stationären Pflege mit einem türkischen Migrationshintergrund.

Fast alle Studienteilnehmende gaben an, aufgrund ihres Migrationshintergrunds, bereits verschiedenste Formen verbaler Gewalt und Diskriminierung erlebt oder beobachtet zu haben. Am häufigsten wurden Beleidigungen und Beschimpfungen genannt, sowohl rassistischer als auch sexualisierter Art. Der Umgang mit Gewalterfahrungen reichte von Konfliktvermeidung, Unterstützung durch Kollegen und Kolleginnen, bis hin zur Verweigerung der Versorgung.

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