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Studie zu Gewalt und Aggression gegenüber Beschäftigten in der Pflege

Donnerstag, 14.15-15.45 Uhr

Aggressive Übergriffe im Gesundheitswesen sind ein sensibles und häufig tabuisiertes Thema. Insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden Beschäftigte durch Patienten und Patientinnen sowie deren Angehörigen gefährdet.

2017 hat das Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen (CVcare) eine Studie zu Gewalt- und Aggressionsübergriffen gegenüber Beschäftigten in Pflege- und Betreuungsberufen durchgeführt. In dem Vortrag werden insbesondere die Ergebnisse aus dem Bereich Pflege vorgestellt und mit denen der anderen Branchen verglichen.

In der Studie haben rund 1.900 Beschäftigte aus verschiedenen Branchen wie Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen, der ambulanten Pflege und der Behindertenhilfe teilgenommen. Insgesamt gaben 80 Prozent der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten Gewalt erlebt zu haben. Die Beschäftigten in der Altenpflege sind am stärksten von täglicher Gewalt und Aggression betroffen. Überwiegend handelte es sich dabei um Beschimpfungen, Kneifen, Kratzen und Schlagen.

Die Betroffenen reagieren mit Ärger, Wut, Hilflosigkeit oder Enttäuschung. Rund ein Drittel der Beschäftigten fühlt sich durch die Übergriffe stark belastet. Positiv auf das Belastungsempfinden wirkt sich eine gute Vorbereitung auf mögliche Gewalt aus. Jedoch nahmen nur ein Drittel der Beschäftigten in der Altenpflege an einem Deeskalationstraining teil. In anderen Branchen lag der Anteil deutlich höher.

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