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Tätigkeiten mit Arzneimitteln in der Pflege

Donnerstag, 10.00-11.30 Uhr

Bei der Vorbereitung und Verabreichung von Tabletten, Säften, Salben, Sprays, Inhalaten, Infusionen etc. sowie bei nachgeschalteten Tätigkeiten (zum Beispiel der Entsorgung von Arzneimittelresten) in der stationären, ambulanten und häuslichen Altenpflege ist eine Exposition der Pflegenden sowie weiterer Beschäftigter gegenüber gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen nicht auszuschließen.

Informationen über die Eigenschaften der verwendeten Arzneistoffe (beispielsweise kanzerogen, keimzellmutagen, reproduktionstoxisch, sensibilisierend) fehlen jedoch in den meisten Fällen. Ebenso wie Informationen zur Art und Höhe der Exposition bei Tätigkeiten wie zum Beispiel dem Stellen von Oralia, dem Vorbereiten von Infusionen oder insbesondere auch manipulativen Tätigkeiten wie dem Teilen oder Mörsern von Tabletten.

Hinzu kommt, dass die Identifikation von Arzneimitteln im Sinne potenziell gefährlicher Arbeitsstoffe problematisch ist, da sie nicht der gefahrstoffrechtlichen Kennzeichnungspflicht unterliegen. Den Beschäftigten ist daher häufig nicht bekannt, dass von Arzneimitteln eine gesundheitliche Gefährdung ausgeht.

Die Umgangsvorschriften der Gefahrstoffverordnung zum Schutz der Beschäftigten hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung, der Umsetzung von Schutzmaßnahmen, der Durchführung von Unterweisungen etc. müssen trotzdem eingehalten werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die von medizinischen Wirkstoffen ausgehenden Gefährdungen und zeigt praktikable Wege zum sicheren Arbeiten mit Arzneimitteln in der Pflege auf.

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