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Anbieter von Trainings für die "Kollegiale Erstbetreuung" gesucht

Die BGW sucht Institutionen, die bundesweit "Kollegiale Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer" für die Hilfe nach Extremerlebnissen in Betrieben ausbilden. Entsprechende Stellen können sich bis zum 30. Juni 2019 bewerben.

Die BGW verzeichnet eine Zunahme von Gewaltübergriffen in ihren Mitgliedsunternehmen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bieten wir unseren Mitgliedsunternehmen derzeit eine Reihe von Präventions- und Rehabilitationsangeboten.

Von Unfällen, Übergriffen und Extremerlebnissen Betroffene erhalten im Rahmen der "Kollegialen Erstbetreuung" zeitnahe und niedrigschwellige Unterstützung. Die BGW bereitet hierfür derzeit ein neues Angebot für ihre Mitgliedsunternehmen vor: Wer Beschäftigte für die "Kollegiale Erstbetreuung" qualifizieren lässt und bestimmte Voraussetzungen erfüllt, erhält - voraussichtlich ab Mitte 2020 - von der BGW festgelegte Zuschüsse für diese Qualifizierungsmaßnahme.

Anbieterinnen und Anbieter der Trainings für BGW-Mitgliedsunternehmen gesucht

Vor diesem Hintergrund suchen wir für unsere Mitgliedsunternehmen Institutionen, die bundesweit "Kollegiale Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer" für die Hilfe nach Extremerlebnissen in Betrieben ausbilden. Die Trainings können sowohl bei den Institutionen als auch in BGW-Mitgliedsbetrieben stattfinden.

Wie Sie sich bewerben

Zunächst erfolgt die Prüfung der Institutionen und Unternehmen, deren Trainings die BGW künftig bei den BGW-Mitgliedsunternehmen finanziell fördern wird. Interessierte Organisationen können ab sofort die im folgenden beschriebenen Unterlagen – nur per Mail - einreichen und sich dadurch auf das geplante Bezuschussungsprogramm bewerben.

Die BGW bittet darum, mindestens folgende Unterlagen zu schicken:

  • Kurzvorstellung der Organisation, die die Trainings anbietet
  • Qualifizierungskonzept
  • Qualifikationsprofil der Trainerinnen und Trainer (relevante Aus- und Weiterbildungen)

Bewerbungsschluss: 30. Juni 2019

Bedeutende Zugangsvoraussetzung ist zum einen, dass die Institutionen ihre Trainingsmaßnahmen gemäß der DGUV-Information 206-023 "Standards in der betrieblichen psychologischen Erstbetreuung (bpE) bei traumatischen Ereignissen" konzipieren. Hierbei muss die Anbindung der Ausbildung "Kollegialer Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer" an die Strukturen und Prozesse der innerbetrieblichen Arbeitsschutzorganisation hinreichend erkennbar werden.

Zum anderen müssen die Institutionen bereits über einschlägige Erfahrungen in der Durchführung von Qualifizierungen für "Kollegiale Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer" verfügen.

Auf diese Anforderungen ist bereits in den schriftlichen Unterlagen ausreichend Bezug zu nehmen.

Kontakt für die Einsendung von Bewerbungen und Fragen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
Frau Sigrid Küfner
E-Mail: Sigrid.Kuefner@bgw-online.de
Telefon: (040) 202 07 - 47 24

 

Über das Auswahlverfahren

Bewertet werden die Ausbildungsinhalte, die Verknüpfung zum Arbeitsschutz, die Rahmenbedingungen der Ausbildung (Organisation, Qualifikation Dozenten, Methodische Ansätze) sowie die Qualitätssicherung.

Nach Sichtung der eingereichten Unterlagen werden geeignete Institutionen zu einem Präsentationstermin am 26. November 2019 nach Hamburg eingeladen. Ein Bescheid darüber wird voraussichtlich Ende August verschickt.
Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie jetzt schon wissen, dass Sie an dem Termin verhindert sein sollten, damit ein Ausweichtermin gefunden werden kann.

Neben der Präsentation des jeweiligen Qualifizierungskonzepts vor einem Fachpublikum werden offene Fragen diskutiert.

In einem anschließenden internen Expertengespräch trifft die BGW auf Grundlage der vorab schriftlich eingereichten Bewerbungsunterlagen, der Präsentation sowie der anschließenden Diskussion eine abschließende Bewertung aller Kandidaten und entscheidet über die Möglichkeit, das jeweilige Angebot für "Kollegiale Erstbetreuung" als förderungsfähig anzuerkennen. Die Anzahl der förderungsfähigen Anbieter ist hierbei unbegrenzt.

Die Teilnahme an einem Präsentationstermin ist nur einmal möglich. Die den Bewerberinnen und Bewerbern anfallenden Kosten für die Bewerbungsunterlagen sowie die Anreise und Durchführung der Präsentation in Hamburg werden von der BGW nicht übernommen.

Förderungsfähige Anbieterinnen und Anbieter im Bezuschussungsverfahren

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens veröffentlicht die BGW auf ihrer Website im Bereich Umgang mit Gewalt die förderungsfähigen Anbieterinnen und Anbieter für das Bezuschussungsverfahren. Ein Rechtsanspruch dieser Anbieterinnen und Anbieter dauerhaft genannt zu werden, wird hierdurch nicht begründet.

Der BGW steht es frei, die Bezuschussung dieser Qualifizierungsmaßnahmen insgesamt jederzeit wieder zu beenden, insbesondere, wenn hierfür wichtige Gründe sprechen. Der BGW steht es ferner frei, die Beratungsqualität der förderungsfähigen Anbieter in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und bei fehlender Ausräumung von erheblichen Qualitätsdefiziten oder aufgrund einer abgelehnten Teilnahme an Qualitätsüberprüfungen die Bezuschussung eines zunächst für förderungsfähig erklärten Anbieters oder einer Anbieterin wiedereinzustellen.

Aufgrund einer Selbstverpflichtung werden die förderungsfähigen Anbieterinnen und Anbieter bei wesentlichen Änderungen der Ausbildungsinhalte bzw. der Rahmenbedingungen der Ausbildung die BGW hierüber unaufgefordert und unmittelbar in Kenntnis setzen, damit die BGW prüft, ob die Förderungsfähigkeit fortbestehen kann.

Der BGW steht es ferner frei, durch regelmäßige Auswahlverfahren den Kreis der förderungsfähigen Anbieterinnen und Anbieter zu erweitern.

Rechtlicher Hinweis

Ein öffentlicher Auftrag, entgeltlicher Vertrag oder sonstiges Leistungsaustauschverhältnis kommt zwischen der BGW und den Bewerberinnen und Bewerbern im Auswahlverfahren sowie den im Anschluss für förderungsfähig erklärten Anbieterinnen und Anbietern ausdrücklich nicht zustande.

Die Auswahl eines förderungsfähigen Anbieters oder einer Anbieterin treffen die Mitgliedsunternehmen selbst, die BGW hat keinen Einfluss auf die Auswahl. Der Vertrag für das Training für die "Kollegiale Erstbetreuung" kommt ausschließlich zwischen dem Mitgliedsunternehmen und dem forderungsfähigen Anbieter oder der Anbieterin zustande.

Es kommt im Rahmen der geschäftlichen Beziehungen zwischen dem förderungsfähigen Anbieter oder der Anbieterin und dem Mitgliedsunternehmen weder zu einer vertraglichen Mithaftung der BGW noch zu einer Mithaftung der BGW aus Gesetz. Der Zuschuss für ein Training bei einem förderungsfähigen Anbieter oder einer Anbieterin wird direkt an das teilnehmende Mitgliedsunternehmen ausgezahlt.

Es steht den Mitgliedsunternehmen insbesondere frei, kein Training unternehmensintern anzubieten oder einen Anbieter oder eine Anbieterin zu wählen, deren Beauftragung von der BGW nicht bezuschusst wird.

 

10.05.2019

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