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FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema "schu.ber.z".

Tragen Sie Handschuhe grundsätzlich nur so lange wie nötig. Wechseln Sie zwischen Feucht- und Trockenarbeiten, so oft es geht. Viele haben gute Erfahrungen mit Baumwollhandschuhen als Unterziehhandschuh gemacht. Diese müssen Sie regelmäßig wechseln, wenn sie durchfeuchtet sind. Unterstützend gibt es gerbstoffhaltige Hautschutzprodukte, die der Schwitzneigung in Handschuhen entgegenwirken. Ihr Betriebsarzt berät Sie.

Wenden Sie sich an Ihren Betriebs- oder Hautarzt. Wenn Sie einverstanden sind, meldet er Ihre Erkrankung der Berufsgenossenschaft. Sie können natürlich auch direkt Kontakt mit dem BGW schu.ber.z, dem Schulungs- und Beratungszentrum der BGW, aufnehmen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir dann ein individuelles Rehabilitationskonzept. Zusätzlich bieten wir für verschiedene Berufsgruppen Hautschutzseminare an.

In der Vielzahl der Fälle gehen die Hauterscheinungen durch geeignete Schutz- und Pflegemaßnahmen zurück, und es ist ein nahezu beschwerdefreies Arbeiten möglich.

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Kosten tragen. Betroffene Hauterkrankte, die an einem BGW-Hautschutzseminar teilgenommen haben, bekommen von der BGW ein Starterpaket.

Den "optimalen Handschuh" gibt es leider nicht. Unterschiedliche Risiken erfordern unterschiedliche Materialien. Der Einsatz gepuderter Latexhandschuhe jedoch ist aufgrund ihrer hohen Allergiegefahr grundsätzlich nicht gestattet.

Friseure:
Für chemische Tätigkeiten im Friseurhandwerk empfehlen wir Einmalhandschuhe aus Nitril oder Vinyl. Sie sind beständig gegen die verwendeten Friseurchemikalien.

Wichtig:
Diese Handschuhe dürfen nur einmal verwendet werden, da sonst der Schutz Ihrer Hände nicht gewährleistet ist! Zum Haarewaschen benutzen Sie am besten einen Wasch- oder Haushaltshandschuh mit längerer Stulpe, den Sie mehrmals verwenden können. Wichtig ist, dass Sie die Handschuhe nach dem Gebrauch gut trocknen.


Pflege:
Auch für die Grundpflege in Pflegeeinrichtungen bieten sich Einmalhandschuhe aus Nitril oder Vinyl an. Tipp: Ungepuderte Handschuhe sind hautfreundlicher.
Für Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten verwenden Sie am besten Haushaltshandschuhe aus Nitril oder Vinyl. Diese mehrfach verwendbaren Handschuhe sind reißfest, schützen gegen die verwendeten Chemikalien und haben ausreichend lange Stulpen, die die Unterarme schützen.

Latex, Flächen- und Instrumentendesinfektionsmittel, Duft- und Konservierungsstoffe, Gummiinhalts- und Zahnfüllstoffe. Die meisten Handekzeme unserer Versicherten (Gesundheitsdienst, Friseure) sind jedoch nicht allergisch bedingt, sondern Abnutzungsekzeme aufgrund der massiven Belastung der Haut durch Feuchtigkeit.

Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen geeignete Schutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Wenden Sie sich zunächst an Ihren Abteilungsleiter. Auch Betriebsarzt, Sicherheitsingenieur, Dienstleitung, Hygienebeauftragte oder die betriebliche Interessenvertretung sind mögliche Ansprechpartner.

Benötigen Sie weitergehende Hilfe, wenden Sie sich bitte an unser Schulungs- und Beratungszentrum (BGW schu.ber.z).

Der größte Risikofaktor für Hautschäden im Gesundheitsdienst ist die Feuchtarbeit: der Kontakt mit Wasser und das Tragen von Handschuhen. Es ist daher besonders wichtig, zu häufiges Händewaschen zu reduzieren. Waschen Sie die Hände nur, wenn Verschmutzungen sichtbar sind. Meistens liegt keine Allergie gegen das Desinfektionsmittel vor. Dies können Sie bei Ihrem Hautarzt testen lassen. Sollten Sie eine Allergie gegen einen Inhaltsstoff des Desinfektionsmittels haben, lässt sich in der Regel ein gut verträgliches Ersatzprodukt finden.

Eine Berufskrankheit der Haut (BK Nr. 5101, Berufskrankheitenverordnung) liegt vor, wenn:

  • die Hauterkrankung durch den Beruf verursacht ist,
  • sie schwer oder wiederholt rückfällig ist,
  • Sie aus medizinischen Gründen gezwungen sind, Ihre Tätigkeit aufzugeben und
  • Sie die Tätigkeit tatsächlich bereits aufgegeben haben.

Dies trifft zum Glück in den meisten Fällen (noch) nicht zu. Die Berufsgenossenschaft als Ihr Partner bietet Ihnen aber schon im Vorfeld Hilfe an. Wenden Sie sich an uns. Wir haben verschiedene Möglichkeiten, vorbeugend aktiv zu werden. Auch das BGW schu.ber.z, das Schulungs- und Beratungszentrum der BGW, hilft Ihnen weiter.

21.05.2013

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