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Gewalt und Aggression im Gesundheits- und Sozialwesen in Forschung und Praxis

Für viele Beschäftigte aus Pflege- und Betreuungsberufen gehören Krisen- und Konfliktsituationen zum beruflichen Alltag. Dennoch können Mitarbeitende durch diese Situationen physisch und psychisch verletzt werden. Daher dürfen Übergriffe nicht als "normal" angesehen werden. Es liegt in der Verantwortung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers, Gefährdungen zu ermitteln und diese systematisch vorzubeugen.

Eine Studie des Universitätsklinikums Eppendorf und der BGW ergab, dass sich jede dritte befragte Fachkraft in Kliniken, stationärer Altenpflege, ambulanter Pflege sowie Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen durch erlebte Gewalt stark belastet fühlt. 69,8 % hatten in dem einjährigen Untersuchungszeitraum körperliche Gewalt erlebt, 94,1 % erlebten verbale Gewalt.

Die Folgen von Gewalt können vielfältig sein. Neben möglichen körperlichen Verletzungen stehen vor allem psychische Folgen im Vordergrund. Sie können das Lebensgefühl und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten langfristig beeinträchtigen, eine sinkende Arbeitszufriedenheit sowie einen Anstieg der Krankheitstage verursachen und bis zur Depression führen.

Studien helfen aktuelle Zahlen zur Häufigkeit, zu der Art und den Konsequenzen von Gewaltübergriffen auf Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen zu ermitteln. Ziel ist u.a. die Betriebe zu sensibilisieren und den Beschäftigten dieser Branchen geeignete Präventionsstrategien anzubieten.

Literatur zum Thema

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