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Psychologie/Gesundheitsförderung

Sie haben den Eindruck, dass die Beschäftigten hoch belastet sind und die Stimmung gereizt ist. Vielleicht klagt das Team über Zeitdruck und vermehrte Konflikte. Gesundheitliche Beschwerden nehmen möglicherweise zu.
Wenn Sie diesem Eindruck nachgehen wollen und gern wissen möchten, wie hoch und in welchen Arbeitsbereichen die Belastungen sind, hat die BGW zu diesem Thema ein breites Angebot. Hier zeigen wir Ihnen einige Möglichkeiten auf, wie Sie die psychischen Belastungen in Ihrem Betrieb erfassen können:

Angebot für Pflege, Behindertenhilfe, Krankenhausärzte (branchenspezifisch):

Angebot für alle (branchenübergreifend):

  • Arbeitssituationsanalyse: Das Gruppendiskussionsverfahren arbeitet in zwei bis drei Stunden sowohl Ressourcen als auch Belastungen auf Teamebene heraus. Die Beschäftigten entwickeln selbst Maßnahmen zur Verbesserung.
  • BGW Betriebsbarometer: Die Befragung erhebt in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten systematisch das Betriebsklima, lässt Verbesserungspotentiale erkennen und stellt Branchenbenchmarks zum Vergleich als Bewertungshilfe bereit.

Wenn Sie zum Beispiel durch eine Befragung deutliche Hinweise haben, dass die psychische Belastung hoch ist, bietet die BGW Ihnen im Anschluss unterschiedliche Strategien an:

Angebot für alle (branchenübergreifend):

Angebot für die Altenpflege (branchenspezifisch):

Sonstige Angebote der BGW zu psychischer Belasung:

  • Seminare wie z.B.:

    • Professioneller Umgang mit Gewalt und Aggression (PUGA),
    • Arbeits- u. Gesundheitsschutz durch Stressmanagement (GDS, GDSA),
    • Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung (GSQA)
  • Broschüre "Diagnose Stress"

Bei individuellen Beschwerden berät der Arzt bzw. die Ärztin oder die Krankenkassen.

Die Ergebnisse verschiedener Forschungsstudien der BGW aus den letzten Jahren können Sie hier abrufen:

Weitere Forschungsstudien von anderen Institutionen:

Die Gesundheit der Beschäftigten liegt in der Verantwortung des Unternehmens. Der Unternehmer bzw. die Unternehmering ist verpflichtet, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen und zu finanzieren, das kann z.B. bei Bedarf Supervision sein (s. §3 ArbSchG). Wenden Sie sich je - nach Betriebsstruktur - zum Beispiel an die Leitung, die betriebliche Arbeitsschutzorganisation oder die Personalabteilung.

Die BGW ist in diesem Fall nicht der richtige Ansprechpartner für Sie. Wir haben jedoch folgende Tipps:

Betriebsinterne Möglichkeiten:

  • Betriebssarzt
  • Vorgesetzte, betriebliche Sozialberatung
  • Personal-/Betriebsrat (Mitarbeitervertretung), Schwerbehindertenvertretung

Externe Hilfen:

  • Ärzte (Hausarzt, Psychiater)
  • Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten (Psychotherapie)
  • Ambulanzen der psychiatrischen Krankenhäuser im Notfall
  • Sozialpsychiatrischer Dienst für Notfälle
  • Krankenkassen
  • Selbsthilfegruppen für Erkrankte und Angehörige

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich - bei akuten Situationen und wenn Sie sofort ein Gespräch benötigen - an diese Institutionen zu wenden:

  • Seelefon – Beratung (gefördert vom BMG): http://www.psychiatrie.de/bapk/seelefon
    SeeleFon: Bundesweite Information und Hilfe durch Telefon- und Email-Beratung: Seit Mitte 2011 hat der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker unter der Rufnummer 0180 595 0951 und der Festnetznummer 0228 71 00 24 24 sowie der Emailadresse seelefon@psychiatrie.de sein Angebot zur bundesweiten Selbsthilfeberatung zu psychischen Erkrankungen ausgebaut und erweitert.
  • Telefonseelsorge rund um die Uhr (kostenfrei)
    Tel.: 0800 – 1110111 (evangelisch)
    Tel.: 0800 – 1110222 (katholisch)
    http://www.telefonseelsorge.de
  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)
    Das bundesweite Beratungstelefon erreichen Sie unter: Tel: 0800 0 11 77 22 (kostenfrei)

Mobbing am Arbeitsplatz kann krank machen. Davon betroffen sein können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was aber sind „normale“ Reibereien und wann ist die Grenze zum Mobbing überschritten?

Hilfe bieten übergeordnete Institutionen an, wie z.B.:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)
    Das bundesweite Beratungstelefon erreichen Sie unter: Tel: 0800 0 11 77 22 (kostenfrei)
  • Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
    Bundesvorstand (dort werden Gewerkschaftsmitgliedern regionale Ansprechpartner genannt)
    Henriette-Herz-Platz 2
    10178 Berlin
    Telefon +49 30.240 60-0
    Telefax +49 30.240 60-324
    E-Mail: info.bvv@dgb.de

Telefonische Beratungsstellen gibt es u.a. bei den Sozialämtern, Ämtern für Arbeitsschutz, Gleichstellungsstellen der Kommunen, Beratungsstellen der Gewerkschaften, Krankenkassen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, sozialen Vereinen und Verbänden, Selbsthilfegruppen.

Das bietet die BGW bietet zum Thema „Mobbingprävention“ an:

Mobbing kann auch Thema eines Beratungsprojekts sein: Informieren Sie sich auf der Internetseite www.bgw-online.de unter dem Stichwort „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ .

Nach einem belastenden Ereignis, in dem sich Betroffene „wie betäubt“ fühlen können oder übererregt sind, sind im weiteren Verlauf auch Wut, Verzweiflung, Grübeln aber auch Zweifel, Scham, Ängste und Selbstvorwürfe normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis. Auch Schlafstörungen, Gereiztheit, erhöhte Muskelanspannung, oder Konzentrationsschwierigkeiten können in der Folge auftreten. Die hier aufgeführte psychische Symptomatik ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose sondern gibt erste Hinweise auf mögliche Gesundheitsschäden. Sie sollten sich an einen Arzt oder Psychotherapeuten wenden.

Wenden Sie sich bitte direkt an die für Sie zuständige Bezirksverwaltung der BGW. Dort erhalten Sie Beratung durch Reha-Manager und Adressen von spezialisierten Ärzten und Psychologen, die mit der BGW kooperieren und möglichst zügig Termine vergeben. Das gilt für psychische Gesundheitsschäden, die durch traumatisierende, emotionale Erlebnisse am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin entstanden sind.

Bei Hinweisen auf psychische Gesundheitsschäden kann auch eine Kontaktaufnahme durch Familienmitglieder oder aus dem Arbeitskollegium unterstützend sein. Die BGW setzt sich dann unmittelbar mit dem Betroffenen in Verbindung.

Es gibt speziell ausgebildete Trauma-Psychotherapeuten, an die Sie sich wenden können. Die Kosten werden von Ihrer Krankenkasse getragen.
Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Traumatherapie (DeGPT) und EMDRIA Deutschland e.V. finden Sie z.B. speziell ausgebildete Traumatherapeuten.

Eine erste Ansprechperson ist Ihre Betriebsärztin oder Ihr Betriebsarzt.

Ein anderes Vorgehen ist die Suche, über das Branchenverzeichnis der Telefonbücher, wo eine Übersicht von Suchtberatungseinrichtungen aufgeführt ist. Ebenso auf www.dhs.de, der Website der „Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V.“. Wichtig ist, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu holen, damit noch genügend Ressourcen vorhanden sind, um aus der Krise wieder herauskommen zu können.

Es gibt verschiedene Broschüren wie z.B.:

  • Suchtprobleme im Betrieb (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen), Hrsg. BG die gewerblichen BG´en/DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat
  • Alkohol im Betrieb (Suchtprobleme durch Alkohol, Drogen und Medikamente), Hrsg. BG Druck und Papier

Sucht kann auch Thema eines Beratungsprojekts sein: Informieren Sie sich auf der Internetseite www.bgw-online.de unter dem Stichwort „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ .

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