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Sicheres Arbeiten mit endokrinen Disruptoren

Immer wieder geraten Gefährdungen durch den Kontakt mit bestimmten Gefahrstoffgruppen in den Fokus der öffentlichen Berichterstattung. Dies gilt auch für die Stoffgruppe der endokrinen Disruptoren. Wie soll mit diesen Verbindungen bei der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung umgegangen werden?

Endokrine Disruptoren (EDs) sind Substanzen, die in schädigender Art und Weise Einfluss auf das Hormonsystem des Menschen nehmen. Die Verwendung solcher Stoffe in Verbraucherprodukten wird seit vielen Jahren in Politik und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Auch in Bezug auf den Arbeitsschutz ist die wissenschaftliche Bewertung der toxikologischen Eigenschaften von endokrinen Disruptoren noch nicht abgeschlossen. Eine gefahrstoffrechtliche Kennzeichnung entfällt, da mit dem Begriff „endokriner Disruptor“ der toxikologische Wirkmechanismus einer Substanz und nicht wie sonst üblich, eine konkrete Gesundheitsgefahr („toxikologischer Endpunkt“) beschrieben wird. Jedoch besitzen viele EDs einstufungsrelevante gefährliche Stoffeigenschaften, für die das Regelwerk definierte Schutzmaßnahmen vorschreibt. Eine gesonderte Berücksichtigung endokrinschädigender Eigenschaften von Arbeitsstoffen bei der betrieblichen Gefährdungsermittlung ist nicht gefordert.

Ihre Ansprechpersonen:

Dr. rer. nat Johannes Gerding
wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr. rer. nat. Gabriele Halsen
wissenschaftliche Mitarbeiterin
gefahrstoffe@bgw-online.de

Bereich Gefahrstoffe/ Toxikologie
Telefon: (0221) 3772 - 5341
Telefon: (0221) 3772 - 5343

Autor(en): J. Gerding

24.01.2018

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