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Neue Empfehlungen für die Umgebungsuntersuchungen bei Tuberkulose - Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose

Nach der Einführung der neuen Interferon-Gamma-Release Assays (IGRAs) in den Empfehlungen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose im Jahre 2007 hat sich die Datenlage für deren Einsatz beträchtlich verbessert.

Da Sensitivität und Spezifität von IGRAs bei Erwachsenen in zumindest teilweise BCG-geimpften Kollektiven derjenigen des Tuberkulin-Hauttests (THT) im Allgemeinen überlegen sind, wird bei Kontaktpersonen im Gegensatz zum früheren Zweistufenverfahren nur noch der primäre Einsatz von IGRAs empfohlen.

Die neuen Empfehlungen unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Vorauswahl enger Kontaktpersonen, damit positive Testbefunde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine frische Infektion widerspiegeln und so den Nutzen einer Chemoprävention erhöhen. Das Nachtesten von positiv getesteten Kontaktpersonen kann zu einer beträchtlichen Anzahl falsch-negativer Resultate führen und sollte bei dokumentierter Exposition daher unterbleiben.

Der vollständige Artikel "Neue Empfehlungen für die Umgebungsuntersuchungen bei Tuberkulose – Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose" ist erschienen in Pneumologie 2011; 65: 359-378.

Den im Dokument gegebenen Empfehlungen wurden nachträglich Evidenzkategorien zugeordnet. Diese sind entstanden in Anlehnung an die Empfehlungen des AHCPR (Agency for Healthcare Research and Quality).

Autor(en): R. Diel (federführend), G. Loytved, A. Nienhaus, S. Castell, A. Detjen, H. Geerdes-Fenge,W. Haas, B. Hauer, B. Königstein, D. Maffei, K. Magdorf, M. Priwitzer, J.-P. Zellweger, R. Loddenkemper

30.11.2011

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