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Vorgehensweise nach Mitarbeiterbefragungung zur psychosozialen Belastung und Beanspruchung am Beispiel der Dialyse-Einrichtungen

Achtzehn Monate nach einer Befragung von 70 Dialyse-Einrichtungen mit der Standardversion des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) wurden insbesondere Leitungen der teilnehmenden Dialyse-Einrichtungen zum Umgang mit dem Ergebnisbericht befragt. Bei dieser Befragung wurde ein selbst entwickelter, qualitativer Interviewleitfaden eingesetzt. Insgesamt nahmen 12 Expertinnen und Experten aus den Dialyse-Einrichtungen zwischen Herbst 2012 bis Sommer 2013 teil.

Das Ziel dieser Untersuchung war es zu überprüfen, ob mit den Befragungsergebnissen weitergearbeitet wurde und Maßnahmen zur Verbesserung der psychosozialen Arbeitssituation beschlossen und umgesetzt wurden. Für die Befragung wurde ein offener Interviewleitfaden entwickelt. Es zeigte sich, dass die Einrichtungen unterschiedlich mit dem Ergebnisbericht weiterarbeiteten. Die Ergebnisberichte wurden von den Interviewpartnern als verständlich und überwiegend nachvollziehbar eingestuft. Vielfach wurden Maßnahmen aufgrund des Ergebnisberichts umgesetzt, eine Evaluation der Maßnahmen fand bisher in keiner Einrichtung statt. Die Zusammenarbeit mit der BGW wurde von elf Befragten positiv bewertet. Zusammenfassend zeigte die nachgehende Befragung der Verantwortlichen in den Dialyse-Einrichtungen, dass die Vorgehensweisen nach dem Erhalt des Ergebnisberichts unterschiedlich waren. Nicht in allen Einrichtungen wurde die Befragung zur Ableitung von Maßnahmen für eine Verbesserung des Gesundheitsschutzes genutzt.

Diese Zusammenfassung ist ein Teil des Beitrages "Vorgehensweise nach Mitarbeiterbefragung zur psychosozialen Belastung und Beanspruchung am Beispiel der Dialyse-Einrichtungen", erschienen im Buch "RIRE - Risiken und Ressourcen in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege", © 2014 ecomed MEDIZIN, ISBN 978-3-609-10024-1.

Autor(en): L.Paderow, M. Kersten

18.06.2014

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