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Tuberkulose bei Beschäftigten im Gesundheitswesen – Häufigkeit von bestehenden und von neuen Infektionen sowie Erkrankungsrisiko nach Infektion

Entsprechend der Biostoffverordnung in Verbindung mit der Verordnung der arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) werden Beschäftigte im Gesundheitswesen regelmäßig auf Tuberkulose untersucht. Untersuchungsergebnisse werden bisher nicht systematisch dokumentiert. Deshalb ist in Deutschland wenig zur Tuberkulosegefährdung der Beschäftigten bekannt.

Es soll ein Netzwerk aufgebaut werden, welches ermöglicht, routinemäßig erhobene Daten zur Tuberkulosevorsorge systematisch auszuwerten. Angestrebt ist eine Reihenuntersuchung und dabei mindestens 1.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen zu untersuchen. Die Vorsorgeuntersuchungen sollen mit dem neuen Bluttest Quantiferon durchgeführt werden, da dieser Test qualitativ bessere Aussagen ermöglicht und für die Beschäftigten weniger belastend ist. Dieser Test wurde im Rahmen einer weiteren Studie für den Einsatz in der betriebsärztliche Praxis evaluiert.

Die sich daraus ergebenen Ergebnisse werden von Betriebsärzten erhoben und der BGW zur Verfügung gestellt. Mittels dieser Daten soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:

  • Wie viele Beschäftigte in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens sind infiziert?
  • Wie hoch ist das Risiko für eine Neuinfektion in den verschiedenen Bereichen im Gesundheitswesen?
  • Wie hoch ist das Erkrankungsrisiko in den ersten zwei bis fünf Jahren nach einer frischen Infektion?
  • Wie hoch ist die Prävalenz der latenten Tuberkulose-Infektion bei Auszubildenden im Gesundheitswesen zu Ausbildungsbeginn?
  • Wie hoch ist das Infektionsrisiko dieser Auszubildenden während der Ausbildung?

Bis Ende 2014 ist die Laufzeit der Studie zunächst beantragt und wird in Kooperation zwischen der BGW und dem Institut CVcare (Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Nach dieser Laufzeit sind Aussagen zur Häufigkeit von Neuinfektionen und erste Aussagen zum Erkrankungsrisiko nach einer neuen Infektion möglich. Zu diesem Zeitpunkt wird dann über die Fortsetzung der Studie entschieden.


Interessiert? Kommt eine Teilnahme für Sie in Frage? Betreuen Sie Betriebe, die bei der BGW versichert sind?

Wir suchen für die Studie interessierte Betriebsärzte, die

  • regelmäßig nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G42 oder
  • regelmäßig auf andere Infektionskrankheiten untersuchen.


Unsere Serviceangebote für den Betriebsarzt:


Unsere Serviceangebote für den Probanden:

  • Umfassende Informationen zum Design.
  • Kurz und knapp geben wir Antwort auf die häufig gestellten Fragen – FAQ.


Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Ihre Ansprechpartner:

Dr. P.H. Anja Schablon (Dipl.-Gesundheitswirtin)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
CVcare
20246 Hamburg
Telefon: (040) 74 10 - 597 09
E-Mail: epidemiologie@bgw-online.de

Susanne Stamer
Berufgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
Grundlagen der Prävention und Rehabilitation
22089 Hamburg
Telefon: (040) 202 07- 32 37
E-Mail: epidemiologie@bgw-online.de

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