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Informationen zur Vermeidung von Stichverletzungen in der ambulanten und stationären Pflege

Die gemeinsamen Anstrengungen zu betriebsärztlichen Schutzimpfungen gegen Hepatitis B und die zunehmende Durchimpfung der Allgemeinbevölkerung haben zu einem deutlichen Rückgang der Neuinfektionen mit Hepatitis B-Viren geführt. Unterstützt von Kampagnen zur sicheren Entsorgung von gebrauchten, spitzen Instrumenten in Abwurfbehältern und Verwendung von Sicherheitsgeräten bzw. stichsicheren Instrumenten, sind auch Hepatitis C- und HIV-Infektionen zu seltenen Ereignissen geworden.

Dennoch werden „Nadelstichverletzungen“ weiterhin in großer Zahl als Unfälle gemeldet. Sie verursachen bei den Versicherten tage- bis monatelänge Ängste vor einer Hepatitis- oder HIV-Infektion. Für die Unfallversicherer bedeuten sie außerdem hohe Kosten für die Nachsorge. Für die Betriebe des Gesundheitswesens, speziell für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, verschärft sich der Kostendruck. Ursache: die Krankenkassen ziehen sich aus der Finanzierung von stichsicheren Geräten, die für jede einzelne Patientin oder jeden Patienten rezeptiert werden, zurück. Immer mehr gehen Krankenkassen dazu über, mit dem Apothekerverband Verträge zu schließen, die die Kostenerstattung der hausärztlich verschriebenen Sicherheitsgeräte (Lanzetten, Insulin-Pens u.a.) ausschließen. Pflegeeinrichtungen, Apotheken und Arztpraxen berichten an dieser Schnittstelle zwischen Patientenversorgung und Arbeitsschutz über zunehmende Probleme.
Die BGW bemüht sich um tragbare Lösungen, die zwischen Politik und Verbänden erarbeitet werden müssen.
Um Apotheken, Betriebe und Pflegedienstleitungen auf die Problematik hinzuweisen, hat die Arbeitsschutzpartnerschaft Hamburg unter der Federführung des Amtes für Arbeitsschutz schon vor Jahren Informationsblätter erarbeitet, die bundesweit auf großes Interesse gestoßen sind. Diese sollen die Bereitstellung und Verwendung von Sicherheitsgeräten im Gesundheitsdienst fördern. Darin werden die wichtigsten Fakten zur Verwendung von Sicherheitsgeräten zusammengefasst, auf weiterführende Informationen und auf die rechtlichen Grundlagen verwiesen. Eine Produktübersicht finden Sie im "Verzeichnis sicherer Produkte", welches im Rahmen des Branchenportals www.sicheres-krankenhaus.de erstellt wurde.


26.05.2016

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