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Infektionen/Impfungen

Körperflüssigkeiten und Körperausscheidungen (z.B. Blut, Wundsekret Stuhl, Urin, Nasensekret, Speichel, Genitalflüssigkeiten).

Das Robert Koch-Institut bietet einen Impf-Selbst-Check an. Ein kurzer Fragebogen bietet die Möglichkeit, den Impfstatus eigenständig zu prüfen. Hier steht der ausreichende Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Poliomyelitis und Masern im Vordergrund.

Unterstützung bei der Prüfung Ihres Impfstatus erhalten Sie aber auch in Ihrer hausärztlichen Praxis oder bei Ihrem betreuenden Betriebsarzt bzw. der betreuenden Betriebsärztin. Bringen Sie hier Ihre vollständigen Impfunterlagen mit. Jede Impfung zählt.

Informationen zu blutübertragbaren Infektionen werden von der BGW und dem Robert Koch-Institut angeboten.

Weiterführende Informationen bietet die Broschüre M 612 Risiko Nadelstich – Infektionen wirksam vorbeugen. Eine Übersicht über sichere Produkte finden Sie auf den Seiten "Sicheres Krankenhaus".

Darüber hinausgehende Fachinformationen finden sich auf den Seiten des Robert Koch-Instituts. Hier können ärztliche Ratgeber zu den jeweiligen Krankheiten und Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission gefunden werden.

Rechtsgrundlagen für das Angebot einer Impfung bei der Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge sowie die Kostenübernahme durch das Unternehmen sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und Biostoffverordnung (BioStoffV).

Voraussetzung für alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes, zu denen auch Impfungen zählen, ist immer eine gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhte Gefährdung, die über die Gefährdungsbeurteilung ermittelt wird.

Das Unternehmen hat über den Betriebsarzt bzw. die Betriebsärztin eine Vorsorge mit Impfungen anzubieten, wenn diese Tätigkeiten im Anhang der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge aufgeführt werden, eine im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhte Infektionsgefahr besteht und ein Impfstoff vorhanden ist. Es handelt sich dabei meist um Tätigkeiten, bei denen es regelmäßig und in größerem Umfang zum Kontakt mit infektiösem oder potenziell infektiösem Material, wie Körperflüssigkeiten, -ausscheidungen oder -gewebe, kommen kann. Regelmäßig heißt im Zusammenhang mit Infektionsgefahren allerdings auch, dass bereits ein Erkrankungsfall ausreicht, um weiterhin ein Vorsorgeangebot vorhalten zu müssen (siehe auch Arbeitsmedizinische Regel AMR Nr. 6.5 bzw. FAQs der BAuA zur ArbMedVV).

Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin muss im Rahmen der Vorsorge über die zu verhütende Krankheit und über Nutzen und Risiken der Impfung angemessen beraten.

Es gibt offizielle Empfehlungen zum Umgang mit Hepatitis B-Impfung und Antikörperbestimmung nach Impfungen. Diese Empfehlungen werden regelmäßig von der Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) dem Stand der Wissenschaft angeglichen.

Man ist allgemein davon abgekommen, die Antikörper-Titer (HBs-Ak) in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel nach drei Jahren) zu kontrollieren. Ausgehend von wissenschaftlichen Erkenntnissen nimmt man heute an, dass bei Gesunden nach einer erfolgreichen Grundimmunisierung (mit HBs-Ak-Titer über 100IU/l) eine lebenslange Immunität besteht, wenn keine anderen Gründe für eine Schwächung der Immunabwehr (AIDS, Krebs…) eintreten. Deshalb ist das Unternehmen im Allgemeinen nicht verpflichtet, die Kosten für regelmäßige Tests zu übernehmen.

Etwas anders ist das Vorgehen bei Beschäftigten, die als Kinder oder Jugendliche bereits eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B erhalten haben: Ihnen wird sofort eine Auffrischungsimpfung mit einer einmaligen Dosis und anschließenden Titerkontrolle (HBs-Ak) nach vier bis acht Wochen empfohlen.

Die Kosten übernimmt das Unternehmen, wenn am Arbeitsplatz eine gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhte Infektionsgefahr vorherrscht und eine arbeitsmedizinische Vorsorge veranlasst oder angeboten werden muss.

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