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Sonnenschirm mit blauem Himmel im Hintergrund

Schutz vor UV-Strahlung bei Arbeiten im Freien

Die Sonne scheint, die Vitamin-D-Speicher füllen sich, das Hautkrebsrisiko steigt. Klar: Die Sonne sorgt für Licht und Wärme, allerdings birgt die UV-Strahlung auch Gefahren.

Setzt man sich - wie häufig bei der Arbeit im Garten- und Landschaftsbau - zu stark der Sonne aus, sollte man sich unbedingt schützen. Die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) kann gefährlich sein: Sonnenbrand, Schäden der Augen, Hitzeschlag und ein erhöhtes Hautkrebs-Risiko.

Maßnahmen

Schäden der Haut lassen sich vermeiden, wenn Sie auf rechtzeitigen und ausreichenden Schutz achten! Schon bei Aufenthaltszeiten von wenigen Minuten im Freien ist bei Sonnenschein Schutz notwendig. Das gilt übrigens in der Freizeit ebenso wie bei der Arbeit.

Um die Risiken der UV-Strahlung zu minimieren hat sich das klassische T-O-P-Prinzip bewährt: Technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen, die in dieser Reihenfolge angewendet werden sollten.

Technisch

Nutzen Sie alle Formen von Abschattungen, um die Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Hilfreich ist das Einrichten von schattigen Plätzen mit Überdachungen für Arbeits- und Pausenzeiten, Unterstellmöglichkeiten oder auch Sonnenschirme und Sonnensegel zum Beispiel für Kindertagesstätten.

Organisatorisch

Achten Sie auf die Tageszeit und meiden Sie längere Aufenthalte in den intensivsten Sonnenstunden, insbesondere von April bis September zwischen 11 und 16 Uhr. Oft lassen sich Abläufe so organisieren, dass nur kurze Arbeitsphasen in der Sonne anfallen und die meisten Aufgaben im Schatten erledigt werden. Zudem ist es ratsam, körperlich anstrengende Arbeiten durch einen früheren Arbeitsbeginn in die kühleren Morgenstunden zu verlegen, bei großer Hitze auf Überstunden zu verzichten und häufiger Pausen einzuplanen. Und unverzichtbar bleibt: Achten Sie auf regelmäßiges Trinken!

Tragen Sie auch bei Arbeiten außerhalb des Schattens lange Hosen, langärmlige T-Shirts und einen Sonnenschutz für den Kopf und Nackenbereich. Für alle Hautpartien, die sich nicht durch Kleidung schützen lassen, muss Ihnen Ihr Arbeitgeber eine geeignete Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor anbieten und Sie regelmäßig in der richtigen Anwendung unterweisen.

Zu den organisatorischen Maßnahmen zählt zudem die Angebotsvorsorge zur natürlichen UV-Strahlung durch den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin. Dies kann unter anderem Erzieher und Erzieherinnen, Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau, sowie Bademeister und Bademeisterinnen betreffen. Die Voraussetzungen für diese Untersuchung sind Tätigkeiten in der Sonne von mindestens einer Stunde pro Arbeitstag an mindestens 50 Arbeitstagen pro Jahr in dem Zeitraum zwischen 10 Uhr und 15 Uhr MEZ (mitteleuropäische Zeit), entsprechend 11 Uhr bis 16 Uhr MESZ (mitteleuropäische Sommerzeit) von April bis September.

Personenbezogen

Tragen Sie geeignete Schutzkleidung wie langärmelige Hosen und Oberteile sowie Kopfbedeckungen mit einem ausreichenden UV-Schutz. Schützen Sie auch Ihre Augen und setzen Sie eine Sonnenschutzbrille mit UV-Filter und seitlicher Abschirmung auf.

Nutzen Sie für alle Hautpartien, die sich nicht durch Kleidung schützen lassen, das von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgerberin zur Verfügung gestellte Sonnenschutzmittel.

Hautkrebs als Berufskrankheit

Seit 2015 können bestimmte Formen des weißen Hautkrebses als Berufskrankheit anerkannt werden.

Wenn Sie Hautveränderungen feststellen, holen Sie sich unbedingt dermatologischen Rat. Dabei gilt: Lieber zu früh, als zu spät! Ihr Hautarzt oder Ihre Hautärztin meldet einen möglichen Verdacht auf eine Berufskrankheit an den jeweiligen Unfallversicherungsträger, bei dem Sie versichert sind. Nachteile durch eine Meldung können Ihnen nicht entstehen. Bei einer Anerkennung als Berufskrankheit ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Behandlung zuständig - nicht die Krankenkasse.

Zum Schluss eine gute Nachricht

Werden Hautkrebsvorformen rechtzeitig erkannt, lassen sie sich meist gut behandeln. Besser als jede Behandlung ist jedoch, wenn erst gar keine Erkrankung auftritt. Lassen Sie Ihre Haut regelmäßig ärztlich untersuchen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Benötigen Sie individuelle Beratung? Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

23.04.2020

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