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Gefährdungen ermitteln

Gefährdungsbeurteilung in sieben Schritten: 2. Gefährdungen ermitteln

Gefährdungen ermitteln

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Was ermittle ich?
Eine Gefährdung wird unter anderem durch chemische, biologische und mechanische Einwirkungen ausgelöst, wie zum Beispiel Gefahrstoffe, Infektionserreger oder Stolperstellen am Arbeitsplatz. Von Belastung spricht man, wenn Mitarbeiter durch äußere Bedingungen und Anforderungen des Arbeitssystems physisch oder psychisch beeinträchtigt werden, beispielsweise durch Termindruck, einseitige körperliche Belastungen, Über- oder Unterforderung.


Die meisten Gefährdungen und Belastungen ergeben sich durch:

  • die Gestaltung und Einrichtung der Arbeitsstätten und Arbeitsplätze
  • die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln
  • die Gestaltung von Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten
  • eine unzureichende Qualifikation und Unterweisung


Wie gehe ich vor?
Basis für die vorausschauende Ermittlung möglicher Gefährdungen und Belastungen ist die tätigkeitsbezogene Analyse. Überprüfen Sie für jeden Tätigkeitsbereich in Ihrer Einrichtung, welche Gefährdungen und Belastungen dort auftreten können. Hilfsmittel sind Stellenbeschreibungen, Arbeits-, Verfahrens- oder Betriebsanweisungen. Befragen Sie außerdem Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Arbeitsbereiche mit gleichartigen Tätigkeiten können Sie zusammenfassen. Bei gleichen Arbeitsbedingungen reicht die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit aus. Diese so genannte arbeitsbereichsbezogene Analyse bietet sich an, wenn an den Arbeitsplätzen ähnliche Gefährdungen auftreten, die Tätigkeiten typische Merkmale aufweisen oder gleichartige Arbeitsmittel eingesetzt werden.

Eine personenbezogene Gefährdungsermittlung kann für besonders gefährdete Personengruppen wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an chronischen Krankheiten wie einer Allergie oder Asthma leiden, durchgeführt werden. Für Jugendliche und Schwangere müssen Sie eine personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung durchführen. Das fordert das Gesetz. Halten Sie in diesen besonderen Fällen Ihre Ergebnisse auf dem Arbeitsblatt 4 fest.

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