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Gefährdungen beurteilen

Wie bewerte ich Risiken?

Gefährdungsbeurteilung in sieben Schritten: 3. Gefährdungen beurteilen

Gefährdungen beurteilen

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Betrachten Sie jede einzelne Gefährdung, die Sie ermittelt haben, und stellen Sie fest, ob Handlungsbedarf für Arbeitsschutzmaßnahmen besteht. Schätzen Sie ein, ob ein Risiko vernachlässigbar, noch akzeptabel oder inakzeptabel ist. Dies richtet sich danach, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Gefährdung, ein Unfall oder eine Belastung eintreten wird und wie gravierend die Folgen sein können.


Bei der Ableitung des Handlungsbedarfs, bietet sich eine Einteilung in drei Risikoklassen an:

  • Risikoklasse 1: Hierunter fallen Risiken, die man als Restrisiken akzeptieren kann, die beispielsweise allgemeinen Lebensrisiken entsprechen.
  • Risikoklasse 2: Hierzu gehören alle Gefährdungen, die mittel- bis langfristig beseitigt oder minimiert werden müssen.
  • Risikoklasse 3: Gefährdungen dieser Kategorie sind inakzeptabel, weshalb unverzüglich Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Eventuell ist eine sofortige Einstellung der Arbeiten notwendig.

Risikobewertung durch Risikoeinschätzung

Risikoeinschätzung und Handlungsbedarf

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Dieses Modell der Risikobewertung ist als Vorschlag zu verstehen, der sich in der Praxis bewährt hat. Es existieren weitere, alternative Modelle der Risikobewertung.

Welche Vorteile haben Schutzziele?
Definieren Sie Ihre Schutzziele schriftlich und legen Sie den Soll-Zustand fest. Erst ein Vergleich des ermittelten Ist-Zustands mit dem angestrebten Soll-Zustand ermöglicht es Ihnen, Defizite systematisch und zuverlässig zu erkennen. Ziele haben den Vorteil, dass sie geplante Verbesserungen auf den Punkt bringen und leichter zu überprüfen sind.

Wie definiere ich Schutzziele?
Erste Orientierung bieten die rechtlich vorgegebenen Mindestanforderungen. Bei diesen so genannten normierten Schutzzielen ist der Soll-Zustand bereits in Gesetzen, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften oder technischen Regeln konkretisiert – so gibt es etwa Grenzwerte für Gefahrstoffe und Lärmbelastungen oder Vorgaben für Sicherheitsabstände, Beleuchtung und Temperatur. Ebenfalls auf der sicheren Seite sind Sie mit Normen und den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV) und Regeln BGR).

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