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Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen

Gefährdungsbeurteilung in sieben Schritten: 1. Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen

Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen

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Wer ist verantwortlich?
Arbeitsschutz ist Chefsache. Bevor Sie Maßnahmen festlegen, sollten Sie zunächst eine Entscheidung über den künftigen Sicherheitszustand Ihrer Einrichtung treffen. Die Gesamtverantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz und damit auch für die Gefährdungsbeurteilung verbleibt immer bei der Unternehmensleitung. Sie können jedoch einzelne Aufgaben an fachkundige Personen übertragen. Der Auftrag muss schriftlich erfolgen und Verantwortungsbereiche und Befugnisse konkret definieren.

Wer unterstützt mich?
Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit und Ihrem Betriebsarzt, aber auch bei Ihrer Berufsgenossenschaft sowie den staatlichen Aufsichtsstellen. Sofern Sie einen Betriebsrat oder eine Mitarbeitervertretung haben, sind diese über alle Angelegenheiten des Arbeitsschutzes zu informieren und zu entsprechenden Vorschlägen anzuhören. Bei der Gefährdungsbeurteilung hat die Personalvertretung Mitbestimmungsrechte.

Welche Gesetze und Vorschriften muss ich beachten?
Die wichtigsten Rechtsgrundlagen aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) haben wir für Sie zusammengestellt. Wichtige Hinweise geben auch die Arbeitsstätten-, Bildschirmarbeitsplatz-, Lastenhandhabungs-, Gefahrstoff-, die Biostoff- und die Betriebssicherheitsverordnung sowie die DGUV Vorschrift 1.

Welche vorhandenen Unterlagen kann ich nutzen?
Nutzen Sie vorhandene Unterlagen wie Betriebsanweisungen, Dokumentationen Qualitätsmanagement und Gefahrstoffverzeichnisse. Rückschauend können Sie Gefährdungen auch durch die Analyse von Unfallanzeigen und Beinaheunfällen und Verbandbüchern ermitteln.

Womit fange ich an?

Arbeitsbereichsbezogene Gefährdungsbeurteilung

Legen Sie systematisch Arbeitsbereiche Ihrer Betriebsorganisation fest: Fassen Sie einen Arbeitsplatz oder gleichartige Tätigkeiten oder Arbeiten mit glei-chen Arbeitsmitteln zu je einem Arbeitsbereich zusammen.

  • Für die Arbeitsbereiche führen Sie eine arbeitsbereichsbezogene Gefährdungsbeurteilung durch (Arbeitsblatt 2a).

Tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung

Alternativ erfassen Sie die einzelnen Tätigkeiten. Oder Sie erfassen zusätzlich zu den Arbeitsbereichen die übrig gebliebenen Tätigkeiten.

  • Führen Sie in diesen Fällen eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung durch (Arbeitsblatt 2b).

Personenbezogene Gefährdungsbeurteilung

Für werdende oder stillende Mütter und für Jugendliche ist eine personenbezogene Gefährdungsbeurteilung gesetzlich vorgeschrieben.

Auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit wechselnden Tätigkeiten, für Allergiker, chronisch Kranke oder Mitarbeiter mit Behinderungen bietet sich diese Form der Gefährdungsbeurteilung an.

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