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Sicher arbeiten mit Gefahrstoffen

Wer denkt bei nützlichen und hilfreichen Produkten wie Reinigungsmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Nagelkleber oder Haarspray sofort daran, dass diese Stoffe eventuell die Gesundheit beeinträchtigen können? Nicht alle potenziell gefährlichen Stoffe sind als Gefahrstoffe kennzeichnungspflichtig. Was ist zu tun und wer ist verantwortlich?

Grundsätzlich ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz Sache des Arbeitgebers. Auch wenn sich Aufgaben und Zuständigkeiten delegieren lassen – die Verantwortung bleibt. Unternehmerinnen und Unternehmer müssen also wissen, wie sie mögliche Gefährdungen der Beschäftigten sicher einschätzen und geeignete Gegenmaßnahmen treffen. Dabei ist mit einer systematischen Vorgehensweise schon der halbe Weg geschafft.

Welche Anforderungen sind zu erfüllen?

Die Regelungen des Gefahrstoffrechts zielen darauf ab, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sicher zu gestalten. Es soll gar nicht erst zu einer Exposition, also einer Belastung der Beschäftigten, kommen. Das Gefahrstoffrecht wird vor allem durch die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) bestimmt. Während die GefStoffV den allgemeinen Rahmen für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen absteckt, konkretisieren die TRGS einzelne Bereiche und beschreiben, wie man die Vorgaben in der Praxis umsetzen kann.

Totenkopfsymbol des Gefahrstoffsystems für "akute Toxizität"

Totenkopfsymbol des Gefahrstoffsystems für "akute Toxizität"

Aktuell befindet sich das Gefahrstoffrecht im Umbruch: Seit Anfang 2009 setzt die CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) das neue internationale "Global Harmonisierte System" (GHS) zur Kennzeichnung von Gefahrstoffen in europäisches Recht um. Die bekannten orangefarbenen Symbole werden dabei durch neue, international einheitliche Piktogramme auf weißem Grund mit rotem Rand abgelöst. Auch die damit verbundenen Hinweise ändern sich.

Auch wenn sich manches ändert, bleibt eine Konstante: Der Unternehmer muss sicherstellen, dass im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung geprüft wird, welche Gefährdungen von den im Betrieb eingesetzten Stoffen und Produkten ausgehen. Abhängig davon sind Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten festzulegen.

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