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Sterilisation mit Ethylenoxid: Informationen zur Expositionssituation am Arbeitsplatz

Nutzen Sie die vorliegenden BGW-Einschätzungen als Vorinformationen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung.

Branche

Gesundheitsdienst

Tätigkeit

Sterilisation mit Ethylenoxid

Kurzbeschreibung

Sterilisation von thermolabilen Materialien in vollautomatischen Sterilisatoren

Eingesetzte Produkte

Ethylenoxid-Gas (in Gasflaschen oder Kartuschen)

Arbeitsverfahren

Arbeitsverfahren entspricht den Anforderungen der TRGS 513 "Tätigkeiten an Sterilisatoren mit Ethylenoxid und Formaldehyd"

Einzelne Arbeitsschritte

  1. Prüfung der vollständigen Betriebsbereitschaft des Sterilisators
  2. Kontrolle der Dokumentationseinrichtungen
  3. Beladen des Sterilisators mit Sterilisiergut
  4. Sterilisator verschließen und Prozess starten
  5. Zuführung von Wirkgas, Dampf oder Inertgasen zum Prozess unter definierten physikalisch-chemischen Bedingungen
  6. Überwachung der Sterilisations- und Desorptionsphase
  7. Freigabe zur Entnahme des Sterilgutes
  8. Öffnen des Sterilisators und Entnahme des Sterilgutes
  9. Verhalten/Bewertung und Maßnahmen bei Abweichungen vom festgelegten Prozess
  10. Transfer des Sterilgutes in den Desorptionsbereich
  11. Freigabe des Sterilgutes zum außerbetrieblichen Transport und zur Verwendung
  12. Funktionsprüfung der lüftungstechnischen Anlage
  13. Wechsel der Druckgasbehälter beziehungsweise der Wirkgasbehälter und
  14. Reparatur- und Wartungsarbeiten

 

Dauer der Tätigkeit

Wenige Minuten bis ca. 1 Stunde (je Arbeitsschritt)

Expositionsmindernde Maßnahmen

Inhalativ: Lüftung: RLT-Anlage gem. TRGS 513

Dermal: Hygienische Maßnahmen sind ausreichend

Informationen zur Exposition

Inhalativ: Ethylenoxid kann aus minimalen Leckagen freigesetzt werden

Dermal: keine Exposition zu erwarten

Beurteilung der Exposition (Schritte 1 – 14)

Inhalativ: Einhaltung der Akzeptanzkonzentation (0,2 mg/m³), sofern gemäß TRGS 513 gearbeitet wird

Dermal: vernachlässigbar

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Angebotsvorsorge (wegen der Einstufung von Ethylenoxid als H350: "kann Krebs erzeugen" und H340 "kann genetische Defekte erzeugen")

Arbeitsmedizinische Nachsorge

Nicht sinnvoll

Expositionsverzeichnis (§14 (3) GefStoffV)

Nicht notwendig, da es sich um eine "nicht gefährdende Tätigkeit" im Sinne der TRGS 410 handelt

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